22.10.09 10:41 Uhr
 8.187
 

Geändertes Sozialgesetz führt arbeitslose Frau in ein Fiasko

Die frühere Selbstständige, Maria H. (52), die vor drei Jahren ihr kleines Hosengeschäft aufgeben musste, fiel durch eine Anfang des Jahres entstandene Gesetzeslücke in ein finanzielles Loch. Sie kämpft nun vor Gericht gegen die von der Regierung verursachte Schuldenfalle.

Das Problem entstand durch ihre frühere private Krankenversicherung. Bei der Änderung im Sozialgesetzbuch haben frühere Privatversicherte nicht mehr die Möglichkeit, in die gesetzliche überzuwechseln. Als Hartz-IV-Bezieherin kann sie nun den monatliche 288,77-Euro-Beitrag nicht mehr aufbringen.

Von den monatlich 918 Euro von der Arbeitsagentur ist eine Privatversicherung nicht mehr bezahlbar. Die Folge für Frau H. ist, dass sie die hohe Versicherung aufgeben musste, mit der Konsequenz, dass sie jetzt nicht mehr zum Arzt geht. Der Caritasverband: H. ist Opfer einer Gesetzeslücke.


WebReporter: Luckybull
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Frau, Geld, Hartz IV, Patient, privat, Krankenversicherung
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ex-"Germany´s Next Topmodel"-Star Tessa Bergmeier bezieht nun Hartz IV
Lösung für Dortmunder Hartz IV-Bettler - Er darf abzugsfrei 200 Euro einbehalten
Westerwald: Frau wollte Haus verkaufen, um Hartz IV zu erhalten

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
22.10.2009 10:59 Uhr von Cpt.Death
 
+9 | -4
 
ANZEIGEN
Pflicht zur Krankenversicherung? mit der gesundheitsreform ist eine Pflicht zur Krankenversicherung eingeführt worden! => Frau H. kann Ihre Versicherung nicht kündigen!
Selbst das nichtzahlen von Beiträgen führt zum Rauswurf! Nach Mahnung etc. wird der Tarif in den Umfang der Gesetzlichen KV umgestellt und das wars, Rechnungen der Ärzte müssen dann wie bei der gesetzlichen bezahlt werden.

Und dann gibt es da ja noch den Basistarif..... "geringe" Kosten, bei bedürftigen nur hälftiger Beitrag..... und, die Agentur fr Arbeit zahlt in der Regel auch was dazu...

aber das alles mal nur am Rande...
Kommentar ansehen
22.10.2009 11:05 Uhr von John2k
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Wurde da letztens nicht etwas geändert und: nun wird die private versicherung genauso bezahlt?
Kommentar ansehen
22.10.2009 11:20 Uhr von PakToh
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Keine Neuigkeit Fragt mal Studenten wie das aussieht ;)
Wenn ein Student über die Eltern privat versichert war (z.b. Kinder von Lehrern) und dann studiert bleibt er privat versichert, da noch über die Eltern versichert.
Geht er dann während des Studiums arbeiten muss er weiter privat versichert bleiben, auch wenn er dann selbst versichert ist und alles selber bezahlen muss...
Die Versicherungsform (Privat/Gesetzlich) kann während eines Studiums nicht mehr geändert werden - Er müsste also das Studium abbrechen und nach einem Semester wieder aufnehmen, dann aber 500 Euro zusätzlich bezahlen pro Semester,d a es sich ja um ein Zweitstudium handelt und nicht mehr ums ein Erststudium, welches er ja "freiwillig" abgebrochen hat...

Von daher gibt es solche Stolperfallen mehrfach in den Gesetzen...
Kommentar ansehen
22.10.2009 11:38 Uhr von LuckyBull
 
+5 | -2
 
ANZEIGEN
@ Cpt.Death: Warum geht dann die arme Frau: nicht mehr zu ihrem Hausarzt, zum Zahnarzt, trotz großer Schmerzen?
Wenn sie weiter Krankenversichert ist, durch eine Umstellung auf die normale gesetzl.Pflichtversicherung, dann würde sie doch jetzt ihre Arztbesuche machen können ...!!!

Irgendwas läuft da doch aus dem Ruder...
Kommentar ansehen
22.10.2009 12:02 Uhr von Trisa
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Wieso: wechselt die Dame nicht in den basistarif?
Hier werden von der Arge auch Kosten bis zu 150€ übernommen...
Kommentar ansehen
22.10.2009 13:09 Uhr von Iokaste
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
...eigentlich ist es so, dass die Damen und Herren, die wir zu Jahresbeginn prüfen, und die in den letzten drei Jahren NICHT über der Jahresbeitragsgrenze gelegen haben wieder automatisch in eine gesetzliche Krankenversicherung wechseln müssen.

Es kann natürlich sein, dass hier die Agentur für Arbeit mal wieder Bockmist gebaut hat...bzw. dass es aufgrund der Selbständigkeit der Frau zu Verwirrungen gekommen ist.
Kommentar ansehen
22.10.2009 13:27 Uhr von TheWidowmaker666
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@PakToh: Erststudium ist alles bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluß.
Wenn Du abbrichst und dann wieder aufnimmst, ist das immer noch Dein Erststudium.

Ich wusste das mit der Versicherung bis jetzt nicht, aber ich bin eh gesetzlich krankenversichert. Hatte auch überlegt mich als Student gar nicht zu versichern, das geht aber bekanntermaßen nicht mehr.

Auch wenn die Gesetze von Menschen gemacht werden und dadurch durchaus fehlerbehaftet sein können, denke ich, dass solche offensichtlichen Fehler/unberücksichtigte Gegebenheiten endlich mal ohne ewiglange Gerichtsgeschichten (auch rückwirkend) behoben/berücksichtigt werden sollten...
Kommentar ansehen
22.10.2009 13:44 Uhr von hofn4rr
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
das das amt: die privatversicherung nicht zahlt ist mir klar.

denn selbst der basistarif ist für frauen ab dem alter richtig teuer, insbesondere bei älteren verträgen.

das die frau nicht wieder zurück kann zur gesetzlichen, dürfte sie der versicherungslobby zu verdanken haben.
Kommentar ansehen
22.10.2009 15:15 Uhr von willi_wurst
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
soweit ich informiert bin, kann man sich auf der arbeitsagentur so einen art "kostenübernahmeschein" für ne arztbehandlung holen, falls man nicht krankenversichert ist... die agentur zahlt bestimmt nur bei schwerwiegenden erkrankungen, aber sie zahlen... denk ich :-)
Kommentar ansehen
22.10.2009 16:49 Uhr von Trisa
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@hofn4rr: Ich kann Dir nur zum Teil recht geben.

Es zählt in der KV das Eintrittsalter.
Würde Sie den basistarif also nun bei einer Billigversicherung abschließen wollen, wäre das wohl sehr teuer.

Bei einer guten Versicherung hat sie aber die Möglichkeit, den tarif zu wechseln, ohne dass ein neues Eintrittsalter zu Grunde gelegt wird.

Um zu wissen, wie teuer es wäre, müsste man also wissen, mit welchem Alter sie ursprünglich die KV abgeschlossen hatte.

Im Übrigen liegt es nicht an der Versicherungslobby, sondern an der lieben Frau Ulla von der SPD.
Es leben die Vorurteile gegenüber den versicherern.
Kommentar ansehen
22.10.2009 17:47 Uhr von Briefbote
 
+2 | -9
 
ANZEIGEN
das ist mal wieder schön.Sich als Selbständige aus der Solidargemeinschaft entziehen, und wenn es den Bach runter geht dann rumheulen. Sie hätte sich ja damals freiwillig gesetzlich versichern können! Dann gäbe es jetzt kein Problem.
Kommentar ansehen
24.10.2009 13:15 Uhr von Bud_Bundyy
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Das ist relativ gerecht: Sie hat sich mit der Privaten gegen die Solidargemeinschaft entschieden... Damit hat sie meiner Meinung nach keinen echten Grund sich über mangelnde Soidarität zu beklagen.

Die Private war ja soooooo günstig!

Refresh |<-- <-   1-12/12   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Ex-"Germany´s Next Topmodel"-Star Tessa Bergmeier bezieht nun Hartz IV
Lösung für Dortmunder Hartz IV-Bettler - Er darf abzugsfrei 200 Euro einbehalten
Westerwald: Frau wollte Haus verkaufen, um Hartz IV zu erhalten


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?