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Fußball: Berater Nebelung ist mit Daums Aussagen über Enke nicht einverstanden

Fenerbahce Istanbuls Trainer Christoph Daum hatte geäußert, dass er schon 2003 von der Krankheit von Robert Enke gewusst hätte.

Enkes Berater Jörg Nebelung bemängelte die Worte von Daum und erklärte in der "Welt am Sonntag": "Es gibt viele Menschen, die Robert in seinem Leben kurz kennenlernen durften und nun mit sehr abenteuerlichen Aussagen in der Öffentlichkeit auftauchen, wie zuletzt zum Thema Fenerbahce Istanbul".

Weiterhin sagte er, dass es sehr traurig wäre was Daum behauptet hat, weil die Tatsachen anders aussehen würden.


WebReporter: mcbeer
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Fußball, Selbstmord, Krankheit, Berater, Christoph Daum, Robert Enke
Quelle: www.sport1.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.11.2009 14:37 Uhr von ossi81
 
+2 | -4
 
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geht gar nicht: wenn Christoph Daum von der Krankheit gewußt hätte wären niemand so ahnungslos gewesen
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15.11.2009 15:03 Uhr von Bud_Bundyy
 
+11 | -13
 
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Der Hype ist nicht nachvollziehbar und Mitleid kann ich auch nicht viel aufbringen.

Was mich wundert ist die Angst davor sein Kind zu verlieren.

Jemand in seinen Lebensverhältnissen (stabile Beziehung, Millionen auf der Bank) verliert wegen einer Depression nicht sein Adoptivkind und die behandelten wussten das.

Und der Druck immer Leistung zu bringen ist allgegenwertig, nur kämpfen nahezu alle im Sumpf des Mittelmaßes und der Bedeutungslosigkeit. Es ist nicht bitterer "nur" die Nummer 2 oder 3 zu sein!

Vor Schicksalsschlägen bleiben auch nicht viele verschont und Depressionen haben Millionen, die sich dem Leben (Das kein Ponyhof ist) stellen.

Ich schätzte Enke als Fussballer sehr, kann ihn aber nach dem feigen sich aus dem Staub machen nicht sonderlich betrauern. Sorry klingt hart, ist aber meine Meinung.
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15.11.2009 15:29 Uhr von A-b-t-i
 
+7 | -5
 
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Feige ist das ja mal garnicht...
Er war krank, und die Krankheit hat ihn zum selbsmord geführt,, du sagst doch auch nicht über nen verstorbenen krebskranken( o.Ä.) " Man du feige sau, stirbst du einfach"
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15.11.2009 15:41 Uhr von Bud_Bundyy
 
+4 | -8
 
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@A-b-t-i: "Er war krank, und die Krankheit hat ihn zum selbsmord geführt"

Ja aber das trifft auf Tausende zu, die zu der Krankheit noch von ALGII leben, von der Frau verlassenwurden..... und die verpissen sich nicht alle.


"du sagst doch auch nicht über nen verstorbenen krebskranken( o.Ä.) " Man du feige sau, stirbst du einfach"

Das ist eine andere Situation.
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15.11.2009 16:15 Uhr von theboula
 
+6 | -5
 
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@Bud_bundyy: Wer glaubst du zu sein, um zu wissen was in Enke vorging und dies als feiges aus dem Staub machen zu bezeichnen? Halt lieber deinen Mund, wenn nur etwas rauskommt, über das dir garkein Urteil zusteht.
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15.11.2009 16:20 Uhr von Angelus89
 
+1 | -0
 
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Jaja: der Daum verbreitet mal wieder Falschaussagen, macht er ja besonders gerne *g* .
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15.11.2009 16:32 Uhr von Dracultepes
 
+4 | -9
 
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@theboula @A-b-t-i: @theboula
Es war ein feiges verpissen und er hat auch noch andere "unschuldige" mit reingezogen.

@A-b-t-i
Beim Krebs tötet einen die Krankheit direkt aktiv. Bei Depressionen indirekt passiv, bei Depressionen hat man einen Wahl ob man leben will oder nicht. Beim Krebs nicht, da stirbt man auch wenn man kämpfen will.


@Topic
Wieso Falschaussagen? Wenn er ihn getroffen hat und seit dem dachte:" Der Typ hat sicher depressionen". Dann weiss man bescheid ohne das irgendwelche Fakten das beweisen können.

Aber dieses ganze Thema kotzt ja langsam nochmehr an als die neue Grippe. Bald kommt man auf Shortnews und man hat 50% Enke News und 50% neue Grippe News.
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15.11.2009 17:03 Uhr von Bud_Bundyy
 
+4 | -5
 
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@ theboula: " Wer glaubst du zu sein,"


Ich bin jemand der den Hype verurteilt und Respekt denen zollt die weitaus schlimmere Situationen durchleben, diesen ins Augesehen und sie bewältigen.
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15.11.2009 20:12 Uhr von ThoraEightySix
 
+2 | -0
 
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@Dracultepes: Thema "Depressionen und Wahl"

Ein ganz klares NEIN! Man hat keine Wahl. Wenn man eine hätte, bräuchte die Vielzahl an Depressionen Erkrankter keine Medikamente und zusätzlich jahrelange Therapien, weil man sich ja selbst durch den bloßen Willen "heilen" könne.

Kann man nicht! Wer Depressionen hat, ist Gefangener seiner eigenen Gedanken, Paranoia und Verlustsängste, denen mit vernünftigen Argumenten nur selten dem Garaus gemacht werden kann.
Deshalb braucht man zum Beispiel Medikamente, um dieses wenigstens einzudämmen und selbst dann ist es nicht gegeben, dass dieser Mensch geheilt werden kann.

Gerade wenn die Depressionen "genetischer" Natur sind, also keine offensichtlichen organischen (Hirntumor, Hormonfehlfunktion etc.) oder traumatischen Ursachen hat, ist es nur sehr schwer dagegen anzukommen.

Gerade in Sachen Selbstmordgedanken, weil der Betreffende glaubt, er wäre eine "Strafe" an seine Umwelt und des Lebens nicht wert.
Denn Depressive sind eigentlich sehr sensible, hilfsbereite Menschen und keinesfalls egoistisch!

Demzufolge hat er keine Wahl, für ihn - in seinen Gedanken - gibt es keine andere Möglichkeit, als die Welt von ihm selbst zu "erlösen". Der Begriff "Freitod" ist irreführend, denn bei Selbstmord ist keiner frei, denn immer fühlt er sich durch die Umstände - seien es realle (Siechtum durch lange Erkrankung) oder irealle (eben Depressionen) - dazu gezwungen.

Übrigens schließen sich Egoismus und Selbstmord komplett aus. Ein Egoist schätzt sich selbst mehr als alles andere, elementär gesehen ist das sein Leben. Er würde dieses niemals opfern.
Ein Depressiver dagegen opfert alles was er hat, um sich selbst zu sühnen, da er glaubt, er wäre nichts wert.

Die Aussage also, dass ein Selbstmörder egoistisch sei, ist demzufolge falsch und außerdem ein subjektives Empfinden der Hinterbliebenen (die natürlich so ihre Trauer verarbeiten, irgendwer "muss" ja "schuld" sein.).

Das Enke letztendlich nicht geholfen werden konnte ist tragisch, aber niemals würde ich die Schuld bei ihm suchen oder sonst wem, weil es eine Verkettung von unglücklichen Ereignissen war.
Er muss sich in einem Zustand befunden haben, wo er vernünftigen Argumenten nicht mehr zugänglich war, welchen die Menschen um ihn herum wohl leider nicht erkannt haben.

Mit Schuldzuweisung ist keinem geholfen. Man kann nur hoffen, dass dieses Ereignis den Menschen die Augen öffnet und dafür sorgt, dass Depressionen nicht mehr totgeschwiegen werden!
Damit anderen geholfen werden kann.


Und zur Erklärung des ganzen, warum ich mir hier ein Urteil erlaube:

Mein Vater hat Selbstmord begangen, als ich selbst sechs Jahre alt war.
Er litt an Depressionen, welche sich durch jahrelangen Alkoholmissbrauchs zeigten. Damals waren Depressionen bei weitem noch nicht als Krankheit angesehen.
Ich habe selbst lange gebraucht, um die Umstände zu verstehen.
Und gerade deshalb kämpfe ich gegen solche Aussagen, dass Depressive egoistisch wären.
Sie sind es keineswegs...

LG
Thora
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15.11.2009 21:24 Uhr von masche1976
 
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@Thora: Danke für Deinen Beitrag! - Schön zu sehen, dass es auch Leute gibt, die sinnvolle und fundierte Statements zu einem Thema abgeben.

@Dracultepes und Bud_Bundy: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man bei solch sensiblen Themen vielleicht einfach mal die Klappe halten!

[ nachträglich editiert von masche1976 ]
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16.11.2009 15:45 Uhr von minismartie
 
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Dass der Mann Probleme hatte, die Normalos nicht haben, sei mal dahingestellt.

Ich finde aber, es ist eine Frechheit, die Leute, die hier sagen wie es ist eben mit Minus zu bestrafen! oO

Depressionen hin, Depressionen her. Hier wird Krebs mit Depression verglichen. Depressionen sind Kopfsache, Krebs ist physischer natur, deshalb ganz was anderes. Allein von daher schon.

Mag er nun wegen Problemen gedacht haben, es sei die einzige Möglichkeit, irgendwem einen Gefallen zu tun oder nicht: Das hätte auch anders laufen können - das muss verdammt nochmal jeder Fußballhippie gestehen.

Sollte ich - und Gott bewahre - irgendwie mal Depressionen + Selbstmordgedanken kriegen, würde ich doch auch nicht einen Sprengstoffgürtel anlegen und in eine KiTa rennen, oder?

Er hatte eine riesige Beerdigungszeremonie. Ich glaube gehört zu haben, es war die größte seit Konrad Adenauers Ableben.

Hallo? Es ist also nicht feige? Dieser Mann hat selbst entschieden, wann es vorbei ist. Hat sich am frühen Abend vor einen Regionalzug geworfen und bekommt ein riesiges Tammtamm.

Jeder Selbstmörder ist feige, hat selber Schuld, hat sich nicht helfen lassen. Und plötzlich stirb Robert Enke und das ist dann okay, oder wie?

Ich respektiere seinen Tod, bin einfach fest der Meinung: Er hat bekommen was er wollte. Er wollte tot sein. Ob das Staatsbegräbnis in seinem Sinne war, dieses ganze Tohuwabohu um Selbstmörder, Fußball und Depression - davon könnt ihr alle nicht ausgehen.

Ich sehe Depression als eine Krankheit an. Diese Krankheit hat er beendet, so wie sein Leben. Jetzt lasst ihn gottverdammt nochmal in Frieden ruhen. Er wollte es so. Er hat sich das selbst ausgesucht, verdammt. Auch wenn er dahin getrieben wurde, es war seine Entscheidung! Und da kann ich es nicht verstehen, wieso solch ein Mensch verfechtet wird bis sonstwohin. Er wurde nicht abgeschlachtet, er wurde nicht gefoltert - er hat sich vor einen Zug geschmissen!

Der Selbstmord ist ohnehin schon Verantwortungslos gegenüber seiner Familie, dass er sich vor den Zug geschmissen hat, setzt dem ganzen nur noch die Krone auf.

Jedes Minus ist herzlich Willkommen...
Und ich hoffe ich stehe nicht allein da, mit meiner Ansicht, dass hier etwas zuviel um eine Person getrauert wird, die sich selbst das Leben genommen hat.


[ nachträglich editiert von minismartie ]
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16.11.2009 20:04 Uhr von masche1976
 
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@minismartie: Du hast eindrucksvoll bewiesen, dass auch Du

a) keine Ahnung hast und
b) Dir nicht die Mühe gemacht hast, Thoras Beitrag zu lesen...

Ansonsten wüsstest Du, dass Depressive keineswegs den Selbstmord "wählen". Durch die Depression bekommen sie eine Art "Tunnelblick", der ihnen gar keinen anderen Weg mehr lässt. Ebenso ist es mit der Art des Selbstmordes; Depressive sind überhaupt nicht in der Lage, sich Gedanken darüber zu machen, ob sie durch ihre Art des Selbstmordes evtl. andere gefährden oder traumatisieren. Rationales Denken ist - wenn überhaupt - bei schweren Fällen nur noch eingeschränkt möglich.

Der Vergleich Krebs und Depressionen hinkt übrigens tatsächlich: Bei Krebs sind die Heilungschancen weitaus höher!

[ nachträglich editiert von masche1976 ]

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