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Traumatische Kindheitserlebnisse können die Genaktivität verändern

Haben Kinder in ihrer Jugend traumatische Erlebnisse, kann dies ihre Genaktivität verändern und sie neigen später, laut dem Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie, eher zu Depressionen, Stress und Angstzuständen.

Getestet wurde das an neugeborenen Mäusen, die von ihrer Mutter für einen kurzen Zeitraum getrennt wurden. Bei den Mäusen wurde das Eiweißmolekül Vasopressin im Gehirn vermehrt produziert. Eine Methylgruppen-Anlagerung, die die Überproduktion von Vasopressin verhindert, fehlte diesen Mäusen.

Dadurch kam es dazu, dass das Gedächtnis, der Antrieb und die Emotionen der Mäuse ein Leben lang gestört waren und sie sich schlecht an Stresssituationen anpassen konnten.


WebReporter: promises
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Maus, Gen, Stress, Psychiatrie, Aktivität, Trauma
Quelle: www.an-online.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.11.2009 08:34 Uhr von system_opfer
 
+6 | -1
 
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Ich: find sowas wirklich interessant ...auch das man mittlerweile weiss warum aber NEU ist das nicht wirklich das traumatisierte Kinder Verhaltensveränderungen aufweisen....
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09.11.2009 10:10 Uhr von BoltThrower321
 
+5 | -1
 
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Schoen und gut...doch muss ich sagen, das Stress und Depressioenen sowie Angstzustaende nicht von alleine kommen, sondern von anderen beigefuehrt werden.

Traumatas sind nur gelernte Warnhinweise auf kommende Ereignisse, somit also etwas gutes.

Oder einfach ausgedrueckt: Wenn Arbeitgeber keinen Lohn bezahlen und einen systematisch ausbeuten...so bekommt der Arbeitnehmer Angstzustaende.
Sucht der Arbeitnehmer einen anderen Job und die Vorgehensweise des neuen Arbeitgebers entspricht 1:1 den Mustern des schlechten...so entstehen wieder Depressionen...weil der Koerper aus der Vergangenheit gelernt hat.
Deshalb nuetzen Anti-Depressiva nicht viel, den der Patient ist nicht der Krank ist, sondern die Einfluesse die Krank machen!
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09.11.2009 11:12 Uhr von Graf_Kox
 
+7 | -0
 
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Das wirft doch die interessante Frage auf ob Tiere in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt ebenfalls ihre Gene verändern und genetische Evolution doch nicht nur auf Zufall basiert...?

[ nachträglich editiert von Graf_Kox ]
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09.11.2009 15:31 Uhr von XGhostDogX
 
+1 | -3
 
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Forscher: haben das zwar nicht herausgefunden, aber trotzdem ist es allgemein bekannt, dass zu den oben stehenden Symptomen oft auch das Hören von grotesker Musik, das schwarz Kleiden und das Verweigern, sich der gesellschaftlichen Norm in Sachen Hygiene und Auftreten anzupassen, hinzukommen ;)
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09.11.2009 21:51 Uhr von Nethyae
 
+1 | -0
 
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XGhostDogX: Erstens muss ich ´MandysPapa´ Recht geben und zweitens hast du da wohl was verdreht. Man ist hat diese Eigenschaften nicht, weil man sich alternativ verhält, sondern man verhält sich alternativ, weil man diese Eigenschaften hat. Zwar ist das nicht der einzige Grund, aber wie du es schriebst, ist es falsch.


Ich denke ja sowieso, dass der Mensch von Grund auf depressiv sein müsste, er nur durch die heutige Umwelt abgehärtet wird.
Gabs in der Steinzeit eigentlich schon "Menschen" mit Depressionen?
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10.11.2009 02:00 Uhr von TommyWosch
 
+2 | -0
 
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das heisst wir vererben unseren Stress unseren: Kindern.
und das heisst wir sind es unseren Kindern schuldig ein gutes Leben zu führen.
so ich bau mir maln Joint: nur für die Kinder!
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10.11.2009 06:56 Uhr von Gypsi
 
+1 | -0
 
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Diese Veränderung wird nicht vererbt: Glücklicherweise vererben wir solche ändernden Genaktivitäten nicht. Diese Methylgruppenanlagerung entstehen im Laufe des Lebens bzw. in der Embryonalentwicklung (z.B. bei Frauen wird das zweite X-Chromosom dadurch stummgeschaltet), aber es wird nicht an die Kinder weitergegeben.

Somit ist das keine gerichtete Genveränderung im Sinne der Evolution, da sie nicht weitergegeben wird.

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