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Urteil im Mordprozess Marwa El-Schirbini

Im Prozess um den Mord an der Ägypterin Marwa El-Schirbini hat das Dresdner Landgericht die Höchststrafe gegen den Russlanddeutschen Alex W. verhängt.

Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ist ausgeschlossen, denn auch die "besondere Schwere der Schuld" wurde festgestellt.

Bei einem Gerichtsstermin wurde Marwa El-Schirbini von Alex W., vor den Augen ihres Mannes und Kindes, erstochen. Ihr Mann wurde schwer verletzt.


WebReporter: hawk74
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Prozess, Urteil, Mord, Dresden, Marwa El-Sherbini
Quelle: www.spiegel.de
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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.11.2009 15:37 Uhr von uhlenkoeper
 
+11 | -4
 
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Mein Respekt: dem Urteil des Gerichtes !

Gut so !

Nur schade, dass erst eine junge Frau sterben mußte ...
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11.11.2009 15:38 Uhr von supermeier
 
+11 | -3
 
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Erwartungsgemäß: sinnvoll und richtig, besondere Schwere der Schuld auch für eine etwaige nachträgliche Sicherungsverwahrung nützlich.
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11.11.2009 16:00 Uhr von Kamimaze
 
+5 | -9
 
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Muslime beteten und demonstrierten heute vor dem Dresdner Landgericht und hielten dabei Plakate zweifelhaften Inhalts hoch: http://www.sz-online.de/...

@Uhlenkoeper: von mir hast du gerade ein Minus bekommen, denn heute bin ich nicht deiner Meinung, dass das ein gutes Urteil war: das Gericht hat sich dem Druck der Öffentlichkeit gebeugt und sämtlichen entlastenden Indizien zu Gunsten des Angeklagten keine Beachtung geschenkt, z.B., dass er bisher nicht vorbestraft war, eine "besondere Schwere der Schuld" festzustellen, ist daher für mich nicht nachvollziehbar.
Besonders skandalös ist aber der Umstand, dass die psychische Vorerkrankung des Angeklagten (Ausmusterung in der Russischen Armee wegen Schizophrenie) nicht als verminderte Schuldfähigkeit gewertet wurde, bzw., dass dieser Umstand wohl überhaupt nicht bei der Urteilsfindung in Betracht gezogen wurde.
Der bestellte Gerichtsgutachter Dr. Stephan Sutarski ist leider für seine Pro-Anklage-Gutachten bekannt.

Ich gehe davon aus, dass die Verteidigung in Revision geht und das Urteil vom BGH kassiert wird.

[ nachträglich editiert von Kamimaze ]
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11.11.2009 16:10 Uhr von pentam
 
+7 | -2
 
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@ chocostarfish & Kamimaze: Auch wenn er schizophren ist und keine Vorstrafen hat, kann man nach einem vorsätzlich geplanten Mord nicht einfach wieder auf die Öffentlichkeit losgelassen werden. Das Urteil mag zwar in der Revision gekippt werden, aber nur um dann in eine Einweisung in die Geschlossene geändert zu werden.

[ nachträglich editiert von pentam ]
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11.11.2009 16:27 Uhr von uhlenkoeper
 
+6 | -3
 
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@Kamimaze: Für mich geht das Urteil trotzdem mehr als in Ordnung:
dass der Mann die Frau getötet hat, steht außer jeder Diskussion.

Seine Zurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt war festgestellt worden (auch das nicht schwer: es waren ja genug fachlich versierte Zeugen zugegen).

Dass er an Schizophrenie leidet (leiden soll) ist noch lange kein Grund, ein Mordurteil zu mindern. Das wäre es nur, wenn er nachweislich zum Tatzeitpunkt einen schizophrenen Schub gehabt hätte. Er war aber laut Gutachten zurechnungsfähig, was dieses ausschließt.


Mal ganz einfach gefragt:
Würdest Du auch so urteilen, wenn der Typ als nächstes Dir in einem schizophrenen Anfall das Messer in den Körper rammt ?

Hier geht es nicht nur um das Urteil in einem Prozeß. Es geht auch darum, dass die Gesellschaft vor einem geistesgestörten Täter geschützt wird, der scheinbar jederzeit wieder austicken könnte.

Zu dieser Aktennotiz aus Russland verkneife ich mir jetzt mal jeden Kommentar. Aber mit dem Versuch, sich damit Strafmilderung zu erzwingen hat er sich vermutlich seine Sicherungsverwahrung gradezu erkämpft.


Sorry, aber dieser Typ hat von meiner Seite aus absolut kein Mitgefühl oder Verständnis zu erwarten.
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11.11.2009 16:36 Uhr von supermeier
 
+5 | -1
 
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@ Kamimaze: Wenn man schon entsprechend vorbereitet und bewaffnet zu einem Gerichtstermin erscheint und dies dann einer Schizophrenie zuschreiben will, dann muss diese aber schon dauerhaft sein und der Erkrankte erlebt dann ab und zu einen Normalitätsschub.

Ein Durchbruch in der Psychatrie weil noch nie dagewesen, schreib ein Buch drüber.

Hätte vorher mal in den Spiegel schauen sollen, dann hätten sie es zu viert in Ruhe ausdiskutieren können.
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11.11.2009 16:44 Uhr von Kamimaze
 
+3 | -3
 
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@uhlenkoeper: > "Mal ganz einfach gefragt:
Würdest Du auch so urteilen, wenn der Typ als nächstes Dir in einem schizophrenen Anfall das Messer in den Körper rammt ?"

Gerade du als juristisch versierter Mensch solltest wissen, dass ich dann befangen wäre (in diesem Fall möglicherweise sogar tot) und gar keine Urteile fällen dürfte, oder...? ;)

Tja, und mit den Gutachten, insbesondere mit den psychischen, ist das immer so eine Sache, es ist einfach unglaublich, wieviel Macht Gutachter vor Gericht haben.
Ich wundere mich nur, dass die Verteidigung kein Gegengutachten beauftragt hat, aber das heben sie sich wohl für die Revision auf, am LG Dresden hätte das wohl eh wenig Sinn gehabt.

Apropos Gutachten: eines der krassesten Fälle, wo falsche Gutachten zu Fehlurteilen führten, ist wohl der Fall Donald Stellwag aus dem Jahr 1995, dort hatte ein falsches "anthropologisches Identitätsgutachten" zu einer Verurteilung des unschuldigen Stellwag geführt - immerhin wurde der Fehl-Gutachter Dr. Cornelius Schott vor 2 Jahren zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 150.000 an Stellwag verurteilt - mal ein Fall, der rauskam, möchte nicht wissen, wieviele unschuldig oder viel zu lange aufgrund von Fehlgutachten im Knast schmoren...

--> http://de.wikipedia.org/...
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11.11.2009 18:07 Uhr von Deniz1008
 
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was deutschen medien nicht erwähnten nach uteilsverkündung beteten dutzende muslime gen mekka, und das vor dem deutschen gerichtsgebäude:

http://www.hurriyet.de/...

http://www.hurriyet.de/...

http://www.sabah.de/...
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11.11.2009 20:33 Uhr von jaujaujau
 
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der: gehörte an die wand gestellt,der killer
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11.11.2009 20:40 Uhr von gnubbb
 
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Verhältnis: dass so jemand weggesperrt werden muss ist völlig klar.
Ich frage mich was passiert wäre, wenn der Täter ein Muslim und das Opfer eine Deutsche gewesen wäre ;)
wobei... das passiert ja dauernd :D da gibts dann immer abenteuerurlaub + vom staat gesponsorte ausbildung.
in besonders schweren fällen vielleicht sogar mal Bewährung
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11.11.2009 21:47 Uhr von Deniz1008
 
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@chocostarfish du hast mein komment missverstanden anscheinend ist dresden zu klein saudi-arabien verkommen, wie es aus dem bilder ersichtlich ist
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12.11.2009 10:15 Uhr von beni-ara
 
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gnubb: Solltest lieber die Klappe halten, wenn du vom Rechtssytem keine Ahnung hast.
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22.11.2009 00:09 Uhr von beni-ara
 
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Mia: Was hat deine verlinkte Tat mit der Tat hier zu tun???
Sind die Motive gleich??? Beziehungsdramen passieren immer wieder in diesem Land. Aber eine Messerattacke vor Gericht aus Moslemfeindlichen Motiven ist eher eine Seltenheit.

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