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Hamburg: Achteinhalb Jahre für 36 Messerstiche

Ein 41-jähriger Mann, der seine gleichaltrige Ex-Freundin in einem Othmarschener Parkhaus erstochen hatte, ist wegen Totschlags verurteilt worden.

Der kräftige Mann soll seine Freundin zuvor schon brutal geschlagen haben. Es hatte zum Zeitpunkt der Tat bereits eine einstweilige Verfügung gegen den Täter vorgelegen.

Der Richter ist der Ansicht, dass der Mann die Beziehung auf seine eigene Art beenden wollte. Der Täter will während der Tat ein "böses Gesicht" gesehen haben.


WebReporter: kerstin1982
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Hamburg, Urteil, Haft, Gefängnis, Messer, Totschlag
Quelle: www.welt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.11.2009 13:53 Uhr von kerstin1982
 
+5 | -8
 
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Das Kind der Frau tut mir leid. Es wird wohl im Geiste immer wieder die letzten Worte seiner Mutter hören, obwohl es nicht dabei war:
"Suat, was machst du denn da? Du kannst mich nicht töten."
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22.11.2009 14:00 Uhr von patton
 
+14 | -5
 
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"Der Richter ist der Ansicht, dass der Mann die Beziehung auf seine eigene Art beenden wollte. Der Täter will während der Tat ein "böses Gesicht" gesehen haben."

8,5 Jahre für einen brutalen Mord. Und dann auch noch die lächerlichen Ausreden die anscheinend bei der deutschen Justiz auswrikungen haben. So einer darf nie mer den Duft der Freiheit riechen und sollte in einem Kellerloch vermodern. Armes Deutschland...

[ nachträglich editiert von patton ]
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22.11.2009 14:03 Uhr von kerstin1982
 
+4 | -5
 
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letzte Worte: Die letzten Worte der Frau waren naiv. Ein Mann, der seine Freundin Krankenhausreif prügeln kann, kann sie auch töten.
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22.11.2009 14:12 Uhr von Noseman
 
+6 | -2
 
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36 Messerstiche: und Totschlag??

Sorry, aber das verstehe ich nicht. Wenn man nicht gelernter Schlachter oder Ninja ist, dann wird man für 36 Messerstiche wohl mindestens ein oder zwei Minuten brauchen; da ist dann nix mehr mit "Affekt" meiner Meinung nach.
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22.11.2009 14:14 Uhr von kozzah.
 
+6 | -2
 
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Wieso Totschlag? Ich habe einmal gelernt, dass Totschlag ist, wenn man jemanden ohne Absicht getötet hat.

Wenn jemand 36 mal mit einem Messer auf einen Menschen einsticht, wie kann man da keine Tötungsabsicht sehen?

Ob nun Tötung oder Mord, wäre vielleicht zu klären, denn bei der Frage geht es letztlich um das Motiv - aber wieso man das einen Totschlag nennt ist mir rätselhaft.
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22.11.2009 14:19 Uhr von kerstin1982
 
+3 | -5
 
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Unzurechnungsfähigkeit: Falls der Mann bei seiner Tat nicht ganz bei Sinnen war ("böses Gesicht"), dann ist die Strafe verständlich. Wenn er nach 5-6 Jahren keine bösen Gesichter mehr sieht, wird er halt vorzeitig entlassen. So ist das in Deutschland. Wi wäre es in der Türkei?
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22.11.2009 14:35 Uhr von kozzah.
 
+3 | -3
 
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kerstin: Unzurechnungsfähigkeit kannn zu einem milden Urteil führen, aber doch nicht zu einer Änderung des Tatbestandes von Tötung/Mord hin zu "nur" Totschlag.
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22.11.2009 14:37 Uhr von Ingefisch
 
+6 | -5
 
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wieso Totschlag? Wenn ich mit einer Waffe jemandem auflauere, dann ist das MORD! Immer diese Scharia-Urteile!
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22.11.2009 14:58 Uhr von Bokaj
 
+2 | -2
 
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Wikipedia: "Mord gilt in allen Rechtsordnungen als gravierendste Straftat gegen das Leben eines Menschen. Sowohl Mord als auch Totschlag sind vorsätzliche Tötungen eines anderen Menschen, wobei Mord schwerer bestraft wird als Totschlag. Die Umstände eines Mordes können in jeder Rechtsordnung unterschiedlich definiert sein. Häufiges Kennzeichen eines Mordes ist ein besonderes Motiv, im deutschen Strafrecht z. B. „aus Habgier“ oder „zur Befriedigung des Geschlechtstriebes“, oder eine besondere Begehensweise, „heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln“ (§ 211). Neben der Tötung selbst ist für die Einstufung einer Tat als Mord noch ein weiterer Umstand notwendig; erst durch das Vorliegen mindestens eines der in § 211 StGB enumerativ (also abschließend) aufgezählten Tatbestandsmerkmale wird eine Tötung gegebenenfalls zum Mord."
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22.11.2009 15:06 Uhr von darkdaddy09
 
+3 | -3
 
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8 Jahre für: Tötung eines Menschen? Deutschland verre...!!!
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22.11.2009 15:20 Uhr von 08_15
 
+4 | -2
 
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Ist doch nur einer von hunderten Einzelfällen: und zeigt wie friedliebend diese Menschen doch tatsächlich sind. Vor 1500 Jahren war das hier auch nicht anders.
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22.11.2009 15:40 Uhr von U.R.Wankers
 
+1 | -5
 
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extra für diese news angemeldet: die männliche Kerstin...

Natürlich ist jeder Beziehungsmord eine Tragödie,
hier sogar erschreckend brutal und soll keinesflls verharmlost werden.
Aber Beziehungsmorde gibt es jährlich zuhauf,
auch von deutschen Tätern.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Jedes Mordopfer ist eines zuviel. Das gilt selbstverständlich auch für die Opfer von Ehrenmorden. Wo die Tatumstände die Einordnung einer Bluttat als Ehrenmord rechtfertigen, da muss das schon deshalb geschehen, um mittel- und langfristig präventiv wirksame Gegenstrategien entwickeln zu können. Aber die inflationäre Verwendung des Begriffs Ehrenmord - und das ausschließlich in Zusammenhang mit Muslimen - ist in den meisten Fällen nicht nur falsch, sie ist in diesem Zusammenhang vor allem auch diskriminierend und kontraproduktiv, denn wer eine ganze Bevölkerungsgruppe stigmatisiert oder das zumindest billigend in Kauf nimmt, der will sicherlich alles Mögliche - nur nichts Gutes.

bei darf übrigens auch nicht unerwähnt bleiben, dass Ehrenmorde keineswegs nur von Muslimen begangen werden, denn vorsätzliche Tötungen aus verletzter Ehre gibt es beispielsweise auch unter Christen in Italien oder in Mittel- und Südamerika. Genauso muss die Frage gestellt werden, inwiefern religiöse Überzeugungen bei Ehrenmorden überhaupt eine Rolle spielen. Im Islam hat der Ehrenmord auf jeden Fall keine theologische Basis. Im Gegenteil: Die Scharia sieht auch für Ehrenmörder ohne wenn und aber die Todesstrafe vor. Ehrenmorde haben vielmehr etwas mit streng archaisch geprägten Weltbildern zu tun, wie sie in nahezu jeder Gesellschaft auf die eine oder andere Art in mehr oder weniger starker Ausprägung verankert sind. Die Religion spielt dabei eigentlich kaum eine Rolle.

[ nachträglich editiert von U.R.Wankers ]
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22.11.2009 15:43 Uhr von HorstVogel
 
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Stimmt! Ein weiterer tragischer Einzelfall: bei der das "südländische Temperament" zu 100% strafmildernd einbezogen wurde.

Dazu kommt noch das der Richter auch aus Angst vor möglichen Aktionen der Großfamilie, die Strafe am untersten Ende angesetzt hat.
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22.11.2009 16:32 Uhr von kerstin1982
 
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@MiaWuaschd: Das ist ein guter Vergleich. Der Deutschrusse war suizidal und hätte deshalb niemals lebenslänglich bekommen dürfen. Irgendwas ist da faul.

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