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Christliche Schulverweigerer: Eltern bekommen kleines Bußgeld

120 Euro muss ein Ehepaar zahlen, weil es seit Jahren seine Kinder zu Hause unterrichtet und demnach die Schulpflicht verweigert. Die kleine Strafe richtet sich am geringen Einkommen der Familie, schließlich sollten nicht die Kinder bestraft werden, sondern die Eltern.

Der Richter des Landgerichts Kassel betonte, dass die Eltern damit vorbestraft seien, sollten sie sich also weiter weigern die Kinder zur Schule zu schicken, bedeutet dies Gefängnis für sie.

Die Eltern zeigen sich unbeirrbar, wohl auch weil sie im Gericht von vielen Gleichgesinnten unterstützt wurden: Frauen in weiten Röcken und Kopftüchern. Die Familie hat sieben Kinder, die Bibel halten sie für das wahrhaftige Wort Gottes, das auch in Schulen zu verkünden sei.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schule, Strafe, Eltern, Christ, Bußgeld
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.11.2009 17:39 Uhr von mozzer
 
+14 | -7
 
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Wo fordern denn hier die Katholiken ein Kopftuchverbot für diese Christliche Fundamentalisten? Religionen sind schon absurd...
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26.11.2009 19:11 Uhr von Hodenbeutel
 
+17 | -6
 
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meinen Augen sind das schwachsinnige und schwachsinnige sollten nicht für Kinder sorgen dürfen.

Hoffentlich machen die so weiter, landen im Knast und die Kinder kommen irgendwo unter wo sie nicht tag für tag mit solchen leuten leben müssen, denn das die Kinder dort zu "normalen" Menschen erzogen werden, kann ich mir nicht denken.
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26.11.2009 19:19 Uhr von Noseman
 
+11 | -5
 
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Ich frag mich: wieso der Staat sich sowas solange (jahrelang) bieten lässt. Bei anderen Schulschwänzern, und nichts anderes geht hier vor, schreitet das Jugendamt und mancherorts auch die Polizei rigoros ein.

Es ist doch offensichtlich, dass "das Kindeswohl gefährdet" ist, wie es im Jargon heisst. Und die Eltern ezigten sich nicht reuig, sondern unbeirrt und haben sogar ihre fundamentalistische Anhängerschaft mobilisiert.

Sie erkennen ja auch deutsches Recht nicht an, wie in der Quelle steht.

Alles andere als 2 Jahre Haft und Verlust des Sorgerechtes ist hier einfach ein Witz.

Ich wette, die Kinder sehen auch in 2 Jahren noch keine Schule von innen.
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26.11.2009 20:52 Uhr von superlunary
 
+8 | -7
 
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ich habe diese familie im fernsehen gesehen. ich fand das mitnichten seltsam. diese familie erzieht ihre kinder zuhause. in anderen ländern ist das ganz normal. in kanada bekommen eltern die so etwas machen sogar geld vom staat und werden unterstützt. wenn ich mir anschaue. wie das heute in schulen abgeht ist das eigentlich nur gut wenn es dann wirklich noch kinder gibt die nie scheiße sagen weil sie es für verboten halten. mag sein dass es für sie später ein kleiner nachteil ist. aber wenn sie auch so freunde haben oder was machen. außerdem ist es jetzt sowieso schon zu spät die kinde4r in die schule zu schicken. man stelle sich das mal vor! ein kind dass noch nie in seinem leben ein schlimmeres wort als "doof" gehört hat kommt auf die realschule oder das gymnasium. Das geht ja mal gar nicht! also meine meinung ist dass es in deutschland erlaubt sien sollte. solange sie am schluss das abitur oder ihre prüfungen in der schule machen ist es doch in ordnung. schließlich kommt es letztenendes doch nur auf das endergebnis an.
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26.11.2009 20:53 Uhr von Borgir
 
+8 | -13
 
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@vorredner: wo zur hölle ist euer problem? der bericht verschweigt: der älteste der kinder hat einen test gemacht und diesen mit sehr gut abgeschlossen. wo ist also das problem?? die kinder sind scheinbar besser als ihre altersgenossen die in die staatlichen schulen gehen. die religion ist dabei doch egal. die eltern sind die üblich verdächtigen spinner, klar, aber die kinder leiden zumindest nicht unter fehlender bildung.

@noseman: kindeswohl gefährdet? das ist wohl eher in den staatlichen schulen gefährdet, oder meinst du nciht auch?
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26.11.2009 21:59 Uhr von shadow#
 
+9 | -2
 
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Soll das ein Witz sein? 120 Euro sind keine Vorstrafe, dachte ich erst. Bis ich den Tagessatz gesehen habe, der eigentlich gar nicht sein kann.
Es kann nicht angehen dass irgendwelche religiösen Fanatiker ihre Kinder aus der Schule nehmen, nur weil sie alle anderen für Ungläubige und Darwin für den Teufel halten.
Dass die Kinder Wissen ansammeln und in Tests wiedergeben können mag ja sein, trotzdem werden sie später in der wirklichen Welt kaum überlebensfähig sein weil sie keinerlei Erfahrung mit sozialer Interaktion mit normalen Menschen haben.
Das Ganze mag in der Grundschule gutgehen, irgendwann müssen die Kids sich aber in der wirklichen Welt behaupten. Je früher, desto besser.

@superlunary
In anderen Ländern sind die Ergebnisse, sofern sie rein an der Sozialkompetenz gemessen werden, auch nicht besser. Wir haben hier in Deutschland ausserdem auch keine Situation, in der die nächste Schule 50km entfernt wäre.

Findet ihr es wirklich ok, Kinder zu gebildeten Freaks zu erziehen und ihnen dafür die Möglichkeiten einer normalen Kindheit zu nehmen?
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26.11.2009 23:49 Uhr von heliopolis
 
+3 | -4
 
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Naja, viele einfältige Menschen halten die Bibel für den wahren Weg. Das kommt davon, da deren Eltern ebenso infantil waren und sich aufgrund mangelhaften Wissens nicht weiterentwickeln konnten. Diese geistige Vergewaltigung gegenüber Kindern durch Indoktrination sollte auf der Welt endlich bekämpft werden.

Ich sehe aber für die Kinder noch eine Chance die Wahrheit und die Realität zu erfahren. Weigern sich die Eltern weiter, sperrt man sie zurecht weg und steckt die Kinder in Heime, wo man sie normal zur Schule schickt. Beugen sich die Eltern und schicken die Kinder zur Schule, erfahren sie Wirklichkeit und Realität auch. Egal wie man es dreht, die Kinder gewinnen.
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27.11.2009 03:58 Uhr von Loichtfoier
 
+4 | -2
 
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Ach ja: Schon traurig, dass es heute noch immer geistige Folter gibt und sich kein Gericht der Welt berufen fühlt das abzustellen. Es ist an der Zeit, dass mehr Menschen für geistige Freiheit kämpfen. Nicht nur Richard Dawkins oder Bill Maher.

http://www.youtube.com/...
http://www.youtube.com/...
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27.11.2009 08:43 Uhr von smutjie
 
+3 | -1
 
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Schüler: lernen nicht nur Englisch, Mathe, Deutsch usw in der Schule sondern auch das sie ein Teil der Gesellschaft sind!
Was dies bedeutet, wie man damit umgeht und wie man Verantwortung übernimmt und damit umgeht!
Klassensprecher, Schülersprecher usw...

Zudem fördert das Leben mit anderen auch die soziale Kompetenz!
Leben mit anderen hilft auch z.B. durch Streitereien mit anderen sich später im Leben zu behaupten.

Ich bin für eine auch zwangsweise Durchsetzung der Schulpflicht. Selbst wenn der Junge seinen Realschulabschluß mit 1,1 gemacht hat!

Ich warte auf den Tag an dem bei uns Kreationismus in den Schulen gelehrt wird!
Weil jeder das Recht hat zu lernen was und wo er will!

Als ich die Frau und ihren Mann (samt deren Freunden) gesehen habe sind mir die Nackenhaare zu Berge gestanden.
Erwachsene können meinswegen machen was sie wollen, aber schützt die Kinder vor solchen Menschen.
Eine gesunde Mischung von allem ist Mm nach immer noch das Beste!
Fundalismus egal woher odser welcher Art ist immer gefährlich und schädlich für alle Beteiligten und Unbeteiligten
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27.11.2009 10:43 Uhr von LoneZealot
 
+3 | -10
 
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Respekt: Eltern sollte es gestattet sein Kinder zuhause zu unterrichten, in den meisten Ländern der Welt ist das problemlos möglich.

Wer hat denn das Sorgerecht für die Kinder, der Staat oder die Eltern? Die Eltern doch wohl.

Was bleibt den Eltern übrig? Sie müssen ins Ausland gehen.

Erfahrungen haben seit Jahren gezeit das Kinder die in homeschooling-Art unterrichtet wurden, wesentlich besser ausgebildet sind.

Öffentliche Schulen bringen vielen Kindern garnichts, schnell wird ein Kind zum Schulversager oder Schulverweigerer.
Dann kommen Psychologen ins Spiel die das beheben wollen, was oft gründlich schief geht.

Es herrscht immer noch das Vorurteil das Kinder zum Lernen gezwungen werden müssen, das ist aber falsch.

"Sie erkennen ja auch deutsches Recht nicht an"

Gut, dann muss man das Land verlassen, zumindest die Kinder und ein Elternteil.

"Alles andere als 2 Jahre Haft und Verlust des Sorgerechtes ist hier einfach ein Witz."

Und mit dem Wissen das die Eltern im Gefängnis sitzen lernt es sich gleich doppelt so gut, nicht wahr?

"Ich wette, die Kinder sehen auch in 2 Jahren noch keine Schule von innen. "

Womit viele Kinder sehr gut fahren.

"Ich plädiere trotzdem für (auch zwangsweise) Schulpflicht."

Wozu? Wieviel Lehrer kennt ihr denn die euch soviel Gutes beigebracht haben? Die Wenigsten können mehr als zwei nennen. Was gemacht wurde, es wurde auswendig gelernt, für Klausuren, danach wurde vergessen.
Beim Abitur wurde es dann auf die Spitze getrieben. Auswendig lernen, danach *schwupps* konnten einige kein Wort Latein oder Französisch mehr.

Jeder kennt Leute die mit 20 Jahren oder später ihr Abitur machen, dann aber besser als viele mit 18-19.

Öffentliche Schulen KÖNNEN gut sein für Kinder, aber zwangsweise einschulen ist verkehrt.

Kinder lernen gerne, in jedem Alter, aber an öffentlichen Schulen wird für den Lehrer gelernt, damit man gut dasteht und nicht auch noch von dem gemobbt wird.

Es gibt ninmal Eltern die ihre Kinder zuhause unterrichten wollen und es auch können, das muss der deutsche Staat aktzeptieren, es ist doch immer die Rede vom mündigen Bürger.

"Art. 7 Abs. 1 GG: „Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates“"

Eigentlich findet ja homeschooling längst überall statt. Lehrer verdonnern Eltern ja dazu mit ihnen alles nachzuarbeiten, weil sie es ja offensichtlich in ihrer Arbeitszeit selbst nicht schaffen. Dann muss Mama oder Papa eben bis nachts mit dem Kind Formeln auswendiglernen oder Vokabeln pauken.
Macht ja nichts wenn die Eltern am nächsten Tag wieder 8-10 Stunden arbeiten müssen. Lehrern ist das gleichgültig, die haben ihr Auskommen und haben sich so gut es geht von den Eltern abgeschottet, oder wer kennt bitte die Privatnummer der Lehrerin/ des Lehrers.


Ich werde zu dem Thema sicher noch einiges schreiben ...

[ nachträglich editiert von LoneZealot ]
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27.11.2009 11:04 Uhr von supermeier
 
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Warum geringe Strafe: ich sehe da auch noch Freiheitsberaiubung, Folter und seelische Grausamkeit den Kindern gegenüber.
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28.11.2009 11:54 Uhr von Python44
 
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Hausunterricht: durch qualifiziertes Personal ist in fast allen Ländern gestattet. Bei uns hat es der Adolf 1938 verboten um alle Kinder schön Systemkonform erziehen zu können und wir halten uns immer noch strikt daran !!!
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01.12.2009 00:06 Uhr von Schwertträger
 
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Privat- oder Hausunterricht halte ich PRINZIPIELL nicht für falsch, aber die religiöse Indoktrination halte ich für falsch.
Wenn Zwangsunterricht, dann für die Eltern, in denen man sie zwänge, die Widersprüche der Bibel in seitenlangen Aufsätzen wieder und wieder logisch darzulegen, bis sie durch ihr dauerndes Scheitern einsehen, dass dieses Buch NICHT wortwörtlich das Wort Gottes sein KANN.

Das mag man Umerziehung nennen, aber wenn es eine Umerziehung zum Gebrauchen des eigenen logischen Verstandes ist, könnte ich wohl damit leben, auch wenn ich sonst eher Verfechter des freien Denkens und des freien Glaubens bin.
Glaubensfreiheit sollte nur so weit gehen, dass wenigstens die Erkenntnisse des 21. Jahrhunderts in das jeweilige Glaubensbild mit einbezogen werden.
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02.12.2009 15:21 Uhr von Dracultepes
 
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Meinetwegen können sie die zuhause Unterrichten. Klausuren gibt es dann aber in jedem Fach und zu jedem Thema halbjährlich. Wenn Schwimmen auf dem Plan stand, dann müssen sie vorschwimmen. Natürlich auch Biologie mit dem Unterthema Sexualkunde und auch Ethik. Und natürlich der Nachweis von Sport in der Freizeit etc. , man muss ja auch die soziale Komponente der Schule abdecken.Fallen sie durch gehts in die reguläre Schule.

Das beste was Kindern solcher Spinner wiederfahren kann ist das sie unter gleichaltrige nichtspinnerkinder kommen. Ich hab es ja selber bei den Kindern der Zeugen miterlebt. Die waren dann nachher mit uns unterwegs und haben immer mehr hinterfragt.

Soll jeder Glauben was er will. Aber wenn ich das Recht anderen zugestehen soll, dann müssen diese wiederrum anderen, auch ihren Kindern, zugestehen.

Ich habe nichts gegen Privaten oder Hausunterricht. Aber ich glaube das z.b. das viele sich dadurch ausgrenzen wollen. Und es ist nunmal für Kinder wichtig mit anderen Kindern zusammenzuspielen und zwar auch mit andersgläubigen.
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11.12.2009 10:24 Uhr von dieterp
 
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aber hallo: ich bin Baujahr 1944 meine Eltern hatten schon gesorgt das ich puencklich in der Schule war, ein tag hatte ich einmal gefehlt, da gab es aber senge, aber wie, heute bin ich froh das ich sone eltern hatte. Schuld an allen mit den Kindern haben nur die eltern. gruss Dieter

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