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Entschuldigung durch Arbeitgeber nach Kündigung wegen einer Frikadelle

Der Hauptgeschäftsführer der Bauverbände Westfalen, Hermann Schulte-Hiltrop, hat sich nun öffentlich für die fristlose Kündigung (SN berichtete) einer 53-jährigen Sekretärin entschuldigt. In einem offenen Brief an die ehemalige Mitarbeiterin räumt er seine "unsensible Vorgehensweise" ein.

Noch am Dienstag war ein Gütetermin vor Gericht gescheitert. Schulte-Hiltrop hält zwar die Kündigung für "arbeitsrechtlich korrekt", räumt aber ein, dass eine Kündigung in diesem Fall "menschlich zu hart" und er juristisch falsch beraten gewesen wäre.

Die Rechtsanwälte der Parteien würden nun versuchen, eine außergerichtliche Einigung zu finden. Dies gelte auch für die weitere Mitarbeiterin, die aus ähnlichen Gründen gekündigt worden sei. Schulte-Hiltrop meinte hierzu: "Ich werde eine Lösung anstreben und auch umsetzen, die für beide Seiten annehmbar ist".


WebReporter: W.Marvel
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kündigung, Entschuldigung, Arbeitgeber, Sekretär, Frikadelle
Quelle: www.derwesten.de

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33 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.10.2009 20:10 Uhr von NiTeChiLLeR
 
+61 | -3
 
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wie man doch durch die Presse eingeschüchtert werden kann und dann den Schwanz einzieht ;-)
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11.10.2009 20:50 Uhr von La Forge
 
+8 | -7
 
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@Beitrag: Ich kann mir vorstellen, das durch eine solche Aktion ein wirtschaftlicher Schaden für das Unternehmen entsteht. Wer dafür aber dann zur Verantwortung gezogen werden sollte, steht außer Frage!
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11.10.2009 21:00 Uhr von hasi3009
 
+28 | -1
 
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Der war nicht Der war nicht "juristisch falsch beraten gewesen" der hat keinen Funken Gefühl, Menschenverstand und ist eiskalt gewesen. Jetzt noch die Sache auf andere abschieben, ist typisch für solche Sozialkompetenzbolzen. Am besten wird sein wenn er selbst kündigt.
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11.10.2009 21:06 Uhr von Perisecor
 
+14 | -48
 
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11.10.2009 21:34 Uhr von Mancman22
 
+17 | -1
 
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@Perisecor: Also, ich würde jetzt schon nen kleinen Unterschied zwischen dem Essen einer Frikadelle, das einem menschliches Grundbedürfnis, nämlich HUNGER geschuldet ist, sehen und dem Diebstahl eines Laptops, den zu entwenden, eine doch im gewissen Maß kriminelle Energie vorauszusetzten ist...
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11.10.2009 21:45 Uhr von EyeOfTheDark
 
+16 | -0
 
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Bin ich froh: dass ich einen Arbeitgeber habe, der seinen Mitarbeitern erlaubt mal ein Brötchen oder eine Brezel zu essen, die für Gäste hergerichtet werden. Meistens bleibt hinterher eh immer was übrig, da zu viel bestellt wird. Ich finde das echt unmenschlich und für den Arbeitnehmer total demotivierend.
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11.10.2009 22:10 Uhr von hardyone
 
+12 | -1
 
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bei mir: ist das essen vor gäste gennerell so bestellt das wenn die fertig sind die mittarbeiter grade pause haben und sich vom rest bedienen können.
mein geschäftsführer ist sogar mal an den azubi ticsch gegangen nach dem essen und hat denen gesagt: bedient euch bitte.
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11.10.2009 22:38 Uhr von Draw
 
+8 | -1
 
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Ich sage lieber nicht, was ich von diesem Abschaum von Arbeitgeber halte. Auch wenn er den Schwanz einzieht, nimmt er die Kündigung, falls ich das richtig verstehe, nicht zurück. Könnte mir aber auch gut vorstellen, dass die beiden Arbeiterinnen nicht mehr bei so einem "Chef" arbeiten wollen.
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11.10.2009 22:42 Uhr von KingPiKe
 
+7 | -7
 
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Was der Perisecor damit wohl sagen wollte: ist die Frage, wo die Grenze gesetzt werden soll.
Hat er ja auch so geschrieben ;)

Sollen Diebstahl bis zu einem Wert von 2€ geduldet werden und ab 2.01€ bestraft? Dann gibt es aber wieder Leute, die es ungerechtfertigt finden, wenn jemand wegen 1 Cent über dem Limit gefeuert wird.
Deshalb hat er schon Recht, dass die Grenze bei 0€ liegen sollte.

Dann noch das Argument von Mancman22 mit dem menschlichen Bedürfnis.
Wenn jetzt die ganze Belegschaft auf einmal hunger hat, was ist dann?

Das ist ein kompliziertes Thema.

Versteht mich nicht falsch,
ich finde eine Kündigung auch voll übertrieben.
Aber es darf eben auch nicht zur Gewohnheit werden, dass man sich mal eben was einstecken darf.

Aber da hätte der Chef wohl eher ne Abmahnung oder ähnliches bringen sollen.

Wie gesagt, kompliziertes Thema.
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11.10.2009 22:52 Uhr von Perisecor
 
+3 | -13
 
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11.10.2009 23:12 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -4
 
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Ich hab mir das auch gerade mal überlegt Ich bin Freibreufler und bei mir werden z.B. tausende CDs gebrannt. Die Rohlinge sind im Prinzip nichts wert, und werden bei versehentlichem Falschbrennen auch oft in den Müll befördert. Trotzdem wäre ich stinksauer, wenn ich jemanden erwischen würde, der ein oder zwei Rohlinge für zuhause einsteckt. Sobald man als Arbeitgeber selbst betroffen ist, ist das einfach ein offener Vertrauensbruch, egal um welchen Betrag es geht.
Als ich früher noch Angestellter war, wurden auch oft Brötchen für Lehrgänge und Kunden geschmiert. Da war es aber selbstverständlich dass für die Belegschaft mitgekauft wurde und das Übrige verteilt wurde. aber der Chef sagte auch immer: Greift zu Leute!
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11.10.2009 23:15 Uhr von DerNik
 
+4 | -2
 
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Hmm: @Perisecor schon einmal etwas von Mundraub gehört? http://de.wikipedia.org/... Also, wenn jemand eine Cola vom Meeting-Tisch trinkt oder ein Brötchen mit Frikadelle ißt, finde ich eine Kündigung einfach überzogen. Bei Büromaterial sehe ich das aber auch so, dass jeder Kuli etc. eine Kündigung rechtfertigt.
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11.10.2009 23:19 Uhr von Perisecor
 
+3 | -11
 
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@ DerNik: Mundraub? Willst du mich verarschen?

Abgesehen davon, dass es dieses Delikt seit 1975 nicht mehr gibt, war es selbst vor dieser Zeit schon Diebstahl.

Das steht auch in dem Artikel, den du verlinkt hast. Vielleicht solltest du dir den auch einfach mal durchlesen? Also, wenn die drei Absätze dich nicht überfordern?

Und was DU überzogen findest, interessiert niemanden. Das Gesetz sagt, jeder noch so kleine Betrag ist Diebstahl. Ob der Arbeitgeber dann direkt kündigt, abmahnt, es ignoriert oder das so toll findet, dass er noch einen 500Euro-Schein als Dank dafür oben drauf legt, ist seine Sache.

Das, was ThomasHambrecht schreibt, kann ich nur unterstützen. Ihr, die ihr das alle gar nicht so schlimm findet, würdet euch umgucken, wenn es um euer Unternehmen gehen würde!
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11.10.2009 23:20 Uhr von Draw
 
+8 | -0
 
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@Perisecor: Du hättest also auch eine deine/n Mitarbeiter/in nach 35(!!) Jahren wegen einer, einer einzigen Frikadelle entlassen?? Im Übrigen blieben von diesen Frikadellen eh immer mehrere übrig und es ist einfach nur erbärmlich und assozial eine treue Mitarbeiterin einer schwachsinnigen Begründung wie "gestörtes Vertrauensverhältnis " zu entlassen. Gestörtes Vertrauensverhältnis wegen einer Frikadelle?? Darf ich die Bundesregierung auch wegen gestörten Vertrauensverhältnis entlassen, wenn sie eien Wahlkampfversprechen brechen? Sie hätte einfach die Frikadelle ersetzen sollen udn gut ist. Dass diese Entlassung schon lange geplant war und man nur nach einem Entlassungsgrund gesucht hat, ist traurig und ein Armutszeugnis auch für unsere Gesellschaft. Traurig zu sehen auf welchen Niveau wir angekommen sind....
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11.10.2009 23:28 Uhr von Merldeon
 
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das zeigt doch: welche Waffe gegen skrupelose Arbeitgeber die beste ist
Spätestens wenn die Öffendlichkeit davon erfährt rudern die zurück, also sollte man wenn man verspürt man bekommt Unrecht wegen Lapalien nicht versäumen die Medien einzuschalten.
nur wenn alle es wissen zieht die Drecksbande den Schwanz ein .
In diesem Fall betrachte ich das vorgehen als Mundraub und nicht als Klauen.
Einerseits bekommen die Unternehmen Steuergeschenke und werfen trotzdem Ihre Mitarbeiter raus um Sie gegen Billigkräfte auszutauschen und anderseits heulen die rum wenn 1 Frikadelle weniger auf dem Tisch liegt.
Es ist zeit mal wieder zu zeigen wer das Volk ist
geht auf die Strasse und wehrt euch.
Tun wir das nicht geht es demnächst wieder zu wie im Mittelalter-dann führen die Unternehmer wieder die Peitsche ein und Die Politik klatscht dazu Beifall.
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11.10.2009 23:29 Uhr von DerNik
 
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@perisecor: *lol* Dein Intellekt ist wohl doch eher auf Sonderschulen oder Bild-Niveau. Gerade weil Mundraub so ein geringfügiges Delikt ist, wird es nur noch auf Antragstellung verfolgt. Und wie Draw richtig schreibt muss man den Hintergrund auch berücksichtigen (Länge der Betriebszugehörigkeit). Sogar das Gericht wollte anfänglich erst eine gütliche Einigung erwirken, was aber von dem "falsch" beratenem Chef abgelehnt wurde.
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12.10.2009 00:04 Uhr von ThomasHambrecht
 
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... ich persönlich würde hier fein differenzieren Es wäre für mich als Arbeitgeber ein Unterschied, ob meine Angestellte beim Bretzelschmieren 2 Stück zum Sofortessen für sich abzweigt - oder ob sie diese heimlich nach hause transportiert.
Es ist zwar vom Gelde her egal - aber einmal sagt sich die Angestellt, "ich nehm mir das nach Hause mit" (Leuchtmarker, Locher usw.) damit sie sich das Geld für den Kauf spart - das andere Mal hat sie einfach Hunger, weil sie eben gerade mal Bretzeln schmiert.
Das eine ist für mich Vertrauensbruch - das andere nicht.
Aber da dürfte jeder Arbeitgeber verschieden reagieren.

Ähnlich beim Handy: Erwarte ich von meinem Angestellten, dass man ihn dauernd erreichen kann, darf er rund um die Uhr sein Handy laden (und bekommt noch Kosten ersetzt).
Ist es aber ein Angestellter der niemals für mich beruflich sein Handy braucht, kann er sein Handy gefälligst zuhause laden. Je nachdem wie gut der Mann ist, würde ich darüber hinwegsehen oder einen deftigen Anschiss verteilen - aber nicht kündigen.
Wenn der Mann hingegen den ganzen Tag private Anrufe am Handy bekommt und dann noch sein Handy nachlädt, würde ich ihn aus dem 10. Stock werfen und kielholen lassen und seinen Schreibtisch räumen lassen.
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12.10.2009 00:12 Uhr von elknipso
 
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@Perisecor: Wenn Du das was Du hier von Dir gibst wirklich ernst meinst, bist Du ein zu tiefst zu bemitleidenswerter Mensch.
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12.10.2009 00:24 Uhr von shorty0
 
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Aufgabe von Sekretärinnen: Eigentlich ist es nicht die Aufgabe von Sekretärinnen, Frikadellen, Brötchen oder sowas herzurichten.
Übrigens wenn ich schon Doppelnamen höre, eoööen sich meine Fussnägel auf. Halten sich für was besseres.
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12.10.2009 00:47 Uhr von bernhart84
 
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@Perisecor: hm. Aber warum dann"nur" Kündigung und nicht Geldstrafe oder Gefängnis?

Ich denke mal es sollte klar sein, dass dieser Vorfall nie vor einem Strafgericht gelandet wäre. Demnach tendiere auch ich dazu, zu sagen, die Reaktion war überzogen.

Da (mir) aber die Vorgeschichte unbekannt ist, finde ich es schwer mir zum Fall eine feste Meinung zu bilden.
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12.10.2009 00:53 Uhr von Perisecor
 
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12.10.2009 01:21 Uhr von Bruno2.0
 
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Klar: Gehört sich sowas nicht aber dennoch sehe ich diese Fälle als eine für den Chef günstige Situation um einen Unbeliebten mit Arbeiter zu entlassen
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12.10.2009 01:51 Uhr von Wanne85
 
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Ich verstehe nicht warum sich hier manche streiten ??

Die Frau war seit ca 30 oder 35 Jahren im Beruf. Da soll kein Vertrauen gewesen sein ??

Wenn der Chef die Frau in den 30 Jahren nicht kennengelernt hat und ihr kein Vertrauen geschenkt hat dann soll der direkt zurück treten.

Und all die jenigen die sagen das die Frau einen Vertrauensbruch gemacht hat: Ihr seit in meinen Augen kein Mensch ! Ihr würdet noch nicht mal einen Menschen helfen der vor euren Augen verhungert !

Ihr seid wirklich ein Abschaum ! Sorry das ich das sage aber ist nun mal so.

Ich selber arbeite in einem Imbiss und ich darf von Morgens bis Abends Essen und Trinken was ich will.

Davor habe ich in einer Bäckerei gearbeitet und dort war es genauso.

Aber naja wie gesagt, ihr seit keine Menschen sondern nur ein elendes Abschaum von Lebewesen das nix von einer lang jährigen zusammen arbeit bzw. sogar Teamwork versteht.


P.S: Ach gebt mir doch einfach alle minusse =)
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12.10.2009 10:57 Uhr von elknipso
 
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@Perisecor: Erstens darf man nie vergessen, dass es die Mitarbeiter einer Firma sind die dieser zum Erfolg verhelfen, und dann sollte man die Relation nicht aus den Augen verlieren.

Wenn ich als Firma x tausende Euro Gewinn mache, dann wäre es mir vollkommen egal ob sich jemand meiner Mitarbeiter eine Frikadelle für 50 Cent nimmt weil er gerade Hunger hat. Wo kämen wir denn da hin wenn jeder wegen so einer Kleinigkeit gekündigt werden würde?
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12.10.2009 12:20 Uhr von Azrael_666
 
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Unterste Schublade: Der Mann sollte nicht nach fadenscheinigen Entschuldigungen hangeln, sondern sich für seine Aktion erstmal in Grund und Boden schämen...! "arbeitsrechtlich korrekt..." AHA!

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