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Verbraucherzentrale warnt: Online-Games treiben Familien in die Kostenfalle

Sie werben damit, kostenlos zu sein. Online-Games wie "Metin2". Doch hinter der Fassade lauern Premiumangebote und Online-Shops, die auch von Kindern genutzt werden.

Die Verbraucherzentrale NRW berichtet davon, dass eine Familie mit einer Telefonrechnung von mehr als 2.500 Euro überrascht wurde. Ihr Sohn hatte via SMS und Anrufe so genannte virtuelle Güter gekauft.

Die Hersteller allerdings reiben sich die Hände. So will Bigpoint in diesem Jahr den Umsatz in dreistellige Millionenbeträge katapultieren.


WebReporter: hermann_otto
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Online, Spiel, Familie, Game, Abzocke
Quelle: www.pcgames.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.10.2009 13:06 Uhr von Haruhi-Chan
 
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hmmm: Klar, wer sowas spielt und Dinge kauft sollte darauf achten, das sollte auch jeder Erwachsene können.
Aber ich verstehe nicht wieso das wegen Kindern eine Kostenfalle ist, soweit ich weiß sind diese Kinder nur beschränkt geschäftsfähig, wäre es da theoretisch nicht möglich diese Kosten anzufechten?

~Wiedermal einen Punkt gefunden, um Games schlecht zu machen...Kann ich nicht gutheißen diese Hetzerei~
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15.10.2009 13:22 Uhr von EvilMoe523
 
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Mhh wegen Anfechten wenn Kinder die Mobilfunknummern der Eltern angeben und Kosten auf deren Verträge machen (die man ja auch nicht unter 18 abschließen kann) haften denke ich schon die Eltern dafür...

Zumal die Kinder ja dann auch noch an die Handys gelangen müssen um es zu bestätigen. Für mich klingt dass dann nach Verletzung der Aufsichtspflicht, fahrlässigen Handeln bzw. Nichthandeln der Eltern und Pech gehabt. Aber bin auch kein Jurist um das zu beurteilen :)

Nur wenn man es anfechten könnte, kann man ja jedes Abo und jeden Vertrag canceln indem man behauptet, ich wars nicht, mein Kind hat mit dem Handy gespielt oder? Ich denke mal so einfach ist dass nicht.
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15.10.2009 13:36 Uhr von Haruhi-Chan
 
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@EvilMoe: hm, aus der Perspektive habe ich das noch nicht betrachtet, da hast du wohl recht. Fide dennoch die Vorstellung merkwürdig, dass ein Kind 1000 Mal bei so einem Service anruft um Buyable Items zu ergattern.
Die Beschreibung, dass diese Spiele "ganze Familien ins Chaos stürzen" ist völlig überzogen.
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15.10.2009 13:47 Uhr von gofisch
 
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mag: ja überzogen sein. doch eins stimmt: die als kostenlos beworbenen online games sind es mitnichten. es ist ein ausgeklügeltes system mit kunden anlockung, angewöhnung und letztendlich schröpfung. ich spreche aus erfahrung. ich spiele gerne, auch browser games. die masche mit premum accounts (das geht ja noch, da kosten überschaubar), extra items bzw. extra spielwährung (für die man extras erwerben kann) die natürlich mit echtem geld bezahlt wird funktioniert nicht nur bei kindern. nur dass kinder naiver sind, sich leichter anlocken lassen und nicht wirklich einen überblick haben, was der spaß am ende kostet. und kosten kann es sehr viel. beispiel in der news ist sicherlich keine massenerscheinung, aber was die rechnungshöhe betrifft glaubhaft.
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15.10.2009 13:47 Uhr von PakToh
 
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Bei Abos etc. ist es aber so eifnach, wenn das Handy auf einen Minderjährigen läuft (Ja damit scheiden die Vertragsghandys aus) - Kann man gegen Jamba und co vor Gericht ziehen, da der Vertrag schwebend unwirksam ist.

Bei Vertragshandys der Eltern müssen diese drauf aufpassen wer dran geht.
Da es bei diesen Spielen jedoch nicht um Abos sondern einmalige Zahlungen dreht und das Ganze eher geringe Beträge handelt, die durchaus in die "Taschengeldregelung" fallen, wird man da nicht viel machen können, ausser man kann die Kosten als ganzes geltend machen und sagen dem Hersteller hätte die höhe dieses Betrages stutzig machen müssen.

Problematisch sehe ich hier primär folgende Fragen:
1. Waren die Handys (Vertragshandys) den Eltern? => Kosten der Eltern (Pech gehabt)
2. Wie kamen die Beträge auf der Festnetznummer zu stande? - Wenn es viele kleine Telefonate waren, so sind sicherlich die Eltern schuld und sollten lieber drauf aufpassen was der Nachwuchs so treibt. Waren es wenige lange/teure Gespräche / Verbindungen könnte man evtl sagen dass die Eltern rund um die Uhr neben dem Kind stehen könnne und dies nicht unter ihre Aufsichtspflicht fällt, dann könnten sie glück haben und die Summe als ganzes pro Monat anführen und sagen, dass dies sicherlich kein "Taschengeld" mehr ist, wleches hier ausgegeben wurde.

Insgesamt ein Fall, der Zeigt, dass die Eltern doch ein wachsameres Auge haben sollten was ihre Kinder da so machen und den Kindern auch beibringen sollten wie mit Geld umzugehen ist...
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15.10.2009 14:15 Uhr von hasi3009
 
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Naja Unwissenheit schützt nicht vor Dummheit. Eltern die sich um Ihre Kinder kümmern und reden wird so etwas wohl nicht passieren.
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15.10.2009 14:33 Uhr von PakToh
 
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@hasi3009: Das würde ich pauschal so nicht sagen...

Sicher sind diese Dimensionen um so unwahrscheinlicher umso mehr sich die Eltern auch mit ihren Kindern intensiv beschäftigen, aber im Endeffekt kann jedes Kind ganz schnell ganz viel Geld kosten / Kosten verursachen, nicht umsonst gibt es die Regelungen, dass Kinder nicht bzw. Jugendliche nur bedingt Geschäftsfähig sind.

Einfaches Beispiel bei kleinen Kindern: Gebt einem Kind fünf 1 - Euro Münzen und einem anderen einen 10-Euro Schein. - solange die Kinder klein sind werden sie sich darum streiten wer die Münzen haben darf, da es für sie mehr ist. - Erst wenn Kinder anfangen den abstrakten Begriff "Geld" zu verstehen, dann erst würden sie sich um den 10 Euro Schein streiten.
Wenn man jetzt weiter geht und aufs Handy, dann ist es wieder ein Abstraktionslevel von Geld in der Hand auf abstraktes Geld im Sinne von Guthaben / Konten und ähnlichem zu kommen.
Hier tun sich ja auch noch Erwachsene zum Teil schwer...

Von daher ist nichts ungewöhnliches, dass die Kinder da so nicht einschätzen können.

Es hilft, wenn Eltern sich intensiver um die Kinder kümmern, aber eine höhere Rechnung aufgrund von solchen Dingen kann man aber nicht ausschließen, wenn aber doch von solchen Extremen fern halten...
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15.10.2009 16:08 Uhr von megaakx
 
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Moment Kinder -> Kaufverträge schwebend bis komplett unwirksam, oder liege ich da falsch? (Beginnend mit der Anmeldung zu einem solchen Spiel)
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15.10.2009 17:30 Uhr von PakToh
 
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@megaakx: Ja da hast du recht, aber:

1. Die Spiele wurden nicht gekauft, sondern kostenlos herunter geladen und können kostenlos gespielt werden, ist also auch für Kinder 100% legal.
2. Die Kosten kommen durch Zusatzleistungen - Du schickst ne SMS an den Anbieter mit nem bestimmten Code, daraufhin wird im Spiel irgendwas freigeschaltet oder du bekommst im Spiel irgendwelche Gegenstände oder Spielwährung.
u kannst auch ohne spielen, meistens wirds aber dann zunehmend schwerer bzw. man findet bestimmte seltene Gegenstände sehr viel seltener, als dass man sie kaufen kann. (Einfache Frage: Zeit und Glück oder Geld).

Oftmals kann man auch ne Hotline-Nummer anrufen und somit per Telefonrechnung zahlen, statt die SMS für 1,99€ (oder wie hoch auch immer) zu senden.

Wenn nun Kinder ohne Absprache mit den Eltern solche Dienste nutzen kann es teuer werden.
Im Rahmen des "Taschengeldparagraphen" (Ist kein Praragraph, sondern eine Schwammige Formulierung im Gesetz, die in der Regel einheitlich ausgelegt wird, nur mit unterschiedlichen Deutungen und Höhen, was nun Taschengeld ist), kann ein Kind nun Kaufgeschäfte ohne Zustimmung der Eltern durchführen, in denen ein Händler nun davon ausgehen kann (bei bestem Wissen und Gewissen) dass das Kind dieses Geld von seinem Taschengeld hat zusammen sparen können.
Hier darf das Kind, wenn ich das richtig zusammen kriege, die Hälfte seines monatlichen Geldes ausgeben. - Ebenso darf es bis zu 6 Monaten sparen und dann etwas größeres Kaufen, solange es in 6 Monaten von der hälfte seines Taschengeldes zusammen gespart werden konnte.

Einfache Rechnung: 20 Euro im Monat ergibt 10 € - in 6 Monaten, sind 60 Euro, die ein Kind einmalig ausgeben könnte.

Jetzt die Crux: Wie soll der Verkäufer wissen was das Kind im Monat kriegt? - Einige kriegen nix, einige 5 Euro im Monat, einige hauen 500 Euro alleine für Klamotten im Monat weg.
Daher gehen Händler meistens nach gewissen Faustformeln und dem Gesunden Menschenverstand.

Als Eltern verbietest du dem Kind süßes - das Kind geht für 5 Euro süßes holen, die Eltern können dem Verkäufer nicht kommen von wegen "Der Vertrag ist unwirksam, da das Kind zu jung war" - Solange das Kind über 12 war kann der Händler sagen: 5 Euro sind im Rahmen des Taschengeldes, ich nehm nichts zurück.
Wenn das Kind für 150 Euro süßes geholt hätte, dann können die Eltern hier sehr wohl einschreiten und sagen: Ihnen muss doch klar sein, dass ein Kind keine 150 € auf einmal für süßes ausgeben darf und auch nicht die Geldmittel hat, um dies mal eben so zu machen. - Wenn ne Party ansteht für die man "Vorräte" braucht, dann werden die Eltern das schon besorgen und nicht den 13 Jährigen los schicken...

Soweit mal zum Taschengeld (Wie viel das Kind vom monatlichen Geld nach gut dünken ausgeben darf und wie lange es dieses Geld für größere Anschaffungen ansparen darf, das regeln die Gerichte im Zweifelsfall von Region zu Region unterschiedlich - Im Zweifelsfalle geht der Händler halt das Risiko auf eigene Gefahr ein...)

Was Jetzt bei Telefon und Handy das Problem ist, ist dass Kinder solche Geräte gar nicht selber anmelden können, außer mit 16 ein Prepaid Handy (ich weiss nicht, ob letzteres ohne oder nur mit Unterschrift der Eltern - egal).

Jedenfalls mit nem PrePaid Handy haben sie ohnehin Geld nach freier Verfügung, hier sind nur Abos anfechtbar, da diese nicht von Kindern rechtsgültig geschlossen werden können.
Bei Vertrag muss ohnehin der Vertragspartner haften, wenn er das Handy nem Kind gibt ist er selber Schuld, das obliegt seiner Aufsichtspflicht.
Bei Festnetztelefonen ist dies dann schwierig, da man das nicht immer mit rum schleppt, hier kommt dann zum Tragen dass das Kind /eher Jugendliche natürlich auch freien Zugang zum Telefon haben und auch haben dürfen.
Abos etc. von Kindern geschlossen sind am Telefon ungültig!
Bei Zahlungen / Käufen sind diese eigentlich genauso zu handhaben wie Käufe im Laden, einmal 5 Euro sind theoretisch in Ordnung, mehrfach dürfte das eine Frage ans Gericht sein. Erschwerend kommt hinzu, dass der Händler hier ein höheres Risiko durch die Anonymität eingeht.
der Kiosk kann ja beim 10ten Mal dem Kind sagen: Ne, du hast heute schon so viel geholt, lass mal gut sein oder bring mal deine Eltern mit dass das in Ordnung ist. (Ob sie es tun ist ihr Bier, Wenn die Eltern dagegen vor gehen wird es jedenfalls schwer für den Kioskbesitzer). - Im Internet / am Telefon geht dies eben nicht und man kann zum einen argumentieren, dass Kinder hier besonderen Schutz genießen.

Ein großes Problem wirds, wenn die Käufe nachts statt fanden, wo Kinder eigentlich schlafen und die Eltern eigene Accounts zum Spiel haben, denn dann kann schnell argumentiert werden, diese hätten selber das Geld ausgegeben und wollen nun nicht zahlen. Das wird dann ein hin und her und ne Frage wem der Richter mehr glaubt.

Zumal die Eltern eine Aufsichtspflicht haben und wenn das Kind pausenlos telefoniert auch die Pflicht haben da einzuschreiten oder eben die Rechnung zu zahlen...

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