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Kassel: Bauarbeiten auf Autobahnen sollen durch Schichtarbeit verkürzt werden

Der ADAC kritisierte vor kurzem, dass an vielen Baustellen der deutschen Autobahnen zu lange gebaut würde. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Kassel will dies jetzt ändern.

Ab nächstem Jahr sollen die Firmen, die auf der A7 die Bauarbeiten ausführen, diese als Testlauf im Zwei-Schicht-Betrieb ausführen.

Trotzdem wird von Seiten des ASV betont, dass diese Maßnahmen das Problem unter Umständen noch nicht ganz lösen und einen hohen Aufwand erfordern würden.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Auto
Schlagworte: Test, Autobahn, Kassel, Kürzung, Bauarbeiten, Schichtarbeit
Quelle: www.hna.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.11.2009 17:07 Uhr von korem72
 
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noch sinnvoller und effektiver: wäre doch wohl ein 3-Schicht system. Jede Schicht a 8 Stunden würde bedeuten, dass eine Baustele 24 Stunden bearbeitet wird. Das bringt
1. Arbeitsplätze und damit
2. Steuermehreinnahmen die wiederrum
3. mehr Geld für besseren Ausbau der Straßen bringen und auch
4. der Bevölkerung mehr Geld in die Taschen spülen durch
1.1 Arbeitsplatz
1.2 weniger Stau und damit weniger Wartezeit und weniger Spritverbrauch

summa summarum ( aus meiner Sicht) Ein Plus für Staat, ( Steuermehreinnahmen) Arbeitgeber ( mehr und lukrativere Aufträge) UND Arbeitnehmer ( Neue Jobs und weniger Stau)

[ nachträglich editiert von korem72 ]
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11.11.2009 17:33 Uhr von dr.b
 
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Ich war schon vor 15 Jahren verblüfft, wie schnell die in den USA mit dem Straßen- und Brückenbau waren. Und ich denke die sind jetzt (im Gegensatz zu den 0815Wohnhäusern) vom Baustandard auch nicht schlechter.
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11.11.2009 18:39 Uhr von shorti-car
 
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naja: wenn das mal klappt
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11.11.2009 19:40 Uhr von fortimbras
 
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da muss auf jeden Fall: mal was geändert werden.
Egal wie lang eine Baustelle ist, ich glaube nicht, dass ich beim Vorbeifahren schonmal mehr als 5 Arbeiter gesehen habe.
Man könnte die arbeiten sicherlich schneller abschließen, wenn die Baustellen im 3 Schichtbetrieb bearbeitet werden und mindestens 1 Arbeiter pro Kilometer eingesetzt wird...

Abgesehen davon muss natürlich auch die ganze Planung überdacht werden.
Es kann nicht sein, dass ein und der selbe Strecjkenabschnitt alle paar Jahre zur Baustelle gemacht wird, weil mal der Belag ausgetauscht wird, dann die Spuren erweitert, dann vielleicht mal die Leitplanken ausgetauscht und zuletzt vielleicht nochmal der Belag gewechselt wird...
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11.11.2009 20:44 Uhr von Perisecor
 
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@ Lewis Montray Alton: Dann muss der Autobahnbau eben einer staatlichen Firma übertragen werden, welche diese Fahrzeuge vorrätig hat.

Und das Anwohner-Argument zieht nicht. Wenn der Nachbar einen Wasserrohrbruch hat, dann wird der auch zu jeder Tages- und Nachtzeit behoben. Auch wenn mich das nicht betrifft.

Und wenn im Nachbardorf die Schule abfackelt, werde ich auch durch die Sirenen der Feuerwehr geweckt.

Unwichtiger sind die Lebensadern der Gesellschaft, die Autobahnen, ganz sicher nicht.
Und ob es den Schichtarbeiter nicht auch freut, wenn die Baustelle statt 3 Jahre nur 1 Jahr dauert, und er dann besser tagsüber schlafen kann, muss man ja auch mal bedenken.

Es war eben schon immer so, dass jede Medaille zwei Seiten hat. Wobei ich hier das von dir angesprochene Problem eher nicht für so wichtig empfinde. Und ja, auch ich habe schon an Baustellen gewohnt...
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11.11.2009 21:09 Uhr von fortimbras
 
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@Lewis Montray Alton: Natürlich ist eine solche Umstellung auch mit massiven Problemen verbunden.
Aber es wird wohl auch nicht viele geben, die mit den Baustellenarbeiten so wie sie zur Zeit getätigt werden zufrieden sind.
Wenn ein Unternehmen nicht das nötige Equipment und die Manpower hat um effektiv an einer 10 km Baustelle zu arbeiten darf es den Zuschlag eben nicht bekommen.
Es schadet der Wirtschaft vermutlich mehr, dass täglich einige Tausend Kilometer lange Staus auf unseren Autobahnen entstehen, als solche Aufträge nur an große Firmen zu vergeben.
Wer an einer Baustelle wohnt wird sich sicherlich an dem Baulärm und allem was dazu gehört stören, aber er wird sicher auch froh sein, wenn die Baustelle nur einen statt 3 Monate bearbeitet wird.
Gut im dunkeln zu arbeiten ist natürlich mit Gefahren verbunden, die man nicht ausser Acht lassen darf.
Es würde vielleicht schon reichen, wenn man von Sonnenauf bis Sonnenuntergang arbeitet.
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11.11.2009 22:18 Uhr von Perisecor
 
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"Von welcher staatlichen Firma sprichst Du denn? Es gibt keine "staatliche Firma" der man so etwas übertragen könnte. Der Straßenbau wird IMMER von privaten Firmen bzw so genannten AGRE´s (Arbeitsgemeinschaften, die aus verschiedenen privaten Firmen bestehen) ausgeführt."

Ich weiß. Und wenn du ein wenig nachdenkst, kommst auch du zu dem richtigen Ergebnis...

Und wie oft kommen Baustellen an Autobahnen vor? Alle 20 Jahre mal 1-3 Jahre. Bei einer Verkürzung wären es alle 20 Jahre 4-12 Monate.

Wie ich mich fühlen würde? Mich würd´s nerven und ich würd mich beschweren. Wenn ich aber im Gegenzug dafür nicht mehr in ewigen Dauerbestellen stehen muss, also eine Verbesserung der Lage spürbar ist, würde ich das eben erdulden (müssen).

Was aber meiner Meinung nach in deiner Ansicht ein kompletter Denkfehler ist:
Die LKW fahren so und so. Es ist ja nicht so, dass man dann einfach keine Autobahnen ausbaut und/oder repariert. Ob die LKW jetzt alle 2 Minuten fahren oder alle 7 Minuten, ist egal. Denn wenn sich jemand daran stört, wird beides stören.
Ob sich die Bauarbeiten aber über ein Jahr hinziehen oder über drei Jahre, macht einen riesen Unterschied - denn 2 Jahre ruhe mehr sind ziemlich viel.

Ich kenne es übrigens von vielen Baustellen so, dass das Zeug irgendwo in der Nähe gelagert wird oder man baut davon direkt irgendwelche Lärmschutzwälle oder sonst irgendwas.

Aber auch wenn man annimmt, dass sich jemand mehr daran stört, dass die LKW alle 2 Minuten statt alle 7 Minuten fahren, anstatt das die Baustelle statt 3 Jahre nur 1 Jahr dauert, dann muss man bedenken, dass es niemals vorangeht, wenn man immer nur auf alle Menschen rücksicht nimmt.

Als Beispiel: Vor einigen Jahren wurde gegenüber meiner alten Wohnung ein Kindergarten eröffnet. Klar haben die Kinder laut gespielt, geschrieen und geweint. Hätte ich deswegen ausrasten sollen? Ich hatte zu der Zeit keine Kinder, hätte ich sagen sollen "ich hab keine Kinder, weg mit den Blagen!"?
Nein, ich hab mich damit arrangiert. Denn irgendwas tangiert einen immer negativ. Aber unter´m Strich gleicht sich das aus.
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11.11.2009 23:28 Uhr von Perisecor
 
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@ Lewis Montray Alton: Dann muss eben eine andere Möglichkeit gefunden werden. Meinetwegen können sie das Zeug auch in den nächsten Wald kippen.

Nehmen wir mal eine gut frequentierte Baustelle wie die (jetzt wohl abgeschlossene) am Weinsberger Kreuz. Wie viele Menschen, auch Familien, standen dort jeden Tag für mehrere Stunden im Stau?
Und wie viele Leute hätten durch mehr LKW leiden müssen?

"weil der Preis an Lebensqualität und das Gefahrenpotential für die Anwohner und auch für die Arbeiter auf der Baustelle schlicht und ergreifend zu hoch ist."

Das dürften 99,99% aller Autobahnbenutzer anders sehen.
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12.11.2009 09:04 Uhr von korem72
 
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@ Lewis Montray Alton + @ Perisecor: Eure Diskussion ist wirklich sehr aufschlußreich. Mein erster Kommentar war vielleicht tatsächlich sehr schnell geschossen ( da ich gerade erst von einem großen Stau kam)
Aber zu Thema: Einige Baustellen können wahrscheinlich nicht Nachts bearbeitet werden, eben wegen den An - Abfahrten der LKW. Aber das ist halt nicht an jeder Baustelle so. Von daher könnte man bestimmte Baustelen für einen 24/5 Arbeitsplan ausschreiben und andere mit 16/5 . Abhängig wäre das halt von der Art der Baustelle.... mit Erdarbeiten 16/5 ohne Erdarbeiten 24/5
Das mit dem Licht ist eigentlich nur eine Ausrede...in anderen Ländern ist es genauso dunkel und trotzdem wird dort auch schon mal über "Nacht" gearbeitet
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12.11.2009 10:08 Uhr von Perisecor
 
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@ Korem72: Es kommt ja auch darauf an, wo eine Baustelle ist.

Ich gehe mal ein wenig von meiner Region aus. Im Moment wird die A81 zwischen Leonberg und Würzburg an vielen Stellen erneuert. Während ich auf dem Stück zwischen dem Weinsberger Kreuz und Würzburg keine Nachtarbeit befürworten würde, weil der Verkehr dort nicht so extrem ist, so muss an Stellen wie dem Weinsberger Kreuz 24 Stunden an 7 Tagen die Woche gearbeitet werden, egal welches Wetter oder sonst irgendwas herrscht.

Ähnliche Probleme stehen an der A8 an, die A3 ist um Würzburg herum kaum noch sinnvoll befahrbar.

Und man kann natürlich auch nachts genug Licht bereitstellen. Das war sogar schon in den 40er Jahren möglich.

Es geht halt darum, dass möglichst viel Geld gespart wird. Deswegen werden 7km Autobahn gesperrt, auch wenn immer nur auf 300m gearbeitet wird.
Deswegen wird nur tagsüber und nur mit 10 Leuten gearbeitet, als im Mehrschichtsystem mit 300 Leuten.
Und je weiter man Baumaßnahmen streckt, auf desto mehr Jahresbudgets verteilt sich das... und wieder hat man Geld "gespart".
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12.11.2009 10:33 Uhr von korem72
 
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@Perisecor: ich wohne an einer ähnlichen Baustelle.... A2 Berlin- Hannover. Hier wird JEDES Jahr an scheinbar der gleichen Stelle eine Baustelle errichtet. Angeblich NIE absichtlich zur Messezeit wenn eh viel los ist. Unfälle in diesem Baustellenabschnitt sind nicht täglich sonder fast schon stündlich zu melden! Und trotzdem wird maximal 8 Stunden an der Baustelle "gearbeitet". Es kommt mir oft so vor, als ob nur 4 Stunden gearbeitet werden würde . . . denn immer wenn ich vorbei fahre sehe ich nur Arbeiter die Pause machen ( und ich fahre die Strecke 2x täglich....
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12.11.2009 13:38 Uhr von muppler5
 
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Ich muss Perosecor Recht geben: Natürlich ist an den Argumenten "Gefährdung der Bauarbeiter" und "Lärmbelästigung" was dran aber m.M. nach reicht das noch lange nicht aus, zu rechtfertigen was momentan auf den Straßen abgeht.

Über Monate und Jahre hinweg werden Spuren auf Autobahnen gesperrt und effektiv dran gearbeitet wird kaum. Bei ejder Baustelle durch die ich fahre fällt mir auf dass dort so gut wie keine Arbeiter sind und wenn mal welche da sind, sieht es meistens nicht so aus als würden die was arbeiten.

Ein Zweischicht System sollte auf jeder Baustelle Pflicht werden. Von 8-22 Uhr muss durchgängig gearbeitet werden, um die Baustelle so schnell wie möglich wegzubekommen.
Rechne doch mal hoch: 10.000 Autofahrer stehen jeden Tag 10 Minuten im Stau wegen der Baustelle. Bei einem Stundenlohn von sehr einfach geschätzten 10€ macht das jeden Tag 16.666€ Verlust für die Autofahrer (oder deren Unternehmen). Wenn die Baustelle anstatt 3 Monate nur 2 Monate braucht, sind das schon 500.000€ die die Allgemeinheit spart! Damit könnte man doch locker eine weitere Schicht bezahlen oder? Mir ist schon klar das man an der Rechnung viel rummeckern kann aber vom Prinzip her stimmt sie. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm.

Und von der Baustelle an sich sollten die Anwohner nachts eh nichts mitbekommen dank Entfernung, Lärmschutzmauern, Bäumen etc. Die Sache mit den LKWs muss man halt abwägen, ganz klar.
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12.11.2009 13:46 Uhr von muppler5
 
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Noch was: Es gab da auch ne sehr schöne Doku drüber welche die Auftragvermittlung der Baustellen unter die Lupe nimmt.

Viele Bundesländer vergeben möglichst viele Baustellen obwohl kein Geld da ist. Der Clou: Die Länder bekommen vom Bund Geld gefördert, wichtig ist nur das mit der Baustelle angefangen wurde. Wie gesagt: Geld für eine schnelle Fertigstellung muss nicht da sein..

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