07.10.09 21:42 Uhr
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Ist das Bürgergeld eine Mogelpackung?

Die FDP hat vor, verschiedene soziale Sicherungssysteme abzuschaffen und mit einem Bürgergeld zu ersetzen und verspricht sich davon eine erhebliche Reduzierung von Bürokratie und Kosten. Laut der Financial Times Deutschland plant aber die FDP erhebliche Hürden um Bürgergeld beziehen zu können.

So sollen Antragsteller ähnliche Bedürftigkeitsnachweise liefern, wie sie zur Zeit von Hartz4-Empfängern gefordert werden. Dazu soll unter anderem auch die Offenlegung des Einkommens der Familienmitglieder gehören. Außerdem muss der Antragsteller vorher seinen Arbeitswillen unter Beweis stellen.

Die Onlineausgabe der Financial Times Deutschland kritisiert bei dem Vorhaben, dass die Umstellung auf das neue System, eine Unmenge an Geldern verschlingen würde, ohne ursächliche Probleme wie Bildungsarmut und fehlende Fördermaßnahmen durch die Jobcenter anzugehen.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: FDP, Hartz IV, Mogelpackung, Bürgergeld
Quelle: www.ftd.de

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53 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.10.2009 21:44 Uhr von Zako123
 
+40 | -36
 
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Einfach Hartz 4 anheben, und nicht so viel scheiße labern liebe Politiker!!
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07.10.2009 21:53 Uhr von Jaecko
 
+16 | -10
 
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Da leben ein paar Politiker gefährlich...
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07.10.2009 22:17 Uhr von haubtschuehler
 
+72 | -36
 
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@Zako123: Das sieht die ARBEITENDE Bevölkerung ein bisschen anders.
Es kann nicht angehen, dass einige Ihre wohnung + Taschengeld bekommen fürs nix tun während andere eine Ausbildung machen und so grad ihre Miete und essen zahlen können und dann 45 Stunden die Woche arbeiten.
Diese ständige rumgeweine von wegen Hartz4 ist zu gering kann man einfach nicht akzeptieren finde ich.
Ich hoffe das Bürgergeld belohnt die fleißigen!
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07.10.2009 22:22 Uhr von MOTO-MOTO
 
+13 | -9
 
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Neuerungen kosten fast immer Geld ! ! ! Mal ernsthaft gefragt.
Welche Strukturumstellung im sozialen System würde denn kein Geld kosten?

(Beispiel: Wenn ich meine Energiekosten senken und Geld auf mittlere oder lange Sicht sparen will, muss ich auch erstemal Geld für neue Sparlampen, Dämmung, Fenster etc. ausgeben.)

Die Anhebung des Regelsatzes von ALG 2 schaft auch nicht mehr Arbeitsplätze und kostet vermutlich genau so viel. Wäre in meinen Augen nicht produktiv. Schafft lediglich eine finanzielle Erleichterung für die Empfänger.

Abgesehen davon ist die Planung der FDP schon lange in derem Parteiprogramm zu lesen gewesen.
Für mich keine News.
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07.10.2009 22:25 Uhr von Generalissimus
 
+36 | -20
 
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Wieso Mogelpackung: Ob das Kind nun ALG 2 oder von mir aus Bürgergeld heißt ist doch Wurscht - beides wird von den bezahlt die Arbeiten und für andere ausgequetscht werden.

Wer wirklich nicht kann oder nichts findet, gut ok - aber wer nur Sozialleistungen einstreicht und täglich schon mittags vor dem Supermarkt besoffen ist soll bitte Arbeit zugewiesen bekommen.

Nicht saufen und lustiges faules leben auf meine Kosten bitte
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07.10.2009 22:28 Uhr von MOTO-MOTO
 
+18 | -17
 
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@Generalissimus - Oje, jetzt gibts Minus: Die meisten hier wollen solche Fakten/Tatsachen hier nicht hören.
Das können die nicht kaputt-argumentieren.

In meinen Augen hast Du aber völlig recht.
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07.10.2009 23:07 Uhr von Anya
 
+31 | -7
 
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Ihr sollt doch nicht immer diese Talkshows schaun ...

also ich zahl lieber für die wenigen, die ihr "faules Pakt" nennt, als für die Gehälter für Firmen die Leute fürn Hungerlohn arbeiten lassen.
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07.10.2009 23:11 Uhr von DOMM
 
+8 | -9
 
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@haubtschuehler: Ganz meine Meinung... ich arbeite .. habe aber weniger als jemand der Hartz4 bekommt... (bin aber noch Azubi.. also nciht weiter schlimm)
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07.10.2009 23:14 Uhr von ToyotaDoc
 
+21 | -10
 
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autsch @generalissimus: noch jemand der denkt, dass er von seiner lohnsteuer, die er sich am jahresende wiederholt die 3,5 hartz4 empfänger bezahlt. und alle über einen kamm scheren ist auch viel einfacher, als mal hinter einige fassaden schauen.

@anya - stimm dir zu
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07.10.2009 23:16 Uhr von Kelrycor
 
+1 | -8
 
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Spendenaktion für Generalissimus: Denn Fakten kann man nicht widersprechen - wer mag es schon eigene Kosten von anderen ausgenutzt zu werden? Also liebe Arbeitsunlustige, Hand auf Herz, wenn euch jemand ausnutzt wärt ihr auch sauer - oder etwa nicht? ;)

Das Bürgergeld ist doch auch völliger Blödsinn. Ich weiss zwar nicht, wie man´s besser machen kann, aber das momentane Sozial- und Politsystem im Ganzen ist doch äusser marode... -.-
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07.10.2009 23:21 Uhr von bueyuekt
 
+9 | -14
 
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@Generalissimus: Also ich denke, dass es eher verantwortungslos ist, jemand
der nicht arbeiten will zum arbeiten zu Zwingen. Bevor jemand
besoffen einen Bus oder Zug fährt, soll er lieber besoffen vor
´nem Supermarkt stehen.

Wer nicht will, will nicht.
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07.10.2009 23:45 Uhr von Querdenker01
 
+4 | -1
 
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08.10.2009 01:40 Uhr von Premier-Design
 
+10 | -0
 
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Bürgergeld ist eine gute Idee, aber es sollte sich um ein bedingungsloses handeln - das spart nämlich viel mehr Verwaltungskosten ein.
Geben wir jedem Bürger einfach gleich viel Geld und schon kann niemand mehr betrügen oder sich betrogen fühlen. Zusätzlich eine Pflichtkrankenversicherung, damit das Gesundheitssystem funktioniert und schon sieht die Zukunft rosiger aus. Das Goethe-Institut hat im Auftrag der Bundesregierung mal eine Machbarkeitsstudie angefertigt und ist zum Ergebnis gelangt, dass ein bedingungsloses Bürgergeld ohne Mehrkosten bereits jetzt realisierbar wäre. :-)
Nur die Verwaltung schlanker machen (Einstellungsstopp, bestehende Beamte bis zur Rente beschäftigen), alle Steuern abschaffen (bis auf die MwSt., diese auf ca. 50% rauf - Preise inländischer Produkte ändern sich im Endeffekt also kaum) und schon gäbe es keine Schwarzarbeit und keine Steuererklärungen mehr. Und noch vieeeeles mehr. :-)
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08.10.2009 02:21 Uhr von Rick-Dangerous
 
+3 | -1
 
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Das Bürgergeld: wirds nicht geben, da hierfür u.a. eine Verfassungsänderung mit 2/3-Mehrheit notwendig wäre.

Die ganze Diskussion ist somit rein plakativ.
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08.10.2009 06:47 Uhr von miyu
 
+14 | -2
 
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@haubtschuehler: ich habe eine ausbildung gemacht und musste wegen fehlender vergütung hiv beantragen. ich konnte manchmal kaum essen bezahlen, ist das gerecht?
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08.10.2009 07:03 Uhr von John2k
 
+16 | -1
 
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@Schaeubleschubser: Gut geschrieben!

Ich finde es auch traurig, wie viele Leute sich für etwas besseres halten, bloß weil sie einen Job haben. Vor allem halten die sich für die größten, die es gibt. Realistisch betrachtet sind sie allerdings ein kleines Zahnrad in einem gigantischen Getriebe, dessen Einfluss so minimal bis unbedeutend ist, wenn es defekt ist :-)
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08.10.2009 07:09 Uhr von Tobi1983
 
+10 | -3
 
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Fredll: Immer, wenn es um politische Inhalte geht, in denen die Lügen der FDP aufgedeckt werden, versteckt sich Fredll.
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08.10.2009 08:01 Uhr von MOTO-MOTO
 
+5 | -1
 
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@Andreas.K: DAnn hilft halt nur umziehen.
Der Umzug wird, wenn die Aussichten auf einen Job am neuen Ort besser sind, vom Amt sogar bezahlt.
Die sind sogar froh, wenn du in der Statistik des "Kaffs" nicht mehr auftauchst.

Hab ich selber so gemacht.
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08.10.2009 08:10 Uhr von Lawelyan
 
+21 | -1
 
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warum verstehen soviele es einfach nicht Die Sache ist doch ganz einfach...

Wir sind 80 mio Menschen in D
Davon sind ~30 Mio am Arbeiten und verdienen durchschnittlich 24.000 Euro im Jahr
Die restlichen 50 Mio werden von diesen 30 Mio Bezahlt, ob durch Transverleistungen (ALG, Rente, Krankengeld usw) oder weil sie Kinder/Partner von einem Arbeiter sind.
Nebenbei bemerkt, diese 24.000 mal 30.000.000 sind rund 60% des erwirtschafteten Geldes, denn rund 40% fliessen in Kapitaleinkünfte (Mieten, Zinsen usw.)

Der Punkt ist, das unsere Wirtschaftsleistung seit Jahrzenten nicht zurückgegangen ist, nur die Steigerungsrate ist hin und wieder mal gesunken.

Trotzdem sinken die Löhne, die Arbeitslosenzahlungen steigen und "das Volk" bekommt immer weniger.

Ich kann einfach nicht verstehen, warum die Menschen die nur knapp übern Hartz4 satz verdienen immer auf die H4 Schimpfen, anstatt auf die Menschen die ihnen so wenig geben, obwohl ihre Einkünfte nicht nennenswert sinken.

Der BIP sinkt nicht, aber der Anteil der bei der arbeitenden Bevölkerung ankommt.

DAS SIND NICHT DIE ARBEITSLOSEN SCHULD !!!!

Klar tut es weh, wenn man mit Steuern + Sozialabgaben 30, 40, 50 oder sogar 60% seines Einkommen abgeben muss.
Aber das man mit einer Fachausbildung und 40-50h Arbeit pro Woche, nicht genug verdient um ne Frau mit 2 Kindern zu finanzieren.
Das können doch nicht die Arbeitslosen schuld sein, warum wird auf die rumgehakt ?

Ich kann das einfach nicht Verstehen...
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08.10.2009 08:32 Uhr von eagle_eye
 
+7 | -2
 
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@haubtschüler: "Ich hoffe das Bürgergeld belohnt die fleißigen!"


Du glaubst doch nicth ernsthaft das DU irgendetwas davon hast !?!?!?!??!?!
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08.10.2009 08:37 Uhr von eagle_eye
 
+9 | -4
 
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es MUSS: eine mogelpackung sein ..allein schon weil es von der FDP kommt und die merkel bläst schön mit ins horn...
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08.10.2009 09:14 Uhr von MOTO-MOTO
 
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08.10.2009 09:18 Uhr von stitch
 
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Dann lieber bedingungsloses Grundeinkommen: Das Bürgergeld ist tatsächlich eine Mogelpackung. Wer sich mit dem Thema mal auseinandergesetzt hat, wird automatisch zu dem Schluß kommen, daß das Grundeinkommen die fairere Lösung ist.
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08.10.2009 09:24 Uhr von MOTO-MOTO
 
+2 | -8
 
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Hat nicht auch: das Grundeinkommen in der DDR für den Staatsbankrott gesorgt (neben der beschissenen Haushaltsführung)?

Bei einem Grundeinkommen fehlt mir Persönlich sowas wie eine Motivation seine Arbeit anständig zu erledigen.
Jeder Depp, der dann trantütig oder sonstwie abwesend Dienst nach Vorschrift macht oder häufig "krank" ist, bekommt dann mit Sicherheit mindestens genau so viel Geld wie jemand der regelmäßig und gewissenhaft seine Arbeit macht.
Die Arbeitgeber werden sich dann nicht mehr so leicht von diesem "Grundgehalt" nach oben hin orientieren.
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08.10.2009 09:41 Uhr von mueppl
 
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gibt es keine größeren Probleme in Deutschland als das "Gezanke" ob Bürgergeld oder Harz 4?

Mittlerweile sehen es selbst die Hinterbänkler im Bundestag ein, dass wir Auswanderungsland sind.
Anstatt diese Tatsache nur festzustellen sollten hier Ursachenforschung betrieben werden.
Dass Deutschland ein "Niedriglohnland" ist wird niemand bestreiten.

Nur mal so als Gedanke: Jeder Arbeitnehmer "muss" Einkommenssteuer bezahlen - wenn er entlassen wird, fehlt diese Steuer dem Staat. Warum zwingt man die Betriebe dann nicht, "Maschinensteuer" für die Roboter und andere Gründe, die eine "betriebliche" Kündigung rechtfertigen, zu zahlen.

Hier geht es um Gewinnmaximierung der Wirtschaft auf Kosten des Staates und der Bevölkerung. Auf die Harz 4 Empfänger zu schimpfen bringt gar nichts - versucht mal mit 40 einen Job zu finden, in dem Alter gehört ihr für viele Betriebe schon zum alten Eisen.

Nehmt die Wirtschaft in die Verantwortung, denn die ist für diese Misere verantwortlich.

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