19.10.09 17:58 Uhr
 633
 

Forscher untersuchten 21 Jahre die Evolution von Bakterien in einem Reagenzglas

Mit einer Dauer von 21 Jahren zählt das Experiment von US-Wissenschaftlern zu den am längsten andauernden der Welt. In diesen zwei Jahrzehnten entstanden über 40.000 Generationen des Escherichia-Coli-Bakteriums. Bei der menschlichen Evolution dauerte dies über eine Millionen Jahre.

Beim Start des Versuchs im Jahr 1988 setzten die Forscher zwölf Stämme an und hielten seitdem die Umwelteinflüsse für die Bakterien, wie Temperatur oder die Menge an Nahrung, konstant. In weiser Voraussicht auf künftige Fortschritte in der Genforschung, froren sie regelmäßig einige der Bakterien ein.

Sie beobachteten 653 Mutationen im Erbgut, wobei die Mutationsrate mit der Zeit rasant anstieg. Die Vermehrungsrate hingegen nahm eher ab. Obwohl die Forscher feststellen mussten, dass die Zusammenhänge komplexer sind als gedacht, erhoffen sie sich Kenntnisse für beispielsweise die Krebsforschung.


WebReporter: maf86
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Jahr, Forscher, Krebs, Evolution, Bakterie
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Mexiko: In längster Unterwasserhöhle der Welt 15.000 Jahre alte Knochen gefunden
Nanobots können ohne Nebenwirkungen Tumore verkleinern
Mikroplastik in Mineralwasser gefunden

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
19.10.2009 18:35 Uhr von Das-Baum-
 
+2 | -10
 
ANZEIGEN
Wenn man sonst nichts zu tun hat...
Wobei man natürlich bedenken muss, das viele Erkentnisse der Wissenschaft auf solchen langjährigen versuchen beruhen, um nurmal Mendel mit seinen Vererbungsgesetzten als Beispiel zu nehmen.
Sowas wäre auf jeden fall nichts für mich...
Kommentar ansehen
19.10.2009 18:46 Uhr von atrocity
 
+9 | -0
 
ANZEIGEN
@Das-Baum-: Muss ja auch nix für Dich sein ;-)

Ohne freakige (ich meindas nicht abwertend, ich bin auch in ein paar Bereichen freakig!) Wissenschaftler und Leute die einfach mal aus Spaß was ausprobieren würden wir heute wohl noch von Hand die Äcker pflügen...
Kommentar ansehen
19.10.2009 23:37 Uhr von pentam
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Evolution: Im Sinne der Evolutionsforschung einer der sinnigsten Ansätze, die ich kenne. Nur so kann man auch nur ansatzweise mit viel Glück genügend Generationen beobachten, um eventuell auch irgendwann mal die Markoevolution beweisen zu können (ziemlich unwahrscheinlich, da es dafür vermutilch mehr Generationen und Individuen braucht, aber einer der bisher beste Versuch). So könnten sie den Kreationismus-Fanatikern wenigstens endgültig den Zahn ziehen...
Kommentar ansehen
20.10.2009 07:39 Uhr von Madchaser
 
+0 | -2
 
ANZEIGEN
Und da sehen wir mal wieder, dass auch die Politik nichts daran ändern können wird, was das "Kinder kriegen" angeht.

Zitat:
"Sie beobachteten 653 Mutationen im Erbgut, wobei die Mutationsrate mit der Zeit rasant anstieg. Die Vermehrungsrate hingegen nahm eher ab."

Scheint also so, als wäre der Mensch bisher nahe dem Höhepunkt dieser Evolutionskurve. Mutationen würd ich jetzt eher auf viele verschiedene Erbkrankheiten beziehen, eine abnehmende Vermehrungsrate gibts ja in der westlichen Welt auch schon.

Man kann wohl gespannt sein, wie das Experiment weiter laufen wird und was es uns evt für Aufschlüsse über die künftige Evolution des Menschen geben kann (die wir wohl alle nicht mehr miterleben werden)

Refresh |<-- <-   1-4/4   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2018 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Gegen die zehn Gebote verstossen: Margot Käßmann geht in Rente!
Kannibale & Liebe: Stückelmörder und Opfer aus dem Gimmlitztal waren schwul
NRW: Schwiegermutter Kehle durchgeschnitten - Acht Jahre Haft für Täter


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?