13.10.09 13:13 Uhr
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Aldi senkt Preise für Milchprodukte - Bauern gehen auf die Barrikaden

Nachdem der Discounter Aldi die Preise für Milchprodukte gesenkt hat, sind die Bauern außer sich.

Am heutigen Dienstag versammelten sich in Radevormwald (Nordrhein-Westfalen) die Bauern aus der Umgebung vor dem Aldi-Zentrallager, um ihren Unmut über die Unternehmenspolitik laut zu machen.

"Wer ohne Not erneut Rabattschlachten los tritt, nimmt bewusst die Existenzvernichtung bäuerlicher Familienbetriebe in Kauf", so hieß es bereits gestern vom Rheinischen Landwirtschaftsverband.


WebReporter: rheih
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Preis, Geld, Bauer, Aldi, Milch, Discounter
Quelle: www.wdr.de

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13.10.2009 13:21 Uhr von sharp
 
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Hmm 2schneidiges Schwert: wenn die bauer nicht für eine überproduktion gesorgt hätten, hätte aldi garnicht die möglichkeit den preis zu drücken aber in dem fall bestimmt numal das angebot den preis.
und wenn andere bauer günstiger produzieren ist der rest halt nichtr konkurenz fähig und muss halt umdenken.
andererseits ist es für landwirtschafts betriebe gerade kleinere recht schwer die aktuelle marklage in der ganzen brd zu überblicken und rechtzeitig darauf zu reagieren im endefeckt ein teufelskreis für den mann aber nicht nur aldi und co verantwortlich machen kann
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13.10.2009 13:24 Uhr von campino1601
 
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Einerseits kann ich die Bauern schon verstehen, es geht um Ihre Existenz. aber sie versuchen doch nur einen Markt Aufrecht zu erhalten dessen zu großes Angebot seit Jahren nur durch Subventionen aufrecht erhalten wird. Der Markt bereinigt sich da irgendwo selbst.

Und jetzt mal ganz dumm gestellt, wenn die Bauern immer wieder auf die Angebote zu so niedrigen Preisen eingehen läuft ja was falsch. Ok es ist sicher so, dass sie zu einem Großteil einfach drauf angewiesen sind, aber wenn alle Bauern sich einig wären und die Preise die ihnen für ihre Milch geboten wird nicht akzeptieren würden müssten die Discounter ja entgegen kommen. Glaube nämlich nicht, dass Milch ein Produkt ist, dass sich lohnenswert und qualitätsgleich importieren lässt.
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13.10.2009 13:24 Uhr von Katzee
 
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Wer zwingt: die Bauern eigentlich, an Aldi zu verkaufen? Sicher, Aldi garantiert große Abnahmemengen, aber es steht ja wohl niemand mit dem Messer hinter den Bauern und zwingt sie, ihre Milch an Aldi abzugeben oder an Molkereien, die an Aldi verkaufen.

Mir reicht das Gejammer allmählich. Jeder, der etwas zu verkaufen hat, orientiert sich an den Preisen, die der Markt her gibt. Ist der Preis, der geboten wird, zu gering, wird halt nicht verkauft.

Nur für die Bauern scheint es da "Sonderregeln" zu geben. Jahrzehntelang haben sie dicke Subventionen sowohl von der Bundesregierung als auch aus Brüssel erhalten. Brüssel fällt nun teilweise weg - die Bauern wollen aber noch genauso viel - wenn nicht sogar mehr - verdienen als bisher. Anstatt jedoch ihre Ware nur gegen einen ihnen angemessenen Preis abzugeben, geben sie ihre Ware in rauen Mengen an Abnehmer ab, die aus ihrer Sicht nicht genug zahlen und verteufeln im Grunde den Endverbraucher, weil er sein Geld zusammen halten muß und daher dort kauft, wo er die Ware günstig bekommt.
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13.10.2009 13:32 Uhr von EvilMoe523
 
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Sehe ich auch so, dass die Bauern nicht auf Ketten wie Aldi schimpfen sollten, sondern einfach ihren Abnehmpreis überdenken sollten. ALLE Milchbauer schimpfen ob Konkurrentz zu anderen Bauern oder nicht, in dem Punkt sind sie sich doch ALLE einig oder? Warum können dann nicht ALLE Milchbauern (und damit meine ich auch ALLE) generell auf ihren Preis einfach mal 50% draufrechnen? Was haben sie denn zu befürchten? Das kein Mensch in Deutschland mehr Milch benönigt oder auf Milchprodukte verzichtet?

Ich kann zwar auch die finanzielle Lage vieler Bürger verstehen, aber denen geht es in dem Fall nicht schlechter als den Bauern, also kann man für die Milch auch mal 20 Cent mehr zahlen im Supermatkt.
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13.10.2009 13:44 Uhr von fortimbras
 
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so langsam nerven die bauern: die wollen wohl einfach nit verstehen wie der markt funktioniert
es wird zeit dass die überproduktion abgebaut wird
kleine familienbetriebe können so nicht überleben?
richtig so
wir sind im kapitalismus und da überleben nunmal nur die stärksten
interessant find ichs immer wenn die bauern milch verschütten
da werden mal kurz 50.000 liter oder mehr vernichtet und niemand merkt es weil das nicht im geringsten an die überproduktion rankommt
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13.10.2009 13:52 Uhr von Slaydom
 
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Jeder: vernünftig funktionierende Milchbauer, benutzt ein teil des Milches um Käse und sonstige Milchprodukte herzustellen...
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13.10.2009 13:53 Uhr von Python44
 
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@ Katzee: Genau, dann wird die Milch halt nicht verkauft, sondern ein halbes Jahr im Keller eingelagert. In der Zwischenzeit lebt der Milchbauer dann von Luft und Liebe.

Und an den Rest: ES BESTEHT KEINE ÜBERPRODUKTION !!!

Sondern lediglich (illegale) Preisabsprachen der Molkereien um den Milchpreis künstlich niedrig zu halten !!! Komischerweise kostet die Milch in anderen europäischen Ländern ein Vielfaches, nur kann kein Bauer seine Frischmilch täglich (!!!) nach England oder Italien zum verarbeiten fahren !
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13.10.2009 13:53 Uhr von sharp
 
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das hauptproblem ist wie so oft die gier: die bauern sind sich untereinander einfach uneinig sonst würde einer festen lieter/preis festlegung nichts im weg stehen dann würden alle das gleiche erhalten das ist aber alein schon dadurch nicht möglich weil kleinere molkerein einen großbetrieb wie aldi nicht allein versorgen können somit werden großbetriebe nätürlich bevorzug und die sind nunmal einfach in der lage günstiger zu produzieren. die die sich aufregen sind meist betriebe die eh nicht im stande wäre zu einem vernüftigen preis große mengen zu liefern das ist allerding auch nicht erst seit gestern bekant viele unternehmen stellen sich einfach quer umzusatteln da sie ja staatliche subventionen erhalten
allerding ist sich die deutsche milchindustrie durchaus im klaren darüber das jährlich mio liter milch einfach in den "gulli" fließen schuld ist aber letztenendes der staat so hart das klingt aber betriebe die sich nicht weiterentwickel würden auf der strecke bleiben ohne staatliche subventionen und somit würde sich der mark von alleine regeln..

[ nachträglich editiert von sharp ]
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13.10.2009 13:55 Uhr von Python44
 
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@ Slaydom: Das macht die Molkerei, nicht der Bauer ! Nicht die Sendung mit der Maus geguckt ?
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13.10.2009 14:00 Uhr von DarioBerlin
 
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Ob der Beitritt in die EU so eine gute Sache war ?

Was bleibt den Bauern noch, sie müssen Ihre Milch zum Selbstkostenpreis abgeben. Die Alternative ist da nur noch die Arbeitslosigkeit, was ist für eine ältere Familie auch noch zu tun, in einer ländlichen Umgebung ?
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13.10.2009 14:03 Uhr von sharp
 
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@ phyton44: sorry aber ich hab mich vor kurzem eingängig mit dem thema beschäftigt und jeder der behauptet in deutschland gäb es keine überproduktion soll mir mal erklären warum gerade kleinbauer literweise milch vernichten und ja es ist die schuld der bauern wenn sie nicht mehr konkurenzfähig produzieren könne in sämtlichen anderen bereichen unserer wirtschaft wird auch keiner einfach mitgeschliffen also wieso sonderegel für milchbauern....

Zitat:Sondern lediglich (illegale) Preisabsprachen der Molkereien um den Milchpreis künstlich niedrig zu halten !!
ok wenn du dir da so sicher bist kannst du mir sicherlich auch erleutern wie das funktionieren soll.....

über ne antwort würde ich mich sehr freuen

[ nachträglich editiert von sharp ]
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13.10.2009 14:21 Uhr von thoema
 
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Ihr habt doch keine Ahnung: Also wenn ich mir alles so als Insider anhöre, dann merkt man, dass die meisten keine Ahnung haben.

Nur mal soviel zu dem Thema, die Bauer sollen einfach mehr für ihre Milch verlangen usw.
Der Bauer kann seinen Milchpreis nicht bestimmen, er kann einfach nur das nehmen, was ihm die Molkereien bieten und da diese regionel aufgeteilt sind, hat man meistens nur eine, die einem die Milch abnimmt.

Und es stimmt auch, dass es keine Überproduktion gibt. das wird von der Industrie nur so verkauft, weil sie den Preis unten halten wollen. Nur ist die Bevölkerung so dumm und glaubt alles was in den Medien steht.

Was noch hinzukommt, die Politik in Brüssel sorgt selbst dafür, dass es immer mehr Milch gibt, weil sie jedes Jahr die Quote erhöhen. Aus dem Grund, weil sie die Preis unten halten wollen. Die ganzen Politiker interessiert es doch überhaupt nicht, was aus den Bauern wird.

Und noch zu den Subventionen, einen sehr großer Teil der Subventionen fließt in die Industrie (z. B. Südzucker), weil die ja soviel davon brauchen. Diese sollten eingestellt werden.

Noch was, die Anzahl der Betriebe ist in den letzten 10 Jahren schon um 20% zurück gegangen.

Also sharp, sag nicht du hättest eine Ahnung.

[ nachträglich editiert von thoema ]
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13.10.2009 14:32 Uhr von Katzee
 
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@ thoema: "Der Bauer kann seinen Milchpreis nicht bestimmen, er kann einfach nur das nehmen, was ihm die Molkereien bieten (...)"

Blödsinn! Was würden denn die Molkereien machen, wenn ihnen keine Milch mehr geliefert würde? Dann müßten sie automatisch auf die Bauern zu gehen, denn der Bauer ist der Anbieter, nicht die Molkerei. Aber in Zeiten maßloser Subventionen war es ja so einfach, die Milch zu jedem ex-beliebigen Preis abzugeben. Die Regierung zahlte ja.

Nun wird es endlich Zeit, dass sich die Bauern an den Markt anpassen: Preisverhandlungen zwischen Anbieter und Abnehmer anstatt nur die Molkereien mit Milch zu schütten und hoffen, dass man für seine Massenware einen Preis erhält, der einem "raren" Gut entspricht.
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13.10.2009 14:37 Uhr von Bine-Anne
 
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Die sollen sich entlich mal einigen, mal so mal so. KLar haben die Bauern den nachteil bei niedrigen preisen, aber die Bauern können immer noch privat verkaufen, oder die Bauern schließen sich zusammen. Es gäbe mehrere Möglichkeiten, außer das alle die milch zur molkerei schicken.
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13.10.2009 14:43 Uhr von Jonny87
 
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Preise: In der Wirtschaft zahlt jeder 2 Euro für ein einen halben Liter Bier und bei einem Liter Milch wird so ein aufstand gemacht! In der Relation gesehen wird Bier aus Wasser gemacht und für die Milch braucht man Milchkühe! Diese Kühe müssen versorgt werden, es hängt vielmehr dran als die meisten Denken, und Milch ist jetzt au kein Produkt wo jeder Täglich mehrer Liter benötigt?! So ist mein Stand der Dinge!

[ nachträglich editiert von Jonny87 ]
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13.10.2009 14:45 Uhr von Python44
 
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@ Katzee: Da sieht man wie wenig Ahnung du von der Materie hast. Die Milchbauern gehen nach Jahren von Niedrigstpreisen auf dem Zahnfleisch, wenn die 3 Monate kein Geld sehen machen die zu ! Und Konkurrenz unter den Molkereien gibt es auf lokaler Ebene so gut wie gar keine - entweder man verkauft seine Milch an XYZ oder gar nicht

Nimm doch als Vergleich die Automobilindustrie: da bestimmt KEIN EINZIGER Zulieferer die Preise sondern einzig und allein der belieferte Konzern !!!
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13.10.2009 14:50 Uhr von sharp
 
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@ thoema: Zitat:Noch was, die Anzahl der Betriebe ist in den letzten 10 Jahren schon um 20% zurück gegangen.

für mich ein durchaus positiver trend der nebenbei gesagt deine Ausage zitat:"Was noch hinzukommt, die Politik in Brüssel sorgt selbst dafür, dass es immer mehr Milch gibt, weil sie jedes Jahr die Quote erhöhen. Aus dem Grund, weil sie die Preis unten halten wollen." Die ganzen Politiker interessiert es doch überhaupt nicht, was aus den Bauern wird."wiederlegt
ja das sind die zeichen der zeit wir leben nun mal nicht mehr in einem arbeiter und bauern staat sonder im kapitalismus so traurig das ist.
ach so und nochwas mit der ausage das die quote erhöht wird und es immer mehr Milch, gibt die verbrauchermenge statistisch aber immer mehr zurück geht(grund immer häufiger auftretende lactosintoleranz der deutschen bevölkerung, Milchpreise, multikulturelle ernährung...) bestätigst du nur die ausage das in deutschland ein überproduktion stattfindet oder wie nennt man es sonst wenn mehrere mio liter milch jährlich einfach weggekippt werden

als insider wiedersprichst du dir ganz schön oder bist du am ende gar einer der armen milchbauern dann würde ich wenigsten verstehen warum du mehr ahnug von milch anstat vom handel mit ihr hast
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13.10.2009 15:18 Uhr von kommentator3
 
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Gab: es irgendwann mal eine Zeit, in der die Bauern nicht gejammert haben?
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13.10.2009 15:20 Uhr von kloedi
 
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Keine Wahl: Bauern sind sehr wohl verpflichtet - zumindest indirekt - ihre Milch an ALDI zu geben. Denkt mal nach: Ein Bauer MUSS seine Milch an eine Molkerei abgeben, ansonsten bekommt er kein Geld (ich sage bewusst nicht "verdient" weil ein Bauer bei diesen Milchpreisen nichts mehr verdient sondern fast investieren muss, um seine Kühe füttern zu können etc) und die Molkereien vergeben die Milch dann an ALDI und Co. Die Discounter könnten den Milchpreis einfach um 20 Cent anheben. Sie würde sicherlich trotzdem gekauft werden. Und das würde viele Bauern retten.
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13.10.2009 15:51 Uhr von sharp
 
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ist schon lustig: wenn man ein paar fakten bring scheint der pöbel gleich mit minusen zu werfen wenn die argumente ausgehen

@ kommentator3
"gab es irgendwann mal eine Zeit, in der die Bauern nicht gejammert haben? "(du triffst den nagel auf den kopf)
Nee den jammern ist ja so viel einfacher als mit der zeit zu gehen und sich weiterzu entwickeln bzw sich den wirtschaflichen bedingungen anzupassen

und nun her mit den minusen mit argumenten ham die meisten ja nicht viel am hut
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13.10.2009 21:57 Uhr von anderschd
 
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Ein Glück, trink ich keine Milch. Wir sollten mal gegen die Bauern demonstrieren und 1 Woch keine Milch kaufen. Was machen die dann? Alle wollen es billig kaufen, die Bauern doch auch ihr Zeugs.
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13.10.2009 22:56 Uhr von Python44
 
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@ hostmaster: Das Problem ist eben genau DASS die Milchpreise völlig ohne Berücksichtigung von Angebot und Nachfrage erst von den Konzernen den Molkereien und von den Molkereien den Bauern diktiert werden.

Der Milchmarkt ist relativ stabil und saisonunabhängig, in den letzten Jahren gab es weder deutliche Produktionssteigerungen, noch dramatische Einbrüche bei der Nachfrage. Trotzdem drücken die Billigketten mit den 4 Buchstaben seit Jahren permanent den Preis nach unten um SICH GEGENSEITIG Konkurrenz zu machen. DAss die Milchbauern dabei auf der Strecke bleiben ist denen doch Latte !

Und für alle DUMMSCHWÄTZER:

Eine gute Milchkuh bringt bis zu 40 Liter Milch pro Tag, 7 Tage die Woche, selbst ein Kleinbauer mit nur 50 Kühen müsste JEDEN TAG, auch Sonntags, 2000 Liter nicht haltbare Rohmilch im Hofladen verkaufen !!! Klar, kein Problem, macht man ja mal eben so - selbst ein Großmarkt wie REAL,- wird keine 2000 Liter Milch pro Tag los !
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14.10.2009 21:44 Uhr von sharp
 
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oh oh: das sieht verdammt nach nem bauernaufstand aus. ich verstehe es nicht warum ihr euch nich anpassen oder einfach zum teufel scherren wollt versteht mich net falsch, ich bin als einzelhändler genauso von existens ängsten geplagt aber warum soll es ausgerechnet für eine so unbelehrbare und auf famielienbetrieb beharrende branche sonderegel einführen.
wir leben nun mal im kapitalismus auch wenns scheiße ist aber da gilt gleiches recht für alle
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15.10.2009 19:58 Uhr von uhlenkoeper
 
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Wer hier so schadenfroh: schreiben zu meinen muß "dann geht doch und weicht den Großen, weil das eben so ist im Kapitalismus":

Grade gestern haben die UN und die großen Hilfsorganisationen in einer konzertierten Presseaktion darauf aufmerksam gemacht, dass inzwischen mehr als 1 Milliarde Menschen weltweit an Hunger leiden. Daran haben viele Faktoren ihren Anteil (viele Ländern sind Bürgerkriegsstaaten), aber einer davon ist, dass mittels subventionierten Importen aus Europa viele Artikel in der dritten Welt zu Preisen auf den Märkten drängen, die die dortigen Erzeuger in den Ruin treiben.
Die UN fordert daher -völlig zu recht- dass Ackerbau und Viehzucht nicht weiter industrialisiert werden dürfen, sondern dass Kleinbauern und Familienbetriebe vor Ort gestärkt werden müssen. In der dritten Welt ebenso wie HIER. Weil die industrialisierte Agrarwirtschaft in unserer Gegend die Überproduktion fördert.

Machen wir doch die Augen mal auf:
wer kassiert denn die Gelder dieser unsinnigen Exportsubventionen ? Die Kleinbauern und bäuerlichen Familienbetriebe ? Mitnichten ! Ein Blick in die Subventionsliste zeigt, dass über 95% der Exportsubventionen an Großkonzerne wie Nestle, Campina, Südzucker u.a. gehen.


Darüber hinaus geht mir ein Aspekt völlig verloren:
es ist inzwischen hinreichend bekannt und nachgewiesen, dass mit zunehmender Industrialisierung der Landwirtschaft die Artenvielfalt, die Nachhaltigkeit, der Umweltschutz und andere schützenswerte Güter aufgegeben werden.
Das sind Folgen, die sich all die mal durch den Kopf gehen lassen sollten, die so schulterzuckend den "Großen" das Feld überlassen wollen.

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