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Köln: Einsturzursache des historischen Archivs wahrscheinlich geklärt

Die Einsturzursache des historischen Archivs in Köln ist wahrscheinlich geklärt. Bei dem Unglück am 03.03.09 waren zwei Menschen ums leben gekommen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" teilte unter Berufung auf Justizkreise mit, dass eine löchrige Schlitzwand die Ursache für den Einsturz sein soll.

Durch dieses Leck in der Baustelle sollen die Wassermassen eingedrungen sein und das Erdreich unter dem Archiv weggespült haben.

Um die Theorie der Gutachter zu beweisen müsste allerdings ein Gutachten in ca. 40 Metern Tiefe an der Unglücksstelle erstellt werden. Allerdings ist das Risiko für eine Begutachtung zu groß. Zudem behindern konträre Interessen der Verkehrsbetriebe und Staatsanwaltschaft die Ursachenforschung


WebReporter: McDarkness
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Köln, Unglück, Ursache, Archiv
Quelle: www.rp-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.10.2009 15:08 Uhr von McDarkness
 
+0 | -0
 
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Naja, in der Quelle heißt es noch, dass eine "Atmosphäre des Misstrauens und Geheimniskrämerei" herrscht. Ist ja auch kein Wunder wenn die genaue Untersuchungen blockieren. So etwas finde ich verantwortungslos. Vor allem weil dort jemand umgekommen ist. Wenigstens die Angehörigen sollten wissen ob es einfach ein tragisches Unglück oder ein Fehler der Bauherren war.
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26.10.2009 16:00 Uhr von fg91
 
+2 | -0
 
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wer weiß: was bei genaueren untersuchungen alles rauskäme...die wolln doch nur ihr gehalt sichern
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26.10.2009 16:12 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -1
 
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>Vor allem weil dort jemand umgekommen ist<: Vor allem, weil dort unwiderbringlich zeitgeschichtliches Material vernichtet wurde, was noch viel schwerer wiegt, als diese zwei Menschenleben, weil für die Erlangung, den Erhalt und die Überlieferung jener Artefakte weit mehr als nur zwei Menschen gestorben sein dürften.

Ich will gar nicht wissen, wieviele Menschen noch im zweiten Weltkrieg alte Schriften und Schätze gerettet haben, unter Einsatz ihres Lebens.
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26.10.2009 16:31 Uhr von Fowl
 
+1 | -2
 
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jaa Schwertträger klar, materielle dinge waren schon immer mehr wert als menschenleben ..

traurig, aber wahr.
Noch trauriger: Leute, die das auch noch SO denken :>
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26.10.2009 17:04 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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Nee Fowl, eben nicht in diesem Fall! In dem archiv lagerten ja viele Unterlagen, die Leute, also Menschen, für aufhebenswert hielten.

Und einige dieser Menschen haben SELBER Ihr Leben eingesetzt, um das eine oder andere dieser Stücke für die Nachwelt zu erhalten. (So wie bspw. die Original amerikanische Verfassung, für die wohl sehr viele Amerikaner ihr Lebne geben würden).
Auch irgendwelche Depeschen aus Kriegszeiten, wegen derer Kuriere ihr Leben auf´s Spiel setzten, oder irgendwelcher Kritikschriften, die vor der Vernichtung durch Staat und Kirche gerettet, in dem sie versteckt wurden. Auch das natürlich unter ständiger Gefahr des Entdecktwerdens und somit Lebensgefahr.

Wenn man all diese Menschen nimmt, die schon gestorben sind, wäre es frevelhaft, die dann zu verraten, nur um - evtl. - das Leben zweier weiterer Menschen zu retten. Oder diese zwei jetzt gestorbenen Menschen stärker in den Fokus zu rücken, als die, die in der Vergangenheit starben, nur weil sie heute niemand mehr kennt.
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26.10.2009 17:10 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -0
 
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@Fowl: auch noch SO denken: Sind Dir also Leute lieber, die so handeln, Dir aber das Denken nicht offen zeigen?
;-)
Ich frage das nur, weil Du das Denken so betonst.

Aber egal.


>klar, materielle dinge waren schon immer mehr wert als menschenleben ..<

Jein. Das hängt von der Anzahl ab, in der das jeweilige verfügbar ist. Wenn ein menschenleben gegen mehrere andere steht, dann ist das eine logischerweise weniger wert. Wenn ein Menschenleben gegen ein materielles Ding steht, dass sehr viel menschliche Ressourcen erfordert, um es herzustellen, dann ist unter Umständen das Leben weniger wert.
Wenn ein Menschenleben gegen ein unersetzliches materielles Ding steht, dann ist die Chance noch viel höher, dass das Leben weniger wert ist, vor allem, wenn aus dem materiellen Ding viele tausend zukünftige Leben etwas lernen können, was ihnen evtl. beim Überleben hilft.

Menschliches Leben ist halt auf unserem Planeten mindestens 7 Milliarden Mal vorhanden. Das ist etwas, dass man bei allen Gedanken zum Thema auch immer im Hinterkopf haben muss.

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