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Türkei: Kritischer Autor Orhan Pamuk muss erneut vor Gericht

Der 2006 eingestellte Strafprozess gegen den Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk muss türkischen Medien zufolge nun erneut aufgerollt werden. Pamuk hatte den Mord an einer Million Armenier und Zehntausender Kurden öffentlich angeprangert.

Sechs türkische Rechtsnationalisten hatten jeweils 16.000 Euro Schmerzensgeld gefordert, weil sie sich durch die Äußerungen des Autors in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt sahen. Nach der Zurückweisung der Klage durch ein Gericht in Istanbul beginnt nun jedoch der Berufungsprozess.

Besonders pikant ist hierbei die Tatsache, dass die Entscheidung zur Berufungsklage nur kurze Zeit vor der Unterzeichnung eines Abkommens stattfand, das das Verhältnis zwischen Armenien und der Türkei normalisieren sollte.


WebReporter: maude
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Türkei, Gericht, Klage, Autor, Literaturnobelpreis, Kritisch, Orhan Pamuk
Quelle: news.orf.at

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.10.2009 17:28 Uhr von cemx1
 
+7 | -14
 
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das kann passieren: wenn man sich den mund zuweit aufreist..

viele linksradikale Leute in der Türkei wollen, dass die Türkei Armenien Entschädigung zahlt wobei keiner beweisen kann, dass es Völkermord war. Das beste Beispiel ist Deutschland, seitdem Hitler soviele Juden ermordet hat, zahlt D noch heute beträge in Millionen-Höhe.

Was hat USA in Irak gemacht? Wieso zahlen die Ammis keine Entschädigung für das, was sie getan haben?
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08.10.2009 17:37 Uhr von NetCrack
 
+13 | -9
 
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Und trotzdem wird immer noch ernsthaft überlegt die Türkei in die EU aufzunehmen. AUFWACHEN, BRÜSSEL!
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08.10.2009 17:38 Uhr von lina-i
 
+10 | -9
 
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Bisher leugnen nur Türken den Genozid: an den Armeniern.

Die USA haben im Irak Krieg um das Öl geführt und nicht versucht, ein Volk auszulöschen, wie es die Deutschen, Serben oder Türken getan haben.
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08.10.2009 17:42 Uhr von cemx1
 
+6 | -7
 
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@Andreas.K: du glaubst wohl ernsthaft nicht, dass es nur um eine Entschuldigung geht. Es gibt genug andere Länder, die sich Entschuldigen müssten. Dass Saddam Hüseyin tausende von Kurden hingerichtet hat juckt keinen. Es gibt genug Armenier, die eine Entschädigung dafür wollen. Was macht Israel mit dem Geld, was sie von D bekommen? Ja, genau. U-boote kaufen und wahrscheinlich auch Waffen. Es geht schon lange nicht mehr darum, dass die Leute in Israel verhungern. Türkei hat damals schon die Tore für viele Kurden aus dem Irak geöffnet. Klar hat Türkei Anfang 20. Jarhundert ein Fehler gemacht und viele Armenier getötet, aber die Fehler was die US-Regierung heute noch macht, sieht keiner.
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08.10.2009 17:53 Uhr von selphiron
 
+2 | -1
 
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Ich möchte auf den letzten Teil der Nachricht aufmerksam machen..DA möchten einige nicht, dass die Beziehungen zwischen Armenien und Türkei bessern.
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08.10.2009 22:54 Uhr von XFlipX
 
+3 | -0
 
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"DA möchten einige nicht, dass die Beziehungen zwischen Armenien und Türkei bessern."

Natrülich, es handelt sich ja auch um 6 türkische Rechtsextreme die prozessserien. Sollte man von der Richtung was anderes erwarten ?

XFlipX
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23.10.2009 06:35 Uhr von Deniz1008
 
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siehe auch killerspielesammlung-aktion von neulich: alles geplant und gesteuert von interessentengruppen usw.*

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