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Hamburg: Kultur-Etat soll um zehn Mio. Euro schrumpfen - Künstler sagen "Nein"

Unter den Unterschriften der im "Hamburger Abendblatt" veröffentlichten Petition gegen die Kürzung des Kulturetats der Stadt Hamburg finden sich die Namen renommierter Hamburger Künstler wie Siegfried Lenz, Rocko Schamoni oder auch Wolf Biermann.

Bisher hat die Hansestadt 211 Millionen Euro für Kultur zur Verfügung, davon sollen jetzt zehn Millionen Euro eingespart werden.

Die 66 Persönlichkeiten, die den Senat mit ihren Unterschriften von der Kürzung abhalten wollen, sind der Meinung, dass eine Kürzung des Etats mit Standortnachteilen für Hamburg verbunden sein könnte.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kunst, Protest, Künstler, Petition, Etat
Quelle: www.abendblatt.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.11.2009 08:10 Uhr von EdvanSchleck
 
+7 | -5
 
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Richtig so: Es gibt schließlich sinnvollere Sachen die man mit 10 Millionen Euro fördern kann. Kunst kann auch ohne Förderung geschaffen werden. Ein schlechter Arbeiter wird auch nicht gesondert gefördert. Warum dann schlechte Künstler? Ist ein Künstler gut kann er seine Werke ja verkaufen.
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16.11.2009 08:49 Uhr von DerMaus
 
+4 | -3
 
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Ganze 66 Unterschriften? Naja, das ist durchaus ein Grund. Man sollte lieber mal die Bildungsgelder kürzen. Schließlich hat Bildung keine Zukunft! <Ironie off>
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16.11.2009 08:58 Uhr von EdvanSchleck
 
+5 | -2
 
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211 Millionen Man muss sich das mal vorstellen... und wen wundert es da noch dass der Staat hochverschuldet ist... Da sollte Peter Zwegart denen mal aufzeigen wo sie ihr Geld raushauen...
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16.11.2009 09:26 Uhr von siyman
 
+2 | -4
 
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Ignoranten: 211 Mio Euro für den gesamten künstlerischen Bereich eines Bundeslandes? Und das ist euch zu viel? Tatsächlich sind Meinungsträger euresgleichen eher Schuld an einer Krise als alle Künstler zusammen, denn im Gegensatz zu denen habt ihr euch dem Kapitalismus schon blindlings vor die Füße geworfen wohingegen jene noch ein Stück menschlicher Würde bewahrt haben.
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16.11.2009 09:38 Uhr von Rinok
 
+3 | -0
 
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@siyman: fragt sich nur wer die ignoraten kapitalisten sind, die so viel für etwas kunst verlangen...
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16.11.2009 09:44 Uhr von siyman
 
+1 | -5
 
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@Rinok: Als ob´s dabei nur um Kunst geht. Da gehts es auch um Bausubstanzerhalt künstlerisch wertvoller Orte, es geht um die Förderung von Kunstprojekten an Schulen/öffentlichen Einrichtungen von denen auch dein (?) Kind partizipiert. Es geht die Förderung von Genies - und um eine ausgeglichene Gesellschaft. Denn es klingt vielleicht etwas dröge, aber der Mensch braucht die Kunst.
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16.11.2009 09:46 Uhr von Rinok
 
+4 | -0
 
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@siyman: aber gleich 211 mio euro jährlich????

10mio jährlich wäre für eine größere stadt wie bremen absolut ausreichend.
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16.11.2009 09:51 Uhr von siyman
 
+0 | -4
 
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@Rinok: Damit hättest du nicht mal die Grundversorgung der Objekte á la Strom, Wasser, Gas, Müll, Grundsteuer etc. abgedeckt.

Genau darauf will ich ja hinaus: Kultur kostet mehr Geld, als die meisten Menschen wahrhaben wollen und das wiederum liegt nicht an den gedlgeilen Künstlern, die, würden sie nur richtig arbeiten, ihre Werke auch ordentlich verkaufen könnten *crap*, sondern auch an dem fetten Rattenschwanz an Fixkosten - um nur eine Variante zu nennen.
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16.11.2009 10:06 Uhr von Rinok
 
+3 | -0
 
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@siyam: wenn du dich so genau auskennst, dann liste uns auf für was das geld draufgeht, dann kann jeder drüber urteilen obs rechtens ist oder verschwendung, da das geld in anderen bereichen eher gebraucht wird, wie z.b. bei der bildung.
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16.11.2009 10:14 Uhr von siyman
 
+0 | -2
 
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@Rinok: Insofern ich mich nicht täusche gibt es dafür offizielle Angaben aus den Länderparlamenten bzw. den Kommunen. Mit etwas Recherche und Google-Power sollte es keinerlei Hürde sein, sich diese Informationen auch selbst einzuholen. Im übrigen gibt es ja eine gemeinnützige Organisation, welche sich mit Steuerverschwendung auseinandersetzt und große Defizite auch gern mal publik macht. Diese Damen und Herren halten sich allerdings selten an Kultur auf. Interessant ist aber dein Ansatz, Kunst und Bildung zu trennen, denn beides läuft in meiner Weltanschauung ziemlich parallel respektive ihres persönlichen Nutzens.
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16.11.2009 13:19 Uhr von bluecoat
 
+2 | -0
 
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Künstler sagen "Nein"???????? wenn in HH keine Kohle da is muss gekürzt werden !
Punkt!

...ich würde gar nicht diskutieren und würde 100 mio streichen aus maus !

...ware künstler werden nach ihrem tode berühmt !
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16.11.2009 14:29 Uhr von siyman
 
+0 | -0
 
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@Bluecoat: wah(!)re Künstler wie Goethe, Bach, Mozart, Dada?
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16.11.2009 18:05 Uhr von Babykeks
 
+0 | -0
 
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Mal sehen,wie das ausgeht. Vor allem im Vergleich: Mal sehen,wie das ausgeht. Vor allem im Vergleich:

Zugangserschwerungsgesetz (Internet-Stoppschilder) -> Petition mit tausenden mehr Unterzeichnern als benötigt
--------------------> ignoriert

Kürzung des Kultur-Etat um 4,7% -> 66 Unterzeichner
--------------------> mal schaun...


Also wenn ich sehe, wofür in meinem Kreis ZigTausende gar HundertTausende ausgegeben werden, und ich dann die Zustände sehe, wo Geld dringend gebraucht wird...dann wird mir fast schlecht.


Aber so is es halt... Ein rostiges "Kunstwerk" lieblos in nen Park geknallt und HighspeedInternet-Rechner für Problemschulen.
Und dann is kein Geld mehr da, damit jeder Schüler an "Schulen wo man sich zu benehmen weiß" eine Kopie bekommt.
[dramatisiert für Effekt - aber nicht sehr ^^ ]

[ nachträglich editiert von Babykeks ]
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17.11.2009 11:15 Uhr von mustermann07
 
+0 | -0
 
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Mir ist wesentlich lieber: wenn Künstler diese Kohle bekommen, bevor sie sinnlos auf Konten von überbezahlten Politikern landet... Wenn man die Hälfte von diesen präpotenten Volksverrätern äääähh Volksvertretern auf das Arbeitsamt schickt, würde das System noch immer funktionieren und diese 10 Mio. wären überhaupt kein Thema..

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