30.10.09 15:20 Uhr
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Russland: Mit Atomraketen zum Mars

Die russische Weltraumbehörde plant offenbar eine 400 Millionen Euro teure Mars-Mission. Die Pläne für ein Raumschiff mit Atomantrieb könnten schon in rund drei Jahren fertig sein.

Dann würde es allerdings noch neun Jahre für den Bau bedürfen, bevor eine bemannte Mars-Mission gestartet werden könnte.

Einen Antrieb mittels Atomenergie hält auch NASA-Spezialist Borowski für sinnvoll, da er doppelt so effizient sei. Allerdings lässt das bisherige, langsame Fortschritts-Tempo in der russischen Raumfahrt Zweifel aufkommen, ob die Pläne tatsächlich in der relativ kurzen Zeit umgesetzt werden können.


WebReporter: lunia
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Russland, Mars, Rakete, Atomrakete, Weltraumbehörde
Quelle: www.bild.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.10.2009 15:31 Uhr von Compolero
 
+12 | -14
 
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Hm.. kommt mir das nur so vor oder versuchen die Russen immer alle Antriebe mit Reaktoren und Atomen zu lösen? O_o
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30.10.2009 15:41 Uhr von nonotz
 
+7 | -12
 
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wow: Bestimmt witztig wenn das Ding beim Starten explodiert...
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30.10.2009 15:48 Uhr von Spafi
 
+11 | -1
 
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@Compiero: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal...
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30.10.2009 16:51 Uhr von Moogle
 
+5 | -0
 
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@ Getschi: Das ist jetzt nicht dein ernst?

Im Vergleich zu normalen Feststoffraketenantrieben (verdammt langes wort übrigens :D ) ist so ein "Atoma-Antrieb" mit sicherheit leistungsfähiger, allerdings haben wir ein neues Tschernobyl wenn so ein teil beim starten explodiert...
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30.10.2009 17:48 Uhr von Mixuga
 
+7 | -0
 
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@ MacClouds: "an der Mir eine Plattform dafür erichten und das Schiff im Orbit bauen"

Viel Spaß bei der Suche nach den Trümmern der MIR
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30.10.2009 19:28 Uhr von flokiel1991
 
+0 | -3
 
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@Moogle: Den vollen ausmaß von Tschernobyl wird es allerdings nie erreichen. Entweder explodiert es am Boden, alle Leute die zugucken sterben, sonst keine Folgen oder das Teil explodiert, während es schon in der Atmosphäre ist, der Uran wird in der Atmosphäre um die ganze Welt getragen und kommt irgendwann runter. Was dann wieder ein Pilzsammelverbot für 10 Jahre bedeuten würde.

Man muss dazu sagen, es wird im Vergleich zum Atomkraftwerk nur sehr wenig Uran verwendet. Es ist halt nur ein Antrieb und soll nicht Millionen von Menschen mit Energie versorgen.
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30.10.2009 20:00 Uhr von CHR.BEST
 
+1 | -1
 
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@ Halma: Bist du dir da sicher? In der Quelle steht nichts von Atombatterien, nur von Atomreaktoren.

Ein Reaktor setzt in kürzerer Zeit mehr Energie frei während eine Atombatterie nur langsam vor sich hinglimmt, bis sie irgendwann ganz erkaltet ist.

Soweit ich weiß, wollten die Russen mitte der 80´er Jahre schon mal eine solche Rakete bauen. Aber die Gefahr, daß das Ding beim Start explodiert und dabei hochradioaktive Stoffe freigesetzt werden, war wohl zu groß.

Das Grundprinzip eines solchen Antriebs ist ähnlich wie bei einem Atomreaktor. In einem solchen erhitzen Brennstäbe ein Medium (Wasser) auf hohe Temperaturen.
In einem atomaren Antrieb befindet sich das erhitzte Medium aber nicht in einem geschlossenen Kreislauf sondern wird über das Raketentriebwerk ausgestoßen.

Im Unterschied dazu, wird in chemischen Triebwerken die Energie alleine durch eine chemische Reaktion freigesetzt.
Dafür braucht man aber spezielle Treibstoffe/Oxidatoren wie z. B. Wasserstoff & Sauerstoff.
Ein atomares Triebwerk "frisst" hingegen fast alles, was flüssig ist.

Im Roman 2011 ist z. B. beschrieben, wie ein chinesisches Raumschiff mit einem solchen Triebwerk zum Jupitermond Europa fliegt (der mit einem riesigen, gefrorenen Ozean aus Wassereis bedeckt ist) und mit dem dortigen Eis einfach ihre leeren Tanks wieder auffüllen, um zur Erde zurückfliegen zu können.
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30.10.2009 20:46 Uhr von MX90
 
+1 | -1
 
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@ Chr. Best: Bist du dir da sicher? In der Quelle steht nichts von Atombatterien, nur von Atomreaktoren.

Sehr wahrscheinlich wird´s sich auch um einen Reaktor handeln.

Und höchstwahrscheinlich auch um einen nuklearen Scramjet, der dann erst in ausreichender Entfernung gezündet würde.

Etwas ähnliches haben die Amerikaner auch im kalten Krieg gebaut, unter dem Namen Projekt Pluto, welches allerdings im luftleeren Raum nicht ohne weiteres funktioniert hätte. Außerdem bliebe bei einem bemannten Flug noch das Problem, die Besatzung vor der Strahlung zu schützen.

[ nachträglich editiert von MX90 ]
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30.10.2009 21:44 Uhr von datenfehler
 
+2 | -1
 
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@Moogle: "Im Vergleich zu normalen Feststoffraketenantrieben (verdammt langes wort übrigens :D ) ist so ein "Atoma-Antrieb" mit sicherheit leistungsfähiger"
Richtig... und umweltfreundlicher. Die "Abgase" dieser Feststoffraketenantriebe (boa, du hast Recht! Voll lang das Wort!)

"allerdings haben wir ein neues Tschernobyl wenn so ein teil beim starten explodiert... "
Nein haben wir nicht. Immer diese paranoide Angst vor Kernenergie. Das ist langweilig immer diese naiven Bedenken in alle Winde zu zerstreuen.
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31.10.2009 00:23 Uhr von Soulfire
 
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400 Millionen? Hat nicht gerade die amerikanische Testrakete schon mehr gekostet?
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31.10.2009 00:50 Uhr von BlubbBlubbBlubb
 
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@flokiel1991: Das Ganze jetzt bitte noch einmal auf deutsch.
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31.10.2009 13:14 Uhr von Alice_undergrounD
 
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ja klar und das ganze für 400 millionen? vll 400 millionen tonnen gold lol xD
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31.10.2009 15:28 Uhr von MrDesperados
 
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Sinnvoll Das ist mal eine Möglichkeit, die Atomkraft sinnvoll zu nutzen. Die Gefahren bei einem Start sind natürlich da, aber wer sich mal die Baikonour Umgebung (z.B. mit Google Maps) angesehen hat, der wird merken das es da nicht viel zu zerstören gibt. Falls so ein Teil mal hochgehen sollte.

Wenn beim Start einer Raumsonde mit RTG (Radioisotope Thermal Generator) die Trägerrakete explodiert, dann passiert in der Regel nix. Es wurden schon RTGs aus einer Höhe von 20 km abgeworfen und diese sind ohne Bremsfallschirm heil am Boden angekommen. Die Dinger sind schon sehr stabil. Wer das gerne nachlesen möchte, sollte mal die Seite der Energiebehörde der USA besuchen. Dort findet man einige Tests zu RTGs.

Man muss den Russen aber auch lassen, dass deren Raketen sehr zuverlässig sind. Die Sojouz Raketen (Basierend auf der R-7) fliegen bereits seit den 60er Jahren und galten auch als Alternative für einen bemannten Mondflug. Sie fliegen immernoch mit Erfolg!

Ich traue es den Russen schon zu, dass sie das hinbekommen. Allerdings finde ich es sinnvoller wenn die USA mit den Russen stärker zusammen arbeiten würden. Gerade im Bereich der Antriebstechnik.

Sehr vielversprechend sind auch Sonnensegel, welche aber höchstens für Reisen in andere Sonnensysteme zu gebrauchen sind. Einmal beschleunigt müssen die Dinger nämlich auch wieder mit großer Energie heruntergebremst werden, was dann der nächste Stern am Besten kann. Eine Reise zum nächsten Stern kann im Besten Falle nur noch ~40 Jahre dauern. Aber leider wird da noch viel zu wenig geforscht.
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31.10.2009 15:59 Uhr von Faxendicke
 
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Dirr oder mirr: stehen zwei Astronauten am Fenster der MIR und sehen einen Haufen vorbeisegeln. Sagt der einer ist das von Dir? Er sagt, von Mir!

Mal im Ernst. Warum Diskutieren wir über Gorleben? Im all ist das problem doch dann gelöst. Aber man darf die Bibel nicht vergessen, denn da steht: et kütt alles ob die Äd zurück!

[ nachträglich editiert von Faxendicke ]
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03.11.2009 19:54 Uhr von Il_Ducatista
 
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wieso? wieso einen Atomreaktor mit schleppen wenn man ihn auf dem Mond arbeitgen lassen könnte und seine Energie per Mikrowelle zum Raumschiff strahlen könnte?

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