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Konstanz: Die Maultaschendiebin stand schon unter Beobachtung

Bevor im Fall der fristlosen Kündigung einer Pflegerin die sechs Maultaschen aus einem Altenheim in Konstanz entwendete (SN berichtete) darüber entschieden wird, ob sie in Berufung gehen wird, will ihr Anwalt noch einige Details klären.

Nicht nur die Verurteilte, auch andere Mitarbeiterinnen des Seniorenheims standen nach Recherchen des "Südkurier" wegen des Verdachts gegen die Regeln ihres Arbeitgebers zu verstoßen, unter Beobachtung der Heimleitung.

Die Verteidigung hat vier Wochen Zeit Berufung einzulegen.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Verhandlung, Berufung, Altenheim, Maultasche
Quelle: www.suedkurier.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2009 20:24 Uhr von lina-i
 
+20 | -10
 
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Die Kündigung ist korrekt, auch wenn es nach einigen Meinungen drastisch ist.

Die Anweisung des Arbeitgebers, keine Nahrungsmittel selbst zu verwerten, auch wenn diese in der Mülltonne landen, ist eindeutig gewesen. Auch das heimliche Einstecken zeigt, dass ihr Verstoß bewusst begangen wurde.
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20.10.2009 20:27 Uhr von kommentator3
 
+13 | -6
 
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Mann, mann, mann: Niemand wird WEGEN einer dertartigen Lapalie gekündigt.
Die Lapalie ist der willkommene Anlass jemanden zu kündigen, den man sowieso los werden will weil man mit ihm nicht zufrieden ist, oder weil man ihn nicht mehr braucht.
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20.10.2009 20:47 Uhr von Perisecor
 
+6 | -9
 
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@ nudeldicke: Stimmt, wir leben nicht im Mittelalter. Dort hätte man ihr eine Hand abgehackt, sie umgebracht oder verfeuert. Hier wurde ihr nur, rechtlich völlig in Ordnung, gekündigt.
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20.10.2009 21:04 Uhr von meep
 
+7 | -2
 
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rechtlich vll in Ordnung, aber nicht menschlich..
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20.10.2009 21:35 Uhr von willi_wurst
 
+7 | -6
 
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@obendrüber: menschlich ist das auch in ordnung!!! fakt ist mal, das hier ein "diebstahl" verharmlost wird... egal wie man es dreht und wendet... die maultasche war nicht ihr eigentum. wenn sie lust auf maultaschen gehabt hat, dann hätte sie in der kantine fragen können ob sie ne portion kaufen kann... sie hätte ihren chef fragen können etc. hat sie alles nicht gemacht, sondern sie hat es sich einfach genommen. jetzt muß sie eben damit leben. ich als arbeitgeber würde mich ständig fragen, wann sie mich das nächste mal bestehlen wird... von daher geht die kündigung für mich absolut in ordnung.
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20.10.2009 22:30 Uhr von Michael7
 
+7 | -2
 
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Seltsam: Wenn man sich die Fälle genauer ansieht, fällt auf, dass es häufig langjährige "schwer kündbare" Beschäftigte sind. Aufgrund dieser langjährigen Beschäftigung ist das Lohnniveau sicherlich auch höher wie bei einer Zwanzigjährigen. Es lohnt sich daher auch für den Arbeitgeber "hart" zu sein.

Sicherlich ist es Diebstahl, aber nach langjähriger Loyalität seiner Firma gegenüber, hat man zumindest noch eine "letzte Chance" verdient.

Das Gerichtsurteil hat ja auch eine Signal-Wirkung, die uns nicht egal sein kann. Denn will ein Unternehmen seine Mitarbeiter (die Teuren) los werden, so kann es jetzt auf dieses Musterurteil verweisen. Die Absicht, die hinter dem Ganzen steht, bleibt eher im Dunkeln.

Wer bringt denn hier die Leistung?
Die Pflegerin, ist Diejenige, die den ganzen Tag die Leistung erbringt.
Das Büro steuert und rationalisiert gegebenfalls. Denn....und das ist das offene Geheimnis.
Bevor jemand aus dem Büro fliegt, werden lieber 2 oder 3 der Unteren gefeuert. Dann kommen Neue herein mit Kurzzeit-Verträgen zu schlechteren Konditionen. So ist das mittlerweile in der Wirtschaft.

Willkommen in der Wirklichkeit.
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21.10.2009 00:05 Uhr von ThomasHambrecht
 
+4 | -1
 
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Das erinnert mich an einen Mitarbeiter dem der Preis für die Tasse Kaffe zu teuer war. Eines Tages fragte er mal, ob er den Kaffee umsonst haben darf, der nach 16:00 Uhr noch in der Kanne übrigblieb - man würde ihn ja sowieso wegschütten. Das wurde ihm dann erlaubt.
Anschliessend hat er immer soviel Kaffee gekocht, damit auf jeden Fall einer übrig blieb.
Nur zum nachdenken, wie manche Mitarbeiter ticken.
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21.10.2009 00:16 Uhr von Timmey0808
 
+3 | -1
 
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Die Regelung, dass kein Patientenessen von Angestellten verzehrt werden darf, hat nichts damit zu tun, dass man den Angestellten das nicht gönnt.
Vielmehr hat die Regelung gesundheitliche Gründe. Ich meine mich erinnern zu können dass in einem Altenheim mal ein mit Bakterien infizierter Nachtisch serviert (kann man das noch so nennen?) wurde.
Stellt euch jetzt einmal vor das Personal des Altenheims isst denselben Nachtisch... Wer kümmert sich dann um die Patienten wenn dann alle krank sind? Oder mal angenommen ein Patient niest auf das Essen, und hat eine hochansteckende Krankheit...Und die Welt macht sich sorgen wegen H1N1.
Das Ganze hat nichts mit Diebstahl zu tun, sondern es geht um die Gesundheit von Personal und Patienten.
Ich meine die Leute sind auf so etwas geschult und sollten es besser wissen. Insofern finde ich die Kündigung völlig in Ordnung.

Piloten bekommen aus ähnlichen Gründen im Flugzeug generell unterschiedliche Mahlzeiten... Nur mal so zum Nachdenken.
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21.10.2009 00:28 Uhr von wildmieze
 
+3 | -2
 
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hmm: ich seh das so wie lina-i .. die kündigung ist drastisch, aber korrekt .

sie hat BEWUSST gehandelt. sie WUSSTE, daß man kein essen mitnehmen soll, und sie hat es trotzdem getan. das ist für mich der knackpunkt, der diesen fall von manch anderen unterscheidet ..

klar, ist natürlich blödsinn, daß man als mitarbeiter nichts essen darf, was sowieso für den müll bestimmt ist .. aber wenn es nunmal so ist (und das ist in vielen betrieben so, warum auch immer), und wenn man das weiß, dann lässt man es eben (oder fragt freundlich nach...) ..
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21.10.2009 09:15 Uhr von smutjie
 
+2 | -0
 
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Sicherlich: ist es für die Frau schrecklich ihren Job zu verlieren.
Aber mit einem bisschen gesundem Menschverstand hätte sie die Maultaschen nicht gegessen/ mitgenommen.
Wenn man sich über eine Dienstanweisung hinweg setzt muss man mit den Konsequenzen eben leben!

Aber mal abgesehen davon finde ich es ekelig vom Teller anderer zu Essen..
Zudem hat Timmey0808 völlig recht....

6 (Bürger) Maultaschen kosten übrings ca 1,50€ echt nicht die Welt....
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21.10.2009 11:06 Uhr von mustermann07
 
+0 | -1
 
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Ein Altenheim lol: Tja, am besten zusperren den Verein, die alten Menschen sind wo anders besser aufgehoben...
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21.10.2009 11:18 Uhr von Nona
 
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Wenn die Mitarbeiter unter Beobachtung der Heimleitung stehen, wird da schon mehr weggekommen sein als nur ein paar Maultaschen. Dass ein Arbeitgeber dann kündigt, ist doch verständlich.

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