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Pornografieverbot vor dem Bundesverfassungsgericht

Am Mittwoch wird das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung über die Klage des bekannten Erotikunternehmers Tobias Huch veröffentlichen. Huch hatte vor fast fünf Jahren eine Verfassungsbeschwerde gegen den §184d StGB eingereicht und eine weitere gegen ein gegen ihn ergangenes BGH-Urteil aus 2007.

Huch begründet diese Klage mit der Auffassung, dass einfache Pornografie nachgewiesen nicht jugendgefährdend sei. Diese Begründung sei umfangreich wissenschaftlich unterstützt und überzogene Jugendschutzvorschriften verstießen gegen die Meinungs- und Pressefreiheit.

Erwachsene werden laut Huch in ihrem Grundrecht auf Konsum von legaler Pornografie beschnitten und ein idealer Jugendschutz sei die Verhinderung der ungewollten Konfrontation. Im Fall einer Niederlage prüft er den Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.


WebReporter: DatenPirat
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Internet, Porno, Unternehmen, Sperre, Bundesverfassungsgericht, Jugendschutz
Quelle: www.press1.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.10.2009 15:14 Uhr von DatenPirat
 
+0 | -0
 
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Ein sehr interessanter Prozess und wieder einmal bewegt Tobias Huch einiges in der Republik. Die Aufdeckung des Telekom-Datenskandals und die Abschaffung von Sperrungsverfügung gegen Provider waren schon ein Meisterstücke und jetzt setzt er wohl noch einen drauf.
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20.10.2009 16:36 Uhr von Nethyae
 
+38 | -4
 
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Warum sollte das auch jugendgefährdend sein Versteh den ganze Mist eh nicht. Ich mein, die Pornos ziehen unter den jüngeren doch eh ihre Kreise.
Würde man wirklich erst mit 18 damit (allgemeiner Sexualität) in Berührung kommen, würde Deutschland wahrscheinlich ganz anders aussehen. Und nicht zwangsweise besser.
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20.10.2009 16:52 Uhr von trapjaw84
 
+7 | -2
 
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Eine Verfassungsbeschwerde gegen §131 wäre viel viel sinnvoller und ein wesentlich größerer Erfolg im Kamof gegen die vorherrschende Erwachsenenzensur!
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20.10.2009 17:23 Uhr von Shorters
 
+14 | -1
 
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Killerspiele und Co. Dieser Satz passt auch bei diesem Satz:

Erwachsene werden laut Huch in ihrem Grundrecht auf Konsum von legaler Software bzw. Spiele, Filme etc. beschnitten und ein idealer Jugendschutz sei die Verhinderung der ungewollten Konfrontation!

Finde es schade das solche Menschen meist alleine darstehen und/oder wenn es drauf ankommt nicht hinter ihm stehen!
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20.10.2009 17:23 Uhr von Großunddick
 
+9 | -18
 
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Es gibt da schon entscheidende Unterschiede zwischen Pornographie und Erotik.

Schon Grundschüler glauben, man müsse mit Peitsche, Lederhosen und Ketten zum ersten Sexualkontakt kommen.
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20.10.2009 18:01 Uhr von zeitgeist
 
+17 | -1
 
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unpopulärer Beitrag: Aber ich halte einen Jugendschutz in vernünftigem Maß für sinnvoll. Pornografie vermittelt oft ein Bild von Sexualität, die sehr prägend sein kann. Zwingt mich jetzt nicht, diese Studie rauszusuchen, aber viele Jugendliche messen ihre eigene Sexualität an pornografischen Vorbildern und richten sich nach diesem "Ideal".

Mir ist klar, dass reife Erwachsene nicht beschränkt werden sollen in ihrem recht, sich Hardcore Animal-Leder-Kaviar-Porn anzuschaun. Aber im Abendprogramm brauch ich das jetzt nicht. Auch mein Kind muss nicht unbedingt während seiner sexuellen Entwicklung mit dieser medialen "Wirklichkeit" konfrontiert werden.

Dass ich den Schulhoftausch eh nicht verhindern kann, ist ein ganz anderes Thema ;)
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20.10.2009 20:21 Uhr von Molotov_HH
 
+6 | -4
 
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schwachsinn: was wollt ihr uns noch nehmen ihr hunde!!!!!
killerspiele,pornografie,schnell fahren auf der autobahn,rauchen,tanken usw...

früher hätte ich keine 1800euro sondern 3600 mark monatlich auf dem konto...
früher hat die bessere chipstüte 1,75mark gekostet
heute bezahlt man das in euro..

oder die energiepreise die mit dem technischen fortschritt eigentlich sinken müssten...aber das tun sie nicht...

und jetzt wollt ihr den männern ihre pornos nehmen...
wo führt das noch hin..auf jeden fall steigen die sexualstraftaten!

anstatt sich mal um anständige sachen zu kümmern...
nein!da wird lieber drüber nachgedacht wie man menschen demotiviert und ausbeutet
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20.10.2009 20:55 Uhr von SnuggleS_DD
 
+3 | -0
 
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so siehts nämlich aus: ich vermute mal, hier geht es um die jugendschutz-schikanen, welche sich deutsche pornowebseiten im netz gefallen lassen müssen.

ganz früher reichte ein einfaches: ich bin über 18 - ja (weiter zu den pornos) / nein (umleitung zu google)

das reichte den gesetzgebern nicht, und es musste eine "sicherere" lösung her. also: personalausweisnummer eingeben, und erst dann gings zu den pornos.

auch das schien umgänglich zu sein und inzwischen muss man wohl ne kopie des persos per post mittels ident-verfahrens (kostet ein schweinegeld) an den webseitenbetreiber schicken. und genau darum gehts hier glaub ich, dass erwachsene bürger so einen schmarrn mitmachen müssen, wenn sie an paar harmlose pornos wollen. und da das den meisten zu umständlich ist (sie sind jetzt geil und wollen nicht erst ne woche auf die freischaltung warten), gehen den anbietern massig kunden verloren.

ich finde es richtig, dass in dieser sache mal ein grundsatzurteil gefällt wird.
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20.10.2009 23:40 Uhr von sternsauer2009
 
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ich weiss warum ich weiss warum ich bald aus deutschland auswandere (freu)
freiheit und deutschland passen nunmal nicht zussammen.
das deutsche volk ist ein naives lächerliches volk das sich alles gefallen lässt und das nützen die politiker aus.
könnt ihr mal nicht ebenfalls wie die franzosen und andere völker auf den tisch hauen und eure meinung sagen?!
mich wunderts nicht wnn in 10 jahren jeder bürger deutschlands auch für einfaches ein und ausatmen steuern bezahlen muss.............
naja ich freu mich riesig das ich bald diese hölle das sich deutschland schimpft verlassen werde. (freu)
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20.10.2009 23:56 Uhr von djsinus
 
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Überflüssige Diskussion Mal abgesehen von den ganzen zuvor gebrachten Argumenten: Ich denke, letztlich kann niemand das komplette INTER-Net ( ich betone hierbei die Grenzen-LOSigkeit ) zensieren, es gibt und wird immer irgendwelche frei zugänglichen Seiten geben. Und WENN mich die deutsche Regierung oder Regulierungsbehörde einschränken wollte, gäbe es technische Möglichkeiten, via Proxy-Server über andere ( in gewissen Punkten liberalere ) Staaten auf gewisse Websites zu gelangen.
...
Ich will das alles gar nicht bewerten...
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21.10.2009 08:42 Uhr von Planlos83
 
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@Spynet: Wie willst du festmachen was pervers und ekelig ist?
Soll es da eine Richtlinie geben? Ab wann es pervers wird hängt ja immer von eigenem Empfinden ab.
Manche meinen Analsex wäre pervers und andere wiederum fangen erst bei hartem BDSM die Reissleine zu ziehen. Wer will das Vorschreiben?
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21.10.2009 10:12 Uhr von Puzzle333
 
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ich hab da mal ne frage was sind pornos???
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21.10.2009 11:13 Uhr von Katsugo
 
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@ Molotov_HH: Du hast die News absolut nicht verstanden.
Niemand will den Männern ihre Pornos nehmen. (Wieso eigentlich nur Männer?)
Es geht darum, dass der Zugang zu Pornos vereinfacht wird und der Jugendschutz geändert wird.
Finde ich persönlich gut.
Meine Tochter ist 12, wird sehr offen erzogen, und interessiert sich gar nicht für das Thema. Weder im Internet hat sie versucht, auf Sex-Seiten zu gelangen, noch hat sie irgendwas auf dem Handy. Und wir sprechen auch sehr offen über Sexualität.
Nur weil vll ab 0.00 Uhr Hardcore-Pornos im Fernseher laufen, heisst das nicht, dass dann alle unter 18jährigen sich vor die Glotze setzen.
Wer als Jugendlicher Pornos sehen will, der bekommt sie auch, egal woher. Wer nicht, der wird sich auch keine ansehen, nur weils erlaubt ist. Ist wie bei Drogen.
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21.10.2009 11:42 Uhr von Simulacrum
 
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@sternsauer2009: find ich gut, dass du das Land bald verlässt. Mit der Landessprache bist du ja offensichtlich auch nicht zurechtgekommen.

@spynet
Richtig! Und du entscheidest dann für alle Mitbürger was eklig und was pervers ist. Find ich toll. Das ist ja was ganz anderes als Zensur.

[ nachträglich editiert von Simulacrum ]
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21.10.2009 12:45 Uhr von linkman4
 
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Ich lebe gut ohne Pornos: ich weiß, ich bin eine bemitleidenswerte Kreatur...

Ok, also ich habe nix gegen Pornos, sie sind mir einfach nur egal. Ich will aber lieber in einer Gesellschaft leben, die nicht _zu_ offen mit diesem Thema umgeht. Erwachsene sollen sich das von mir aus ansehen, bis sie schwarz werden, interessiert keinen. Aber wer Kindern das Recht zusprechen würde, sich Pornos zuzulegen, weil die Möglichkeit dazu de facto im Internet schon besteht, hat einen Knall.
18 oder 16 Jahre ohne Pornos leben ist sicher keine Zumutung für Jugendliche, auch, wenn einige das vielleicht so sehen. Bis dahin kann man sich mit den Erotikfilmen, die nahcts auf allen möglichen Sendern laufen, über Wasser halten.

Sexuelle Aufklärung und Freiheit - ja. Überschüttung und Zugang zu jeglichen Medien dieser Art - nein.

In meinen Augen ist das übrigens auch keine Einschränkung der Meinungsfreiheit sondern eher der künstlerischen Freiheit, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Aber eins noch: Wer Pornos braucht, um nicht zum Sexualstraftäter zu werden (wie von einem User hier angesprochen), der gehört so oder so eingesperrt.

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