Linke-NRW Wahlprogramm entsetzt Linke-Parteispitze
"Na dann: Gute Nacht, Marie!" war der erste Kommentar, den ein Linke-Bundespolitiker abgab, als er auf das Wahlprogramm der NRW-Linken angesprochen wurde. Mit Unverständnis sehen die Berliner Genossen die Forderungen (SN berichtete) im Wahlprogramm der Linken in Nordrhein-Westfalen.
Andere Stimmen sprechen von "strömungspolitischen Tricksereien, denen jede politische Alltagstauglichkeit abgeht". Die NRW-Linke würde mit dem Programm-Entwurf Aussagen treffen, auf die sich die SPD in NRW als möglicher Koalitionspartner nie einlassen könnte.
Zwar hält Thüringens Linken-Spitzenkandidat Bodo Ramelow die Zerschlagung der Monopole in der Energiewirtschaft auch für sinnvoll, einer Verstaatlichung kann er aber so nicht zustimmen. Er fordert ein verbindliches Bundesprogramm für die Linken.