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Weltallsonde jagt mit hoher Geschwindigkeit an Erde vorbei

Die ESA (Europäische Raumfahrtagentur) gab bekannt, dass der in Europa gebaute Komentenjäger "Rosetta" am morgigen Freitagmorgen den dritten Anlauf zur Erde unternehmen wird, um Schwung zu holen und mit einer Geschwindigkeit von 48.000 Stundenkilometern zu einem Kometen rasen wird.

Die drei Tonnen schwere Raumsonde wird dabei einen Abstand von 2.500 Kilometer zur Erde haben und über den Indischen Ozean hinwegfliegen. Mit dieser hohen Geschwindigkeit soll sie im Jahr 2014 den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko erreichen.

Dann soll zum ersten Mal das Landegerät "Philae" auf dem Kometen landen. Es wurde bereits in den Jahren 2005 und 2007 die Gravitation der Erde genutzt, um das Tempo zu erhöhen. Mit dem dritten Anlauf soll sie dann ihr Ziel zwischen den Planeten Mars und Jupiter erreichen.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Erde, Sonde, Kilometer, Geschwindigkeit, ESA, Distanz
Quelle: www.monstersandcritics.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.11.2009 19:14 Uhr von jsbach
 
+11 | -2
 
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Nachtragen wollte ich noch, dass dieses Vorhaben rund eine Milliarde Euro kosten wird. Welche Wegstrecke die Sonde dabei zurücklegen wird, kann ein interessierter User mal ausrechnen. (Bild von der ESA zeigt künstlerische Darstellung der Sonde Rosetta, von der sich der Philae-Lander abgetrennt hat, um auf dem Kometen zu landen)
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12.11.2009 19:38 Uhr von dr.b
 
+1 | -0
 
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Die "Alte" ist schon ganz schön rumgekommen: http://de.wikipedia.org/...(Sonde)
http://www.dlr.de/...

Grundsätzliche Frage an (vermeindliche) Experten. Wäre für solche Art Sonden nicht grundsätzlich ein Ionenantrieb eine vorteilhafte Variante? Das Teil schleppt ja ganz schön Treibstoff mit sich rum.
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12.11.2009 19:52 Uhr von Darrkinc
 
+16 | -1
 
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ich finde: die news von herrn bach sehr gut. im gegensatz zu einigen ufologen bringt er wissenschaftlich fundierte news.
gleiches gilt fuer seine autorenkommentare.

bitter weitermachen herr bach
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12.11.2009 20:28 Uhr von Moouu
 
+2 | -4
 
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Zahlenverständnis: 48000 km/h sind 13.3333333333 meter/sek
also ca 11Km/sek
Schon krass eigentlich
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12.11.2009 20:45 Uhr von lord-helmchen
 
+4 | -1
 
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kleiner rechenfehler, Moouu: nö,48000km/h sind 13,333 km/sek, nicht meter
wenn es nur meter währen, dann würd das teil sich mit nur ca 48 km/h bewegen ;-)

ansonsten kann ich Darrkinc nur zustimmen!!!


[ nachträglich editiert von lord-helmchen ]
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12.11.2009 20:57 Uhr von dr.b
 
+7 | -4
 
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@Moouu: Die Sonde ist 2,8 Meter lang. Legt also pro Sekunde das 4600fache der eigene Länge zurück.

Eine menschliche Sammenzelle ist etwa 60 µm lang. Die Geschwindigkeit der Ejakulation kann in der Harnröhre bis zu 50 Km/h betragen. Die Sammenzelle legt also pro Sekunde rund das 230.000fache der eigene Länge zurück.
Sowas nenne ich krass...
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12.11.2009 21:10 Uhr von aral
 
+11 | -0
 
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hey - da berichtet wer über meine Arbeit :): Für Philae sitze ich an der Quelle, den Lander betreuen meine Kollegen in den Nachbarbüros.

@dr.b: Die Rosetta-Sonda schleppt gar nicht sooo viel Treibstoff mit sich herum, sie holt sich den weitaus größten Teil ihrer Geschwindigkeit aus den Swing-By-Manövern. Wenn Du einen Planeten von "hinten" (in Bewegungsrichtung auf seiner Bahn um die Sonne) überholst, dann kannst Du Dich von ihm im Bezugssystem der Sonne beschleunigen lassen: Im Bezugssystem des Planeten wirst Du Dich nach dem Vorbeiflug mit der gleichen Geschwindigkeit (und abgelenkter Flugrichtung) entfernen, die Du schon im Anflug hattest (2-Körper-System, Parabolischer Orbit, die Gravitation zieht Dich erst in und dann gegen Flugrichtung). Aber im Bezugssystem der Sonne addiert sich auf diese Endgeschwindigkeit die Bahngeschwindigkeit des Planeten. Die Gravitation des Planeten wirkt als eine Art Schleuder, darum heißt das Manöver auch "gravitational slingshot".

Ansonsten sind Ionentriebwerke bisher noch nicht so ausgereift und vor Allem liefern sie bisher einen sehr geringen Schub (bei hohem spezifischem Impuls) und sind daher noch nicht für schwere Raumsonden geeignet.
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12.11.2009 21:16 Uhr von dr.b
 
+2 | -0
 
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@aral: danke, also im Grunde neutralisiert sich das Gewicht des Treibstoffs bzw. zahlt sich mehrfach aus, durch die gravitationsbedingte Beschleunigung...macht Sinn.
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12.11.2009 21:25 Uhr von aral
 
+7 | -0
 
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also *Helfen* tut das Gewicht des Treibstoffs beim Swing-By nicht - das liegt an Isaac Newton :)

F = m*a (Kraft gleich Masse mal Beschleunigung) oder
a = F/m - und F ist im Gravitationsfeld proportional zur Masse des Körpers (Gravitationsgesetz: G = gamma*m*m_P/r², wobei m_P die Masse des Planeten ist)

Die Masse kürzt sich also wieder raus, sie bestimmt allerdings, wie stark der Planet vom Raumschiff aus der Bahn gelenkt wird - der Effekt ist minimal, aber wenn das Raumschiff ein Prozent der Planetenmasse hätte, könnte die Bahn schon arg ins Wackeln kommen... ;)
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12.11.2009 21:29 Uhr von dr.b
 
+0 | -0
 
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@aral: es hängt ja davon ab, zu welchem jeweiligen Zeitpunkt man sich von einem Teil des Treibstoffs "trennt"...da ist dann schon ein kleiner Bonus rauszuholen ;-)
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12.11.2009 21:36 Uhr von aral
 
+4 | -0
 
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@dr.b: Nö. Tut mir leid, Dich enttäuschen zu müssen :) Ich mußte nen Moment nachdenken, ob Du nicht Recht hast. Aber nein:

Die Beschleunigung der Raumsonde im Schwerefeld eines Planeten ist von der Masse (und damit von der Treibstoffmenge) zu jedem Zeitpunkt unabhängig, und damit läßt sich während eines Swing-By-Manövers kein Bonus rausholen, dadurch daß man den Treibstoff zum richtigen Zeitpunkt verbrennt.

Ich will nicht ausschließen, daß ich einen fatalen Denkfehler habe, aber soweit ich mich entsinne, ist mir in meinem Raumfahrtstudium auch nie etwas Gegenteiliges untergekommen.
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12.11.2009 21:51 Uhr von dr.b
 
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@aral: http://www.bernd-leitenberger.de/...

ganz unten...plausibel?
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12.11.2009 23:33 Uhr von aral
 
+2 | -0
 
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plausibel ja, aber da geht es um eine Bahnposition, an der es energetisch besonders günstig ist, zu beschleunigen. Der Massenverlust der Raumsonde durch Treibstoffausstoß wirkt sich hier nicht im Zusammenhang mit der gravitatorischen Beschleunigung aus.

Allerdings wird der (gleichbleibende) Triebwerksschub mit abnehmender Masse das Raumschiff stärker beschleunigen, aber das ist auch ohne Swing-By-Manöver so.
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13.11.2009 11:24 Uhr von Tekkion
 
+1 | -0
 
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@ aral und dr.b: aaiiiiiiiiiiiii sonde macht ganz schnell suuuuuuuuusch!
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16.11.2009 11:10 Uhr von Il_Ducatista
 
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jetzt noch: jetzt noch einen gescheiten Plasmastrahlantrieb - oder Ionenantrieb, damit eine konstante Beschleunigung über 0.5 g über Monate aufrechterhalten wird - das wär´s dann. Die nötige elektrische Energie kann man ja schliesslich mit einem Maser nachsenden.

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