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01.11.09 09:23 Uhr
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Italien: Die Asche Verstorbener darf nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden

Ab dem neunten November werden in Italien neue Vorschriften für den Umgang mit der Asche der Toten wirksam. Die Bischöfe des Landes werden dann Regeln vorlegen, die die gängige Praxis korrigieren sollen.

So wird nach diesen Vorschriften geregelt, dass Urnen mit der Asche Verstorbener auf dem Friedhof und nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden sollen. Eine Urne im Haus aufzustellen sei laut den Bischöfen eine "Privatisierung und Banalisierung".

Ebenso wird das anonyme Ausstreuen Eingeäscherter verboten, da dies mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar sei.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Kultur / Religion
Schlagworte: Tod, Kirche, Bischof, Asche, Begräbnis, Verstorbener
Quelle: www.nachrichten.ch
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Da werden sicherlich einige Friedhofsverwaltungen interveniert haben, damit sie ihre Urnengräber vermieten können.
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Her mit der Kohle!   
 
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01.11.2009 09:32 Uhr von miramanee
In den meisten Ländern wird man unter dem Deckmantel der Friedhofspflicht finanziell genötigt oder sogar damit erpresst.

Man kann nur jedem empfehlen auf das unsinnige Verbuddeln in der Erde ganz zu verzichten. Der Mensch sollte inzwischen erwachsen genug sein um zu begreifen, dass der Tot ein fester Bestandteil des Lebens ist und es genügt, wenn man nach der Einäscherung komplett entsorgt wird.
Kommentar ansehen ,..blödes gesetz   
 
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01.11.2009 09:33 Uhr von sevendbbln
,..also wenn Oma auf meinem kaminsims stehen soll..dann wird sie das auch !!
echt nen bescheuertes gesetz,.aber der staat verdient dann ja über die friedhöfe auch wieder für die grabstatten,.
Kommentar ansehen Trennung Kirche/Staat?   
 
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01.11.2009 10:19 Uhr von MiaCarina
Toll... weil es nicht mit dem christlichen Glaube vereinbar ist?? 1. aha... das merken sie erst JETZT? und 2. wieso reicht es den Bischöfen nicht das einfach "auszurufen"? Wieso muss deswegen ein Gesetz entstehen??

Und was heißt hier Privatisierung? Wenn ein Familienmitglied (oder Freund o.ä.) stirbt, dann IST das auch privat... verstehe nicht, wieso das in die staatliche Öffentlichkeit gerückt werden muss....

Zumindest verdienen alle, die irgendetwas mit dem Friedhof zu tun haben... auch die Kirche, die dort ihr letztes Wort über den Toten loswird...

[ nachträglich editiert von MiaCarina ]
Kommentar ansehen soso ....   
 
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01.11.2009 16:10 Uhr von Chorkrin
"Eine Urne im Haus aufzustellen sei laut den Bischöfen eine "Privatisierung und Banalisierung".

Es lebe der Totenkult einer Religion deren einziges Argument in einem schönen Leben nach dem Tod besteht, während man im diesseits gefälligst zu gehorchen und zu zalen hat ..... dumm nur das sich nach dem Tod niemand mehr beschweren kann, sollte man ihnen Müll erzählt haben und es gar kein Leben nach dem Tod geben sollte ..... Ist aber bei jeder Religion so: Alle versprechen sie einem das Blaue vom Himmel für eine Zeit, in der man garantiert keinen Einspruch mehr erheben kann, nur damit man auch ja nur auf sie hört und sich benutzen lässt.
Kommentar ansehen ha ha   
 
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01.11.2009 18:18 Uhr von pigfukker
ich würde die busse dann halt als gebühr ansehen für das behalten der asche...

hallo kirche, gehts noch?
Kommentar ansehen c   
 
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01.11.2009 21:42 Uhr von Krebstante
Eigentlich ist auch die Einäscherung Verstorbener nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar. Kommt da als nächstes das Einäscherungsverbot?
Kommentar ansehen Schwer erklärbar   
 
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02.11.2009 12:43 Uhr von Ottokar VI
Es ist schwer erklärbar, daß nur ein Grab auf dem Friedhof nicht die Gefahr einer Banalisierung bietet. Gerade auf dem Friedhof ist das Grab nur für ein paar Jahre sicher. Anschließend wird das Grab ausgehoben und neu belegt. Stichwort Ruhefrist.
Was mit den noch nicht verwesenten Überresten bzw. mit dem Andenken an den Verstorbenen geschieht, möchte ich lieber nicht schreiben.

Vor diesem Hintergrund ist ein evtl. auf eine viel längere Dauer angelegte private Einbettung einer Urne wesentlich pietätvoller als das Wegschmeißen nach wenigen Jahren.
Kommentar ansehen Fragwürdige Pro-Kirche Entscheidung   
 
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05.11.2009 13:17 Uhr von DJArminio
Was wenn ich:
a) nicht gläubig bin
b) Den Tod als etwas Natürliches ansehe und meine Familie und ich hier keine Banalisierung sehen, wenn die Urne zuhause steht?

So viel zum Thema "Trennung von Kirche und Staat". Ich würde das als groben Einschnitt in meine persönliche Freiheit ansehen. Ich habe einfach nicht vor, mich nach den Vorgaben einer Religion zu richten, an die ich nicht glaube, und das sogar noch per Gesetz... wo kommen wir da denn hin?

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