Rom: Berlusconi sprach politisches Machtwort - Kreuze in Schulen bleiben hängen
Am gestrigen Freitag sagte Ministerpräsident Berlusconi dem Onlinedienst der Zeitung "Corriere della Sera", dass in Schulen und öffentlichen Einrichtungen die Kruzifixe auch in Zukunft hängen bleiben. Dies sei kein Zwangsurteil, das verhindern soll, Kreuze in den Schulen und öffentlichen Gebäuden aufzuhängen.
Damit stellt er sich gegen ein Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs (ShortNews berichtete). Das Urteil von Straßburg würde der Realität nicht gerecht werden, denn auf europäischer Ebene könnte man Italien als christlich einstufen.
Zu dem Streit kam es, weil eine Klägerin aus Italien Recht bekommen hat, dass die aufgehängten Kreuze in öffentlichen Schulen eine Beschränkung des elterlichen Erziehungsrecht und der Religionsfreiheit darstellen. Außenminister Frattini soll jetzt eine Wiederaufnahme des Verfahrens beantragen.