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Arbeitsgericht bestätigt Kündigung: Altenpflegerin hat Maultaschen gestohlen

Das Arbeitsgericht Radolfzell (Bodensee) hat einer Klage gegen die Kündigung wegen Diebstahls von sechs Maultaschen aus der Küche eines Altenheim (SN berichtete) nicht stattgegeben.

Die Richter folgten der Leitung der Konstanzer Spitalstiftung, die die Tat als Diebstahl gewertet hatte und die 58-jährige Arbeitnehmerin fristlos entließ.

Die Frau hatte sich einer internen Regelung des Heimes widersetzt und trotz Verbot Essen - in diesem Fall sechs Maultaschen - mit nach Hause genommen.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Essen, Arbeitsplatz, Kündigung, Gerichtsurteil, Altenheim, Altenpfleger
Quelle: www.stern.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.10.2009 10:52 Uhr von schwarzerSchlumpf
 
+3 | -3
 
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*lach*: @designerdrugV dein kommentar is klasse :D

@thema nun altenheim so so dann sollte jetzt mal geprüft werden ob und wieviele überstunden sie schaufeln musste und wie oft ein freier tag verlegt wurde .. na das vertrauen is also weg so so

[ nachträglich editiert von schwarzerSchlumpf ]
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16.10.2009 10:53 Uhr von GTE
 
+7 | -6
 
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@DesignerDrugV genau: und überhaupt, warum haben alle mehr als du? Kann ja nicht mit rechten Dingen zu gehen.

Was du als solidarisches und soziales Verhalten erkannt hast, nennen andere nun einmal Diebstahl.Es galt ein direktes Verbot, die Frau hat sich mutwillig dagegen entschieden. Im übrigen haben nicht 640 Leute die Wahl entschieden, sondern weitaus mehr, offenbar will die hiesige Gesellschaft es so, da musst du dann wohl auswandern. Ich empfehle dir russische oder einige afrikanische Staaten. Du wirst dich zu Hause fühlen, weil dort die Diebstahlquote höher ist. Viel Spaß dabei.

[ nachträglich editiert von GTE ]
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16.10.2009 10:56 Uhr von EvilMoe523
 
+2 | -4
 
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Kommt das nur mir so komisch vor dass in letzter Zeit verdächtig viele Kündigungen wegen Essen-Diebstahl ausgesprochen werden?

Ist dass jetzt der neue Trend? Kommt Aufladung der handys am Arbeitsplatz bei gericht nicht mehr durch?

@ Drug

Ausnahmsweise mal ein richtig guter Kommentar!
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16.10.2009 10:59 Uhr von nightworker007
 
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@ GTE | DesignerDrug im recht macht mal halblang wegen paar maultaschen. sicher wars verboten. es ist aber auch verboten bei rot über die ampel zu gehen. man oh man.... wo soll das hinführen mit solchen idioten die wichtig von unwichtig nie gelernt haben zu unterscheiden. da fehlts wohl an sozialer kompetenz. aber schlau daher reden, das sind die richtigen.
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16.10.2009 11:04 Uhr von GTE
 
+5 | -6
 
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@ nightworker007: ja ne, is klar. Unwichtiges vom Wichtigen unterscheiden. Dafür hast du dich ja gerade qualifiziert!

Heute sind es ein paar Maultaschen, und das Handy aufladen und die Inernet-Nutzung. Morgen vielleicht ein Fernseher oder ein Kühlschrank und übermorgen der Tresor?
Geht´s noch?

Beim über die Ampel gehen wirst du nicht bezahlt, beim Arbeiten dagegen schon, unter anderem auch für Loyalität.
Dein Arbeitgeber möchte man irgendwie nicht sein.
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16.10.2009 11:09 Uhr von nightworker007
 
+5 | -5
 
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sehr klever: in einem satz von maultaschen und tresoren zu reden. du kennst also offensichtlich die unterscheidung nicht. das sie nicht im recht ist ist ja klar, aber nur so paragraphenreiter wie du machen deswegen ein fass auf. und wäre es nicht so, würde nicht jeder in die kantine rennnen und einpacken was geht. du vll, ich nicht, und viele andere auch nicht.

[ nachträglich editiert von nightworker007 ]
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16.10.2009 11:14 Uhr von GTE
 
+3 | -7
 
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@ DesignerDrugV: achso, Sarkasmus sollte das sein, ohne Positionsbezug?
Dann war der Beitrag nicht halb so wertvoll, wie er vorgab.

Macht nichts, der Richter würde dir nicht vergeben, so wie ich.
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16.10.2009 12:02 Uhr von Dark_Apollo
 
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Verhältnissmäßigkeit, Warum gleich die große Kündigungskeule? Eine Abmahnung hätte gereicht. Natürlich darf der Arbeitgeber bei "Diebstahl" fristlos kündigen. darf er, .... aber bei 6 Maultaschen die für den Müll bestimmt waren? Ich frage mich wer wurde wirklich beklaut? Der Müllhaufen oder der Arbeitgeber. Vielleicht ist der Arbeitgeber auch so ein Müllhaufen der nur die Gelegenheit genutzt hat, um einen langjährigen Mitarbeiter vor die Tür zu setzen, und ihn dann gegen einen billigen Praktikanten auszutauschen.

Gruß d_a
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16.10.2009 12:11 Uhr von xj12
 
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Tja: schade fuer die Frau - aber in der Quelle stehts noch deutlicher.
Die Frau hatte sich rausgeredet dass sie wegen einer Weiterbildung keine Zeit zum Essenkaufen haette - der Arbeitgeber bietet aber ein Mitarbeiteressen an welches die Frau wohl nicht nutzen wollte. Weiterhin hat die Frau gesagt sie haette die Maultaschen (net Kaespaetzle @ Autor des is was ganz anderes) in der Micro in der Arbeit aufwaermen wollen - hatte sie aber komischweise eingepackt und eingesteckt.
Und in den Dienstanweisungen stand ganz deutlich dass dies Verboten ist. Also an alle Gutmenschen - was passiert wenn dass jeder Angestellte macht?
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16.10.2009 12:40 Uhr von rolf.w
 
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Diebstahl??? "Es habe sich um übriggebliebenes Essen gehandelt, das ansonsten im Müll gelandet wäre,..."

Sie hat also !!MÜLL!! geklaut??? Und wegen des "Diebstahls" hat ihr der Arbeitgeber auch gleich 18.000 Euro Abfindung zahlen wollen?? Das Gericht sprach sogar von 25.000 Euro Abfindung!! Und das bei einem Teilzeit-Job.

Also wenn es da um weniger ging, als eine vielleicht unbequeme und teurere Arbeitnehmerin los zu werden, würde es mich doch schon schwer wundern. Da kann man doch mit dem Finger fühlen, was da passiert ist. Die Mitarbeiterin ist weg und man kann die Stelle jetzt billiger besetzen oder rationalisiert sie gleich weg.

Auch wenn es in der Dienstanweisung verboten wurde, das Vertrauensverhältnis hier in Frage zu stellen ist mehr als dreist. Ich bin der Meinung, der Arbeitgeber ist nicht der, der der Frau vertrauen muss, sondern die Insassen des Altenheims sind diejenigen, die ihr vertrauen müssen. Die sind aber mit Sicherheit erst gar nicht dazu gefragt worden.
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16.10.2009 12:42 Uhr von rolf.w
 
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@xj12: "...was passiert wenn dass jeder Angestellte macht? "

Wenn jeder Angestellte Müll klaut, sinken die Entsorgungskosten der Unternehmen, das würde passieren.
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16.10.2009 13:12 Uhr von GTE
 
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@ DesignerDrugV: Nunja, nicht ganz. Ich BIN Richter am AG.
Und um es ganz deutlich zu machen, Leuten mit deiner Einstellung ist es zu verdanken, dass wir da sind, wo wir sind. Mal schauen, was die neue Koalition daraus macht.

Wenn dein Beitrag also auch nicht Sarkasmus war, was war er dann? Ich will es dir sagen: heisse Luft. Was soll man aber auch erwarten, bei deinem Nick.

Erklär´ es ruhig einem Ignoraten, was immer das sein mag.
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16.10.2009 13:29 Uhr von rolf.w
 
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@GTE: "Ich BIN Richter am AG."

Und Du hättest wahrscheinlich ebenso geurteilt?! Vielleicht kannst Du ja mal erklären, warum es zu solchen Urteilen kommt. Ich kann persönlich diese Urteile nicht nachvollziehen. Hier wird, meiner Meinung nach, eines der stärksten Geschütze aufgefahren, obwohl es sich um eine Lappalie handelt. Wenn ein Kunde einen Kaugummi klaut wird weder ermittelt noch bestraft. Da wird zwar Anzeige erstattet, aber ein Gericht bemüht sich nicht.
Warum wird, bei einmaligem Vergehen dieser Größenordnung, eine (fristlose) Kündigung für rechtens gehalten, obwohl es auch andere Möglichkeiten, wie zB. die schriftliche Abmahnung, gibt?
Warum erklärt man eine solche Kündigung nicht wegen "minderem Vergehen" nicht für nichtig?
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16.10.2009 15:00 Uhr von GTE
 
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@rolf.w: ohne jetzt abschweifen zu wollen, aber denke mal darüber nach: Die Gesellschaft tendiert ofenbar dazu, alles zu verharmlosen. Tötungsdelikte am Bahnhof, Kinderpornografie, Jugendliche Drangsalierer. Sollen da auch solche Maßstäbe gesetzt werden? Ersteinmal abmahnen? Nicht zu vergessen, das Gesetz gibt dies so vor, und jeder sollte dies wissen. Nichtzuletzt durch die Berichterstattungen überall. In der Regel kann sich keiner damit heraus reden, nicht gewusst zu haben, wie die Konsequenzen sind.
Es war nun einmal Diebstahl, soviel steht fest.
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16.10.2009 16:34 Uhr von GTE
 
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@DesignerDrugV: und genau das merkt man auch!

Im Übrigen habe ich Urlaub, aber Typen wie du denken eh, wir arbeiten nur 2 Stunden am Tag und sprechen dauernd vernichtende Urteile gegen 1 Euro-Jobber aus. Musst du nicht zum Arbeitsamt? Ach ne, ist ja schon halb 5, da ist ja nicht mehr geöffnet.
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16.10.2009 17:51 Uhr von JustMe27
 
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2 Dinge: Erstens: Was man intern, also unter Pflegern so hört, hat die Frau sich bedient, BEVOR die Bewohner versorgt wurden. Und das ist etwas, womit man sich unter den Kollegen verdammt schnell verdammt unbeliebt macht.

Zweitens: Davon mal abgesehen, ich habe schon in vielen Einrichtungen gearbeitet. Und auch ich bin schon mal wegen eines halben Schnitzels zur Pflegedienstleitung zitiert worden. Auch mir hat man dort das Mitarbeiteressen nahe gelegt, was ich aber ausgeschlagen hab, weil ich während des Dienstes nie esse, ich wollt wirklich nur probieren und bin halt an die falsche Kollegin dabei geraten (Petze).

Was ich damit sagen will: Niemand, nicht mal in der Probezeit, wird wegen etwas zu Essen entlassen. Schon gar keine examinierte Kraft, denn die sind vor allem im Süden kaum zu finden. Heime inserieren teils monatelang zu Traumgehältern und finden niemand. Also muss da definitiv mehr vorgefallen sein.

[ nachträglich editiert von JustMe27 ]
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16.10.2009 19:41 Uhr von rolf.w
 
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@GTE: "Sollen da auch solche Maßstäbe gesetzt werden?"

Werden die da nicht gesetzt? Zumindest wird kein Ersttäter gleich mit der gesetzlich möglichen Höchststrafe belegt. Nur bei solchen Bagatellkündigungen, da wird gleich kräftig mit dem Holzhammer zugeschlagen. Eine tolle Rechtsprechung, die Ihr Richter euch da angeeignet habt. Und erzähl mir jetzt nichts von wegen "So steht es im Gesetzt", jeder Richter hat Spielraum von gnädig bis hart.

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