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"Tatort"-Vorspann: Erfinderin klagt auf finanzielle Beteiligung

Das berühmte Auge im Fadenkreuz des "Tatort"-Vorspanns steht nun selbst im Fadenkreuz der Justiz. Die Erfinderin des Markenzeichens, Kristina Böttrich-Merdjanowa, verklagt nun den Bayerischen Rundfunk auf Nachvergütung. Das Verfahren wird am 16. Dezember in München geführt.

Seit 40 Jahren ist der Vorspann unverzichtbarer Teil einer jeden "Tatort"-Folge: "Dieser Vorspann hat sich in das Gedächtnis von Generationen eingeschrieben und nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass der Tatort zu einer wiedererkennbaren Marke geworden ist", so die ARD auf ihrer Homepage.

Die "Marke" ist dem Sender sehr billig zugeflogen: 2.500 Mark brutto (umgerechnet 1.278 Euro) habe die Grafikerin damals bekommen. Vor dem Gericht verlangt sie nun mehr, muss allerdings beweisen, dass auch sie wirklich die Urheberin ist. Schriftliche Unterlagen von damals existieren nämlich nicht mehr.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: TV, Gericht, Klage, Tatort, Beteiligung, Bayerischer Rundfunk, Vorspann
Quelle: www.sueddeutsche.de
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.11.2009 15:21 Uhr von mozzer
 
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Das fällt ihr aber früh ein... Schwierig auch eine Nachvergütung zu wollen, denn der "Tatort" selber nimmt ja kein Geld ein und die ARD lebt angeblich von der GEZ... Bin gespannt, wie die Richter das beurteilen.
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25.11.2009 16:16 Uhr von szFrog6
 
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gekauft ist gekauft: damals hat sie zugestimmt und sich an dem Geld gefreut - wenn Tatort dann bekannt geworden ist ists ihr pech - umgekehrt, wenn die Serie gefloppt wär, hätte sie ja auch nciht die Hälfte des Betrags rücküberwiesen, oder? ;-)
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25.11.2009 17:03 Uhr von hpo78
 
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zu szFrog6 Kommentar: Besser kann man das nicht ausdrücken!
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26.11.2009 03:05 Uhr von HisDudeness
 
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Das nennt man halt PECH! Nike hat 1971 auch der Studentin Carolyn Davidson satte 35 Dollar dafür gezahlt, dass sie das mittlerweile weltbekannte "Swoosh"-Logo designt. Anfangs hatte sie auch noch für die Firma als Grafikdesignerin gearbeitet, für 2$ pro Stunde.

Die Frau beklagt sich auch nicht.
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26.11.2009 11:20 Uhr von EvilMoe523
 
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Verstehe ich nicht wo man da die Chancen sieht. In der News heißt es, sie müsse beweisen, dass sie Urheberin sei, aber dass ist doch wie bereits geschrieben vollkommen egal.

Sie war Grafikerin, sie hatte einen Job / Auftrag angenommen der eigentlich auch angemessen vergütet wurde. Sie hat doch dann keinen Anspruch mehr auf die Verwendung oder den resultierenden Erfolg.

Demnächst kommt noch CocaCola an und möchte nahhaltig die Patentrecht an unserem Weihnachtsmann. Frage mich sowieso, wieso CocaCola dadurch nicht viel reicher geworden ist. ;)
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03.01.2010 16:46 Uhr von tinydancer79
 
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Nicht neu, und nicht un-Anstaendig: Die Medienindustrie ist dafuer bekannt sich anstandslos zu bereichern, und ich finde hier ist der Tatort auch nciht anders. Denn hier geht es weniger um die sonntaegliche Auststrahlung als um die NEUEN venues die der Tatort aufbaut/aufgebaut hat, wie z.b. die neuen DVDs. Diese waren vorher nicht erdacht, auch nicht der Internet download boom, auch nicht die unendliche Anzahl an wiederholungen.

AUSSERDEM, der Tatort finanziert sich zwar ueber die GEZ, hat aber durchaus einnahmen von den Premiere Ausstrahlungen am SOnntag, und diese Einnahmen kommen zudem seit 2003 ausschlieslich von einer Finanzgruppe, auch wenn das Bier wechselt.

Die rechtliche lage ist hier nunmal komplizierte als es scheint, darum gab es in den Staaten auch den Writer´s Strike im vorletzten Jahr.

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