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Studie: Man muss etwas vergessen, um etwas lernen zu können

Forscher einer Universität in Japan sind, ihrer Veröffentlichung am gestrigen Donnerstag nach, zu dem Schluss gekommen, dass das Gehirn, um neue Erinnerungen speichern zu können, alte Erinnerungen verwerfen muss.

Wissenschaftlich erklärt werden bereits bestehende Neuronenverbindungen zerstört, um neuen Neuronenverbindungen Platz zu machen. Dieses spektakuläre Fazit erklärt sich in einem Versuch mit Laborratten: Ratten wurden darauf trainiert, sich vor bestimmten Käfigen zu fürchten.

Einer Gruppe von Ratten, der die Neubildung von Neuronen unmöglich gemacht wurde, konnt die Angsterinnerung zuverlässig abrufen, während diejenige, die stets neue Neuronen bilden konnten, die Angsterinnerung öfter vergessen hatten.


WebReporter: scireporter
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Erinnerung, Neurologie
Quelle: www.newsexperte.com

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.11.2009 09:26 Uhr von Flutlicht
 
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Endlich hab ich eine Ausrede :)
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13.11.2009 09:28 Uhr von Maemo
 
+40 | -0
 
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lol: Wer schaffte 4 Touchdowns in einem Spiel??

Schöne Szene von Al Bundy und Kelly Bundy!
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13.11.2009 09:39 Uhr von Showtime85
 
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@Maemo: daran musste ich auch direkt denken
zu geil^^
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13.11.2009 09:40 Uhr von ZiDake
 
+9 | -8
 
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wieso: schließt man von ratten ausschließlich auf männer? ^^
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13.11.2009 09:44 Uhr von sub__zero
 
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ob sich das wirklich so pauschal sagen lässt? Ich glaube eher nein - besonders die Fremdsprachenkünstler dürften wohl ein Argument gegen diese These sein, obwohl...wenn man entsprechend an ihrem Hirn rumschraubt kriegen sie u.U. nicht mal ein Wort über die Lippen.
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13.11.2009 09:50 Uhr von Fornax
 
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glaub ich nicht: man kann ja nicht Ratten mit Menschen vergleichen.

ich dachte auch Japaner sind schlauer :) wir Menschen haben ja diesem Planeten so erfolgreich unterworfen weil wir unsere Hände und unsere Gehirn erfolgreicher nutzen als andere Lebewesen.

Das Gehirn unterteilt einfach in Wichtig, und unwichtig. Die unwichtigen Sachen werden aber nicht sofort vergessen, man gelangt nur schwere an die Informationen.
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13.11.2009 10:18 Uhr von w0rkaholic
 
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@DesignerDrugV: "Wenn man zum Beispiel am 3.September 1996 Kaffee getrunken hat, erinnert man sich heute nicht mehr daran aus welcher Tasse und wie viele Tassen man getrunken hat, auch wenn man noch so lange nachdenkt."

Weil´s sehr wahrscheinlich unwichtig ist, das Gehirn behält sich am besten einschneidende und sehr emotionale Erlebnisse. Fast jeder weiß noch, was er am 09.11.2001 getan hat während er vom Unglück der beiden Türme erfahren hat. Was man zwei Tage vorher gemacht hat, wissen die wenigsten.

Ich glaube nicht, dass alte Informationen überschrieben werden, ich denke, dass weniger oft benötigte oder nicht so emotionale Informationen einfach verblassen. Unabhängig davon, ob man was neues lernt oder nicht. Davon abgesehen lernt man jeden Tag bzw. eigentlich jede Sekunde ständig etwas neues.
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13.11.2009 10:19 Uhr von Zuckerfee
 
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och ist doch logisch: Festplatte voll, Computer bzw. Hirn zu langsam oder Stillstand, ClearProg anwerfen, überflüssigen Krempel raus, wieder viel Platz für Neues :-))))

Klappt auch bei meinem Kleiderschrank, ganz ohne komplizierte wissenschaftliche Tests :)))
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13.11.2009 10:35 Uhr von Katzenvieh
 
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man: jetzt habe ich vergessen was ich schreiben wollte hmm naja lern ich ma fix n boing 747 handbuch hab ja platz wieder
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13.11.2009 10:44 Uhr von SaxenPaule
 
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Naja: wer sagt denn, dass sie es vergessen haben?

Vielleicht haben die Ratten, die immer wieder neue Neuronen bilden konnten (aufgrund von weiterem Lernen usw.) einfach in dem Moment ´nicht mehr daran gedacht´ (ungleich vergessen) oder aber waren dadurch klug genug, bestimmte Ängste zu überwinden.

Wer weiß es schon - ich halte es grundsätzlich für nur bedingt korrekt. Vielleicht gilt das fürs Kurzzeitgedächnis oder so, aber die Verdrängung aus dem Langszeitgedächnis wird imho durch andere Faktoren beeinflusst.
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13.11.2009 11:39 Uhr von Cosmopolitana
 
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Ich bin auch eher der Meinung, dass es erstens altersabhängig ist und zweitens nicht wirklich überzeugend klingt.

Die Neuronenverbindungen werden in den ersten ca 8 Lebensjahren aufgebaut.

Es wird ein riesiges Netz aufgespannt, je mehr Input so ein kleiner Mensch bekommt und je vielseitiger die Themen sind.

Das wird im Laufe der Lebensjahre immer weniger, aber in Anbetracht dessen, dass der Mensch eh nur max. 25% seiner Hirnkapazität ausnutzt, kann ich dieser Studie irgendwie keinen Glauben schenken.

Der Mensch ist zu soviel mehr fähig, was viele Yogis zB bereits bewiesen haben, indem sie ihre Hypermnese, ihr Superhirn, mit Hilfe von Meditation und Entspannungsübungen angewendet haben.

Oder denkt mal an Menschen wie Authisten. Da ist noch soviel mehr. (Natürlich nicht bei allen :) )
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13.11.2009 11:45 Uhr von stefanibus
 
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die armen Ratten: Laborratten wurden darauf trainiert, sich vor bestimmten Käfigen zu fürchten. ... die armen Ratten wurden gefoltet. So siehts doch aus. Und zwar so hart und so dauerhaft, dass man ganz sicher sein durfte, dass diese Erfahrungen unvergesslich sind. Und die Ratten diese "Angsterinnerung zuverlässig abrufen".
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13.11.2009 14:03 Uhr von Keltruzad1956
 
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RATTE!=MENSCH, aber Aber das Prinzip eines Hirnes ist hier jedem klar oder?

In allen Lebewesen sind mehr oder minder die selben Bauteile, die die selben Eigenschaften und Aufgaben besitzen wie die im Menschen.

Sie können sich unter Umständen in Farbe und Form unterscheiden, das Prinzip eines Magens ändert sich von einer Ratte zum Mensch glaube ich nur in Größe, Form und Robustheit.

Ergo kann man davon ausgehen, dass die Forscher hier schon einer halbwegs plausiblen Theorie nachgehen.
Bewiesen ist es natürlich nicht, jedoch schlussfolgert man weiter, ist die wahrscheinlichkeit dessen, relativ hoch!

Nehmen wir an, dass Hirn einer Ratte ist auf Überleben getrimmt, bedeutet, dass man so schnell wie möglich die Situation einschätzen muss und sofort handeln. Uns Menschen ist der Überlebensdrang nicht fremd, aber wir besitzen ein aktives Bewusstsein, welches Reflektiert, Schlussfolgert, vorraussieht, ahnt, logische Operationen abwägt, Bedeutet, eine Ratte hat zum Beispiel keine besonders hoch angesiedelte emotionalen Intelligenz, jedoch würde sie uns in der Wildnis wahrscheinlich ein Schnippchen schlagen und länger überleben.

Was auf jeden Fall richtig ist, dass unser menschliches Hirn, zwischen wichtig und unwichtig unterscheiden kann und danach den Prozessfluss steuert.

Siehe Autofahren (Autofahren ist eine verdammt anstrengende Sache fürs Hirn, deshalb gibts auch so häufig Unfälle)
Bedeutet: Ihr müsst euren Wagen lenken, auf die Straße achten, Schilder beachten, andere Verkehrsteilnehmer beachten, Verkehrslichter beachten und dann quarkt einen seine Angebete von der Seite voll, wie niedlich doch das neue Nachbarsbaby wäre und sie auch noch so eins wolle, obwohl die eigenen Kinder fast komplett aus dem Haus sind!

Straße=WICHTIG | FRAUENGEQUATSCHE=UNWICHTIG--->GELÖSCHT
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13.11.2009 14:10 Uhr von wally611
 
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@w0rkaholic: Was hast du am 9.11.2001 gemacht? Das wird dir aber nicht viel helfen!
Die Zwillingstürme wurden 9/11(anerikanische schreibweise), also am 11.9.2001 zerstört!
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13.11.2009 15:52 Uhr von Götterspötter
 
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@Maemo: lol ...... war auch mein erster Gedanke :)
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13.11.2009 18:08 Uhr von Nethyae
 
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Irgendwie hat sub_zero Recht Gerade, wenn man mehreren Sprachen mächtig ist, weiß man, dass es anders ist. Man vergisst vieles schnell, wenn man neu lernt. Allerdings vergesse ich die alte Sprache ja nicht komplett, sondern nur einzelne Dinge. Wenn man es wieder lernt, erinnert man sich wieder daran. Daher kann man es ja nur aus dem "Verzeichnis" gelöscht haben, aber nicht wirklich gelöscht. Wie beim PC eben, wenn man die Dateien nicht shreddert. Nur dass man im Gehirn nichts shreddern kann (zumindest nicht von sich selbst aus).
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14.11.2009 01:49 Uhr von Nethyae
 
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Auch wenn er (bisher) dafür ein Minus hat, aber Metallpresse hat wohl Recht. Gut möglich, dass der Mensch nur 10% seines Hirnvolumens nutzt. (mal sinds 6, mal auch 4, scheint irgendwie zu variieren...) wird der Rest ja noch zum Artikulieren, zum Laufen, zum Atmen, Muskeln bewegen, zum Sehen und und und gebraucht...
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14.11.2009 02:25 Uhr von unomagan
 
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Wir nutzen unser Hirn: Aber nicht das Potential....

Einfach gesagt: Man könnte jeden Tag 1000 Formeln lernen. Wir lernen keine, oder nur eine ( Wenns hoch kommt ). Das ist gemeint...

Oder wie Gewichtheben: Jeder hat das potential Gewichtheber zu werden.... ( Der eine besser, der andere Schlechter, aber es geht! ) :)

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