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Sozialexperte der SPD Dreßler: Schröder, Clement und Steinmeier sind schuld

Am Rande des SPD-Zukunftskonvents in Oberhausen rechnet der SPD-Sozialexperte, Rudolf Dreßler, mit den letzten zehn Jahren der SPD ab und sieht den Verfall in den Personalien von Schröder, Müntefering und Steinmeier begründet. Steinmeiers fehlende Selbstkritik nach der Wahl hält Dreßler für peinlich.

Dreßler kritisierte außerdem, dass sich die SPD zu sehr an FDP und CDU angepasst hätte, um sich bei möglichen Koalitionspartnern einzuschmeicheln. Man habe gegen die Linkspartei gearbeitet und sich die Themen wegnehmen lassen.

Für Oskar Lafontaine fand Dreßler nur lobende Worte. Dieser hätte seine Grundsätze, im Gegensatz zu Schröder und Steinmeier, nicht aufgegeben. Lafontaine sei ein seriöser politischer Partner, den er respektiere.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Kritik, Gerhard Schröder, Frank-Walter Steinmeier, Abrechnung, Rudolf Dreßler
Quelle: www.derwesten.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.11.2009 16:23 Uhr von usambara
 
+19 | -3
 
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diese Herren haben selbst das bürgerliche Lager damals rechts überholt und
die Grundsätze der Sozialdemokratie über Bord geworfen.
Lafontaine war da konsequent und ist aus dieser Regierung ausgestiegen.
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06.11.2009 16:55 Uhr von shadow#
 
+7 | -3
 
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Sorry aber 2005 war verständlich.
Diesmal war das Volk allerdings schlicht und ergreifend zu blöd zum wählen.
Bezahlen werden wir das alle mit unserem Geld und unserer Freiheit.
Selbstzerfleischung wird der SPD auch nicht helfen.
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06.11.2009 16:55 Uhr von Klassenfeind
 
+12 | -4
 
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Der Mann: hat absolut recht !!!! Sich der CDU so anzunähern,das man kaum noch politische Unterschiede feststellen kann,hat dazu geführt,daß die Leute dann doch lieber das "Original"(die CDU) gewählt haben und nicht den "Abklatsch"(SPD).
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06.11.2009 17:30 Uhr von hi2010
 
+4 | -2
 
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was: ist bei SPD noch Sozial, die sollten ihr Name andern ist doch jetzt Mode.


oder am Besten Konkurs anmelden.
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06.11.2009 17:48 Uhr von Schaumschlaeger
 
+5 | -1
 
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Die SPD hat sich mit der Agenda 2010 ihr eigenes Grab geschaufelt und es scheint zu spät zu sein, um aus diesem Loch wieder herauszukriechen. Die Bundestagswahlen sollten ziemlich deutich gezeigt haben wohin die Reise für die ehemalige Arbeiterpartei geht.
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06.11.2009 21:45 Uhr von meisterthomas
 
+3 | -2
 
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Dreßler´s Kritik kommt zu spät. Als Lafontaine hinschmiss war ihm klar, daß diese SPD verloren ist, sie sich nur noch selbst zerstören kann.
Nicht nur weil eine politische Clique die Parteiführung übernommen hatte, auch weil die Parteibasis aus Machtinteresse brereit war, ihre sozialen Werte soweit in den Hintergrund zu stellen, daß diese verblaßten.

Wo der Staat seine Souveränität verloren hat, haben auch die Bürger ihr Recht auf Sozialstaat und demokratische Selbstbestimmung verloren.

Mit der Globalisierung und durch unsere Doppelbesteuerungsabkommen sind multinationale Konzerne und Global-Player gewachsen, die sich nicht nur jeder staatlichen Kontrolle entziehen, sondern jetzt auch den National-Staaten die Steuer- und wirtschaftspolitischen Bedingungen nahezu diktieren können. -- Daran hat sich auch heute nichts geändert.

Schröder war den Weg des kleinsten Widerstands gegangen und versuchte durch Sozialabbau und Niedriglohnpolitik unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Daß dies eine Spirale ohne Boden ist, nahm er inkauf.

Was uns fehlte war der politisch mündige Bürger, der nicht bereit ist seinen Staat einer fremdbestimmten Wirtschaftsordnung zu opfern.
Aber dieser Zug scheint abgefahren, nicht nur daß unsere exportwirtschaftlichen Abhängigkeiten zu groß erscheinen, sie werden auch noch politisch angeheizt.

Europa ist unsere Chance zu mehr und neuer Kraft, aber auch Gefahr uns noch schneller und weiter zu verlieren.
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07.11.2009 01:26 Uhr von alles-nichts-oder
 
+0 | -1
 
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Was die SPD 2007: da angerichtet hat, hätte sich nicht mal die CDU getraut!!! (Und ich bin auch kein Freund der CDU)
Entfernungspauschale gestrichen, Sparfreibeträge gesenkt, Spitzensteuersatz um 11 % gesenkt, Harz 4, verringerte steuerlichen Absetzbarkeit für Arbeitszimmer, Arbeitnehmerüberlassungsgesetz"Zeitarbeiter" usw.........
Nur mal 1 Beispiel. Ein Kumpel von mir Arbeitet bei ner großen Zeitarbeitsfirma. Bevor Clement dieses Gesetz rausgebracht hatte, waren die Großen Firmen wenig Interessiert an Leiharbeitern. Ratet mal was danach abging. Der konnte sich vor aufträgen kaum noch retten.
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07.11.2009 08:47 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
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Die SPD hat ihren Markenkern einer Ideologie geopfert. Und da laufen die Käufer (sprich Wähler) nun mal weg.

Kehrt man zu seinem Markenkern zurück, kommen auch die Wähler wieder. Und die Linke wird überflüssig. So einfach ist das.
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08.11.2009 08:05 Uhr von Jummi
 
+3 | -0
 
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Herr Dreßler: hat teilweise Recht!
Aber, es gab ja Abstimmungen zur Agenda 2010, Hartz-IV und Rente 67, die "Genossen" der SPD hätten nicht zustimmen müssen.
Die große Mehrheit, auch die sogenannte Parteilinke der SPD hat sogenannten Reformen, denke ich, zugestimmt.
Nun kann man sich nicht hinstellen und die Schuld am Zerfall der SPD einigen wenigen Leuten in die Schuhe schieben.
Oskar hat diesen Trend in der SPD damals erkannt und ist deshalb zurückgetreten, das war konsequent.
Auch der Kriegseinsatz Deutschlands, gegen Jugoslawien 1999, der mit Lügen begründet wurde, war für ihn ein Grund
der SPD den Rücken zu kehren.

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