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Israel: Kafkas "Der Prozess" ist ein Fall für das Gericht

Schmuel Har Noy von der der israelischen Nationalbibliothek fordert vom deutschen Literaturarchiv das Originalmanuskript von "Der Prozess" des jüdischen Schriftstellers Franz Kafka. Franz Kafka hatte vor seinem Tod 1924 verfügt, dass seine Schriften verbrannt werden sollen.

Seinen Freund Max Brod veröffentlichte die Texte jedoch und Kafka wurde postum weltberühmt. Nach dem Tod Brods 1968 wurden die Manuskripte an seine ehemalige Sekretärin weiter vererbt. Diese verkaufte 1988 einige Manuskripte, darunter auch "Der Prozess".

Nach Meinung der israelischen Nationalbibliothek hat der Verkauf der Originalmanuskripte gegen den letzten Willen von Brod verstoßen. Außerdem dürfen laut einem israelischen Gesetz bedeutsame Schriftwerke nicht außer Landes gebracht werden.


WebReporter: Klopfholz
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Israel, Prozess, Erbe, Literatur, Franz Kafka
Quelle: www.n-tv.de
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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2009 12:40 Uhr von Klopfholz
 
+1 | -0
 
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Das Buch kann ich nur empfehlen. Ich frage mich, warum die israelische Nationalbibliothek die Texte nicht 1988 gekauft hat. Mal sehen wenn sich der ZdJ einschaltet...:-)
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16.10.2009 13:37 Uhr von artefaktum
 
+3 | -1
 
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@ H311dr1v0r: "Die Schriftstücke wurden ja gar nicht aus Israel geholt."

Die Schriften hatte Brod 1968 nach Israel gebracht. (steht in der Quelle).
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16.10.2009 13:39 Uhr von lina-i
 
+7 | -2
 
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Da hat eine raffgierige Israelin: ein paar Bücher verhökert und nun verlangen die Israelis diese nach über 20 Jahren zurück, da dieser Verkauf unrechtmäßig war?

Was interessieren uns die Gesetze eines fremden Landes, wenn der Verkauf nach unseren Gesetzen rechtmäßig war?
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16.10.2009 13:44 Uhr von Haruhi-Chan
 
+6 | -1
 
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na und? Verstehe nicht, warum man um diese Bücher so ein Rubel macht. Kafka war psychologisch krank, wie die meisten berühmten Schriftsteller. Finde das Buch (persönliche Meinung) absolut nicht lesenwert. Wenn ich Paranoia eines mishandelten Jungen lesen will schaue ich mir Postings in Psychoforen an...

Ich finde es immernoch eine Frechheit, dass in der Schule so ein Mist gelesen werden muss...Es gibt auch aktuelle Literatur, die es wert wäre, dass man sich damit beschäftigt, muss doch nicht immer dieser alte Krams sein...

~Naja, nur meine Meinung...vielelicht seht ihr das anders~
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16.10.2009 13:44 Uhr von artefaktum
 
+4 | -1
 
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@lina-i: Und hättest die wahrscheinlich verschenkt, in deinem Wohnzimmer ausgestellt oder unentgeltlich einem Museum vererbt?
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16.10.2009 13:46 Uhr von PakToh
 
+3 | -1
 
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"Außerdem dürfen laut einem israelischen Gesetz bedeutsame Schriftwerke nicht außer Landes gebracht werden. "
Was interessieren uns Israelische Gesetze?!?

Es war weder Kulturraub im Sinne des Kriegsrechts, sodnern ein legaler Kauf - auch in Isreal war der Verkauf erlaubt, nur vielleicht die Ausfuhr nicht.
Des Weiteren sollte man die Interessen eines verstobenen Beachten (aus moralsicher Sicht) aber nach 20 Jahren ist es rechtlich vollkommen Irrelevant was Brod vielleicht wollte, die Manuskripte gehörten rechtmässig der Sekretärin und wenn diese sie veräussern will ist dies ihr gutes Recht, wo bitteschön ist das Problem?!?
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16.10.2009 14:12 Uhr von xposer
 
+7 | -1
 
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@Verfasser: Zitat: "Ich frage mich, warum die israelische Nationalbibliothek die Texte nicht 1988 gekauft hat."

Wieso kaufen wenn man sie auch kostenlos haben kann?

Ich hoffe du weisst was ich meine...
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16.10.2009 14:26 Uhr von xj12
 
+3 | -0
 
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was faellt nach 20 Jahren auf?
Aber die Quelle ist sehr interessant - besonders der Schluss - die Frau ist vor 2 Jahren gestorben und hat alles ihren 80 Jaehrigen Toechtern vererbt - und nu kommts:
zitat: "Die etwa 80 Jahre alten Damen können nun wegen der juristischen Kämpfe ihr gesamtes Erbe - das auch Geld in Millionenhöhe, Immobilien und Schmuck umfasst - nicht antreten. Eine von ihnen soll verarmt sein."
Ich bin mir sicher den beiden Omas ist es scheissegal was mit dem Kafkazeugs wird - aber dass die an den Rest net rankommen - nenenene Sozial is des net!
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16.10.2009 15:02 Uhr von -darkwing-
 
+3 | -1
 
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Ist verjährt. Sorry, 20 Jahre sind zu lang.

Außerdem, hat die Israelische Justiz geschlafen, wenn dieses Schirftwerk außer Landes gekommen ist.
Außerdem ist Franz Kafka ein Deutscher und deswegen ist es in Ordnung, dass "Der Prozess" im deutschen Literaturarchiv ist.

Sie dürfen "bitten", dass sie es zurückkaufen "dürfen". Mehr nicht...!
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16.10.2009 15:29 Uhr von psycoman
 
+1 | -1
 
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Darkwing. richtig: außerdem gehören die restlichen Werke wohl den 80jährigen töchtern, aber der Prozess ist nunmal schon zu Lebzeiten von der Sekretärin verkuft werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man verkauftes zurückfordern kann, wenn man erbt.

Wennn mein Opa sein Auto verkauft und dann 20 Jahre später stirbt, kann meine Mutter auch nicht vom Käufer das Auto zurück verlangen.

Aber bitte, geben wir das Manuskript zurück, weil der Wille des verstorbenen Brod nicht erfüllt wurde. Dann verklagt Deutschland Israel, bzw. die Erbinnen der Sekretärin Brods, auf Herausgabe des Manuskrikpts, da der Wille Kafkas, nämlich die Verbrennung, nicht erfüllt wurde.

Ui, ich höre schon die Meldungen: "Deutschland will wieder Bücher verbrennne!" :-)

Aber es ist schon toll, dass das Israel erst nach so vielen Jahren auffälllt.

Ich hätte ja verstanden, wenn Österreich bzw. Tschechien die Bücher wiederhaben wollen und selbst dann wäre das abwegig gewesen.
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16.10.2009 16:05 Uhr von xj12
 
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Achtung: Ironie!!!
Warum erfuellen wir den nicht Kafkas wunsch?
Dann duerfte es doch keine Streitigkeiten mehr geben ;-)

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