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Wikipedia will kein Müllablade-Platz sein

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales gibt in einem Interview mit "readers-edition" Auskunft über die Zukunft der Online-Enzyklopädie und reagiert dabei auf die verstärkten Vorwürfe von Intransparenz, Bürokratie und Arroganz äußerst gereizt.

Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" habe Wikipedia in den ersten drei Monaten diesen Jahres fast 50.000 Autoren verloren. Wales hält diese Zahlen für falsch und sieht eher eine Stabilisierung der Autorenzahlen, die sich aus einer Wachstumsverlangsamung der Webseite ergeben, die normal sei.

Laut Wales sei Wikipedia überaus transparent und wenn einige Autoren frustriert seien, dann sei der Grund, dass diese ihre nicht belegten Fakten unkontrolliert veröffentlichen wollten. Wikipedia sei aber kein "Müllabladeplatz".


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Internet, Interview, Platz, Website, Wikipedia, Jimmy Wales
Quelle: www.readers-edition.de
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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.11.2009 11:08 Uhr von Teffteff
 
+2 | -5
 
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Jimmy Wales ist der Meinung, dass "arlamistische Berichte" in der Regel unwahr sind. Was er damit meint, ist mir nicht ganz klar, weil die Einstufung eines Berichts als "arlamistisch" meiner Meinung nach auch immer vom Standpunkt abhängt. Ansonsten wäre jeder brandaktuelle Bericht als "arlamistisch" einzustufen.
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27.11.2009 12:24 Uhr von Slingshot
 
+11 | -6
 
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@ Autor: Die übertriebene Verwendung von "arlamistisch" ist nicht fördernd, wenn man nicht weiß, was das Wort bedeutet.

Was den Herrn Wales angeht, gebe ich ihm vollkommen recht. Es gibt zuviele Schwachköpfe, die sich für wichtig halten um in einer Enzyklopädie(!!!!!!!!!!) vorzukommen. Eine 08/15 Strassenband aus Nigeria interessiert keine Sau. Es sei denn sie wären berühmt und hätten sonstwie irgendwas besonderes getan, weswegen man sie dann in die Wikipedia aufnehmen würde.

Abgesehen davon haben wir ja noch die schrottige Müllkippe WikiBay. :D

[ nachträglich editiert von Slingshot ]
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27.11.2009 13:02 Uhr von Baran
 
+8 | -12
 
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Was ist das denn für ne enzyklopedia? Wenn man UNWICHTIGE berichte löscht, ich mag zwar tokiyo hotel nicht aber da gabs mal glaube ich einen eintrag, der wurde gelöscht, als sie berühmt wurden tja.

Mann soll das doch in klassen einspannen, top layer relevanz und slave layer, jede nachricht ist wichtig vor allem wenn sie mit quellen belegt ist.

wiki hat von mir die glaubwürdigtkeit verloren interessen von irgendwelchen lobbys sind wichtiger als informationen. WIKI STATT SONNE SOLLTE MAUSETOT WERDEN!
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27.11.2009 13:11 Uhr von schupfnudel
 
+12 | -1
 
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stimme Wales zu: Klar sollte man nicht willkürlich alles löschen , aber wenn ich jetzt einen Wikipedia Eintrag über mich verfasse ist das ja jetzt auch nicht richtig.

Unrelevante Sachen sind einfach unrelevant und haben somit dann da auch nichts verloren :P

Wenn jeder Huso da seinen Senf reinhauen könnte , wäre Wikipedia keine ernstzunehmende Enzyklopädie mehr.
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27.11.2009 13:14 Uhr von b_andog
 
+10 | -2
 
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tut mir leid Mir gehts um Informationen...

Wenn bei den Milliarden Informationen jede zweite in Wikipedia stehen würde dann käme man ganz schnell nicht mehr an die Informationen die einen interessieren sondern muss sich erst mit komplizierten Filtersystemen beschäftigen..

Ich möchte nicht wie bei google Plätzchenrezepte eingeben und bei treffer 20 auf Penisverlängerung stoßen....

Etwas Kontrolle sollte da schon sein.
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27.11.2009 16:24 Uhr von Kappii
 
+4 | -0
 
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problematisch: wird es wohl bei Themen/Person bei denen die Relevanz strittig ist. Darf der Landrat meines Kreises einen Wikipedia Artikel haben oder nur wenn er sich mal zur Europawahl aufstellen ließ? Ist ein jährlich stattfindenes Event in meiner Stadt relevant genug für WIkipedia?
Und da fangen dann wieder ellenlange Diskussion an.

btw @Matthias1979
Das Stichwort ist wohl "deutsch", mehr brauch ich wohl nicht zu sagen.
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27.11.2009 16:49 Uhr von Terminator02
 
+0 | -2
 
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Wikipedia will kein Müllablade-Platz sein: *HUST* Zu spät *HUST*
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27.11.2009 16:57 Uhr von nightfly85
 
+1 | -1
 
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Was für andere überflüssig ist ist für andere vielleicht wichtig und informativ. Lieber etwas mehr als etwas zu wenig. Mittlerweile gebe ich zuerst den Suchbegriff in der englischen Wikipedia ein - da finde ich immer mehr als bei der deutschen. Mit mehr Informationen und mehr Bildchen - so sollte es sein.

Und zur News: Ja, Wikipedia *IST* arrogant - zumindest die "Möchtegern-Admins".
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27.11.2009 18:50 Uhr von Lmax1
 
+1 | -0
 
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In der Tat, ein wenig Kontrolle ist nötig wie viel ist eine andere Frage.

Beim Vergleich der deutschen und der englischen Wikipedia stelle ich jedenfalls fest, dass die Englische besser abschneidet. Man findet einfach mehr, und regelmäßig finde ich in der Englischen etwas, woran ich bei der Deutschen gescheitert bin.
Damit verbundene Nachteile konnte ich nicht feststellen. Es war noch nie so, dass durch die größere Menge Artikel irgendwas schlechter geklappt hat als in der Deutschen. Ob dafür das, was in der deutschen steht, besser gepflegt ist? Jedenfalls auch nicht so, dass ich als Benutzer dabei relevante Unterschiede feststellen konnte. Ich habe bei der Englischen immer noch öfter von mehr Info profitiert, als dass ich über irgendwas Falsches gestolpert bin.

Fazit: Die Regel, je weniger, desto besser, gilt nicht. Die deutsche könnte noch eine Menge mehr Content vertragen, damit sie für den Nutzer so nützlich wie die Englische wird - da wäre also wohl eher mehr Zurückhaltung beim Löschen und Filtern angesagt; mehr Konzentration auf sachliche Korrektheit der Einträge als auf "Relevanz".
Allerdings gehe ich mal davon aus, dass Wales bei seinen Worten nicht die knappere deutsche Wiki meinte, sondern die schon ausführlichere Englische. Da wüsste ich nicht, ob weniger besser wäre, oder noch mehr zu viel. Da legt nur die Logik nahe, dass es irgendwo ein zu viel geben muss - dass es jetzt schon erreicht ist, ist jedenfalls nicht zu spüren. Ob es in absehbarer Zeit erreicht wäre oder Wales hier eher von einer grundlosen, theoretischen Sorge geplagt wird, das wird man wohl nur erfahren, wenn man auch bei der englischen Ausgabe noch mehr Laissez Faire einkehren lässt und ausprobiert, bis wann das funktioniert ;-)

Dass die Wiki allerdings ihren "enzyklopädischen Charakter" verlöre, wenn zu viel drinsteht, ist ziemlicher Blödsinn. Der enzyklopädische Gedanke war im Ursprung ja, das Wissen der Welt zu sammeln - nicht möglichst elitäre Informationen, die von einer Elite auf die Tauglichkeit für die Massen überprüft wurde ;-)
Der enzyklopädische Charakter steht und fällt also eher mit einer zumindest gefühlten Vollständigkeit - und ansonsten mit der sachlichen Qualität der Artikel.

[ nachträglich editiert von Lmax1 ]
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27.11.2009 19:52 Uhr von Rob550
 
+0 | -1
 
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@ schupfnudel: Seit wann ist Wikipedia eine ernst zu nehmende Enzyklopädie?

Da kann tatsächlich jeder Hnas und Franz seinen Müll reinschreiben. Aus diesen Grund benutze ich Wikipedia nur sehr selten.
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27.11.2009 21:45 Uhr von Lmax1
 
+2 | -0
 
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@Rob: "Aus diesen Grund benutze ich Wikipedia nur sehr selten."

Das ist aber sehr dumm. Bei wissenschaftlichen Evaluationen konnte sich die Wikipedia locker auf einer Stufe mit der Enzyklopädia Britannica halten - und das ist ja nun durchaus eine anerkannte Enzyklopädie ;-)

Wenn du die Wiki ausklammerst, bist du wohl eher auf die vor einiger Zeit lancierten und recht unwissenschaftlichen und nicht repräsentativen Kampagnen der Bild und einiger anderer Zeitungen hereingefallen. Aber das ist keine Schande. Das ist schon Richtern passiert, dass sie sich in ihrer Einschätzung der Wikipedia von Gerüchten und "Das kann ja nicht sein"-Kurzschlüssen eher haben leiten lassen als von methodisch korrekten Studien ...
Und vor allem ist die Wiki meist zuverlässiger als andere, dubiosere Internetquellen. Klar kann jeder seinen Müll reinschreiben. Der fliegt aber doch meist auch recht schnell wieder raus. Die falsche Info bekommst du eher, wenn du dann in traditionellen Medien nachschaust, die leider gerade im falschen Augenblick aus der Wikipedia abgeschrieben haben und wo der Redakteur nicht mehr da war, als der Fehler in der Wiki korrigiert wurde ;-)

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