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Schweiz: Gemeinde lässt in ihrer Bibliothek keine Religionsferkeleien zu

Ein Bürger aus Hombrechtikon (Kanton Zürich) wollte der Bücherei drei Bücher des deutschen Philosophen Michael Schmidt Salomon spenden. Darunter war auch die Fabel "Wo bitte gehts zu Gott? fragte das kleine Ferkel". Das Werk war den Verantwortlichen zu frivol, um es in die Regale zu stellen.

Das aufklärerische Bilderbuch in dem ein Rabbi, ein Bischof und ein Imam ein Schweinchen und dessen Freund, einen Igel, missionieren wollen und darüber in Streit geraten, hielt der Prüfung durch die Bibliothekarin, den Gemeindevorsteher und den Gemeindeschreiber nicht stand.

Mit Begründungen von "nicht kindgerecht", oder "kein Platz" bis hin zu dem Argument, dass die Fabel "eine unglaubliche Beleidigung der darin aufgeführten Religionsgemeinschaften" sei, wurde die Spende abgelehnt.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Schweiz, Spende, Religion, Gemeinde, Bibliothek
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.10.2009 12:33 Uhr von PakToh
 
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Tja: Schönes Beispiel für die Religionsfreiheit und die Aufgeklärte Westliche Welt wie sie doch so weit weg von Steinigungen und Ehrenmorden ist...

Aber mal die Ironie bei Seite - Auf der einen Seite schimpft man über den Islam und ist auf der andern Seite nichtmal in der Lage eine Fabel zuzulassen?
Naja, Bücher sind was böses, die Deutsche Geschichte hat ja schon öfter Gezeigt was Bücher / Schriften unwillkommen waren... - Da muss man nur mal Luther fragen wie seine Thesen so an kamen bei den Katholiken...
Oder wie hiess nochmal dieser Österreicher, hmm - fällt mir gerade nicht ein, aber der hatte auch ein hitziges Verhältnis zu Büchern die er nicht mochte...
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12.10.2009 13:53 Uhr von PakToh
 
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@Andreas.K: <irony>Hört sich doch ganz genauso an wie die Wirklichkeit *g*</irony>

Naja, diejenigen die das Buch abgelehnt haben haben leider nicht die Botschaft und den inneren Sinn einer solchen Fabel verstanden - und jede andere Religion die sich dort angegriffen fühlt ebenso wenig...
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12.10.2009 14:42 Uhr von cyrus2k1
 
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Das witzige ist: Das die "Religionen des Buches" eigentlich alle die gleiche Religion sind. Wirklich andere Religionen sind die asiatischen usw. Judentum, Christentum und Islam sind nur verschiedene Versionen der selben Geschichte. Deshalb ist es auch lächerlich sich darüber zu streiten. Unser Gott, der der Juden (Yahweh) und Allah sind die gleiche Erscheinung! Leider kapieren dies 99% der Religiösen Idioten auf diesem Planeten nicht!
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12.10.2009 16:26 Uhr von omar
 
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Kann ich nicht ganz nachvollziehen auch Atheisten sollten das Recht haben, Ihre Kinder nach Ihren eigenen Wertvorstellungen zu erziehen.
Dazu gehören auch "unreligiöse" Kinderbücher.
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12.10.2009 22:21 Uhr von lina-i
 
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Inzwischen steht ja fest, dass Schweine recht: intelligente Tiere sind. Trotzdem war es vom Autor unklug, gerade ein Schwein als zu bekehrendes Wesen zu wählen.

Es ist lange genug bekannt, dass Schweine für Anhänger des jüdischen und islamischen Glaubens verbotene (erst seit 1000 Jahren: unreine) Tiere sind.
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13.10.2009 01:32 Uhr von cheetah181
 
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lina-i: Das dachte ich auch, wurde aber vermutlich mit Absicht so gewählt, da Ungläubige in diversen heiligen Schriften als "Schweine" bezeichnet werden.

@Thema: Das Buch hat auch in Deutschland soviel Aufsehen erregt, dass Bischöfe Lügenmärchen (mehr als sonst) verbreiten mussten:
http://hpd.de/...

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