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DIHK Präsident Driftmann fordert lockeres Kündigungsrecht und billigere Arbeit

Der Präsident der Deutschen Industrie und Handelskammer, Hans Heinrich Driftmann forderte in einem Interview mit dem "Deutschlandradio" eine Lockerung des Kündigungsrechts für kleine Unternehmen.

Darüber hinaus sprach er sich für einen günstigeren Arbeitspreis aus, um den globalisierten Markt wettbewerbsfähiger gestalten zu können. "Man könne nicht aus Gründen der Sozialen Einstellung auf Maßnahmen verzichten, die der Konjunktur und der Wirtschaft helfen sich zu stabilisieren", so Driftmann.

Auch ist er ein Verfechter des eingefrorenen Arbeitgeberanteils bei Sozialabgaben. Er spricht sich für eine völlige Abschaffung dieser zusätzlichen Belastung für den Arbeitgeber aus: "Man könne das System der sozialen Gerechtigkeit durch Steuern besser fördern als durch unnötige Abgaben."


WebReporter: summerheart
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Arbeit, Präsident, Mitarbeiter, Unternehmen, DIHK, Kündigungsrecht, Hans Heinrich Driftmann
Quelle: www.dradio.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.11.2009 00:24 Uhr von summerheart
 
+0 | -0
 
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Herr Driftmann spricht sich hier sehr deutlich für eine Anpassung der deutschen Lohnstruktur an Niedriglohnländer wie Indien oder Bangladesch aus. Durch den gelockerten Kündigungsschutz würde die Situation für "Start-Up" Unternehmen zwar verbessert, für Arbeitnehmer die eine Lebensplanung nicht auf 3 Monate oder eine Wirtschaftsflaute beschränken können allerdings deutlich verschlechtert. Das ganze Interview gibs in der Quelle zu lesen.
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01.11.2009 09:15 Uhr von miramanee
 
+25 | -0
 
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Schön: Wieso denn nicht gleich die Forderung, dass man dafür bezahlen sollte arbeiten zu dürfen? Viel zu viele Menschen haben viel zu viele Sparkonten mit viel zu viel Geld drauf. ^^
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01.11.2009 09:44 Uhr von artefaktum
 
+17 | -0
 
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Tja Herr Driftmann dumm nur, dass Deutschland Exportweltmeister ist. Sprich: Wir sind in Sachen Konkurrrenzfähigkeit im intermationalen Spitzenfeld. Das übersehen oder leugnen unsere neoliberalen Ideologen wie Driftmann gerne. Oder es wird gleich ganz umgedeutet. Hauptsache alles ist immer ganz, ganz schlimm und der Arbeitnehmer muss sich bescheiden damit einige wenige mehr in der Tasche haben.
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01.11.2009 09:48 Uhr von rolf.w
 
+14 | -0
 
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Lobbyfürst: Diese Lobbyfürsten, warum fangen sie nicht bei ihrer Arbeit mit dem Sparen an? Immer soll bei anderen gespart werden, aber wehe, man nimmt diesen Leuten auch nur einen Cent weg.
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01.11.2009 09:59 Uhr von BoltThrower321
 
+10 | -0
 
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Und ich bin fuer einen freien Zugriff auf Waffen wie in den USA.....

Wenn wir das bekommen...schauen wir mal weiter.

[ nachträglich editiert von BoltThrower321 ]
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01.11.2009 10:01 Uhr von BoltThrower321
 
+12 | -0
 
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Solche Lobbyisten muessen des Amtes enthoben werden, deren Einstellung ist meiner Meinung nach gemein gefaerlich fuer die deutsche Gesellschaft!
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01.11.2009 10:11 Uhr von Jorka
 
+13 | -0
 
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Bin dann dafür aber: auch nur wenn die Preise dann auf Bangladeshi Niveau gesenkt werden.
Ansonsten sollten er lieber mal ganz still sein, denn der Lohn ist bereits soweit runtergedrückt worden das viele Arbeitnehmer damit nicht mehr überleben können und aufstocken müssen.

Meiner Meinung nach sollte sozialversicherungspflichtiger Arbeit so hoch bezahlt werden das keinerlei Aufstockung mehr nötig ist. Was der Herr hier vom Stapel lässt geht auf keine Kuhhaut, im Grunde genommen sollten solche Ideologen ganz schnell zurück treten.
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01.11.2009 10:27 Uhr von NA1
 
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Armes Deutschland: Und was macht mein Chef dann mit der eingesparten Kohle.

Er kauft sich dann noch einen zweiten Porsche, eine Villa auf Mallorca und für den Weg dahin gleich noch einen Jet.

Die Hersteller von Luxusgütern kommen mit der Produktion ja fast nicht mehr nach.

So sieht es doch aus in unserer Welt.

Die Bosse sollen auch mal anfangen zu sparen.

Es ist auch unverständlich, wieviel Kohle aus einer Firma für private Zwecke entnommen werden kann.
Wenn es dann zur Krise kommt werden halt alle rausgeschmissen und der Chef hat seine Millionen im Trockenen.
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01.11.2009 10:31 Uhr von usambara
 
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das sag ich geh doch in den Osten, wo die Landschaften blühen und die Arbeit 20% günstiger ist...
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01.11.2009 10:36 Uhr von maki
 
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Ein lehrbuchreifes Musterbeispiel für den: Begriff "Asoziales Gesindel".
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01.11.2009 11:00 Uhr von ohne_alles
 
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Schaut Euch diesen übersatten Schnösel an... widerlich. Und sowas ist IHK-Präsident.
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01.11.2009 11:06 Uhr von Michel75
 
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Ja klar: Weniger Kohle und der Lebensstandard bleibt oder was ???
Wie will man da noch Überleben ???
Ihr sogenannten Politiker die uns das Volk Vertreten hmm ich frag mich wo grad Ihr hättet den Euro niemals einführen dürfen aber nein bye bye wunderschöne stabile DM wo wärste jetzt wenns Dich noch geben würde und wo wär Deutschland na ja
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01.11.2009 11:11 Uhr von artefaktum
 
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Um die Arbeitgeber noch mehr zu entlasten würde ich auch die Abschaffung des DIHK-Zwangsbeitrages vorschlagen.

Würd mich mal interessieren, welche Meinung unser DIHK-Präsident zu dieser Entlastung hat ... ;-)
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01.11.2009 14:35 Uhr von bullworth
 
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kündigungsschutz: obwohl ich eher auf seiten der arbeitnehmern stehe muss ich schon zugeben das der kündigungsschutz das komplette land lähmt, in keinen anderen staat der welt gibt es ein solch ähnliches konzept. nur aufgrund dieses veralteten systems hat die zeitarbeitsbranche so einen zulauf, die meisten gut ausgebildeten jungen arbeitnehmer erhalten heutzutage nur noch 1. jahresverträge. hauptgrund dieses phänonemens ist das die unternehmen ihre "satten" "dreisten" mitarbeiter nicht mehr loswerden können, deren qualitative arbeit abnimmt und diese sich insgeheim denken "ich kann hier ne ruhige kugel schieben, bin sowieso im kündigungsschutz". die beste und fairste lösung wäre es den kündigungsschutz durch einen leistungsmäßigen bzw. qualitätsmäßigen kündigungsschutz zu ersetzen, indem die leute nicht gekündigt werden können die auch wirklich etwas leisten und sich z.b weiterbilden, und nicht diese die aufgrund irgendwelcher willkürlich festgelegten zeitspannen dieses privileg erhalten haben.

[ nachträglich editiert von bullworth ]
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01.11.2009 14:42 Uhr von summerheart
 
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@ bullworth: Zitat: "die beste und fairste lösung wäre es den kündigungsschutz durch einen leistungsmäßigen bzw. qualitätsmäßigen kündigungsschutz zu ersetzen"

und wer bewertet das? Wenn es der Arbeitnehmer tut, ist das Willkür da er sich die qualitative Arbeit immer anders auslegen kann. Wenns der Arbeitnehmer bewertet ist das Volkswirtschaftlicher Unsinn und ein unabhängiger... kaum möglich.
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01.11.2009 14:48 Uhr von bullworth
 
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summerheart: diese bewertungen könnten am besten in den tarifgesprächen zwischen gewerkschaften und den arbeitgbern geschiehen, oder findest du das das jetzige system fair ist?
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01.11.2009 14:54 Uhr von bullworth
 
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hier ist mal ein zitat eines artikels des spiegels: "Als Erstes trifft es die Jungen. Spricht eine Firma betriebsbedingte Kündigungen aus, ist das entscheidende Kriterium die so genannte Sozialauswahl: Sie richtet sich nach Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit und Unterhaltspflichten. "Last in, first out", lautet die Devise - Leistung spielt keine Rolle. "Die Betriebe werden zu Altenheimen, und die Jungen landen auf der Straße", so Ernst Müller, Direktor des Arbeitsgerichts in Solingen."

http://www.spiegel.de/...

edit: hier habe ich noch einen artikel entdeckt mit dem titel "Triumph der Trägen"

http://www.stern.de/...

[ nachträglich editiert von bullworth ]
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01.11.2009 14:59 Uhr von summerheart
 
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@ bullworth: Nein, ich gebe dir im Grunde genommen recht. Vorallem kleine Umsatzschwache Unternehmen haben immer den Hammer im Genick wenn es heißt neue Mitarbeiter einzustellen. Die Zeitarbeit floriert prächtig deswegen....

Die fairste Lösung wäre es den Kündigungsschutz an die Finanzlage des Unternehmens zu koppeln. Wenn man durch Profitabilitätsnachweise beweisen kann das dass Unternehmen im derzeitigen Zustand aufgrund einiger Mitarbeiter (zuviele davon, oder zu schlechte sei dahingestellt) nicht wettbewerbsfähig arbeiten kann, dann sollte ihm freistehen die Mitarbeiter zu entlassen.

Bisher ist es ja so das eine Rückläufige Finanzkennzahlenquote (Umsatz, Gewinn) noch keine betriebsbedingte Kündigung rechtfertigen, da sie nichts über die abzuarbeitene Menge der Arbeit aussagen. Das stimmt zwar... hier sollten aber kleine Unternehmen die Möglichkeit bekommen den Punkt zu übergehen.

Edit: Zu dem Artikel im Spiegel über die Jugendarbeitslosigkeit kann man nur sagen das es die fairste Lösung ist. Ich leide zwar auch darunter aufgrund meines jungen Alters aber, vorallem ältere Arbeitnehmer haben im Fall einer Entlassung eine gegen 0 sinkene Chance auf eine baldige Neueinstellung und haben meistens noch eine Horde Kinder zu ernähren. Junge Leute sind da einfach flexibler.

[ nachträglich editiert von summerheart ]
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01.11.2009 15:03 Uhr von bullworth
 
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summerheart: dein vorschlag wäre auch eine geeignete methode, immerhin sind wir uns einig das das jetzige system nichts taugt.

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