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13.10.09 16:06 Uhr
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Künstler wirft Piratenpartei "Bad Doberaner Bilderstürmerei" vor

Der Künstler Wolfram Wickert (Künstlername Lao Lang) eröffnete kurz vor der Bundestagswahl eine Ausstellung mit seinen Bildern in Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern) unter dem Titel "Großstadtpiraten - Ihr seid selbst schuld, wenn Ihr die wählt".

Das Mitglied der Piratenpartei Stefan Lützow fühlte sich durch den Titel der Ausstellung provoziert und schrieb dem Künstler deshalb eine E-Mail. Er bat um Stellungnahme des Künstlers und äußerte sein Missgefallen an dem Titel der Ausstellung kurz vor dem Bundestagswahltermin.

Lützow tat dies auch als Mitglied der Piratenpartei, weshalb Wickert in einem offen Brief an die Piratenpartei schrieb. Darin äußert Wickert seinen Unmut und schreibt von einem "Skandal" und von "Bilderstürmerei" durch die Piraten. Lützow spricht dagegen von Missverständnis.


WebReporter: W.Marvel
Rubrik:   Kultur / Kunst
Schlagworte: Politik, Bild, Künstler, Pirat, Piratenpartei, Missverständnis
Quelle: www.ostsee-zeitung.de
Meinung des Autors zum Thema:
 
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Der Künstler hatte mit seinen Bildern nicht auf die Piratenpartei abgezielt. Im Vorfeld hatte er sogar die Piratenparteimitglieder in deren Forum aufgerufen, sich seine Bilder im Internet anzuschauen, da sich diese gegen die etablierten Machtverhältnisse wenden würden. Die Reaktion Wickerts mag übertrieben erscheinen, aber Politik hat sich grundsätzlich nicht in Kunst einzumischen, gerade Parteimitglieder einer Partei, die gegen Zensur ist, sollten da auch vorsichtiger agieren.
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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Naja   
 
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13.10.2009 16:12 Uhr von Dennis112
Wenn ich jetzt ein Plakat mit Werbung für die Ausstellung sehen würde dann würde mir das auch eher politisch vorkommen. Gerade weil direkt vor der Wahl die Piratenpartei ein riesen Thema in der Öffentlichkeit war.
Wenn es Zufall war dann war es sehr sehr schlecht getimed.
Kommentar ansehen Ich war auch Pirat..   
 
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13.10.2009 16:51 Uhr von haubtschuehler
Kommentar ansehen Aus der Quelle:   
 
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13.10.2009 16:59 Uhr von Thingol
"Wickert, so steht da, ist empört. Schrieb einen offenen Brief an den Bundesvorstand der Piraten. Spricht von Skandal, später auch von Bilderstürmerei. Der Bundesvorstand reagiert gelassen. Man kenne keinen Stefan Lützow. Wohl ein einfaches Mitglied, das nur für sich selbst sprechen könne."
Kommentar ansehen Wieso in Kunst einmischen?   
 
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13.10.2009 16:59 Uhr von cheetah181
Er hat doch nur nach einer Stellungnahme des Künstlers gefragt.
Kommentar ansehen @cheetah181   
 
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13.10.2009 17:20 Uhr von W.Marvel
Ein Politker, als solcher scheint sich Lützow ja vorzukommen, teilt einem Künstler mit, dass er den Titel einer Austellung kurz vor der Bundestagswahl nicht gut findet und fordert eine Stellungnahme. Eine Stellungnahme worüber? Zum einen schien sich Lützow im Vorfeld gar nicht mit den Bildern des Künstlers beschäftigt zu haben. Zum anderen, als Politiker eine Stellungnahme eines Künstlers zu fordern, kann von Künstlern sehr wohl als Einmischung verstanden werden, denn auch ein Titel (auch einer Austellung) ist Teil der Kunst.
Kommentar ansehen M.Marvel   
 
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13.10.2009 19:37 Uhr von cheetah181
Stellungnahme hat so einen offiziellen Klang bei dem Thema...

Sicher, seine Vorgehensweise war nicht besonders klug.
Aber er hat dem Künstler nur eine Mail geschrieben, die dieser nichtmal beantwortet hat. Stattdessen hat er sich gleich empört an eine Zeitung gewandt.
Meiner Meinung nach hätte man das auch wesentlich einfacher klären können.
Kommentar ansehen @Hauptschüler   
 
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13.10.2009 20:07 Uhr von Lacentia
Bist du zufällig eher links eingestellt?
Es ist nämlich so, dass die Piraten von den linken gerne an den rechten Rand gedrückt werden und von den Rechten als linke Partei bezeichnet wird.
Was folgert man daraus? Sie ist genau in der Mitte und weit genug von beiden Rändern entfernt, sodass die jeweiligen Ränder sie als zu nah am anderen Rand sehen.
Kommentar ansehen @cheetah181   
 
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13.10.2009 20:26 Uhr von W.Marvel
Stellungnahme war das Wort, welches Lützow selber nutzte.

Auch ich finde, dass Wickert souveräner hätte reagieren können. Allerdings kenne ich nicht den genauen Wortlaut der E-Mail Lützows. Vielleicht war Wickert auch enttäuscht darüber, dass er ja im Vorfeld bei der Piratenpartei für seine Kunst geworben hatte: http://www.piratenpartei.de/... und dies wohl nicht recht zur Kenntnis genommen wurde. Aber er hat die Piratenpartei ja für den 17. Oktober eingeladen. Vielleicht läßt sich dabei alles klären.
Kommentar ansehen Piratenpartei...   
 
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13.10.2009 20:46 Uhr von fdp_1981
... ist selber Schuld. Die wird eh niemand mehr wählen...
Kommentar ansehen @Lacentia   
 
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13.10.2009 21:03 Uhr von Reunion
Nein, Haubtschuehler hat eine andere Partei gewählt. Zumindest glaue ich das gelesen zu haben in einem seiner letzten Beiträge. Welche, das musst ihn, wenn dann, selber Fragen.
Kommentar ansehen ...........   
 
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14.10.2009 08:02 Uhr von Dracultepes
Wer und Wer?

Lao Dings ? Klingt nach nem schlechten Chinaimbiss.
Kommentar ansehen Stefan Lützow   
 
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14.10.2009 11:45 Uhr von flashgott127
Ich würd sagen das war ein Missverständis. Mir ging es darum, dass hier in Bad Doberan keiner Piraten kennt. Ich bin das einzige aktive Mitglied im Kreis. Die Formulierung war unglücklich, das ist alles und kein Grund für so eine Reaktion. Warum? Weil Herr Wickert jetzt statt 1mal 8mal in der Zeitung mit seiner Austellung ist. Gutes Marketing. Ich hab das jetzt auch für unsere Partei genutzt, erstes Mal in OZ in Bad Doberan. Natürlich werden auch einige Nordpiraten die Nacht der Kultur in Bad Doberan und Herrn Wickert besuchen.

LG Stefan Lützow
Kommentar ansehen ...   
 
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14.10.2009 11:49 Uhr von volpe
"[Lützow] Meinte, die Partei sei noch zu jung, um Fehler gemacht zu haben. Wickert dagegen leitet aus dem Satz die Drohung ab, die Piraten könnten noch Entscheidungen gegen ihn und die Ausstellung fällen."
auf mich wirkt der gute herr künstler ein wenig paranoid. anstatt das ganze einfach ruhig per email zu klären, schickt er sofort einen offenen brief an die partei und sieht in jedem wort eine drohung O.o
Kommentar ansehen Einmischung?   
 
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14.10.2009 11:53 Uhr von linkman4
Sofern Lützow ohne Absprache mit der Piratenpartei gehandelt hat, was nicht klar ersichtlich ist, jedoch aus den Informationen, die von der Partei selbst kommen, hervorgeht, kann das nicht als Einmischung der Politik in die Kunst gewertet werden.

Unabhängig davon, was in der E-Mail stand, erscheint es mir aber überzogen, damit sofort an die Medien heranzutreten. Das war sicher übereilt.

[ nachträglich editiert von linkman4 ]
Kommentar ansehen Werbung   
 
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14.10.2009 12:38 Uhr von Miracoolix33
Der Künstler macht so kostenlose Werbung. Wahrscheinlich kennen die beiden sich oder Lützow ist ein weiteres Pseudonym von Herrn Wickert.
So ein Streit um Intoleranz, "Kunst" und was weiß ich .... ist doch viel aufregender als eine geschaltete Werbeanzeige.

Ich überleg auch schon, ob ich mal rüberfahre und mir die Bilder anschaue.
Kommentar ansehen @linkman4   
 
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15.10.2009 19:57 Uhr von Gorxas
Natürlich war das überzogen. Ich kenne auch den genauen Wortlaut der E-Mail. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass wir damit versucht haben mit Herrn Wickert in Kontakt zu treten, was er aber anscheinend erstmal ablehnte, wie seine Aktion zeigt. Statt mit uns über das Problem sachlich zu diskutieren, wird eine Art Schmutzkampagne von seiner Seite aus veranstaltet. Sehr schade!

Es steckt viel weniger dahinter, als diese News weis machen möchte.

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