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Tegernsee/Wallberghaus: Wirtsleute ließen Wanderer in Not nicht ein

Die Stellungnahme des Wirtshauspächters gegenüber der Touristeninformation Rottach-Egern fehlt noch. Die Wirtin hat bereits eine Antwort: Die Gaststätte sei ab 16:30 Uhr geschlossen. Darum reagierten sie nicht auf das Winken und Klopfen der erschöpften Wanderer, die hier in völliger Dunkelheit ankamen.

Die Studenten hatten bei ihrem Abstieg die richtige Abzweigung verpasst und sich verirrt. In Eiseskälte und Dunkelheit suchten sie nach einer Lösung. In ihrer Verzweiflung wanderten sie zurück zum Wallberghaus, wo sie um 21:30 Uhr erschöpft ankamen, doch die Wirtsleute ging das alles nichts an.

Michael Götz, der Leiter der Touristinfo von Rottach-Egern, hat den Wirt um Stellungnahme gebeten, aber noch keine Antwort erhalten. Zu möglichen Konsequenzen äußerte er sich noch nicht, betonte aber: "So ein Verhalten entspricht nicht dem Wandergedanken."


WebReporter: sarazen
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berg, Not, Wanderer, Tegernsee, Wirtshaus
Quelle: www.abendzeitung.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.11.2009 17:20 Uhr von Mark_Aurel
 
+4 | -8
 
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Das erinnert mich: an die DDR...
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22.11.2009 18:28 Uhr von holycheapshit
 
+11 | -2
 
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@Mark_Aurel: Das erinnert mich nicht an faule Arbeiter-bolschewiki aus kommunistischen Satellitenstaaten, sondern schlicht an Landeier, denen es an gesundem Menschenverstand sowie reichlich Gastfreundschaft mangelt.
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22.11.2009 19:29 Uhr von U.R.Wankers
 
+1 | -5
 
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"Verhalten entspricht nicht dem Wandergedanken.": was wäre denn entsprechend? diskret zu erfrieren, ohne andere im unverdienten Feierabend zu belästigen?
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22.11.2009 20:53 Uhr von hxmbrsel
 
+4 | -0
 
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@Metallfresse: es sagt ja auch keiner das die aufmachen hätten sollen, aber vielleicht mal aus dem fenster nachfragen und gegebenenfalls hilfe rufen oder eine wegbeschreibung währe nicht zuviel gewesen.

allerdings aus diversen deiner kommentare lässt sich ja schleissen was du für ein menschenfreund bist.

[ nachträglich editiert von hxmbrsel ]
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22.11.2009 21:05 Uhr von Krebstante
 
+5 | -1
 
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Solche Hütten in den Bergen sind nicht nur dafür da, um während der Saison die fette Kohle abzukassieren, sondern gerade auch für solche Notfälle und wenn es mitten in der Nacht wäre. Sonst gibt es da oben ja nichts, wo man unterkommen könnte. Diese Wirtsleute haben ihren Beruf in DER Branche eindeutig verfehlt.
Wenn die jungen Männer agestürzt wären in der Dunkelheit oder es hätte plötzlich Schneefall eingesetzt, was dann?
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23.11.2009 07:53 Uhr von Hängematte
 
+6 | -0
 
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Ein Kommentar aus der Quelle Ich habe ähnliche Erfahrungen mit diesen Wirtsleuten gemacht: Auf dem Rückweg vom Risserkogel bin ich kurz vor dem Wallberghaus auf einem Eisfeld ausgerutscht und ca. 50m über Eis und Geröll gestürzt. Zum Glück erlitt ich nur Prellungen und ordentliche Abschürfungen. Als ich im Wallberghaus meine verschmutzten Wunden säubern wollte, bat ich die Wirtin um etwas sauberes Wasser (das Toilettenwachbecken "spendet" kein Trinkwasser).
"Naa, des geht net!" war die Antwort. "Und Verbandszeug ham´mer aa net!"
Daraufhin habe ich 3 Flaschen Mineralwasser gekauft und wollte mich gerade wieder zu den Toiletten wenden, als die Wirtin rief: "Gehn´s naus, Sie versaun mer ja die Toilett´n."
Ich bin dann etwas lauter geworden und erst nach Androhung einer Anzeige wg. unterlassener Hilfeleistung, war der Weg auf die Toilette frei.
Diese Wirtsleute sind eine Schande für all ihre immer hilfsbereiten Hüttenkollegen und müssen schnellstens gekündigt werden.


Also nicht das erste mal... Assoziale Leute.
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02.01.2010 10:46 Uhr von mtbfex
 
+1 | -0
 
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überwiegend schlechte Hüttenerfahrungen: Im konkreten Fall ist es eindeutig Aufgabe von Hüttenbetreibern, Wanderern in Not (egal ob fahrlässig hineingeraten oder nicht) Hilfe anzubieten bzw zu organisieren. Insofern sollte die Wirtin vom Wallbergaus sofort rausgeschmissen werden inkl Anzeige, denn sie hatte mit ihrem Verhalten den eventuellen Tod der Wanderer in Kauf genommen (Winterzeit, Dunkelheit, 1800m Höhe, noch Fragen?). Ich bin viel in meinen bayerischen Hausbergen unterwegs und habe überwiegend schlechte Erfahrungen gemacht mit den Hüttenwirten (wohltuende Ausnahme: Breitenberghaus. Sehr freundlicher Wirt. Schlimmstes Erlebnis: Karwendelhaus). Ich nehme meinen Proviant inzwischen selber mit und meide die Hütten, und kenne viele, die es inzwischen auch so machen.
Die Hüttenbetreiber haben den Kontakt verloren zu ihrer exponierten Situation. Die fahren in 15 Minuten mit dem Jeep hoch und müssen sich dann den ganzen Tag mit Touristen rumschlagen, das bewirkt wohl auch diese Art der Verrohung, dass sie die Gefahren der Berge nicht mehr wahrnehmen. Nicht nur die örtlichen Tourismusverbände, auch der Alpenverein sollte sich mal Gedanken über diese Entwicklung machen.

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