Mainz: Forscher haben neue Erkenntnisse zum Tod von Gletschermann "Ötzi"
Wie am heutigen Mittwoch ein Team von Wissenschaftlern des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz bekannt gab, wurde der Mann aus dem Eis wahrscheinlich zu Tode gejagt. Dies berichtete der Forscher Markus Egg vom Museum in Mainz in einer eigens erstellten Studie.
Danach verlor "Ötzi" bereits vor seinem Ableben seinen Bogen und alle Pfeile, wobei einige unbrauchbar waren oder sich noch im Rohzustand befanden. Einen Tag vor seinem Tod sollen ihm noch Handverletzungen zugefügt worden sein. Daraus schließt der Historiker Egg: "Ötzi war das Opfer einer längeren Verfolgungsjagd".
Die Gletschermumie "Ötzi" stammt aus der Kupferzeit und sein Alter wird mit 5.300 Jahren angegeben, bevor er durch Gewalteinwirkung ums Leben kam. Im Jahr 1991 wurde er von Bergwanderern in den Ötztaler Alpen gefunden, geborgen und hat jetzt in einem Museum in Bozen seine letzte Ruhestätte gefunden.