AKTIVITÄTEN   mehr...

12.10.09 12:03 Uhr
 918
 

Schweiz: Gemeinde lässt in ihrer Bibliothek keine Religionsferkeleien zu

Ein Bürger aus Hombrechtikon (Kanton Zürich) wollte der Bücherei drei Bücher des deutschen Philosophen Michael Schmidt Salomon spenden. Darunter war auch die Fabel "Wo bitte gehts zu Gott? fragte das kleine Ferkel". Das Werk war den Verantwortlichen zu frivol, um es in die Regale zu stellen.

Das aufklärerische Bilderbuch in dem ein Rabbi, ein Bischof und ein Imam ein Schweinchen und dessen Freund, einen Igel, missionieren wollen und darüber in Streit geraten, hielt der Prüfung durch die Bibliothekarin, den Gemeindevorsteher und den Gemeindeschreiber nicht stand.

Mit Begründungen von "nicht kindgerecht", oder "kein Platz" bis hin zu dem Argument, dass die Fabel "eine unglaubliche Beleidigung der darin aufgeführten Religionsgemeinschaften" sei, wurde die Spende abgelehnt.


WebReporter: nudeldicke
Rubrik:   Kultur / Literatur & Bücher
Schlagworte: Schweiz, Spende, Religion, Gemeinde, Bibliothek
Quelle: www.tagesanzeiger.ch
Meinung des Autors zum Thema:
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wie verengt müssen die Hirne dieser Prüfer doch sein, um die Menschen von Hombrechtikon so bevormunden zu können.
Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Tja   
 
+6 | -1
 
ANZEIGEN
12.10.2009 12:33 Uhr von PakToh
Schönes Beispiel für die Religionsfreiheit und die Aufgeklärte Westliche Welt wie sie doch so weit weg von Steinigungen und Ehrenmorden ist...

Aber mal die Ironie bei Seite - Auf der einen Seite schimpft man über den Islam und ist auf der andern Seite nichtmal in der Lage eine Fabel zuzulassen?
Naja, Bücher sind was böses, die Deutsche Geschichte hat ja schon öfter Gezeigt was Bücher / Schriften unwillkommen waren... - Da muss man nur mal Luther fragen wie seine Thesen so an kamen bei den Katholiken...
Oder wie hiess nochmal dieser Österreicher, hmm - fällt mir gerade nicht ein, aber der hatte auch ein hitziges Verhältnis zu Büchern die er nicht mochte...
Kommentar ansehen @Andreas.K   
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
12.10.2009 13:53 Uhr von PakToh
<irony>Hört sich doch ganz genauso an wie die Wirklichkeit *g*</irony>

Naja, diejenigen die das Buch abgelehnt haben haben leider nicht die Botschaft und den inneren Sinn einer solchen Fabel verstanden - und jede andere Religion die sich dort angegriffen fühlt ebenso wenig...
Kommentar ansehen Das witzige ist   
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
12.10.2009 14:42 Uhr von cyrus2k1
Das die "Religionen des Buches" eigentlich alle die gleiche Religion sind. Wirklich andere Religionen sind die asiatischen usw. Judentum, Christentum und Islam sind nur verschiedene Versionen der selben Geschichte. Deshalb ist es auch lächerlich sich darüber zu streiten. Unser Gott, der der Juden (Yahweh) und Allah sind die gleiche Erscheinung! Leider kapieren dies 99% der Religiösen Idioten auf diesem Planeten nicht!
Kommentar ansehen Wer das Buch nicht kennt, dem fehlt auch nichts   
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
12.10.2009 15:44 Uhr von Oberlehrer
Da packten das kleine Schweinchen und der kleine Igel das Buch wieder ein und versuchten bei der nächsten Bibliothek ihr Glück mit agnostischer Missionierung ;-)

So ganz uneigennützig ist der großzügige Spender nun auch wieder nicht, als "Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung,
einer Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung. Sprecher und Aushängeschild ist Michael Schmidt-Salomon ...".

Das Buch scheint mir eher für Jugendliche geeignet zu sein, wobei ich die These der "Angst" als manipulierendes Element von Religionen gerne etwas weiter gefasst hätte. Nämlich ausgedehnt auf die modernen Ersatzreligionen, wie fundamentalistischen Umweltschutz (du bist Schuld am nahenden Weltuntergang) und dogmatische Political Correctness.

Also: kein Problem für mich, das Buch in der Jugend/Erwachsenenabteilung einer Bibliothek zu sehen. Was die Eltern damit machen, ist ihr Problem ...
Kommentar ansehen Kann ich nicht ganz nachvollziehen...   
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
12.10.2009 16:26 Uhr von omar
auch Atheisten sollten das Recht haben, Ihre Kinder nach Ihren eigenen Wertvorstellungen zu erziehen.
Dazu gehören auch "unreligiöse" Kinderbücher.
Kommentar ansehen Inzwischen steht ja fest, dass Schweine recht   
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
12.10.2009 22:21 Uhr von lina-i
intelligente Tiere sind. Trotzdem war es vom Autor unklug, gerade ein Schwein als zu bekehrendes Wesen zu wählen.

Es ist lange genug bekannt, dass Schweine für Anhänger des jüdischen und islamischen Glaubens verbotene (erst seit 1000 Jahren: unreine) Tiere sind.
Kommentar ansehen lina-i   
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
13.10.2009 01:32 Uhr von cheetah181
Das dachte ich auch, wurde aber vermutlich mit Absicht so gewählt, da Ungläubige in diversen heiligen Schriften als "Schweine" bezeichnet werden.

@Thema: Das Buch hat auch in Deutschland soviel Aufsehen erregt, dass Bischöfe Lügenmärchen (mehr als sonst) verbreiten mussten:
http://hpd.de/...

Refresh |<-- <-   1-7/7   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben
Schweiz überdenkt Bunker-Politik
Weltweit hat die Schweiz den höchsten Deckungsgrad bei...
Schweiz: AKW Mühleberg wegen Zwischenfalls abgeschaltet
Das Atomkraftwerk Mühleberg in der Schweiz ist am heutigen...
Schweiz: Musikindustrie beißt sich an Rapidshare die Zähne aus
Für den Filehoster Rapidshare war der im Jahre 2006...
Rheinland: Zahl der evangelischen Gemeinden rückläufig
Im Rheinland gibt es ab dem 1. Januar 2012 nur noch 743...
Türkei: Jüdische Gemeinde erhält Rechtsstatus
Die jüdische Gemeinde in Izmir hat vom Staat ihren...
USA: Kirchenleiter schändete 12-Jährige - Er bat Gemeinde und Gott um Verzeihung
Ein Leiter der Kirche in Anchorage (Alaska) bat die...
Liebesbriefe der Schriftstellerin Charlotte Brontë veröffentlicht
Die britische Schriftstellerin Charlotte Brontë ("Jane Eyre...
USA: John F. Kennedy-Bibliothek veröffentlicht letzte geheime Bandaufnahmen
Die John F. Kennedy-Bibliothek in Boston veröffentlicht nun...
Dresden/Erfurt: Wissenschaftler wollen Magazine der 20er Jahre digitalisieren
Die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und...
Mehr News Mehr News Mehr News




Copyright ©1999-2012 ShortNews GmbH & Co. KG

impressum | agb | archiv | quellen | shortbooks-archiv | usenet