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Job nach Elternzeit verloren: Mutter akzeptiert Arbeitsort und -Zeiten nicht

Das Villinger Arbeitsgericht hat am Mittwoch einer Mutter nach ihrer Elternzeit ein Abfindungsbetrag von 2.000 Euro zugesprochen. Die Frau wollte nach ihrer Elternzeit nur noch halbtags und nur bis 12 Uhr arbeiten, um Ihren Sohn von der Bushaltestelle abholen zu können.

Da die Filialen der Bank erst um 12:30 Uhr schließen, lehnte der Arbeitgeber ab. Zweiter Punkt: Die Frau hat kein Auto. Sie bat darum, in einer anderen Stadt arbeiten zu können, als der ihr angebotene Arbeitsplatz. Ihr Vertrag sah jedoch den Einsatz in allen Filialen vor. Ihr Wunsch wurde abgelehnt.

Schließlich akzeptierten beide Seiten einen Vergleichsvorschlag. Ein Vertreter der Bank meinte: Zwar sei die Bank um die Interessen der Mitarbeiter bemüht, aber wer so gegen den Arbeitgeber vorgehe, wolle seinen Job sowieso nicht behalten.


WebReporter: Seeinfos
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Geld, Mutter, Arbeit, Job, Entlassung, Elternzeit, Villingen
Quelle: admin.suedkurier.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.11.2009 11:41 Uhr von Seeinfos
 
+2 | -3
 
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Vertreter der Bank hatte in einer Sitzungspause gesagt: "Wir wollen die Interessen der Arbeitnehmer wahren, verlangen aber im Gegenzug auch Flexibilität. Wer so gegen den Arbeitgeber vorgeht, will seinen Job sowieso nicht behalten."
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05.11.2009 12:20 Uhr von pitufin
 
+10 | -6
 
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da kann man: den Bankvertretern nur Recht geben, wenn es so gelaufen ist.
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05.11.2009 13:34 Uhr von gofisch
 
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ich: habe mir die quelle durchgelesen, da dort etwas genauer beschrieben wird was da abgelaufen ist. und ich kann mich dem urteil nicht anschliessen. eltern werden in diesem staat zu viele steine in den weg gelegt. ist zwar nicht unbedingt in allem punkten schuld des arbeitgebers, aber seine unflexibilität schon bezeichnend. der frau wird nun das gleiche vorgeworfen - unflexibel. aber was soll sie nun machen? ein drei jähriges kind alleine eine stunde an der bushaltestelle warten lassen? schon mal was von verletzung der aufsichtspflicht gehört (mal davon abgesehen, dass sich keine normale mutter auf sowas einlassen wurde)? die frau hat sich bemüht, nachbarshilfe organisiert, da hieß es sie soll in einer anderen stadt arbeiten. da wollte wohl jemand einfach keine halbtagskraft (lohnt nicht) mit kleinkind (werden vllt. öfter krank, also lohnt sich noch weniger) beschäftigen. imho. einfach traurig.
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05.11.2009 19:58 Uhr von brycer
 
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Interesse: Ich habe hier eher den Eindruck dass die Bank kein Interesse daran gehabt hat den Arbeitsvertrag zu erhalten!
Der Vertrag von 1999 hat wohl noch andere Voraussetzungen der Arbeitnehmerin als Grundlage gehabt.
Durch das Kind hat sich da aber viel geändert.
Die Bank will aber nicht akzeptieren dass man mit Kind eben nicht so flexibel sein kann wie vorher - eventuell war die Frau damals noch alleinstehend und ohne Verpflichtungen im privaten Bereich.

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