Sehbehinderte und Blinde konnten im Museum Frieder Burda Gemälde ertasten
Am vergangenen Mittwochabend wurde in Baden-Baden im Museum Frieder Burda sechs Sehbehinderten die Möglichkeit geboten, in der Ausstellung mit Kunstwerken des Expressionismus, mit einer neuartigen Methode Kunstwerke nachzuempfinden.
Eine Museumssprecherin sagte: "Als erstes Museum Deutschlands bieten wir spezielle Führungen durch die Ausstellung an". Es gäbe zwar schon Museen, wo Skulpturen abgetastet werden können, jedoch nicht Gemälde. Die Sehbehinderten erhalten dafür ein dreidimensionales Holzmodell des Bildes.
So hat der Künstler Peter Diziol unter anderem für das weltbekannte "Blaue Pferd" vom Expressionisten Franz Marc, Holz- und Linolschnitte für das Erfühlen geschaffen. Diziol sagte dazu: "Die Idee kam mir in England, als ich erlebte, wie dort Behinderte und Blinde behutsam an die Kunst herangeführt werden".