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Krankenhaus entsorgte Gebiss einer Patientin - Kein Schadensersatz

Eine Frau aus Augustdorf (Nordrhein-Westfalen) musste sich in einem Krankenhaus behandeln lassen. Während eines Frühstücks legte sie ihr Gebiss auf ein Tablett, dass dann später abgeholt wurde.

Danach waren die künstlichen Zähne verschwunden und nicht wieder aufzufinden.

Daraufhin zog die Frau vor Gericht und verlangte Schadensersatz. Das Landgericht Detmold entschied jetzt, dass die Klage der Frau abgewiesen wird. Die Mitarbeiter des Krankenhauses sind nicht verpflichtet auf dritte Zähne auf Tabletts zu achten, heißt es.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Kurioses
Schlagworte: Krankenhaus, Patient, Schadensersatz, Peinlichkeit, Gebiss
Quelle: www.wdr.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.10.2009 19:19 Uhr von rheih
 
+0 | -0
 
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Ich kann dieses Urteil nicht nachvollziehen! Wenn so ein Essenstablett abgeräumt wird, sollte es schon auffallen, wenn da ein Gebiss liegt!
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28.10.2009 19:54 Uhr von Hinkelstein2000
 
+9 | -11
 
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typisch Deutschland das ist mal wieder so ein Urteil, an dem man sofort erkennt, daß es von großem Sachverstand zeugt //Ironie off...

zumindest in der Verwaltung hätte mans doch melden können, dann hätte sich die Frau nur melden brauchen. Klar war es Ihre Schuld, sie hätte das Gebiss ja auch neben sich aufs Bett elgen können :) mann mann mann, und so ein Richter verdient auch noch gut Geld :(
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28.10.2009 19:58 Uhr von p4nd4b1tch
 
+7 | -3
 
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andererseits: auch wenn das stimmt, das man das der Verwaltung hätte melden können, hat die Patientin keinen Anspruch darauf, ihr Gebiss ersetzt zu bekommen.

Denn das will ich mal sehen, das mein Portemonnaie, das ich im Mülleimer liegen lasse, von der Müllabfuhr erstattet werden muss.
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28.10.2009 20:01 Uhr von Lamura
 
+7 | -0
 
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@Autor: Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit im Krankenhaus kann ich nur sagen, daß solche Essenstabletts regelmäßig als "Abfallhalde" benutzt werden.
Da landet nicht nur die benutzte Serviette zerknüllt auf dem Tablett, sondern auch jedweiliger anderer Müll:

- Reste vom vorherigen Essen, welches als "Nachtisch" aufm Kommödchen für späteren Verzehr aufbewahrt wurde,

- Mitbringsel von Besuchern, inklusive Essen (sehr schön ist es, wenn McDonalds-Futter inklusive der Verpackungsberge mitgebracht wurde....)

- benutzte Taschentücher

- das Papier von mitgebrachten Blumen - manchmal auch die Blumen selbst *ggg*

usw...

Glaub mir, KEINER der Pflegekräfte wühlt freiwillig in dem Müll, nur um etweilige verlegte Gegenstände gelegentlich finden zu können!
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28.10.2009 20:06 Uhr von Lamura
 
+11 | -0
 
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Ach, eins hab ich noch vergessen:

Üblicherweise reißen die Pflegekräfte die Tabletts nicht wortlos den Patienten weg. Es wird gefragt, ob man fertig mit essen ist, obs geschmeckt hat usw. - alles also indirekt zusammengefaßt als "Darf ich das Tablett jetzt wegräumen?" - was gelegentlich auch wortwörtlich so fällt.
Da besteht für den Patienten (sofern er halbwegs bei Verstand ist) die Gelegenheit, selber nochmal zu schauen und sich zu erinnern, daß er/sie das Gebiß o.ä. eben noch vor einer Minute darauf gelegt hat!
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28.10.2009 20:42 Uhr von bigX67
 
+4 | -1
 
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wie lamura schon sagte, keiner will noch mal alle essenstabletts durchwühlen, weil irgendein schussel da was draufgelegt, unter irgendwelchem müll begraben und dann vergessen hat.
ist bei 2 leuten, die 40+ essen abräumen (innerhalb kurzer zeit - normalerweise haben wir dafür nicht einen vormittag zeit) auch ein wenig viel verlangt.

wir hatten schon so einen fall auf station. pat bekam das selbe zu hören, wie die pat in der news.
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28.10.2009 20:42 Uhr von 08_15
 
+5 | -2
 
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@Lamura Treffend erklärt! Als Dauergast im Krankenhaus kann ich das nur bestätigen.

Ich habe auch eine Lesebrille (5 Euro) versemmelt und mir war klar das das dusselig war.

Ich jammer doch nicht rum, wenn ich selber bräsig was mache.

Meine Reaktion (da ich nicht im Zimmer war, als das abgeholt wurde) Ups ... ich glaub ich hab die Brille unter dem Deckel liegen lassen.

Das war natürlich auch schon selten dämlich, habe die wohl an den Tellerrand zum Unterteller gehabt und dann den Deckel druff, da ich die SUppe gerne noch gefuttert hätte.

Ne, ich sehe da keine Schuld am Personal. Was da manchmal mit auf dem Tablett landet ... ich habe schon Zeitungen, halbe Pizzas vom Pizzaservice und vieles unansehnliche gesehen. Das ekelhafteste war doch tatsächlich ein Häufchen von einer Kotpresse, die illegal ins Krankenzimmer gebracht wurde.

NEIN, ich würde auch kein Tablett nach brauchbarem durchsuchen.

Zudem ist meine Frau Krankenschwester und was die in über 25 Jahren Beruf erlebt hat .... ich sage nur "weia"
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28.10.2009 20:44 Uhr von beZan
 
+2 | -7
 
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Naja @Lamura deine Beispiele sind ja auch alles ganz klare Sachen, bei denen es natürlich offensichtlich ist das diese man nicht mehr braucht.
Aber bei einem Gebiss (!) und das in Verbindung mit einer alten Frau (nehme ich hier mal an), die sowas mal übersehen kann (bzw. etwas offensichtliches zu übersehen passiert jedem mal) ist es doch selbstverständlich da nachzufragen. Einfach nur weil bei jedem halbwegs vernünftig gepolten Menschen es sofort klick machen muss wenn sowas als "Müll" auf dem Tablett liegt. Und das sowas nicht mit absicht da liegt kann man sich auch schnell zusammenreimen wenn man bedenkt das vorher auf diesem Tablett was zusich genommen wurde. Davon abgesehen: auch wenn viele Dinge auf diesem Tablett liegen gelassen werden für den Müll, und das sich schon tausend Jahre so eingebürget hat, ist ein Tablett trotzdem kein Mülleimer. Sprich rein theoretisch müsste man selbst bei McDonalds Müll nachfragen ob man es nochmal haben möchte.

Also ansich war natürlich es ein Fehlverhalten des Personals, in dem Sinne, das man es einfach aus Logiküberlegungen hätte tun müssen an dieser Stelle nachzufragen, obwohl es kein Gesetz dazu gibt.

Das Problem bei diesem Urteil ist wohl eher die Sache: wenn man hier der alten Dame recht gibt, dann muss das Personal auf all möglichen Sachen acht geben, und bei jeder Kleinigkeit nachfragen. Sprich das Personal würde damit ein zu hohes Risiko tragen. Und somit wurde wohl oder übel gegen dieser Patientin entschieden.
Rein von der Sachlage zwar unterverständlich aber im Hinblick auf das ganze, nachvollziehbar.
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28.10.2009 21:09 Uhr von omar
 
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Kann ich nicht nachvollziehen wofür hat denn ein Krankenhaus eine Haftpflicht-Versicherung?
Sowas wäre doch eindeutig als "Unfall" abgesichert...
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28.10.2009 21:37 Uhr von bigsister
 
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das: nenn ich mal nen vernüftiges Urteil- traurig für die Patientin jedoch kann man das Pflegepersonal nicht für alles verantwortlich machen.
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28.10.2009 21:40 Uhr von Lamura
 
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@bezan: Nee, der Punkt war, daß Gegenstände unter dem ganzen Müll begraben werden und eben nicht sofort sichtbar sind.
Gerade Gebisse werden sehr gerne in Papiertaschentücher oder Servietten eingepackt - frag mich nicht warum... Das sieht einfach aus wie ein zerknülltes Stück Taschentuch!

Um Gegenstände darin zu finden/sehen, müßte man tatsächlich darin wühlen.
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28.10.2009 22:33 Uhr von Perisecor
 
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@ Matthias1979: Und wieder einmal beweist du, dass du nicht mal ansatzweise Ahnung hast.

http://dejure.org/...

Zum Topic:
Selbst schuld, der Rest wurde z.B. von Lamura treffend ausformuliert.
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29.10.2009 01:55 Uhr von StYxXx
 
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Wenn da ein Gebiss liegt, merkt es niemand und das wird einfach weggeworfen. Aber wehe, eine Mitarbeiterin nimmt eine Maultasche, das fällt sofort auf. :D

Mir ist klar, dass das unterschiedliche Einrichtungen waren. Aber ich finde es trotzdem traurig, dass das Krankenhaus nichtmal Ersatz leisten will. Sowas kann ja mal passieren. Deswegen sind sie auch versichert. Hier einen Ersatz zu besorgen (oder zumindest zu beteiligen) wäre für das KKHG daher wohl kaum eine Bankrotterklärung. Da wünscht man sich, dass der PR-Schaden weitaus größer wäre...
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29.10.2009 02:01 Uhr von StYxXx
 
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@Lamura: "Da besteht für den Patienten (sofern er halbwegs bei Verstand ist) die Gelegenheit, selber nochmal zu schauen und sich zu erinnern, daß er/sie das Gebiß o.ä. eben noch vor einer Minute darauf gelegt hat!"

Was natürlich vorraussetzt, dass der Patient das in dem Moment weiß. Wenn es eine ältere, vielleicht senile oder alzheimerkranke Patientin ist, was dann? Ob hier gefragt wurde, wissen wir nicht einmal. Auch nicht, ob alles zugemüllt war, oder das Gebiss offen dalag und jemand einfach nur schlampig war. Das ist alles reine Spekulation.

Ich denke auch, niemand will hier sagen, dass das Pflegepersonal persönlich belangt werden sollte. Aber wieso wickelt man das nicht über die Versicherung ab? Wäre das eine andere (private) Einrichtung, wäre das wohl selbstverständlich.
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29.10.2009 05:15 Uhr von miramanee
 
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Logisch: Hätte die Dame die Zähne für eine Untersuchung herausnehmen müssen, wäre das etwas anderes. In diesem Fall jedoch steht nicht einmal fest ob die Dame die Zähne dort überhaupt hat liegen lassen.
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29.10.2009 09:03 Uhr von Canoa-Quebrada
 
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Vielleicht hat die Patientin dort so zugelangt, daß das Krankenhaus absichtlich ihr Gebiss entsorgt hat, um nicht die Küche wegen Lebensmittelknappheit schließen zu müssen.

Aber mal Scherz beiseite.

Das ist schon wirklich bitter und noch schlimmer das dieses Klinikum nicht für den Schaden aufkommen will. Ein kompletter Satz "guter" Zahn-Prothesen kostet extrem viel Geld.
Da bleibt der Frau nichts außer das Klinikum zu verklagen.
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29.10.2009 10:55 Uhr von Perisecor
 
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@ StYxXx @ Canoa-Quebrada: Warum sollte das Krankenhaus für die Nachlässigkeit Dritter geradestehen?

Und das Krankenhaus verklagen? Warum? Weil sie eine persönliche Sache auf ein Tablett gelegt hat, welches bekanntermaßen zügig abgeräumt und entsorgt wird?

Macht euch doch nicht immer lächerlich mit euren Forderungen.

PS: Die meisten alten Leute sind noch aus der Generation, wo es "in" war, zu seinen Fehlern zu stehen. Ich hoffe, diese Zeiten kommen irgendwann wieder.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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29.10.2009 12:52 Uhr von pitufin
 
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...neuer Speiseplan: fuer die Dame:
Montag bis Samstag Suppe
Sonn- und Feiertage Stampfkartoffel

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