10.10.09 11:54 Uhr
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Stürzt der Jemen ins totale Chaos?

Das Chaos in dem arabischen Land nimmt beängstigende Ausmaße an. Im Norden tobt ein offener Bürgerkrieg zwischen Sunniten und Schiiten und der ehemals selbstständige Süden kämpft für die erneute Unabhängigkeit.

Dazwischen können sich Al-Kaida Mitglieder und ehemalige Afghanistan-Kämpfer frei und ungehindert bewegen.

Zu allem Überfluss gehen auch noch die Erdöl-Vorkommen (Haupt-Einnahme-Quelle) sowie das Trinkwasser (meist fossiles Grundwasser) zur Neige. Das reiche Saudi-Arabien baut bereits an einem Grenzzaun an der 1.500 Kilometer langen Grenze, um Flüchtlingsströme zu verhindern.


WebReporter: kommentator3
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Krieg, Bürger, Chaos, Saudi-Arabien, Jemen, Erdöl
Quelle: www.zeit.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2009 12:22 Uhr von Perisecor
 
+19 | -5
 
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Friedensreligion fail! Aber wenigstens baut Saudi-Arabien einen Grenzzaun. Das vereinfacht die zukünftige Argumentation mit Israel<->Palästina bzw. USA<->Mexiko doch sehr....
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10.10.2009 12:54 Uhr von usambara
 
+7 | -3
 
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@Perisecor: zumal der Grenzzaun auf ehemals jemenitischen Gebiet verläuft
und die schiitischen Stämme dort vertrieben werden sowie sämtliche Karawanenrouten zerschnitten werden.
Auch an der Grenze zum Irak wird ein Zaun gebaut.
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10.10.2009 13:05 Uhr von kommentator3
 
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@1984: Dass Saudi-Arabien dort einen Grenzzaun zieht ist mehr als verständlich.
Würde jeder Staat so machen.
Son Bürgerkrieg ist ganz schnell ausgebreitet.

Aber Hauptsache mal wieder gegen die USA und die "Imperialisten" gehetzt.

Habt ihr Hardcore-Kommunisten auch was zur Sache selbst zu sagen?
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10.10.2009 13:09 Uhr von Hanno63
 
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so sind se nunmal, im Islam schon seit tausend Jahren und länger, Sklaventum mit Zwangsgebet für Mullah´s und Armenspeisung anstatt mit ihren geschenkten (Öl-)Milliarden dem Volk zu helfen...
(ausser der "Armenspeisung" so zwischendurch als Show)
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10.10.2009 13:35 Uhr von Perisecor
 
+5 | -2
 
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@ 1984: Die USA verkaufen an Saudi-Arabien schon lange nicht mehr modernste Technologien.

Und natürlich sind nicht alle Saudis Terrorfinanzierer.
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10.10.2009 13:58 Uhr von kommentator3
 
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@1984: OK, ich habs ja kapiert.

USA = Böse
Links = Gut

So einfach kann ein Weltbild sein.

Hoffe, du wirst glücklich damit.
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10.10.2009 14:27 Uhr von kommentator3
 
+4 | -4
 
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@1984: klar ist das heuchlerisch.
Die USA sind aber nun mal abhängig von Öl-Importen und denken als Staat natürlich zuallererst an ihre eigenen Interessen.
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10.10.2009 14:46 Uhr von ElChefo
 
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@1984: Bei all deinen Kommentaren frag ich mich jetzt nach dem Bezug zum Thema. Wenn ein Land einen Zaun zu einem anderen Land errichtet, in dem grössere Unruhen aka Bürgerkrieg zu erwarten sind mit allen Begleiterscheinungen wie etwa auch Flüchtlingsströmen... was hat das mit der Unrechtspolitik der Amerikaner und der zweifelhaften Macht der Al-Sauds zu tun? Auch ohne weisse Weste bleibt eine solche Bau- und Vorsichtsmaßnahme immer noch durchaus verständlich. Deine (ansatzweise vielleicht sogar richtige) Hetze gegen den industriell-militärischen Block und die Saudis allerdings ist hier total fehlplaziert und führt sich damit selbst ad absurdum.
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10.10.2009 15:10 Uhr von Nethyae
 
+0 | -5
 
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"Kommt! Lasst uns alles vergessen woran wir glauben und alle abschlachten, die anderer Meinung sind! Dass wir unsere Religion dann heucheln ist ja egal..."
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10.10.2009 16:05 Uhr von Perisecor
 
+7 | -1
 
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@ 1984

Der Einmarsch in den Irak hatte nie die Beschaffung des Öls als Hauptgrund.

Hauptgründe waren;
1. geographisch günstige Lage
2. das Regime Saddam Hussein ausschalten

Würde irgendein Staat Saudi-Arabien besetzen, würde die Ölausfuhr für Jahre oder gar Dekaden zusammenbrechen.

Des Weiteren ist der JSF nicht der aktuelle Stand der Technik. Es ist der Stand der Technik Mitte-Ende der 1990er Jahre. Ebenso liefern die USA vermeintlich aktuelle Rüstungsgüter - so wie das z.B. auch die Sowjetunion immer gemacht hat - ohne manche kritische Komponenten aus, bzw. diese nur in abgespeckter Form.

Israel an sich kauft übrigens meist nur die Hülle und setzt dann eigene, teils bessere (auf die eigenen Bedürfnisse) Komponenten ein. So hat das u.a. Japan auch bei z.B. der Kongo-Klasse gemacht.


Kleine Unterscheidung Iran - Saudi Arabien. Es wäre mir neu, dass Saudi-Arabien Kinder dazu gebracht hat, Minenfelder zu räumen, indem sie einfach darüber laufen mussten. Es wäre mir neu, dass Saudi-Arabien als Staat damit droht, gegen Abkommen zu verstoßen und andere Länder grundlos zu vernichten.
Und den Iran mit seinem Religionsrat als demokratisch zu bezeichnen, halte ich für ziemlich dumm.

Zu guter Letzt kann man keine Regimeexistenz damit begründen, dass es auch andere Regimes gibt.
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10.10.2009 18:02 Uhr von schlupfloch
 
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@1984: Gut. Damit nimmst du die Kollektivschuld von den Deutschen am 2. Weltkrieg. :)

Dann können wir ja endlich mit diesen mittlerweile schwachsinnigen Reparationszahlungen aufhören. Und auch gleich mit denen für den 1. Weltkrieg.

Wenn du das auch meinen würdest, würde ich mich freuen.

Zu USA brauch man nix mehr sagen. Aber vielleicht ist es ja anhand der News einen Einmarsch wert. Mal ne ordentliche Demokratie schaffen, in nem Land, dass keine Demokratie will. Sozusagen zwangsbefreien udn wehe die finden das nicht gut.
Ach neeeeee. Das Öl geht ja zur neige. :)

Und zu Jemen selber kann ich eigentlich nix genaueres sagen, weil ich im Moment nicht die Zeit habe, mich genauer zu informieren.
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10.10.2009 20:09 Uhr von maki
 
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Als VDR Jemen, integriert in die: sozialistische Staatengemeinschaft, hatte man diese Probleme nicht...
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10.10.2009 21:14 Uhr von Perisecor
 
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@ maki: Stimmt, die sozialistischen Staaten sind ja schon 1989-1991 am Arsch gewesen, da hätten wir heute diese Nachricht tatsächlich nicht.
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11.10.2009 00:35 Uhr von ElChefo
 
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@maki: *lach* genau... in der tollen landschaft von sozialistischen bruderländern waren die leute so feste überwacht und von ihrer diktatur von regierung tyrannisiert worden, das sie gar keine zeit hatten für solche ideen wie islamistischen terror... *kopfschüttel*
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11.10.2009 01:14 Uhr von XFlipX
 
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Der Irak wird auseinanderbrechen bzw. ist er das ja eigentlich schon. Im Norden is heut schon ein unabhängiges Kurdistan - selbst verwaltet, mit eigener Polizei und Armee. Das mußte selbst Gül anerkennen. Mit der Regierung in Bagdad gibt es ein Abkommen, dass irakische Sicherheitskräfte, Armee etc. im Norden keine Kompetenzen haben bzw. drort nicht operrieren dürfen. Der mittlere Teil des Iraks ist mehrheitlich sunnitisch und der Süden mehrheitlich schiitisch. Im irakischen Süden haben die Mullahs im Iran mehr Einfluss als die Zentralregierung in Bagdad. Eine konfessionell durchmischte Wohngegend wird es nicht mehr geben. Die Christen mußten den Irak ganz verlassen.

Das ist leider Balkan 2.0

XFlipX
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11.10.2009 15:03 Uhr von Perisecor
 
+3 | -2
 
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@ 1984

Das der Irak Massenvernichtungswaffen hatte und über deren Verbleib keinen Nachweis erbringen konnte, willst du doch nicht bestreiten?

Und den Irak als "stabil" zu bezeichnen, halte ich für gewagt. Im Norden gab es auch schon eine Art Kurdistan und der Rest wurde nur durch den extrem brutalen irakischen Geheimdienst und die Garden zusammengehalten.

Was den USA in Afghanistan nicht passte, war die von den Sowjets eingesetzte Marionettenregierung. Das hatte nichts mit links oder rechts, sondern einfach nur mit Anti-UdSSR zu tun. Andere Situationen geben meine Quellen btw auch nicht an, was für Quellen also nutzt du?

Welche Konflikte denn genau? Und bei welchen hat die damalige UdSSR nicht mitgemischt?

Wie sieht es mit den Konflikten aus, welche die USA überhaupt erst beendet haben? Bzw welche ohne die USA nie beendet worden wären?

z.B. 1.+2. Weltkrieg sowie Koreakrieg?

Der Iran ist übrigens seit 1979 ein Feind der USA. Nicht erst seit 2005. Aber vielleicht hat da erst deine Wahrnehmung der weltweiten Aktivitäten begonnen?

Und nein, das mit den Kindern und den Minenfeldern sind keine Lügen oder Propaganda. Auch wenn das nicht in dein Weltbild passt.

Des Weiteren gibt es keine Reparationszahlungen mehr für den 2. Weltkrieg. Das wurde in diversen Verträgen geregelt... du bist erstaunlich schlecht informiert für jemanden, der überall seinen Anti-USA-Stempel aufdrückt.
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11.10.2009 17:08 Uhr von ElChefo
 
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@1984: Oh, du wärst erstaunt, welche Zusammenhänge ich begreife.

Aber hier, also...
Du hast im Jemen ( ... genauso wie übrigens im Sudan, Somalia und im Ruanda der 80/90er Jahre... ) ein absolut chaotisches "System" aus lokalen und regionalen Power Brokern, eine zentrale Regierung, die ihren Namen nicht verdient, und im Norden bürgerkriegsnahe Zustände. Der Jemen ist de facto ein Gebilde, dessen Grenzen nicht von innerer Souveränität sondern durch die Nachbarn in der aktuellen Form gehalten werden. Wie schon vor einigen Jahren in vielen sicherheitspolitischen Publikationen zu vernehmen war, so, wie auch das auswärtige Amt in seinen Dossiers es verlauten lässt, wird es dieses Land wohl nicht mehr allzu lange geben. Ist doch klar, das ein Nachbar, ganz egal wer, versucht, seine Grenzen gegen dieses Chaos zu schützen, oder?

Stell dir das mal bildlich vor, nur mal als Hausnummer:
Wenn die Schweiz in einem solchen Zustand wäre, wir würden genauso reagieren. Die Israelis tun es. Die Italiener sind gerade auch dabei. Überspitzt formuliert handeln die USA in Richtung Mexiko seit Jahren genauso. Es ist vollkommen wurscht, wie korrupt, demokratisch, undemokratisch, tyrannisch oder verbrecherisch das genannte Land ist, JEDES Land wird ALLES tun, um sich und seine Souveränität zu schützen. Gerade wenn Nachbarstaaten drohen, in viele kleine Krisen- und Kriegsherde zu zerfallen.

Ach... sei so gut, bitte belege doch einmal deine Aussage bezüglich der saudischen Einmischung auf dem Balkan. Ich hasse nichts mehr, als wenn Dinge einfach so in den Raum geworfen werden.
Desweiteren zeige doch bitte noch einmal genauer auf, wo ich dieses radikal-islamische Land in Schutz genommen habe.
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11.10.2009 17:34 Uhr von kommentator3
 
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@ElChefo: 1984 versucht jeden Thread in einen Anti-USA Thread zu verwandeln.
Das eigentliche Thema interessiert ihn meist gar nicht.
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11.10.2009 23:32 Uhr von eugen_prinz
 
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stürzt der jemen ins chaos tja,ich würd mal sagen die ganze welt stürzt langsam aber sicher ins chaos... =)
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12.10.2009 01:17 Uhr von ElChefo
 
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@kommentator3: Sowas in der Art dachte ich mir...
...allerdings nennt er dann Widerspruch gegen seine Theorien "Zusammenhänge nicht begreifen" ;-)
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12.10.2009 01:51 Uhr von Hanno63
 
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Hilfe zur Bildung wäre schon hilfreich, wenn die paar Millionäre ,dort oder es könnte ja auch
Saudi-Arabien , etwas Geld für die Bildung der Region abgeben und dadurch der Bildungsstand, mehr Arbeit möglich macht ,...
, dann wäre auch die islamische Versklavung nicht mehr so hart und die Menschen dort endlich mal "FREI" und könnten nicht mehr einfach als Sklaven missbraucht werden.
So wie jetzt ist das Chaos vorprgrammiert . das ist auch eine Seite des Islam´s ...Jeder denkt nur an sich...
( wie bei uns auch inzwischen,seit den Türkengangs z.B. in Hamburg + allen anderen Grossstädte)
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13.10.2009 02:21 Uhr von TranzVau
 
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Ab in den Jemen: Nach Afganistan kommt der Jemen dran, den wir bombardieren und dann aufbauen. Danach? Somalia, Sudan usw.!
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13.10.2009 02:48 Uhr von ScheissePassiert
 
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@kommentator3: hätte man damals schon bei dem amerikanischem Bürgerkrieg auch um das ganze land herum (elektrische, von innen unüberwindbare) Zäune errichtet, gäbe es vlt auf der restlichen "Welt" nicht mehr so viele Bürgerkriege ;)
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13.10.2009 12:28 Uhr von ElChefo
 
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@1984: Du wirfst da einige Sachen zusammen, die so nicht passen.

Nur um mal einiges rauszugreifen, alles Stück für Stück zu zerlegen sprengt den Rahmen.

Beispiel erster Irak-Krieg.
Was du Überfall auf den Iran nennst, war eine lange Krise, die auf vollkommen klassischem Wege in einen Krieg gemündet ist. Es war schliesslich auch Chomenei, der zum Sturz des irakischen Regimes aufrief, nicht andersrum.
Letztendlich war es aber auch nicht der Wunsch der USA, das dort ein Krieg stattfindet, sondern wie so oft in der Geschichte sind es Verkettungen von kleinsten Details, die genau dorthin führen. Hier war es die Streitigkeit um die Schifffahrtsrechte auf dem Shatt-el-Arab sowie um die Region Chuzestan. Wobei, ich weiss, viele behaupten heutzutage, das Letzteres nur vorgeschoben wurde. Das Hussein den Irak zu einer Regionalmacht ausbauen wollte dürfte sich im Machthunger auf der anderen Seite als Motiv genauso wiederspiegeln.
Der stabile Irak, von dem du sprichst, hat nach 1990/91 auch nie existiert. Zerstörte Krankenhäuser, Abwasser- und Frischwasserversorgung, Infrastruktur und die fehlende Pharmaindustrie führen gepaart mit einer hohen Sterblichkeitsrate durch Leukämie, Cholera, Typhus oder auch nur Unterernährung zu allem anderen als einem stabilen Staat. Also bitte, "rephrase", wie mein Lehrer damals zu sagen pflegte..

Erster Weltkrieg
Klar, die USA haben sich sehr lange rausgehalten und dann zwanghaft nach Gründen zum Einschreiten gesucht. Das aber die Deutschen den Krieg schon fast gewonnen haben ist soweit weg von der Wahrheit, das es schon fast wieder wahr ist. Klar, 1914 war eine Erfolgsgeschichte. 1915 liess dann stark nach, als man anfing, von den ursprünglichen Westfront-Planungen abzuweichen und 1916 war dann schliesslich ein vollkommenes Erstarren aller Fronten zu beobachten. Von da an gab es keine Sieger mehr, sondern nur noch viel oder wenig Verluste auf allen Seiten. Die U-Bootflotte, die du hier als Superwaffe hochstilisierst, war zwar gut und effektiv, aber bei weitem quantitativ nicht so weit, das man England komplett hätte isolieren können. Der Kanal zum Beispiel war durch deutsche U-Boote kaum befahrbar, dank der fast nahtlosen Abdeckung durch die Alliierten. Die (legale) Versenkung "dieses einen Schiffes" dann hat unweigerlich zum Ende geführt. Legal schreibe ich deswegen auch vollkommen bewusst, Anfang diesen Jahres gingen die Forschungsarbeiten am mittlerweilen georteten Wrack los, es ist recht schnell bewiesen worden, das dort Massen an Munition an Bord waren, somit die Schutzzeichen missbraucht wurden und das Schiff ein legitimes Kriegsziel war.

Den zweiten WK lass ich einfach mal dreisterweise aus, darüber zu diskutieren ist müßig, jeder möge sich selbst ein Bild machen. Fakt ist, Deutschland hat ihn mit einer Lüge begonnen; nicht wenige Amerikaner verteidigen immer noch, das die Gleiwitzlüge wahr sei. Nur um dies mal zu erwähnen.

Korea.
Korea war kein Krieg "der Amerikaner" gegen "Nordkorea" sondern ein Krieg Süden (zusammen mit der UNO) gegen Norden (zusammen mit China - und auch Polen). Insgesamt kämpften auf der Südseite 21 Nationen. Nur weil der grösste Truppensteller die Vereinigten Staaten waren, zu behaupten, es wäre ein amerikanischer Krieg geht dann doch ein wenig zu weit.
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13.10.2009 12:28 Uhr von ElChefo
 
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@1984 II: Zurück zu Iran-Irak.
Hier hast du die Zusammenhänge ausser Acht gelassen. Auch betonst du die falschen Stellen der Geschichte. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt waren die Waffenverkäufe an den Iran doch legal. Bis heraus kam, das Oliver North das Geld aus den Käufen nach Nicaragua brachte. Das wurde dann verboten, alle klandestinen Operationen samt Finanzierung mussten offen gelegt werden. Danach bewegen wir uns in eine Grauzone. Aber hey, Oliver North war vor Gericht, hat keine spürbare Strafe abbekommen und ist heute Held der Republikaner. Der interessante Teil von Iran-Contra war niemals Iran. Sondern eher Contra. Und wie gesagt, es ging dabei auch nicht darum, den Iran zu erobern, das waren Hirngespinste in Saddams Staat. Es ging in der Hauptsache um den Shatt-el-Arab und Chuzestan.

Soviel dazu.
Zum Thema Ressourcen- und Reichtumsverteilung lässt du auch einen Faktor ausser Acht. In der heutigen Welt - ungleich dem Mittelalter - ist nicht reich, wer viel hat, sondern, wer viel verwaltet. Man spricht von einer Dienstleistungskultur.
Das Problem Afrika, wenn du dich umschaust, wird schon jahrelang so ziemlich überall in der Welt diskutiert. Die schlüssigsten und seriösesten Einschätzungen - hier wirst du wahrscheinlich aufschreien - legen einfach eine kulturelle Differenz zugrunde. Afrika hat vollkommen andere Sozialstrukturen als Europa oder auch Amerika (letzteres gilt hier mal nicht als Argument, sind doch alle amerikanischen Strukturen lediglich ein Abbild des alten Europas).
Stell dir vor, ein ganzer Kontinent, in dem es keine Staatsgrenzen, sondern Stammesgrenzen gilt, sind von unserem Standpunkt aus gar nicht zu begreifen. Das kannst du wunderbar an der Unterteilung in Ruanda sehen. Kolonisten haben das Volk hier in Stämme aufgeteilt, die überhaupt nicht ethnischer oder sozialer Wahrheit entsprechen. Hutu, Tutsi und Twa gab es vor belgischem Eingreifen gar nicht. Zu was das führt, dürfte in den letzten 15-20 Jahren recht klar geworden sein. Aber das ist nur ein Aspekt. Und das gibt den europäischen Kolonialisten auch nur eine Teilschuld.
Ich kenne persönlich einige Afrikaner, darunter auch Spätaussiedler, die sich mit beispielsweise föderalen Strukturen unheimlich schwer tun. Und das ist nur ein Teil. Das Problem liegt ja nicht allein bei Staatsformen. Sondern auch in Wohnkulturen. Lass mal einen Nomaden aus Somalia in eine deutsche, französische oder italienische Großstadt ziehen. Da braucht es keine böswillige amerikanische Politik, es ist halt so, genausowenig wie man jeden Menschen zu Demokratie zwingen kann und hofft, das er damit glücklich ist, können wir alles an westlichem Maßstab messen und für gut befinden.
Zu aller Letzt, arm ist nicht gleich arm. Ein chinesischer Reisbauer hat vielleicht ein Promill des europäischen mittleren Einkommens und kann trotzdem als reich gelten. Dasselbe gilt auch für den afrikanischen Viehtreiber.

Waffen und Essen.
Auch hier braucht es keine regulierende amerikanische Boshaftigkeit. Macht ist ein viel treibenderer Faktor als Hunger. Hat der Mensch die Wahl zwischen einem Laib Brot oder einer Waffe, er wird wohl die Waffe nehmen und sich das Brot eines anderen holen. Nach diesem Prinzip funktionieren auch die Kinderarmeen in Afrika. Wo die ihre Waffen herbekommen? Die wenigsten sind von korrupten Schurkenstaaten (in deiner Sicht der Dinge: Amerika) exportiert worden. Die überwältigende Mehrheit sind grosse Nichtregierungsakteure, die direkt vor Ort ihre Machtansprüche durchsetzen, konsolidieren und erweitern wollen. Was kümmert einen Staat wie Amerika ein Kleinkrieg etwa zwischen Äthiopien und Eritrea oder etwa die Grenzkonflikte im Sudan mit dem Tschad oder Uganda? Solange es irgendjemanden an der Spitze gibt, mit dem man sprechen kann, muss dieser jemand auch nicht beliebt sein. Sieht man ja auch bei den Al-Sauds. Deren Macht geht auch nicht über die Palastmauern hinweg. Daher lagern sie ja auch ihr Vermögen im Ausland (nicht nur in den USA, auch in der Schweiz, Monaco, Liechtenstein und Luxembourg).

So. Mir tun die Finger weh. Muss erstmal reichen ;)

PS: Der Jemen ist auf der arabischen Halbinsel, nicht in Afrika. :-P

[ nachträglich editiert von ElChefo ]

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