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Weltraumaufzug: Science Fiction oder bald Realität?

In der Mojave-Wüste testen drei Roboter-Teams zurzeit, ob es möglich ist, mit Hilfe einer durch Laserstrahlen zugeführten Energiequelle ein von einem Hubschrauber heruntergelassenes Kabel zu erklimmen.

Bei den von der NASA ins Leben gerufenen "Space Elevator Games" wird damit das in der Science-Fiction-Literatur vorkommende Phänomen des "Weltraumaufzugs" spielerisch getestet. Damit soll erprobt werden, ob es realistisch ist, statt mit Raketen, auch per Lift in den Weltraum zu gelangen.

Das schwierigste dabei ist die Stromversorgung, die bei diesem Test durch das so genannte "Power Beaming" realisiert werden soll. Per Laserstrahl wird damit eine Solarzelle am Boden des Lifts beschossen und somit mit Strom versorgt.


WebReporter: DJArminio
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Test, Roboter, Realität, Science-Fiction, Weltraumaufzug, Mojave-Wüste, Space Elevator Games
Quelle: futurezone.orf.at

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.11.2009 16:09 Uhr von DJArminio
 
+23 | -5
 
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Ich halte das durchaus für realistisch. Die Frage ist, wie viel Energie aufgewendet werden muss, um den Lift aus der größten Erdanziehung hinauszubringen, und ob das letztendlich ökonomischer und besser ist, als die altbewährte Rakete.
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05.11.2009 16:39 Uhr von Leeson
 
+16 | -4
 
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Wenn das: Seilproblem an sich gelöst ist, könnte das mit dem Laser gut funktionieren.
Die Energiedichte des Lasers nimmt zwar etwas ab mit der entfernung des Liftes aber der Luftwiederstand singt auch und die Anziehungskraft erstrecht.
Also wird bei großerer Höhe weniger Energie nötig.

Ich hoffe es zwar aber ich glaube das ich es nicht mehr mit erleben werde.

Gibt es noch keine Pillen für eine Lebensverlängerung?
;)
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05.11.2009 16:40 Uhr von kingoftf
 
+13 | -20
 
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Wie wollen: die denn ein XXXXXX Kilometer langes Kabel da hochziehen?

Loch in den Mond bohren, Dübel rein, Umlenkrolle befestigen und dann ziehen....

Genau so realistisch wie damals in den Siebzigern die Zukunftsaussichten in einem Geschichtsbuch, demnach müsste eigentlich schon längst der Mars besiedelt sein und Reisen mit Lichtgeschwindigkeit zum Alltag gehören.
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05.11.2009 16:41 Uhr von Rick-Dangerous
 
+9 | -3
 
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Ich wette 1000 Euro: auf "Science Fiction", zumindest wenn das "bald" die nächsten 100 Jahre betrifft.

Abgesehen von der Stromversorgung dürfte auch die Stabilität und Kosten des Aufzuges an sich einige Probleme bereiten. Nano-Röhrchen hin oder her.
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05.11.2009 16:44 Uhr von Leeson
 
+8 | -3
 
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@kingoftf: Runter lassen!!!

Durch die Fliehkraft durch die Rotation der Erde, wird das "Seil" von der Erde weggezogen/geschleudert.
Wenn ds "Seil" lang genug ist und noch genug über ist um den Rest des "Seil" nicht auf die Erde klatschen zu lassen, könnte es funktionieren ;)
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05.11.2009 16:47 Uhr von DJArminio
 
+6 | -3
 
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Satellit: So weit ich das mitbekommen hab, soll das obere Ende an einem Satelliten befestigt sein. Ob das physikalisch denkbar ist, ist eine andere Frage, da bin ich jetzt nicht soooo der Experte ;-)
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05.11.2009 16:50 Uhr von kingoftf
 
+3 | -16
 
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05.11.2009 17:18 Uhr von little_skunk
 
+7 | -1
 
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@autor: Es würde weniger Energie benötigen. Ich hab irgendwo mal gelesen, dass der Wirkungsgrad einer Rakete maximal 65% beträgt. Ein Lift mit einem Elektroantrieb wäre da wohl besser.

@kingoff
Der Mond ist schonmal denkbar ungünstig. Geostationär heißt das Zauberwort und auf den Mond trifft es nicht zu. Ich habe mal davon gehört, dass man einen kleinen Asteroiden einfangen will. Ein Satellit würde aber genauso reichen. Von diesem Objekt aus könnte man das Kabel langsam auf die Erde herablassen und gleichzeitig muss sich das Objekt immer weiter von der Erde entfernen. Das ganze muss natürlich genau ausgerechnet sein. Die Entefernung zur Erde erhöht die Fliehkraft und damit das Gegengewicht zum Kabel.
Problem dabei ist nur, dass das Kabel am Boden eingefangen werden muss.
Was da verkokeln soll ist mir auch ein Rätsel. Du musst das Kabel nur langsam genug runterlassen, dann verkokelt da auch nichts.
Ich frage mich eher wie die das Kabel sichern wollen. Die Erde wird von einem Trümmerfeld alter Sattelieten umgeben. Da kann man nicht einfach ein Kabel durchziehen und für die Trümmer ein Stoppschild aufstellen. Das Kabel muss also schon einiges einstecken können.
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05.11.2009 17:32 Uhr von Treibeis
 
+3 | -1
 
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Sofern: das mit der Energieübertragung per Laser funktioniert, dürfte die Methode sicher ökonomischer sein, als tausende Tonnen Treibstoff in die Atmosphäre zu blasen und mit abgesprengten Teilen den Orbit vollzumüllen.

Nach bisherigen Erkenntnissen sind die zu herkömmlichen Raketenantrieben benötigten Ressourcen unseres Planeten nur begrenzt verfügbar.

Wenn man die Etappe bis in die Schwerelosigkeit durch einen solchen Aufzug überwunden hat, ist Gewicht auch kein so großes Problem mehr für die Raumfahrt.

Wenn das dann erstmal Serienreif is, is nix mehr mit Landungen auf anderen Himmelskörpern, dann heisst das Abseilen^^
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05.11.2009 17:49 Uhr von SunSailor
 
+8 | -2
 
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@kingoff: Na, Du bist aber ein Experte, kannst Du mir mal erklären, warum das Seil wegkokeln sollte? Oder kann es sein, dass Dir nicht ganz klar ist, wo das Hitzeproblem beim Wiedereintritt eines Raumfahrzeuges herkommt? Ich sach mal nur "Luftwiderstand" und "Fluchtgeschwindigkeit" ;). Natürlich würde das ganze auch nicht am Mond befestigt werden, die Entfernung ist ein vielvielfaches dessen, was man da überwinden will. Vielmehr müsste dies ein Meteor oder eine andere Form von "frei" verfügbarer Masse aus dem All sein - wo das Teil herkommt, ist dann immer noch eines der vielen nur schwer lösbaren Probleme, die Masse müsste ja schon signifikant sein. Das Hauptproblem aber ist letztendlich die Stabilität des Seiles, denn *alle* uns heute bekannten Materialen würden auf diese Distanz unter ihrem eigenen Gewicht schlechtweg reißen. Von dem Fixieren eines Gegengewichtes mal ganz abgesehen. Letztendlich eine nette Idee, aber leider mit sovielen Problemen behaftet, die schon die reine Physik betreffen, dass man mit einer Realisierung nicht wirklich rechnen sollte.
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05.11.2009 18:11 Uhr von AlfderDritte
 
+7 | -0
 
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Weltraumlift: Die Ideen der Menschheit unterscheiden sich in machbar und noch nicht machbar. Natürlich sind wir noch meilenweit davon entfernt, einen Weltraumfahrstuhl zu bauen. Die Idee stammt von Ziolkowski. Als erstes muss in einer geostationären Umlaufbahn (35800km) eine Plattform errichtet werden, die als Gegengewicht dient. Die Seilkonstruktion kann nicht aus Stahl gebaut werden, da sie unter ihrem Eigengewicht bersten würde. Hier kämen Kohlenstoff Verbindungen in Frage, aber zur Zeit sind noch keine erfolgversprechenden Längen entzielt worden. Für den Antrieb müsste eine unvorstellbar hohe Energie herhalten. Hier wäre es nötig Helium3 in Fusionsreaktoren zu Energie umzuwandeln, was wiederum die Frage aufwirft woher nehmen in diesen Mengen (die DLR forscht bereits auf diesem Wege). Der Transport von dieser Energie kann eigentlich nur über Power Beaming vonstatten gehen, von der Erde aus bis zum Orbit, vielleicht mit Unterstützung aus dem Weltall(Solar). Die Bodestation kann eigentlich nur ein bewegliches Ziel sein, wie Schiff oder schwimmende Plattform, da es im Weltraum sehr viel Schrott gibt und man ausweichen kann/muss, bzw. um das Seil zugmäßig zu entlasten. Keine Idee ist zu fantastisch um eines Tages realisiert zu werden.
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05.11.2009 18:24 Uhr von funnymoon
 
+17 | -0
 
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Ist doch ganz einfach: 200 km Hanfseil, 1 indischer Flötenspieler und ab dafür!
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05.11.2009 19:19 Uhr von buzzensteiner2008
 
+3 | -1
 
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mannmann: was Ihr für Probleme diskutiert...
Siemens Lufthaken nehmen, gibbet bis dahin sicher auch als Vakuum Version...
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05.11.2009 22:03 Uhr von CHR.BEST
 
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Luft hat keine Balken: Die Schwerkraft zieht nach unten, die Fliehkraft nach oben. Und in der Mitte würde das Seil reißen.
Es gibt derzeit kein Material auf der Welt, daß diese Belastung auch nur annähern aushalten würde - vor allem nicht auf so lange Strecken.

Außerdem, was ist mit den Bewegungen in der Atmosphäre ... auch genannt "Wetter"?
Hält dieser Lift auch einer Windböe oder einem Wirbelsturm dauerhaft stand?

Viel faszinierender finde ich da die Lasertechnik. Damit ließe sich eine Kapsel im wahrsten Sinne des Wortes in den Weltraum schießen. Leider wird der Laserstrahl auch durch die Atmosphäre irgendwann stark gestreut.
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05.11.2009 23:13 Uhr von ThehakkeMadman
 
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Hmpf: Am Schwierigsten wird es wohl sein, soviel Material aufzutreiben. Dann die Konstruktion und die Energieversorgung. Das wird noch ganz schön dauern, mindestens noch 100 Jahre. Wenn wir noch so lange auf der Erde wandeln dürfen...
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06.11.2009 09:18 Uhr von Graf_Kox
 
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Alle Jahre wieder kommt diese News bei SN. Ich halte es bei den Fortschritten in der Materialforschung aber für ein erreichbares Ziel diesen Aufzug zu bauen.
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06.11.2009 10:05 Uhr von smutjie
 
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So sehr: mir die Idee gefällt ich kann es mir nicht vorstellen.

Der Abstand Erde - Mond liegt zwischen 405.000 km und 363.000 km... das sind 42000 km Unterschied.

Wo soll den das ausgleichs Kabel gelagert werden?
Auf einer kleinen Rolle neben an?

Ich glaub nicht dran!
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06.11.2009 14:23 Uhr von CHR.BEST
 
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@ Getschi: Ok, dann drücke ich mich eben anders aus:

Derzeit steht Material für ein solches Projekt nicht zur Verfügung.

Bei den Nanotubes geht es ja nicht nur um die reine Menge sondern auch darum, die Kohlenstoffatome auf atomarer Ebene fehlerfrei zusammenzuhängen und das auf eine Strecke hinweg, die etwa dem Erdumfang entspricht.

Im Grunde wäre dann eine Nanoröhre nichts anderes als ein einziges, riesiges Molekül. Stichwort Polymerisation - die längsten existierenden Moleküle sind meines Wissens einmal die DNA/DNS (ein paar Millimeter lang) und langkettige Kunststoffe (max. 1-2 Millionen Moleküle lang).

Wie man sowas also produzieren soll, ist mir schleierhaft. Oberdrein wäre dieses Kabel dann auch ständig dem Wetter, Mikrometeoriten und Strahlung aus dem All und Teilchenstrahlung von der Sonne ausgesetzt. Darum fürchte ich, daß im Falle des Falles so ein Seil auch wieder recht schnell kaputt wäre. Ein paar Jahre müßte es aber schon halten, weil sonst würde sich so ein Riesenaufwand kaum lohnen.
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27.03.2010 00:12 Uhr von Graf_Kox
 
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Der gute alte Weltraumaufzug. Ich könnte mir vorstellen dass er irgendwann mal kommt, aber so oft wie man darüber bereits gelesen hat, könnte man ja denken dass er schon seit Jahren fleissig hochfährt ^^

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