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Donaueschingen: Bauern blockieren mit 50 Traktoren Aldi-Lager und Öschberghof

Am heutigen Donnerstagmorgen blockierten Bauern aus der Region mit rund 50 Traktoren, Autos und einem Sitzstreik das Aldi-Auslieferungslager in Donaueschingen sowie den Öschberghof bei Aasen.

Die Landwirte forderten mit ihrer Protestaktion faire Milcherzeugerpreise. Zudem prangerten sie die jüngsten Milchpreissenkungen des Discounters an.

Lediglich 23 Cent erhalten Bauern derzeit für einen Liter Milch. Nötig seien aber rund 40 Cent, um kostendeckend produzieren zu können, so die Forderung der Milchbauern.


WebReporter: Seeinfos
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Preis, Streik, Bauer, Aldi, Milch, Discounter
Quelle: www.suedkurier.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.10.2009 12:12 Uhr von br666
 
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Solange: die keine Lebensmittel wegkippen solls mir recht sein.
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22.10.2009 12:26 Uhr von Kirifee
 
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40 von den Bauern gehn mal alle schön weg. Dann wird Milch so Produziert wie es benötigt wird und sie bekommen durch das einfache Angebot/Nachfrage-Prinziep mehr Geld. Aber wenn man sich von der EU einfach alles bezahlen läst, so das es 5x mehr Milch gibt als benötigt wird bekommt man natürlich kein Geld dafür. Bauern sollten lernen das sie nicht mehr irgend welche Arbeiter auf dem Land sind, sondern das sie Geschäftsleute sind und sich somit am Markt orientieren müssen, wir haben nun mal eine Marktwirtschaft und kein Wünsch dir was.

Das klingt hart, aber so ist es nun mal und das haben die Bauern einfach vor 50 Jahren verschlafen als Deutschland anfing ihnen Geld in den Po zu pusten.

P.S. die Zahlen entsprechen meiner persöhnlichen Einschätzung.
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22.10.2009 13:00 Uhr von Dracultepes
 
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Die Bauern sollten einfach mal aufhören zu produzieren.
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22.10.2009 13:08 Uhr von John2k
 
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Die sollen nicht vor Aldi demonstrieren: sondern von denen, die sie wirklich bezahlen. Den Molkereien. Ist doch banane, was Aldi verlangt.
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22.10.2009 13:17 Uhr von alekz
 
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Liegt doch nicht an den Bauern: Die Bauern können doch nichts für die Regelungen vom Staat oder der EU. Wenn das alles subventioniert wird, ist das halt so. Ein Bauer, der sein ganzes leben Bauer war, wird auch nicht mal eben Haus und Hof aufgeben und was anderes machen. Meistens hat er auch nichts anderes gelernt und könnte auch nur weitere unterbezahlte Jobs annehmen.
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22.10.2009 13:34 Uhr von buzz_lightyear
 
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klar: alles wird plattgemacht was nicht zu ner riesigen kette gehört der mittelstand wird zerstört einzelhandel geht zugrunde nur noch massenware zählt ...armes land



ABER: Bauern darf man sich nicht so wie früher vorstellen mit Schürze und "nett" zu den Tieren und so das war mal so ...das sind abgewichste Menschen die teilweise selbst nicht vom Land kommen und aus Tier und Boden Kapital schlagen ohne RÜcksicht auf Verluste ....

Es geht denen um Geld und um nichts anderes und wer uns den Kapitalismus eingebracht hat brauch ich glaub ich nicht mehr zu sagen....
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22.10.2009 13:49 Uhr von stitch
 
+1 | -2
 
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Wenn es so leicht wäre während die einen die Preisschraube anziehen werben die anderen (Alnatura) mit einem angeblich "fairen Preis" für die Bauern. Im Endeffekt bezahlen sie einen(!) Cent mehr pro Liter als die anderen Discounter, und sichern damit auch nicht die Existenz der Landwirte...

@Matthias+Kirifee
Leider lässt sich das bei der Milch nicht so einfach steuern wie bei anderen landwirtschaftlichen Produkten. Das wissen auch die Discounter. Und die Kunden wären laut div. repräsentativer Umfragen sogar bereit, deutlich mehr Geld für Milchprodukte zu bezahlen. Aber es lässt sich eben nix leichter beeinflußen. DIe Kühe müssen jeden Tag gemolken werden.


@tepes
Genau, stell doch einfach mal die Kuh ab und lass sie drei Tage lang keine Milch produzieren...

@buzz
Das ist Käse. Dies trifft sicherlich auf vereinzelte Agrarunternehmer in Ost- und Norddeutschland zu, die tatsächlich produzieren wie eine Fabrik. Aber du kannst deine AUssage über die Landwirte nicht verallgemeinern.

[ nachträglich editiert von stitch ]
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22.10.2009 13:55 Uhr von Flying-Ghost
 
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Holland! Das Land der Wiesen, der Kühe, der Milch des Käses! Jawohl; so ist das hier.

Aber: Leider konnte ich hier über folgende Anzeige NICHT berichten, da es keine englisch oder deutschsprachige Quelle dazu gibt. Und selber mir eine Quelle bauen ist mir zu doof. Bin doch kein Topfnarr...

Hier in den Niederlanden weigert sich die Bemster Käserei, bestimmte Supermärkte mit ihren Käse zu beliefern. Der Hintergund wurde in einem offenen Brief des Direktors per ganzseitige Anzeige (in so ziemlich jeder Tageszeitung) so begründet: Die Einkäufer dieses Handelskonzern wollen den Käsepreis im Einkauf so sehr drücken, dass die Käserei nie und nimmer den Bauern einen fairen Milch-Preis zahlen kann. Und deswegen boykottiert die Käserei diese Handelskette. Man versuche jedoch mit den Einkäufern der Supermarktkette einen Einigung zu erzielen.

So, liebe Klugredner. Wer schrieb hier was von den Molkereien ist es egal?

Dann zu der Argumentation die Bauern müssen wirtschaften lernen. Das brauchen sie nicht. Das tun schlaue Leute in Brüssel. Der Bauer ist ja Bauer und kann nicht denken. Und deswegen hat die EU Felder brach legen lassen. Weil ja z.B. zu viel Korn auf dem Markt ist. Da der Bauer ja aber von/auf einem brach liegenden Feld nix verdient, hat er dafür Geld bekommen.

Geht aber noch besser: Der Bauer hat Korn angepflanzt, was einen zu geringen Mehlgehalt hat. Das wurde dann zu Non-Food deklariert UND ZUM HEIZEN DER WOHNHÄUSER BENUTZT! Natürlich mit EU-Geld. Klar, der Bauer soll ja kein Food produzieren.

Dann zu meinem Lieblingsthema der Schweinenase: Früher wurden Ferkel gegen schief wachsende Nasen geimpft. Ja, geimpft. Weil wenn eine Schweinenase schief wächst, bekommen hellhäutige Schweine schlechter Luft. Dadurch ist das Fleisch etwas dunkler; nicht mehr zart rosa. Und das will der Verbraucher nicht.

So, meine Lieben Klugredner. Wem von Euch darf ich nun eine lecker frische Ente in die Hand drücken? Die machen wir dann heute zum Abendessen. Richtig lecker mit Kloss und Soss. Ach, sorry, ich vergass: Die Ente lebt noch - kommt nicht aus dem Supermarkt - muss noch eben geschlachtet und gerupft werden!

Keinem?

Dann überlegt Euch beim nächsten Einkauf im Supermarkt mal, was ein Bauer an 5 Kg Kartoffeln für 69,- € CENT verdient!
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22.10.2009 14:03 Uhr von Hunter-S-Thompson
 
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Man: sollte Analogkäse verbieten !!!
wenn man dann die "überflüssige" Milch zu Käse verarbeitet hätte man eine bessere und gesündere Pizza. Ich weis ja nicht wie groß der unterschied in der Produktion von den Kosten ist, aber bei METRO ist der Unterschied zwischen Käse und Analogkäse so gering, dass ich gar nicht verstehen kann, dass manche Pizzarien darauf umsteigen, und somit den Kunden unzufrieden machen, der wiederum nicht mehr kommt.
Ein Schuss ins eigene Bein...
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22.10.2009 19:32 Uhr von NA1
 
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China ?????? da gab es doch vor nicht so langer Zeit den Milch Boom in China.
Weshalb dann bei uns Milch knapp ( geredet ) wurde.
Die Preise stiegen deshalb.

Und was macht China nun. Braucht man nach der Olympiade keine Milch mehr.
Oder hat man dort einfach unsere Kühe kopiert und macht die Milch jetzt selbst.
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23.10.2009 21:27 Uhr von uhlenkoeper
 
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NA1: Gar nicht so falsch, Dein Ansatz:
der steigende Konsum von Fleisch und Milch hat immer auch etwas mit steigendem Wohlstand im Volk zu tun. China ist da als einer der Tigerstaaten nur ein ganz krasses Beispiel, weil dort eben bei der Menge der Bevölkerung 1% mehr oder weniger Nachfrage den Weltmarkt schon erheblich durcheinander bringen kann.

Im Zuge der Krise auf dem Bankensektor und nachfolgend dem Knick auch im Wirtschaftsbereich hat die Nachfrage nach Milchprodukten nachgelassen.
Hinzu kommt, dass China tatsächlich seit 3 Jahren massiv selbst Milchviehbetriebe und Schweinemastbetriebe baut. Diese kommen inzwischen nachhaltig in die Produktion.

Und noch etwas interessantes am Rande:
in Australien ist grade der weltgrößte Milchfarmer pleite gegangen. Dieser Betrieb verfügte über 600.000 (!!!) Kühe, konnte aber aufgrund der nachlassenden Nachfrage auf dem Weltmarkt seine Kredite nicht mehr bedienen. Jetzt gehört den Banken das riesige Milchimperium ....

Schelm, der sich Böses dabei denkt .............


P.S.:
wer hier immer meint, den Bauern mangelndes Denken unterstellen zu müssen, dem rate ich mal, einen Blick in eine einschlägige landwirtschaftliche Fachzeitschrift zu werfen. Ich wette, dass die meisten hier dann überhaupt nicht kapieren würden, was dort abgehandelt wird. Ganz so blöd sind die Bauern nämlich auch nicht. Auch wenn´s bei "Bauer sucht Frau" so schön anders gezeigt wird . ;-


P.P.S.:
Ich für meine Person kann der Idee, aus 8 Milchviehbetrieben einen zu machen, nicht besonders viel abgewinnen. Die Folgen von Massentierhaltungen und Monokulturen sind doch nun wirklich inzwischen bekannt. Danach kann sich nun wirklich niemand sehnen.
Und Milchviehbauern, die ihre Milchviehwirtschaft aufgeben müssen, werden andere Einkommensmöglichkeiten suchen. Bei uns weichen derzeit viele Milchbauern in die Hähnchenmast aus. Da im Emsland und Cloppenburger Land keine weiteren Hähnchenmastställe mehr gebaut werden dürfen, weichen die dortigen Firmen jetzt in andere Gebiete aus und lassen dort auf Kommission Ställe für bis zu 80.000 Tiere errichten.
Für mich ein grauenhafter Gedanke, dass bäuerliche Kleinbetriebe so ans Gängelband agrarindustireller Riesen genommen werden. Vom Tierschutzaspekt mal ganz zu schweigen.

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