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Norbert Blüm: Wer Lohndumping möchte, müsste auch Kinderarbeit zulassen

In einem Gastbeitrag in der "Süddeutschen Zeitung" geht der ehemalige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm mit der aktuellen Arbeitsmarktpolitik hart ins Gericht. Vor allem Arbeitgebervertreter wie Michael Rogowski und Hans-Olaf Henkel kritisiert er für deren Versuche, die Tarifautonomie auszuhöhlen.

Blüm schreibt, dass die bisherigen Erfolge der deutschen Wirtschaft auch von einem Wettbewerb durch Innovation und Qualität geprägt waren, die eine faire Bezahlung erfordern. Die Globalisierung hält er für ein vorgeschobenes Argument, um die Löhne zu senken.

"Wenn wir uns auf die globale Billiglohn-Olympiade einlassen, werden wir auch die Kinderarbeit wieder einführen müssen, denn die ist am billigsten", so Blüm wörtlich. Blüm sieht es als Konsequenz an, dass es mehr Verstaatlichungen geben werde, um den Tarifschutz zu erhalten.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kind, Arbeit, Zulassung, Lohn, Dumping, Norbert Blüm
Quelle: www.sueddeutsche.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.11.2009 22:13 Uhr von dr.b
 
+2 | -7
 
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tja, die Renten sind sicher nich war Nobbi...
Ich habe durchaus Respekt vor diesem Mann, aber es ist halt auch leicht jetzt auszuteilen, wo man selber nicht mehr in der Verantwortung steht. Er hat ja durchaus nicht unrecht, nur irgendwie kommt sowas dann auch immer ein bischen scheinheilig rüber.
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10.11.2009 22:16 Uhr von kommentator3
 
+2 | -18
 
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10.11.2009 22:27 Uhr von LuckyBull
 
+7 | -2
 
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Er heißt nicht Blühm, er heißt Blüm.
Man sollte das im Titel schon korrigieren, find ich.
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10.11.2009 22:52 Uhr von Notafraid
 
+4 | -1
 
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wenn der gute mann sich da mal nicht vertut...sooo weit sind wir davon garnicht entfernt..und wenn man nicht das privileg hat,in einem staat wie deutschland oder frankreich geboren zu sein,sondern vlt Inder ist,oder Afrikaner oder Chinese,Japaner...etc,ist das ein ganz normaler Zustand,auf dem die westlichen Staaten,allen vorran wir und die amis,ihren wohlstand drauf aufbauen(thema subventionen und so weiter)....
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10.11.2009 22:54 Uhr von kommentator3
 
+1 | -10
 
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@MandysPapa: in welche Taschen genau fließen denn die Renten deiner Meinung nach?

Er hat einfach die offensichtlichen demographischen Entwicklungen komplett ignoriert. Dass die Renten bei immer mehr Alten und immer wenige Jungen zwangsläufig nicht sicher sind (sinken) sollte eigentlich jeder nachvollziehen können.
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11.11.2009 00:02 Uhr von kommentator3
 
+0 | -7
 
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@MandysPapa: die Politikerpensionen kommen aus einem anderen Topf.
Selbst wenn man die ein wenig kürzen würde, und das geld an die Rentner weitergibt, würde für jeden Rentner vielleicht 50 Cent oder sowas raus kommen.
Wäre ne Geste aber hilft im grossen und ganzen nicht wirklich weiter, oder.

Aber Hauptsache einfach mal wieder gegen die bösen Politiker gehetzt.

Tip: Werd halt selber einer.
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11.11.2009 02:09 Uhr von spacerader73
 
+5 | -0
 
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Genau so ist es! Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass einige Vertreter in Politik und insb. Wirtschaft gibt, die selbst vor Kinderarbeit wegen der ach so heiligen "Wettbewerbsfähigkeit" wieder (zumindest erstmal schrittweise) nicht zurückschrecken würden! Die Wirtschaftseliten werfen immer mehr Skrupel über Bord. Am 9.11. wurde wieder einmal viel von Freiheit gesprochen. So eine Marktwirtschaft hat genauso wenig mit Freiheit zu tun, wie der Betonsozialismus in der ehemaligen DDR!
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11.11.2009 06:54 Uhr von Jummi
 
+6 | -0
 
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Der Blüm: hat ja recht!
Deutschland hat sich von der sozialen Marktwirtschaft verabschiedet und zwar ab dem Zeitpunkt, als es die DDR und den Warschauer Pakt nicht mehr gab.
Seitdem fehlt das Gegenpool zum Kapitalismus, dessen Kräfte können sich frei austoben, ernsthafte Gegenwehr ist nicht zu befürchten es sei denn, die Gewerkschaften besinnen sich für wen sie eigentlich da sind und, das "dummdeutsche" Volk wacht endlich mal auf und guckt nicht nur "Big Brother", "DSDS" oder liest die "Bild"!


Eine Frage bleibt aber; warum ist der Norbert immer noch in der neokapitalistischen CDU?

http://www.jungewelt.de/...
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11.11.2009 07:07 Uhr von Jummi
 
+6 | -2
 
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@kommentator3: Das stimmt nicht was du schreibst, nicht der demographische Wandel ist Schuld daran, daß die Kassen lehr sind.
Die Sozialkassen wurden schon mehrmals mißbraucht um Löcher im dutschen Haushalt zu stopfen, auch die "deutsche Einheit" wurde zum größten Teil aus den Beiträgen der Arbeiter und Angestellten finanziert, aus den Sozialkassen eben.
Auch die zunehmende Arbeitslosigkeit sowie die steigende Anzahl der Billigjobs bringt weniger Geld in die Rentenkassen.
Auch die Anzahl der kleinen Selbständigen, die sich keine Rentenversicherung leisten können, nimmt zu.
Es ist der Neokapitalismus, der die Schuld am Desaster trägt und, die Krise ist noch längst nicht vorbei, der Höhepunkt kommt noch!
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11.11.2009 13:17 Uhr von -darkwing-
 
+2 | -1
 
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Blüm: hat recht.
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11.11.2009 15:07 Uhr von Loxy
 
+2 | -1
 
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Die umlagefinanzierte Rente ist billiger und sicherer als eine kapitalgedeckte. Blüm hatte Recht als er damals sagte die Rente sei sicher.

Wenn aber nur ein kleiner Teil der Vermögen zu der Beitragseinnahme herangezogen werden, kann es natürlich nicht funktionieren. Wenn alle von all ihren Einkommen (entweder Kapitaleinkommen oder abhängige Arbeit) in die Kasse einzahlen würden, würde das gesetzliche Rentensystem nach wie vor zufriedenstellend funktionieren. Die kommunistische Schweiz macht uns das vor.

Die Argumentation, dass uns die Demografie in die Parade fährt ist falsch, denn dann hätte das System schon seit langem nicht mehr funktionieren können. Gerne vergessen bei dieser Rechnung wird die Produktivität. Da diese steigt können nämlich immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner versorgen.

Nein... "Die umlagefinanzierte Rente darf nicht sicher sein", denn dann bekäme die Finanzbranche nicht einen bereits großen Teil der Sozialbeiträge zugeschachert (Riesterrente).

Blüm hat sich gegen die Lobby gestellt und wird dafür heute bei jeder Gelegenheit runtergeputzt und diffamiert wo es nur geht. Das sollte eigentlich Beweis genug dafür sein, dass das was er sagt einen großen Teil Wahrheit enhält, der vielen Maden im Speck gefährlich werden könnte, glaubte man ihm auf breiter Front.

[ nachträglich editiert von Loxy ]
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11.11.2009 17:52 Uhr von Jummi
 
+1 | -0
 
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@Loxy: Jenau so hab ick det och jedacht!
Jut jeschrieben und zehnmal plus von mir!

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