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Italien: Ein Kreuz im Klassenzimmer verstößt gegen die religiöse Neutralität

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg verstößt ein Kruzifix in einem Klassenzimmer gegen die religiöse Neutralität des Staates und ist aus dem Klassenraum zu entfernen. In einer demokratischen Gesellschaft muss die Religionsfreiheit beachtet werden.

Die aus Finnland stammende Mutter mit ihren beiden Kindern verlor zwar den ersten Prozess vor den obersten Richtern Italiens. Das EGMR urteilte aber nun zu Gunsten der streitbaren Frau und sprach ihr außerdem eine Entschädigung über 5.000 Euro zu.

Während das Urteil bei italienischen Politikern auf Unverständnis und Ablehnung stößt, hat sich der Vatikan zu dem Vorgang noch nicht geäußert.


WebReporter: marc01
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Streit, Kirche, Kreuz, Rechtsstreit, Klassenzimmer, Kruzifix
Quelle: www.sueddeutsche.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.11.2009 19:02 Uhr von Klassenfeind
 
+10 | -17
 
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Genau so sehe: ich das auch !!!!
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03.11.2009 19:09 Uhr von weg_isser
 
+12 | -16
 
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Richtig so, vor diesem Religionsmüll sollte man Kinder schützen!
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03.11.2009 19:24 Uhr von azru-ino
 
+15 | -5
 
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Bin Moslem und finde das Urteil falsch. So n Kruzifix springt doch keine Kinder sn und bekehrt es dabei.
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03.11.2009 19:35 Uhr von BeaconHamster
 
+10 | -5
 
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Fände religiöse Symbole in Schulen auch: unangebracht.
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03.11.2009 20:32 Uhr von faithofheaven
 
+5 | -4
 
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Gebt RELGIONEN keine Chance!
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03.11.2009 20:53 Uhr von cheetah181
 
+3 | -1
 
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Oberlehrer: Ethik ist weder Religion noch Weltanschauung und kann deshalb sehr gut als Pflichtfach gelehrt werden. Wenn es die Kinder (das heißt die Eltern) wollen kann ja zusätzlich Religion gewählt werden.
Über anderen Weltanschauungen gleichberechtigt etwas zu lernen ist nicht mit einem Kreuz an der Wand zu vergleichen. Geschichtsunterricht macht einen schließlich auch nicht zum Nazi oder Römer.

Sehr schön finde ich folgende Sätze aus der Quelle:
"Die Freiheit, keiner Religion anzugehören, brauche besonderen Schutz. Es sei nicht zu erkennen, wie das Zeigen eines "Symbols, das vernünftigerweise mit dem Katholizismus verbunden werden kann", dem für eine demokratische Gesellschaft wesentlichen Bildungspluralismus dienen könne."

[ nachträglich editiert von cheetah181 ]
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03.11.2009 21:59 Uhr von Natoalarm
 
+5 | -7
 
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Die Religion die hier schon immer war: Hat Hausrecht in Italien Deutschland-EU!
Das ist und bleibt die Christliche und deshalb kann das Kreuz bleiben,bin schließlich damit in der Schule aufgewachsen.
Seit der Islam-Moslem Schwemme hier gibts nun Probleme damit!

Wems nicht passt,kann gehen!!

[ nachträglich editiert von Natoalarm ]
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03.11.2009 23:40 Uhr von cheetah181
 
+4 | -2
 
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Oberlehrer, Natoalarm: @Oberlehrer: Kinder werden unter Umständen auch in Biologie und Physik mit Kritikpunkten an der eigenen Religion konfrontiert.

Und aufgrund ihres Einflusses auf Geschichte und Gesellschaft wird sich das Thema Religion kaum vermeiden lassen. Aber nicht als Kreuz an der Wand sondern deskriptiv. Dieser Vergleich ist dann schon weit hergeholt.

@Natoalarm: Hier hat keine Religion Hausrecht, siehe Grundgesetz. Wenn dir das nicht passt kannst du ja in die USA gehen, da nimmt man das noch ungenauer als bei uns.
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04.11.2009 10:02 Uhr von psycoman
 
+2 | -1
 
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@Natoalarm: Naja, Hausrecht und Immer treffen es nicht ganz. Du tost ja so, als wäre das Christentum seit jahr Millionen hier ansässig, dabei gibt es das überhaupt erst knapp 2000 jahre und hier, also in Deutschland, knapp 1000. Wenn dann sollte man religöse Symbole der Germanen aufstellen, die waren wesendlich eher da, oder?

Naja, die Finnin hat in sofern recht, dass in keinem europäischen Land, soweit ich weiß, wirklich Religon und Staat getrennt sind.

In Deutschland zieht der Staat für die Kirche Steuern ein. Man stelle sich mal vor, dass Finanzamt würde für andere Vereine Geld einziehen. Aber es spart einem den Dauerauftrag, das ist ja nicht schlecht^^.

Religonsunterrricht ist nicht schlecht, wenn es wirklich Religonsunterricht für alle wäre, und nciht ein Nur-Meine-Religonsunterrricht. Also zu meiner Schulzeit gabs kathlische und evangelische Regionsstunden und dann enie Hausaufgabenaufsicht für "die anderen". Das häten wir auch lieber gemacht, als und vom Pastor vollabern zu lassen, obwohl der nett war, auch neutral unterrichtet hat und ich gute Noten hatte^^.

Bei richtiger Trennung würde im Religionsunterricht neutral über alle Religonen mit guten und schlechten Seiten gesprochen. Ui, ich höre schon einige strenggläubige Moslems schimpfen.

Religonsfreiheit ist gut und wichtig, aber die Bildung und schulische Erziehung geht vor. Es kann meiner Meinung nciht angehen, dass Eltern ihre Kinder vom Schwimmunterricht fernhalten weil sie halbnackte Leute seheen und sich so kleiden oder die Teilnahme am Biologieunterricht verbieten, weil ihr Kind dort etwas über Sex lernt Beides ist bei fanatischen Christen und Moslems unbeliebt.

Also, ich bin Katholik, aber meiner Meinung nach ist Religion Privatsache. Was oder ob jemand überhaupt glaubt, geht niemanden etwas an. Meine Religion übe ich zu hause aus, fertig.

Mal abgesehen davon gibt es hier natürlich auch Traditionen und da sind zum Beispiel keine muslimischen Traditionen vorgesehen. Daher müssen sih Moslems z.B. nich twundern, wenn sie seltsam angeschaut werden, wenn sie fordern, dass ihr Kind in der Schule mehrmals am Tag beten darf.

Wenn solchen Ersuchen stattgegeben wird, dann frage ich ich, warum ihc mich früher icht auch enfach so aus dem unterricht zurückziehen durfte um zu beten. Oder meine Kopfbedeckung absetzten musste, wären ander ihren ganzen Kopf eingewicklt haten, weil das zur Religion gehört.

Da hat ja jemand in Italien eine Verschwörung entdeckt. Italiener sind in wirklichkeit alle Anhänger des Fliegnden Spaghettimonster (mögen seine nudeligen Anhänge euch segnen. Ramen!), und abei haben wir uns solche Mühe gegeben, das vorm Papst zu verstecken.
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04.11.2009 15:13 Uhr von laxmie
 
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endlich: ein gewaltiger Fortschritt für die Menschheit!
Ein vernünftiges Urteil, warum gibt es überhaupt Päpste
soviel wie die verbockt haben, kann man die auch gleich mit in die Verbannung schicken, wir müssen uns von der Gottesvorstellung
befreien und sollten ein selbst bestimmtes Leben führen,
das Kreuz bedeutet nichts weiter als ein gewaltsamen Tod zu sterben
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04.11.2009 17:43 Uhr von cheetah181
 
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Andreas.K, psycoman: "sag das mal in einer kirche und dann in einer moschee hier in deutschland.mal schauen wo du ohne schrammen raus kommst......"

Was genau soll ich dort sagen? Dass hier keine Religion Hausrecht hat? Das provoziert doch höchstens Hardcore-Christen. Wenn ich das in einem muslimischen Land sagen würde wäre das natürlich was anderes. Dort hätte ich damit aber auch Unrecht...

"und vergleiche nichts mit der usa-wenn natoalarm das ausspricht was tatsache ist.wir leben hier in deutschland!"

Natoalarm spricht eben nicht das aus was Tatsache ist. Er will das Kreuze bleiben und "wems nicht passt, kann gehen". Da hat er wohl unser Grundgesetz falsch verstanden. Deshalb kann er von mir aus in einen Gottesstaat gehen.

@psycoman: "Daher müssen sih Moslems z.B. nich twundern, wenn sie seltsam angeschaut werden, wenn sie fordern, dass ihr Kind in der Schule mehrmals am Tag beten darf.

Wenn solchen Ersuchen stattgegeben wird, dann frage ich ich, warum ihc mich früher icht auch enfach so aus dem unterricht zurückziehen durfte um zu beten."

In den Pausen kann meinetwegen jeder zu sovielen Göttern beten wie er will, solange das nicht den Unterricht durcheinanderbringt.
Ansonsten stimme ich dir voll und ganz zu.
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04.11.2009 18:06 Uhr von cheetah181
 
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Oberlehrer: "Das Gezetere möchte ich hören, wenn in Naturwissenschaften über religiöse Inhalte (!) diskutiert wird. Ich verweise nur auf die Kreationismusdebatte."

Das meine ich ja, auch ohne auf die religiöse Sichtweise einzugehen kann ja alleine die Schilderung von Urknall, Alter des Universums, Evolution Kritik an der eigenen Religion ausüben. Natürlich nicht unbedingt bei den modernen Religiösen, auch wenn ich persönlich finde dass eine ungerichtete Evolution wohl kaum "Gottes Ebenbild" erklärt.

Es ist aber so, dass die Religionsfreiheit durch sonstige Verfassungsprinzipien eingeschränkt werden kann. Zum Beispiel durch die Schulpflicht.
Und Neutralität bedeutet ja nur, dass staatliche Schulen hier nicht z.B. die muslimische Sichtweise "lehren", sondern die wissenschaftliche. Ich sehe also wirklich keinen Zusammenhang zu einem Kreuz an der Wand, das für den gewöhnlichen Unterricht (außer Religion) erstmal keinerlei Zweck erfüllt.

"Und das traue ich (off topic) ehrlich gesagt nicht den Atheisten zu, die oft mehr auf Hass aufs Christentum/Religion fokusiert sind, und ihre Ignoranz als Neutralität verpacken."

Ignoranz bezeichnet "nicht wissen oder kennen wollen". Und da wir weder wissen können ob Gott existiert (deshalb heißt es ja auch Glaube), noch ihn kennen können, ist das Wort hier wohl fehl am Platz.
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05.11.2009 00:40 Uhr von cheetah181
 
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Oberlehrer: Da habe ich dich wirklich falsch verstanden.
Ich kann nur von mir reden, aber ich halte mich nicht für ignorant gegenüber "fundamentalistischen, demokratiefeindlichen Bestrebungen" jeglicher Art.
Genausowenig hasse ich die "eigene Kultur", die besteht auch nur zu einem kleinen Teil aus christlichen Einflüssen. (was nicht bedeuten soll, dass ich christliche Einflüsse "hasse")
Womöglich entsteht dieser Eindruck von manchen Atheisten, da viele europäische, ehemals christliche Länder im Gegensatz zu vielen islamischen die Aufklärung durchgemacht haben und deshalb die Religion zwangsläufig moderater geworden ist. Da wiegen dann die wenigen (?) selbstgerechten Fundamentalisten auf die man stößt umso schwerer, während mancher sicherlich eher Mitleid mit muslimischen Kreationisten empfindet. Bei ersteren wäre die Ignoranz nämlich leichter zu vermeiden gewesen.

Andererseits hat uns auch die Aufklärung (und moderatere Religion) nicht vorm Holocaust, Atombomben und anderen Errungenschaften der "zivilisierten, westlichen Welt" bewahrt. Ich könnte also verstehen, wenn manchem das hohe Ross auf dem mancher "gute Christ" bei SN zu sitzen scheint eher auffiele als ein muslimischer Gebetsraum an Schulen. Mir persönlich fällt beides auf.

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