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Nur Beten bleibt umsonst: Kirche kassiert Eintrittsgeld

Auch die Kirchen leiden offenbar unter der Wirtschaftskrise und zudem laufen ihnen ihre Schäfchen davon. Dies bedeutet natürlich weniger Geld im Klingelbeutel.

Die Kirche St. Marien in Lübeck hat nun eine Idee, wie man das Haushaltsloch stopfen könnte und verlangt zwei Euro Eintritt von den Touristen für den Besuch der Kirche. Das Beten alleine bliebe jedoch kostenfrei. Dies sorgt für Unmut, da man als Kirchensteuerzahler doppelt zur Kasse gebeten werde.

Wie man aber unterscheiden will, ob jemand die Kirche besichtigen möchte oder nur beten, weiß man in Lübeck noch nicht. Man hoffe letztendlich auf die Ehrlichkeit der Besucher.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kirche, Tourist, Lübeck, Einnahme, Eintritt, Beten, Marienkirche
Quelle: www.ftd.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2009 16:38 Uhr von mozzer
 
+38 | -3
 
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Ich frage mich, was die Kirche mit ihren Spenden und Steuereinnahmen macht... Aber vielleicht lassen sie sich in Zukunft ja auch noch von Bahlsen Oblaten sponsern, wie im Artikel zynisch erwähnt ;-)
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09.11.2009 16:47 Uhr von Bender-1729
 
+25 | -2
 
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Vielleicht will Magna ja als Investor einsteigen? möglich wärs doch, oder? ;)
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09.11.2009 16:52 Uhr von dr.b
 
+12 | -8
 
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Dringend mal die Quelle lesen so wie dort zu lesen ist, deckt die der eher kleinen Gemeinde zustehende Kirchensteuer lediglich 17% des Betrag der für den Unterhalt der Kirche notwendig ist.
Andrerseits ist diese Kirche ein starker Touristenmagnet, mit rund einer Millionen Besuchern:

"Im Schnitt geben die Besucher pro Nase nach Berechungen der Kirche weniger als einen Cent für St. Marien aus. Eine testweise eingeführte Gruppengebühr habe sich nicht bewährt, sagt die Pastorin. So hätten sich Gruppen vor der Kirche "aufgelöst" - und die Besucher seien einzeln in die Kirche gegangen."

Ich denke die News hier hat nicht wirklich den Kern des Problems dieser Kirche wiedergegeben. Im Grunde proviert jeder dort vom Tourismus nur die Gemeinde kann zusehen wie sie die Kosten stemmt.
Man sollte wohl grundsätzlich zwischen der Kirche und dem großen Apparat und einer Gemeinde differenzieren.
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09.11.2009 16:54 Uhr von patton
 
+29 | -3
 
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Sobald das Geld in dem Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer in den Himmel springt...
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09.11.2009 16:55 Uhr von Canoa-Quebrada
 
+8 | -7
 
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Wenn das Ding so ein toller Touristen-Magnet ist, sollen sie es zum Museum machen und nicht die Gelder der Kirche in den Aften schieben.

Ansonsten Pech für die Kirche!

Ein Geschäft welches sich nicht selbst finanzieren kann, kann auch nicht am Eingang Eintritt verlangen, egal ob viele Besucher kommen.

Ich hoffe nur, daß sie ihr Eintrittsgeld versteuern. Da die Kirchen ja ihre sonstigen Einnahmen nicht versteuern.

[ nachträglich editiert von Canoa-Quebrada ]
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09.11.2009 17:52 Uhr von Carbonunit
 
+10 | -5
 
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Quelle lesen hilft hier weiter. Als gebürtiger Lübecker kann ich sagen, dass die Marienkirche als grösste gotische Backsteinkirche der Welt (Achtung, genau lesen bevor jemand mit Notre Dame oder dem Petersdom kommt) nicht billig zu unterhalten ist. Ein Museum kann man eben deshalb nicht daraus machen, weil es ja noch eine Gemeinde gibt. Das mit den 2 Euro eintritt ist zwar ungewöhnlich, geht aber wohl nicht anders. Man könnte jetzt nach der Stadt rufen, aber die ist auch notorisch klamm.
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09.11.2009 18:48 Uhr von Loichtfoier
 
+14 | -2
 
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Positiver Nebeneffekt: Noch mehr Menschen treten aus den infantilen Kirchen aus.
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09.11.2009 19:24 Uhr von heliopolis
 
+8 | -3
 
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Rotierende Werbebanner: wie man sie von Fußballplätzen kennt, wären auch eine Möglichkeit fette Kohle zu machen. So haben die Schäfchen Unterhaltung und schlafen bei der langatmigen und naiven Predigt nicht ein.
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09.11.2009 20:25 Uhr von The_Chilled_Monkey
 
+4 | -2
 
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Wie geil ist das denn? Wie man aber unterscheiden will, ob jemand die Kirche besichtigen möchte oder nur beten, weiß man in Lübeck noch nicht. Man hoffe letztendlich auf die Ehrlichkeit der Besucher.

Morgen fahr ich unangeschnallt mit Handy am Ohr und Nebelscheinwerfern durch die Stadt. Sobald ich ´nen Polizeiwagen sehe hupe ich den an. Man soll ja ehrlich sein. Und die paar Euro, die ich dann blättern muss...pf... hauptsache ehrlich.
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09.11.2009 20:50 Uhr von kommentator3
 
+0 | -2
 
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Das Modell hat Zukunft: Bezahlung in Abhängigkeit von der Nutzungsintensität.
Wer öfter in die Kirche geht zahlt eben mehr.
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09.11.2009 20:57 Uhr von supermeier
 
+4 | -0
 
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Und ich dachte immer: 80% aller Unterhalts- und Renovierungskosten von Kirchen trägt die Kommune, bzw. Vater Staat.
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09.11.2009 21:38 Uhr von AlfderDritte
 
+4 | -1
 
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Diese Sekten dieser Welt: kommen aber auf Ideen.
Gottes Wege sind wieder einmal unergründlich
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09.11.2009 22:08 Uhr von kommentator3
 
+5 | -1
 
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pay per pray: ein neuer Trend.

LOL
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09.11.2009 23:36 Uhr von milesmoeller
 
+4 | -0
 
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Wo ist das Problem? Ich hab in anderne Ländern für sehenswerte Kirchen auch schon Eintritt bezahlt! Und wenn die Kirche so ein Touristenmagnet ist, warum nicht?

St. Paul´s in London nimmer immerhin gut 12 Euro pro Person! Und der Besuch hat sich definitiv gelohnt!

Gerade solche Bauwerke sind teuer in der Unterhaltung.
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10.11.2009 08:37 Uhr von system_opfer
 
+4 | -2
 
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HAHAHHAHAHAHHAHAHAA: 981 Milliarden Gesamtvermögen hat die Kirche alleine in Deutschland lasst euch nicht ausnehmen von der Saubande...
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10.11.2009 08:46 Uhr von hugrate
 
+0 | -1
 
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tja, auch bei den kirchen: ist es wie in der freien wirtschaft... je größer man ist um so mehr kassiert man - (wenn man nicht gerade st. quelle ist^^) je kleiner man ist um so angeschissener ist man...

nicht dass es mir um ne kirche bzw. die staatliche kirche auch nur n milimenter leid täte...
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10.11.2009 09:09 Uhr von xlibellexx
 
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Religion: Glaube ist im Herzen eines Menschen , und wenn Menschen dieses Umsonst umgebende etwas abgezockt werden selber Schuld sag ich da nur , ich kann wenn ich Gläubig wäre überall beten , da brauch ich keine Kirche dafür , der Mensch ist wirklich sehr gut begabt für solche doofen Einfälle um sich irgendwie von irgendetwas abhängig zu machen . Und die Kirche hat sich Jahrhundertelang von Menschen füttern lassen was haben die den langen Tag gemacht ausser Tomaten anpflanzen und den Menschen Angst zu machen , durch die Angst wurde der Mensch dann der Kirche regelrecht verpflichtet , und jeder der seine Sünden loswerden wollte hat dann durch Spenden sich freigekauft , ist in jeder Religion so , es gibt Schmarotzer und doofe die dies zulassen .

Ist wie mit den Sportbegeisterten :) melden sich irgendwo an , gehen 1-2 monaten jeden Tag hin Zahlen schön weiter , und dann wird 2 jahrelang nur gezahlt aber Trainieren geht keiner , leicht verdientes Geld für die Anbieter , und es gibt immer einen der Dumm genug ist sich abhängig zu machen von Verpflichtungen die hätte nicht sein müssen .
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10.11.2009 10:31 Uhr von rolf.w
 
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Mhh: Werden einem denn dann auch für die 2 Euro die Sünden erlassen? Sowas in der Art gab es doch schonmal, so vor fast 500 Jahren.
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10.11.2009 13:03 Uhr von borgdrone
 
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Religion ist Privatsache: Somit gehören auch die Kirchen als Immobilien der Kirche.
Mir ist nicht klar wieso für ein Privates "Hobby" die gemeinten aufkommen und somit auch ein Nicht-Clubmitglied zahlt.

Die Kirche muss selbst entscheiden wie sie sich sehen will und das sie seit jeher das Geld der Leute nicht verschmähen sieht man in deren Geschichte doch sehr deutlich.

[ nachträglich editiert von borgdrone ]
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10.11.2009 18:30 Uhr von borgdrone
 
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Privatsache: In einem Museum zahlst du auch Eintritt.
Und jedes private Unternehmen kann entscheiden ob und wie viel Geld es dafür nimmt.

Die Kirche ist ein Unternehmen, vielleicht ist das Einigen noch nicht klar. Sie hat nichts zu verschenken und hat dies auch noch nie getan.

Für alles was du von ihr bekommen hast, haben du und andere schon mehrfach zahlen müssen, da sind diese 2 Euro nur ein geringer Teil.

Und nur noch mal zur Verdeutlichung:

Die Kirche ist kein "Welfare" sondern knallharter Kapitalismus.

[ nachträglich editiert von borgdrone ]
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10.11.2009 18:32 Uhr von Wankor
 
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und bald gibte es wieder ablasbriefe

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