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Linke: Hat Lafontaine seine Wähler getäuscht?

Laut Recherchen des "Spiegel"-Magazins soll Lafontaine bereits Anfang diesen Jahres seinen Rückzug als Fraktionschef der Linken nicht nur geplant, sondern intern auch angekündigt haben.

Nachdem er maßgeblich am größten Erfolg seiner Partei, der Linken, mit 11,9 Prozent mitgewirkt hatte, verzichtete er auf der Klausurtagung seiner Bundestagsfraktion am 9. Oktober auf den Fraktionsvorsitz, der bisher als die Basis seiner Parteimacht galt.

Für seine Anhänger ist dieser Rückzieher ein Rätsel, in Führungskreisen glaubt man bereits seit Anfang 2009 zu wissen, dass Lafontaine sich aus der Fraktionsführung zurückziehen wollte, bestätigt der Bundesgeschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch.


WebReporter: wewuma
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Partei, Rückzug, Wähler, Fraktion, Oskar Lafontaine
Quelle: www.spiegel.de

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39 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.11.2009 12:53 Uhr von wewuma
 
+16 | -36
 
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17.11.2009 13:07 Uhr von micha1978
 
+37 | -9
 
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@wewuma: Die Leute habe in erster Linie die Partei gewählt und nicht ein Mann - wenn doch dann sind sie selber schuld
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17.11.2009 13:10 Uhr von DerMoosmann
 
+31 | -8
 
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wow: eine partei, die ihre wähler belügt.

wer hätte das gedacht?
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17.11.2009 13:16 Uhr von ZTUC
 
+24 | -29
 
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Lafo: Wählertäuschung, wäre ja nicht das erstemal bei Lafo.
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17.11.2009 13:26 Uhr von Wewuma
 
+12 | -12
 
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@micha1978: Es ist aber doch klar, dass ohne Oskar die Linke im "Westen" bei weitem nicht so hohe Stimmanteile erreicht hätte. Alleine was im Saarland abgefallen ist, war enorm.
Hätte er damals seinen bereits geplanten Rückzug bekannt gegeben, wären die Ergebnisse anders ausgegangen - das ist die Täuschung des "dummen Wählers"!

Aber das gehört zu den Taktiken!
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17.11.2009 13:28 Uhr von usambara
 
+21 | -12
 
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bei der nächsten Wahl wäre er 70- also Zeit für neue Köpfe.
Er hat eine gesamtdeutsche Linke geschaffen und ein politisches Comeback geschafft- trotz Schmutzkampangnen.
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17.11.2009 13:33 Uhr von nma
 
+19 | -4
 
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Also ein Wähler wählt keinen Fraktionsvorsitzenden. Nicht einmal indirekt. Das ist eine reine parteiinterne Angelegenheit.

Man wählt Parteien und Abgeordnete. Damit bestenfalls indirekt sozusagen den/die Kanzler(in).

Wo ist also der Betrug? Wieviele Leute werden sich tatsächlich sagen: "Mannomann, jetzt wo der Lafontaine aber nicht Fraktionsvorsitzender geblieben ist, hätte ich die Linke mal besser nicht gewählt!" ;-)

Da fühlte und fühle ich mich aber auch schon mal mehr betrogen. Beispiele? Wie war das mit der Mehrwertsteuererhöhung bei der vorletzten Wahl? Wie war das mit dem unter Korruptionsverdacht gestandenen jetzigen Finanzminister? Wie war das mit dem Ehrenwort, das für einen Ex-Kanzler königgleich über dem Gesetz stand? Wie nennt man das, wenn man Soldaten ins Ausland schickt und die dort beschossen werden und zurück schießen? Usw., usw., usw.

DAS nennt man Betrug, Korruption, Lüge, ... Liebe Politiker, sucht euch einen Begriff aus!

[ nachträglich editiert von nma ]
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17.11.2009 13:41 Uhr von fortimbras
 
+9 | -3
 
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@nma: Vergiss aber bitte nicht, dass die meisten Bürger keine Ahnung haben, wie unser Wahlsystem funktioniert.
Ein Großteil ist sicherlich davon überzeugt, den Bundeskanzler selbst zu wählen.
Dank Amerikanisierung werden bei uns schon lange keine Parteien, Wahlprogramme oder ähnliches gewählt sondern Personen.

Ich behaupte, dass die SPD bei der letzen Wahl weniger Stimmen wegen den Hartz IV gesetzen und rente ab 67 verloren haben, als durch die Dienstwagenaffaire von Ulla Schmidt.

Wieviele Leute haben wohl die CSU nicht gewählt, weil Sie deren Wahlprogramm kennen, sondern weil Guttenberg so ein cooler Typ ist?

Trauriger Weise wird das deutsche Volk in politischen Frage einfach immer dümmer und fühlen sich deshalb auch nun betrogen, weil Lafontaine zurücktritt.

[ nachträglich editiert von fortimbras ]
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17.11.2009 14:10 Uhr von quade34
 
+3 | -15
 
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17.11.2009 14:13 Uhr von killerkalle
 
+12 | -1
 
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Diejenigen: die die Linken gewählt haben haben bestimmt zuletzt IHN gewählt sondern wie schon erwähnt die Partei. Und diese in vielen Fällen aus dem Grund das es keine vernünftige Alternative gab...guckt euch das Pack doch mal an das da rumsitzt im Bundestag von links bis rechts alle korrupt...

alle gestylt
geschminkt (männer auch)
reden vorbereitet
nur ablesen
keine interviews
keine kritischen fragen erlaubt...bzw nicht beantwortet



merke das nur ich ? :)
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17.11.2009 14:17 Uhr von murkelchel
 
+3 | -10
 
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nun eher hat er die chronisch Unzufriedenen mit Halbwahrheiten, Unfinanzierbarem und Utopien (zugegeben auf populistisch mitreissende Art) gefüttert und somit die "Linke vereint".
Wenn rauskommt dass das alles weder finanzierbar noch durchführbar ist, ist es wirklich egal ob Lafo nu da is oder nicht. Dann stürzt das rote Kartenhäuschen einfach in sich zusammen.

Allein wenn ich dran denke wie immer wieder "Französische Verhältnisse" gefordert werden kommt doch ganz klar hervor, dass es ihm einzig und allein um Randale und politische Umtriebe geht die einen in die Schlagzeilen bringt. Ich würd ihm fast wünschen er würde mal in einer Demo in Frankreich mitmarschieren und erleben wie die französische Staatsmacht mit derlei Protesten umgeht.
Sicher fordern die Franzosen auf ungleich radikalere Art und Weise ihr "Recht" .....nur ob er auch mal gesehen hat wie die Regierungsseite auf sowas reagiert? Wenn ja dann kanns ihm ja nur um brennende Autos und eingeschlagene Fensterscheiben gehen.....

aber ich schweife ab....wünschen wir uns einfach, dass Lafo, wenn er wieder "seine Tage hat" sich nicht nochmal und wieder und wieder umentscheidet ......
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17.11.2009 14:57 Uhr von ArrowTiger
 
+5 | -2
 
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Mag sein! Aber das ist ja wohl nichts gegen die Wählertäuschung durch diese und die letzte Regierungskoalition.

Nett auch der Kommentar zur angeblichen Unfinanzierbarkeit des Programms der Linken (welches jetzt in Teilen übrigens von der GroKo auch angegangen wird). Die derzeit 470 Mrd. an Steuergeldern für die "armen", angeblich systemrelevanten Banken sind aber problemlos finanzierbar, oder was?

Deppen, wo man hinschaut!

Schade, daß die Propaganda der Herrschenden bei vielen hier so "einschlägt". Und Merkel, die olle SED/FDJ-AgitProp Sekretärin, schreckt nicht mal vor Geschichtsklitterung zurück, um nur ein aktuelles Beispiel zu nennen:

http://www.nachdenkseiten.de/...

Es wird gelogen und betrogen, eine Agenda 2010 mit erwiesenermaßen falschen Behauptungen begründet, Menschen nach einem Jahr Arbeitslosigkeit mit Hartz IV in echte Bedrängnis gebracht, egal wie lange sie vorher gearbeitet haben, das gesetzliche Rentensystem geschwächt, um der privaten Versicherungswirtschaft zuzuarbeiten, usw. Und einige hier echauffieren sich da tatsächlich noch wegen einer Personalie?

Gratulation! Ihr seit auf eine typische Ablenkungs-Kampagne reingefallen.
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17.11.2009 15:07 Uhr von ArrowTiger
 
+3 | -2
 
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@quade34: -- "die es niemals vor hatten irgendeine verantwortliche Funktion aus zu üben."

Zumindest Lafontaine hatte lange Zeit sehr wohl eine verantwortliche Funktion, die er auch gut ausgefüllt hatte. Er ist im Übrigen einer der dienstältesten Politiker des Landes.

-- "L. machte den Rückzieher bei Schröder, ..."

Weil er, wie viele andere, die neoliberale Linie Schröders nicht mittragen wollte! Ein Konsens war mit dem tatsächlichen "Schaumschläger" Schröder und einigen seiner "Clique" nicht zu finden. (Ich schreibe "tatsächlich", weil ihn Parteigenossen aus NRW, die ihn gut kannten, genau so bezeichneten, als er Kanzlerkandidat wurde.)

Ich nenne so etwas eher Konsequenz, nicht Rückzieher. Eigentlich hätte die gesamte Partei zurücktreten müssen.
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17.11.2009 15:17 Uhr von ArrowTiger
 
+2 | -0
 
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@murkelchel: -- "Allein wenn ich dran denke wie immer wieder "Französische Verhältnisse" gefordert werden kommt doch ganz klar hervor, dass es ihm einzig und allein um Randale und politische Umtriebe geht..."

Wie kommst Du darauf? Freie Interpretation und Wunschdenken, oder was?

Ich bin nicht unbedingt ein Lafontaine-Fan, aber man sollte die Kirche schon im Dorf lassen. Es ist einfach Fakt, daß die Franzosen sich nicht jeden Winkelzug ihrer Regierungen gefallen lassen (besser ´ließen´, denn das lässt bei denen in letzter Zeit auch nach). Und da gehen eben nicht in erster Linie "Randalierer" auf die Straßen, sondern breite Bevölkerungsschichten. Da wird dann auch schon mal solidarisch mitgestreikt, wenn´s sein muss.

Und gerade diese französische Solidarität und dieser Wille zum Protest geht uns Deutschen leider fast völlig ab. Erstaunlich, daß dieses "französische Verhalten" überhaupt von einem deutscher Politiker befürwortet wird!
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17.11.2009 15:23 Uhr von murkelchel
 
+1 | -7
 
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nun wenn ich schon worte wie "die herrschende" lese. Ich hoffe wirklich das linke Lager lernt endlich mal dass mit derlei mitteralterlichem Wortgut hier nur kurzfristig und mit den notorische Unzufriedenen ein Staat zu machen ist.

Es ist (m. E.) unbestritten, dass Lafo und Gysi (zugegeben ein hochintelligenter aber ebenso böse SED-geschichtsbefleckter Mensch) die derzeit besten Populisten sind die das Land zu bieten hat.
Wer das Programm der Linken gelesen hat, der wird sicher ANSÄTZE finden wie man manche Probleme angehen kann. Dies allerdings als Idee der Linken zu verkaufen ist vermessen. Das sind volkswirtschaftliche Grundlagen die noch jede Regierung versucht hat.
Wie gesagt ich gebe hier nur meine Meinung zum besten, aber weder eine SPD die so ziemlich alles verraten hat für was sie stand nur um endlich regieren zu dürfen. (das büßt sie nun).....noch die Linken haben auch nur ansatzweise das Zeug, ein Land, das grundsätzlich von der MARKTwirtschaft abhängig ist und nur so überleben kann, zu regieren. sorry

[ nachträglich editiert von murkelchel ]
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17.11.2009 15:24 Uhr von rolf.w
 
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@murkelchel: "...Unfinanzierbarem..."

Was LaFo von sich gegeben hat war nicht mehr oder minder finanzierbar, wie das Programm der jetzigen Regierung.
Es ist nur eben so, wenn es der Oberschicht um 0,5 % schlechter gehen soll, damit es der Unterschicht um 10% besser geht, dann ist das für und mit der jetzigen und damaligen Regierung nicht finanzierbar. Und das ist dass, wo "Stromberg" sagt "Ichwillnicht wohnt in der ichkannnicht Strasse".
Wenn man nur über die Pfründe großer Unternehmen und reicher Oberschicht wacht, dann wird man der Unterschicht und auch der Mittelschicht, nie wirklich helfen "können".
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17.11.2009 15:30 Uhr von murkelchel
 
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@Arrow: natürlich schliessen sich da andere Lager an. Die Mentalität "hauptsache Streik auch wenn es meinen Bereich nicht betrifft" zeugt von eben jener Rücksichtslosigkeit die ich meine. Egal wie sich das auf andere Bereiche auswirkt - es MUSS das durchgesetzt werden was sich die Gewerkschaftler ausdenken.

Ob das nun wirtschaftlich vertretbar ist oder nicht. Egal. Streiken um des streikens willen (und hier spreche ich den Franzosen eher noch Notwendigkeit zu als den unseren) ist und war immer eine der berühmtesten Eigenschaften dieses Lagers.
Rücksicht und ein Abschätzen von Verträglichkeiten.....keine Chance. Ich meine es klingt abgedroschen, ich halte die Art im Whirlpool nach noch mehr Champagner zu verlangen weils einfach turnusmäßig dran is (zb der Tarifvertrag läuft aus) ein wenig vermessen in diesen Zeiten.
Aber gut, wir werden sehen wohin das führt.
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17.11.2009 15:35 Uhr von murkelchel
 
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oh bitte nicht das "die da Oben" und "wir da unten" Beispiel.

Hier geht es um Geschäfts- und Finanzbereiche die man mit solchen Ideen schädigt. Da verhindert nicht Millionär XYZ mit seiner Lobby dass diese oder jene Idee umgesetzt werden soll, sondern marktwirtschaftliche Zusammenhänge.

Aber es ist einfacher die Geschichte mit "den Bonzen in ihren dicken Limousinen" und "dem unterdrückten Volk" zu erzählen.
Leider leider ist es NICHT so einfach...
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17.11.2009 15:36 Uhr von HateDept
 
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versteht hier einer die Frage des Spiegels? "Hat er seine Wähler getäuscht?" - steht in der Einleitung des Artikels in der Quelle.
Die Frage wird aber im Prinzip im Satz davor beantwortet: "Schon Anfang des Jahres galt sein Rückzug als Fraktionschef gleich nach der Bundestagswahl als ausgemachte Sache."

Der Rest des Artikels beruft sich konsequent auf Gerüchte! Steht selbst so in einer Zwischenüberschrift: "Gerüchte gibt es immer haufenweise".

Vom Spiegel erwarte ich ehrlich gesagt Antworten und Fakten und nicht mystifizierte Fragen an den Leser, basierend auf Gerüchten.

Dass Der Spiegel bzgl. seiner Antworten und Fakten bisweilen Teile journalistischer Rechargen weglässt, um offenbar die Grundaussage des jeweiligen Artikels zu verändern, bin ich ja gewohnt. Ebenso die fehlende Nachvollziehbarkeit vieler "Fakten" bzgl. der betreffenden Informationsquellen (die müssen ja beschützt werden) - aber dieses BILD-Zeitung-Niveau überrascht mich tatsächlich noch.
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17.11.2009 15:51 Uhr von ArrowTiger
 
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@murkelchel: Im Grunde genommen handelt es sich beim Programm der Linken um das Programm der SPD der Vor-Schröder Ära. Es deckt sich zudem im wesenlichen mit unserem Grundgesetz ("demokratischer und sozialer Bundesstaat"). Ich vermisse bei den heutigen Regierungen deutlich das "demokratisch" wie auch das "sozial".

Ich erinnere auch gerne daran, daß es uns wirtschaftlich nie so gut ging, wie unter Willy Brandt - auch wenn die konservativen Parteien (verständlicherweise) bis heute gerne das Gegenteil behaupten! Das BSP und die Lohnquote entwickelten sich während Brandts Regierungszeit überdurchschnittlich gut, die Arbeitslosigkeit und der Schuldenstand war niedrig wie nie sonst. Mit Kohl, und noch deutlicher mit Schröder und Merkel, ging es wirtschalftlich rapide in den Keller, und Arbeitslosigkeit und Schuldenstand wuchsen auf ein Vielfaches.

Und bitte jetzt nicht das Märchen nachbeten, daß die Wirtschafts- und Finanzpolitik 1970er Jahre heute nicht mehr funktionieren könnte. Das ist (wie üblich unbelegte) neoliberale Propaganda, nichts weiter. Wobei: Keynes ist ja ganz plötzlich wieder "in" (Konjunkturpaket), nachdem man ihn bis vor kurzen noch geschasst hatte...
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17.11.2009 15:52 Uhr von bluecoat
 
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Linke: Hat Lafontaine seine Wähler getäuscht? ist das nicht die Aufgabe unserer Politiker alle Wähler zu täuschen ?? ...zu belügen ...zu betrügen ...die menschen zu verarschen ????????????????????????????


...und das witzige ...die wähler wollen das auch!
...lassen alles mit sich machen!!!
...sagen nix
...sehen nix
...hören nix
...unternehmen nix

...ein volk von untoten ohne kampfes- und wiederstandsgeist ....



[ nachträglich editiert von bluecoat ]
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17.11.2009 16:03 Uhr von HateDept
 
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@murkelchen: bzgl. dessen, dass das alles mit "Oben und Unten" nicht so einfach ist, gebe ich Dir gern recht.

Trotzdem kann und muss man u.a. von einer herrschenden Klasse sprechen und insbesondere davon, dass und warum denjenigen, die Werte schaffen, fast nichts gehört. Aufgrund der Eigentumsverhältnisse bzgl. der Produktionsmittel werden diese immer "arm" bleiben - egal wie lange sie ihre Arbeitskraft verkaufen.

Der Millionär XYZ mag ja nicht direkt Schuld daran sein, aber er kann i.d.R. nicht daran interessiert sein, mit seinen "Geschäftsideen" diesen Zustand - die Schere zw. Arm und Reich - zugunsten der Armen zu verändern.
Im Prinzip wäre es aber gerecht, wenn die Menschen an den Werten Teil hätten, die sie selbst schaffen - d.h. jemand, der die Idee hat eine Fabrik zu bauen, die XYZ herstellt, kann nicht das 1000fache daran verdienen wie derjenige, der die Fabrik mit eigenen Händen (auf Kosten seiner Gesundheit und Freizeit) baut und/oder dann XYZ herstellt - eben diejenigen müssten an den Gewinnen beteiligt werden. Die "Idee" und die Mittel zu haben wird aber 1000fach honoriert - mit welchem Recht?

Reichtum in Form von Materiellem und Finaziellem kann es nur geben, weil es Armut gibt.
Das Vermögen der Armen verschwindet nicht einfach so - es wird woanders hin verteilt.
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17.11.2009 16:03 Uhr von ArrowTiger
 
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@murkelchel: -- "Streiken um des streikens willen (und hier spreche ich den Franzosen eher noch Notwendigkeit zu als den unseren) ist und war immer eine der berühmtesten Eigenschaften dieses Lagers."

Ich hoffe nicht, daß Du den Sinn von Gewerkschaften nicht verstanden hast! Ohne jene würden die Meisten vermutlich noch immer ohne Arbeitsschutz und zu Hungerlöhnen in rauchigen Fabriken schuften, bis sie an Staublunge oder TBC draufgegangen sind.

Selbstredend wird das neoliberale Lager (jedoch nicht das wertkonservative!) in den Gewerkschaften immer den Konjunktur-Teufel persönlich sehen, und dies per professioneller PR auch so unter die Leute zu bringen versuchen. Leider offensichtlich mit einigem Erfolg, wenn man die derzeitige "Volksmeinung" und die Mitgliedsstärke der Gewerkschaften so betrachtet. Mit den dabei zu erwartenden Nachteilen, die sich ja derzeit abzeichnen: z.B. einseitige Deckelung der "Lohnnebenkosten" zum Vorteil der Arbeitgeber, Herauslösung der Pflegeversicherung und deren Privatisierung, Lohndumping, etc.
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17.11.2009 16:05 Uhr von micha1978
 
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hmm: @murkelchel
Warum die Verbrüderung der niedrig verdienenden bei einen Streik von Rücksichtslosigkeit zeugt bekomme ich auch noch raus.
Wenn hier ein Schülerstreik für besser Bildung ist und die Studenten sich anschließen, spricht man doch auch nicht von Rücksichtslosigkeit sondern von Solidarität. Oder?

Das Problem mit der wirtschaftlichen Vertretbarkeit ist das der Arbeitgeber ein Maximum an Profit machen will und deshalb ist es nie der geeignete Zeitpunkt für eine Lohnerhöhung.

@HateDept
Der Spiegel ist in meinen Augen schon lange kein Blatt mehr welches sich zu lesen lohnt.
Dieses Bildzeitungsniveau stößt mich ab.

[ nachträglich editiert von micha1978 ]
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17.11.2009 16:20 Uhr von RedStar99
 
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