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Japanisches Solar-Kraftwerk in geostationärer Umlaufbahn geplant

JAXA, eine japanische Raumfahrtagentur, will ein auf Photovoltaik basierendes Kraftwerk bis 2030 ins All befördern. Es soll auf einer geostationären Umlaufbahn die Erde umkreisen. Das Projekt "Space Solar Power System" trägt die Abkürzung "SSPS" und wird durch japanische Firmen unterstützt.

Zunächst sollen zahlreiche Solar-Bauelemente ins All gesendet werden, die dort dann zu großen Arrays kombiniert werden sollen, deren Fläche in Quadratkilometern gemessen wird. Ohne störende Atmosphäre soll direkt im All Strom erzeugt werden; die Leistung soll im Gigawatt-Bereich liegen.

Durch Laser oder Mikrowellen soll die Energie die Erde erreichen. Zunächst ist ein Demonstrations-System mit geringer Leistung geplant, ab 2020 soll ein Megawatt-System errichtet werden, welches dann bis zum Gigawatt-System erweitert werden soll.


WebReporter: killozap
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Strom, All, Weltraum, Solar, Kraftwerk, Umlaufbahn
Quelle: www.heise.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.11.2009 14:01 Uhr von killozap
 
+3 | -0
 
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In der Quelle steht noch etwas mehr, bei Interesse bitte lesen...
Interessant, aber sehr hochgestochen. Ich glaube nicht, dass es sich lohnt, ein japanisches Produkt zu entwickeln, so etwas sollte von mehreren Nationen unterstützt werden.
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10.11.2009 14:51 Uhr von Slaydom
 
+3 | -0
 
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Der Vorteil: wenn es nur ein Land macht, ist dass man es zur Not Verkaufen kann und zum anderen, dass der Strom auch wirklich dahin geliefert wird, wo es auch hinsoll ;)
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10.11.2009 14:59 Uhr von Deniz1008
 
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und in brd schlafen sie alle lol*
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10.11.2009 15:02 Uhr von Todtenhausen
 
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Kleine Frage: Wirft das nicht einen riesigen Schatten oder wirkt zumindest wie eine Sonnenbrille?
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10.11.2009 15:06 Uhr von Jlaebbischer
 
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Hmm Ich sehe ein Risko in der "Zielgenauigkeit" des Energietransfers. Ich ill jedenfalls nicht in ein gebündeltes Mikrowellenfeld im GigaWatt-Bereich geraten.
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10.11.2009 15:20 Uhr von little_skunk
 
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Schwachsinn: 1. Photovoltaik hat einen zu kleinen Wirkungsgrad. Solarthermische Kraftwerke wären besser.
2. Wäre das Solarkraftwerk in der Nacht auf Grund der geostationären Umlaufbahn ebenfalls im dunkeln. Außname wäre natürlich der Nord oder Südpol nur wäre dann der Transport nach Japan wieder etwas schwierig.
3. Ist die Erklärung irgendwie schwachsinn. "störende Atmosphäre" Was soll da bitte stören? Wirklich störend sind Wolken. Nun gibt es aber Regionen auf der Erde mit gerade mal 3 Regentagen im Jahr.

Fazit: Für das Geld sollen sie lieber Solarthermische Kraftwerke in die Wüste bauen. Selbst die 3 Regentage im Jahr kann man mit Wärmespeichern überbrücken.
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10.11.2009 16:23 Uhr von kirgie
 
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little_skunk: Japan ist nicht gerade für seine großen Wüsten berühmt, sie haben auch nicht gerad viel Platz für große Solarkarftwerke welcher Art auch immer.
Für Japan ist diese Technologie sicherlich vorteilhaft, sie können so große Solarkraftwerke bauen wie sie wollen, auf der Erde brauchen sie nur wenig Platz für die Empfänger.
Die Effizienz der Solarzellen, in der geostationärer Umlaufbahn, ist sicherlich nicht perfekt, aber deutlich besser als auf der Erde, da Licht nicht nur von Wolken aufgehalten wird!
Sie machen sich auch von keinem Nachbarland Abhängig indem sie ihre Solarkarftwerke dort bauen.
Und ich betrachte das Vorhaben auch nicht als Größenwahnsinniger als das Deutsche Projekt: in politisch instabilen Ländern riesige Solarkraftwerke zu bauen und die Energie über das Mittelmeer nach Europa zu schicken...

PS @Autor - dreimal darfst du raten wer ein Monopol auf "Solar-Kraftwerk in geostationärer Umlaufbahn" haben wird und wie gut sie es sich bezahlen lasen wenn sie es "Serienreif" haben :)

[ nachträglich editiert von kirgie ]
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10.11.2009 17:40 Uhr von nQBBE
 
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die wollen: es doch bloß als waffe benutzten wie im james bond film !! O:
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10.11.2009 17:49 Uhr von Pika7
 
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Nicht nachgedacht??? Wenn man derartige hochnergetische Beams (Laser oder Mikrowelle) durch die Atmosphäre schickt, hat das doch sicherlich auch Nebeneffekte. Vielleicht kann sich mal jemand dazu äußern, der von Physik und Meteorologie Ahnung hat.
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11.11.2009 07:30 Uhr von Madchaser
 
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Kann sicherlich: aufgrund der "endlosen Weiten" eine tolle Sache gerade für Japan werden, denn Platz ist Mangelware und Regentage gibts da auch so einige.

Mich würden nur auch ein paar Fragen interessieren:

1. Wie groß wird das Dingen letztendlich werden? Wird es ,wie schonmal genannt, einen Schatten werfen wie der Mond?
2. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Übertragung zur Erde verlustfrei abläuft. Man sollte also anhand des Modellversuchs in erster Linie auch prüfen, wie rentabel das Ganze ist.
3. Sind schädliche Strahlungen oder zufällige Hochenergieentladungen möglich? Nicht das man tatsächlich plötzlich mal versehentlich von nem "Golden Eye" getroffen wird.
4. Gerade in den angestrebten großen Verhältnissen scheint es mir als sehr wahrscheinlich, dass durch Weltraumschrott und Meteroiten u.ä. das Teil sehr oft beschädigt wird und im Grunde einen Dauersupport benötigt. Sind Folgekosten auch berücksichtigt worden? Will man immer nen Shuttle hochschicken, warten bis die ISS vorbeikommt oder plant man direkt mit Droiden-Reperatur-Einheiten?

Ansonsten echt nen sehr interessanter Gedanke!

MfG
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11.11.2009 09:46 Uhr von phoqueman
 
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@little_skunk: und wo nimmdt du bei der solarthermie im weltall deine wärmesenke her? das läuft nämlich alles konvektiv, und da kommst du im weltall nicht so sonderlich weit... und nur auf wärmeabstrahlung zu setzen bringts auxch nicht...

da ist dein toller wirkungsgradvorteil grad schon wieder dahin...
da aben hast du nur photovoltaik zur auswahl
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11.11.2009 13:46 Uhr von CHR.BEST
 
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Das Hochschießen kostet allerdings auch extrem viel Energie.
Wenn man bedenkt daß es auch so schon 3-4 Jahre dauert, bis eine irdische Solarzelle soviel Strom produziert hat, wie für ihre Herstellung aufgebracht werden mußte, dann würde sich dadurch die Energiebilanz noch weiter verschlechtern.

Die Vorteile wären:

- Höhere Sonneneinstrahlung
- Für jedes Land nutzbar
- Wetterunabhängig, keine Staubablagerungen auf den Zellen

Die Nachteile wären:

- Hoher Energieaufwand für die Installation
- Militärischer Mißbrauch nicht ausschließbar
- Wartung fast unmöglich bzw. extrem teuer
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11.11.2009 19:58 Uhr von K.T.M.
 
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@CHR.BEST: "- Wetterunabhängig, keine Staubablagerungen auf den Zellen"
Ich glaube die Wetterabhängigkeit wird man immer noch haben. Wenn es wolkig ist wird es zu mehr Verlusten beim Transport zur Erde kommen. Mit Staubablagerungen hast du zwar recht nur bleibt da immer noch der Weltraumschrott übrig, der die Zellen schädigen könnte.

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