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Winzig kleines Perpetuum Mobile entdeckt

An der amerikanischen Yale Universität wurde nachgewiesen, dass in winzig kleinen Metallringen mit einem Durchmesser unter einem Mikrometer ein Dauerstrom fließt. Obwohl die Ströme klein sind, sind die Experten überrascht, da die Ringe nicht supraleitend sind und keine Spannungsquelle existiert.

Nachgewiesen wurden die Ströme durch das magnetische Feld, welches die Ringe umgibt. Eine neu entwickelte Apparatur, die als Messspitze eine kleine Blattfeder (Sprungbrett) enthielt, ermöglichte den Nachweis. Wurde die Blattfeder in die Nähe des Ringes gebracht, änderte sich ihr Schwingungsverhalten.

Seit den 20er Jahren gibt es Vermutungen, dass es solche perpetua mobilia geben soll, in denen dauerhaft ein Strom fließt, ohne dass Energie dem Ring zugeführt wird. Diese Ströme entstehen durch quantenmechanische Effekte, die auch in Metallen die Elektronenbewegung beeinflusst.


WebReporter: lina-i
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Entdeckung, Universität, Yale, Perpetuum Mobile
Quelle: www.scinexx.de

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44 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.10.2009 14:23 Uhr von lina-i
 
+2 | -0
 
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Da bin ich selbst überrascht, dass es so etwas gibt. Immerhin müsste der Strom durch den Widerstand des Metallrings oder durch das abgestrahlte Magnetfeld irgendwann einmal aufhören zu fließen. Dies tut er aber nachweislich nicht. Leider kann man diesen Ringen die Energie nicht entnehmen, da diese zu klein ist.
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12.10.2009 15:58 Uhr von IngoVonKnito
 
+26 | -18
 
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Laut Definition: Die Metallringe verrichten aber keine Arbeit. Laut Definition muss ein Perpetuum Mobile Arbeit vollrichten und ewig laufen ohne Energiezufuhr von Außen.

Hmm wer sagt überhaupt das das Magnetische Feld zwingend vom fließenden Strom in den Metallringen kommen soll?!

Ich versteh zwar noch nicht wie ohne Spannung der Strom fließt aber werd den Artikel mal weiter verfolgen.
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12.10.2009 16:04 Uhr von lina-i
 
+18 | -5
 
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Ich benutze mal die Definition, wie sie: im Wikipedia hinterlegt ist:

"Ein Perpetuum Mobile (PM, v. lat. „sich ständig Bewegendes“, Pl. Perpetua Mobilia) ist eine Konstruktion, die – einmal in Gang gesetzt – ewig in Bewegung bleibt und dabei Arbeit verrichten soll oder Nutzenergie bereitstellen, ohne dass ihr von außen Energie zugeführt wird oder ein Energiegradient, z.B. in Form eines Temperaturgefälles, zur Verfügung stünde."

Die Nutzenergie ist das durch den Stromfluss erzeugte Magnetfeld.

Wie ich im Kommentar schon schrieb, ist die Energie in den Ringen viel zu klein, um genutzt zu werden.
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12.10.2009 16:11 Uhr von IngoVonKnito
 
+4 | -4
 
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oder Nutzenergie bereitstellen: Hmm kann man sich streiten.
Die Energie ist ja nicht nutzbar und kann nicht zur Verfügung gestellt werden. Höchsten durch das erzeugte Magnetfeld.

Auf jeden Fall ein höchst interessantes Thema :-)
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12.10.2009 16:21 Uhr von Keltruzad1956
 
+35 | -1
 
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Vielleicht das Erdmagnetfeld? Welches in den Ringen eine Spannung induziert? nur son Gedanke...
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12.10.2009 16:30 Uhr von pentam
 
+6 | -1
 
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PM - erste, zweite und dritte Art: Nach der Definition ist es ein Grenzfall zwischen einem Perpetuum mobile erster und dritter Art.
PMs dritter Art gibt es (Supraleiter,...). Aber da der Metallring einen Widerstand haben dürfte, wird in diesem Fall die Arbeit des Stromflusses gegen einen Widerstand verrichtet. Daher könnte es eventuell auch als erster Art durchgehen. Aber vermutlich werden auf Dauer Effekte entdeckt, wodurch es wohl nur eins dritter art sein dürfte.
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12.10.2009 16:45 Uhr von Polyhymnia
 
+8 | -1
 
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Perpetuum Mobile ist es bestimmt nicht: Also da es Widerstand gibt, würde hier ständig Wärmeenergie aus dem "Nichts" erzeugt. Da halte ich die Hypothese von Keltruzad auf Anhieb schon für deutlich realistischer.

Andererseits ist der Energieerhaltungssatz in der Quantenwelt schon eine extrem unintuitive Sache mit virutellen Teilchen, Vakuumsfluktuationen und spontanen Teilchen-Antiteilchen Entstehungen.

Da solche Effekte hierbei angeblich eine Rolle spielen sollen, kann die Energie für den Strom auch aus sonstwie unerwarteten Quellen kommen - ein Perpetuum Mobile wäre es trotzdem nicht, dass würde eine Sensation ungekannten Ausmaßes sein (ok, in den Medien vllt vergleichbar mit Jacksons Tod).
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12.10.2009 17:03 Uhr von Ramsi_Binalshid
 
+3 | -4
 
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moment mal: haben wir nicht in der schule gelernt das nicht ohne ständige energiezufurh weiterläuft?
wie kann das dann sein?
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12.10.2009 17:07 Uhr von Großunddick
 
+7 | -5
 
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Ein Perpetuum Mobile hat nicht die Aufgabe, Energie zu erzeugen, sondern sich selbst in Bewegung zu halten.
Also +/- =0

Und das geht eben nicht, weil es Verluste durch Reibung usw gibt.
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12.10.2009 17:46 Uhr von darmspuehler
 
+5 | -5
 
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5 Sterne: für die News
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12.10.2009 17:48 Uhr von Kappii
 
+3 | -3
 
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halte ich für unwarscheinlich: Da dieses sogn. Perpetuum Mobile nicht nur von allein läuft sondern auch noch Arbeit verrichtet(magnetisches Feld, interaktion mit anderen Gegenständen), wird wohl irgendwo ein Fehler bei der beobachtung vorliegen.
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12.10.2009 17:51 Uhr von reallydeep
 
+2 | -3
 
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12.10.2009 17:52 Uhr von napster1989
 
+6 | -6
 
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Mal ne blöde frage: aber ist die Raumstation ISS oder nen anderer Satellit nichts anderes? Wird ja durch Gravitation in der Umlaufbahn erhalten.

(Keine Reibung etc ...)


:)
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12.10.2009 18:12 Uhr von wombie
 
+2 | -2
 
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@napster: noe, kein PM: -> die ISS wird durch staendige korrekturen oben gehalten
-> Satelliten ditto, die fallen sonst irgendwann halt runter

Selbst die Erde ist kein PM, da z.B. die Erdrotation sich im laufe der Jahrhunderte verringert.
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12.10.2009 18:18 Uhr von Polyhymnia
 
+2 | -2
 
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@Napster1989: Die Masseträgheit lässt Sateliten in einer Umlaufbahn, die eine Gleichgewichtskonfiguration zwischen Zentrifugalkraft und Gravitation darstellt, eben für lange Zeit weiterfliegen. Dabei geht aber ständig Energie durch die Materialverformung (Wärmeenenergie) verloren -> wenn der Satelit sich dreht wird er erst in die eine, dann in die andere Richtung verformt.

Aus genau diesem Grund kommt uns auch der Mond immer näher und deshalb dreht sich die Erde deutlich langsamer um die eigene Achse als zu Beginn ihrer Zeit, als ein Tag glaub ich nur 17 Stunden gedauert hat.
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12.10.2009 19:10 Uhr von barnie3000
 
+2 | -0
 
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hmm: Wir befinden uns im Magnetfeld der Erde.
Daher könnte eine Wechselwirkung zwischen Erdfeld und den kleinen Ringen bestehen.

Oder, es wird durch eine andere resonante Quelle Strom in die kleinen Metallringe induziert.
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12.10.2009 20:06 Uhr von lina-i
 
+3 | -0
 
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Falls noch jemand das Erdmagnetfeld verdächtigt Nur ein sich veränderndes Magnetfeld kann einen Strom in einem Metall induzieren. Deshalb kann man auch mittels eines Transformators keine Gleichspannungen transformieren. Das Erdmagnetfeld ändert sich nicht schnell genug. Es läßt sich, wie auch fremde Induktionsquellen, wunderbar abschirmen, da sonst die Messung des erzeugten Magnetfeldes der Ringe unmöglich gewesen wäre.

Wenn der Strom im Ring ständig nur in eine Richtung fließt, nachweisbar durch das konstante Magnetfeld, kann eine Framdinduktion ausgeschlossen werden.
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12.10.2009 20:08 Uhr von bauernkasten
 
+2 | -1
 
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perpetuum mobile: Helf mir mal einer mit seinem Restlatein, wie der Begriff im Plural lautet! Etwa perpetua mobilia?

Super-News, ihrer 5 Sterne würdig! Und gleich noch fünf dazu!

[ nachträglich editiert von bauernkasten ]
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12.10.2009 20:35 Uhr von lina-i
 
+1 | -0
 
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Ich habe den Fehler mit dem Plural schon: als Rechtschreibfehler angezeigt. Bislang waren die Checker aber zu beschäftigt...

Ich hoffe aber, dass die Änderung doch noch erfolgt.
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12.10.2009 20:49 Uhr von LeMale1978
 
+1 | -2
 
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Vielleicht fließt gar kein Strom? und das Loch in dem Ring ist ein Permanentmagnet?

Oder die Metallzunge des "Messgerätes" ändert ihre Schwingung, weil innerhalb des "Ringes" ein bremsendes "Luftpolster" besteht?
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12.10.2009 20:58 Uhr von sv3nni
 
+4 | -2
 
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is das die freie energie: die tesla entdeckt hat?
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12.10.2009 20:59 Uhr von bauernkasten
 
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lina-i: Es funktioniert ja! Weiter so!
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12.10.2009 22:58 Uhr von buzz_lightyear
 
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ich: kenn das nur von Jim Knopf..
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12.10.2009 23:04 Uhr von lina-i
 
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@ Wolfsburger: Du liegst so richtig weit daneben. Es steht auch in keiner Springer-Quelle etwas von perpetua mobilia...
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12.10.2009 23:09 Uhr von tha_specializt
 
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Titel: BWAHAHA wenn ich wieder den Schwachsinn hier lesen muss kann ich mir das Grinsen und Lachen nicht verkneifen. Ein bischen Physikunterricht für die Hauptschüler und Konsorten:

1) Ein Magnetfeld "stellt" keine Arbeit zur Verfügung, es ist ein statisches, nur theoretisch beschreibbares und anhand der Wirkung sichtbares Feld. Da gibts nix zu extrahieren oder zu "nutzen"

2) Elektrizität kann mittels eines Magnetfeldes nur dann induziert werden wenn sich DER LEITER BEWEGT (ergo: wenn Arbeit verrichtet wird)

3) Ferromagnetismus und Paramagnetismus sind nun wirklich nix dolles - es gibt viele Stoffe die solche Eigenschaften haben; Supraleitung und diverse Tunneleffekte, Widerstandslosigkeiten etc. schon eher

4) Ein Perpetuum Mobile verrichtet Arbeit - völlig ohne oder nur mit einer initialen "Investierung" von Arbeit - generell kann man von einem solchem Objekt sprechen wenn "mehr raus kommt" als "rein geht". Ist hier nicht der Fall, die höchstmögliche "Energieausbeute" bei Ausnutzung elektromagnetischer Induktion durch solche "Magneten" würde rein mathematisch als Asymptote 100% vorweisen - als Beispiel "gehen" 1 J rein und 1 J "gehen raus" - das ist schon der ganze - faktisch unmögliche - Zauber.

5) Ein Magnet kann sein Magnetfeld nicht unendlich lange behalten - nutzt man es zur Energieumwandlung so wird das Feld berechenbar schwächer

Aber ich lass euch trotzdem mal weiterhin von "freier Energie" träumen, manche benötigen das :-)

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