06.10.09 13:46 Uhr
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Milchbauern bewerfen Bauernverbands-Chef Sonnleitner mit Eiern

Am gestrigen Montag tagten in Brüssel die EU-Landwirtschaftsminister (SN berichtete). Dabei machten auch rund 2.400 Landwirte und Milchbauern ihrem Unmut Luft. Sie demonstrierten nicht nur gegen die Politik der EU, sondern auch gegen den Präsidenten des Deutschen Bauernverbands (DBV), Gerd Sonnleitner.

Die Milchbauern bewarfen Sonnleitner mit Eiern, Kastanien und einer Mistgabel. Dies ist ein weiteres Indiz für den Konflikt, der zwischen den Kleinbauern der Deutschen Milchviehhalter (BDM) und dem von Großbauern dominierten Deutschen Bauernverband herrscht.

Die Milchbauern befürchten, dass nach dem Wegfall des EU-Milchquotensystems die Kleinbauern von den Großbetrieben vom Markt verdrängt werden. Um dagegen zu protestieren belagerten die 2.400 Demonstranten mit 200 Traktoren das Brüsseler Europaviertel und entzündeten Heuhaufen und Autoreifen.


WebReporter: W.Marvel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Chef, Bauer, Milch, Verband, Ei, Landwirt
Quelle: www.abendblatt.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.10.2009 13:49 Uhr von Travis1
 
+13 | -4
 
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Die: Landwirte scheinen da ein bischen fixer als der Rest der Bevölkerung zu sein!
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06.10.2009 14:10 Uhr von Netter Mensch
 
+14 | -2
 
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Natürlich: haben die Eier.

Richtig ihr Tun.

Wenn sie sich nicht wehren hilft ihnen niemand.

Sie sollten uns Vorbild sein

Uns dreht man langsam auch den Hals zu.

deshalb....................
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06.10.2009 14:13 Uhr von Travis1
 
+3 | -3
 
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@DesignerDrugV: Nein, sie wissen damit um zu gehen;-)
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06.10.2009 14:20 Uhr von Totoline
 
+5 | -5
 
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Gut so! Schade nur, das sie die Eier nicht zuvor 3 Monate in der Sonne haben liegen lassen!!!
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06.10.2009 14:23 Uhr von hasi3009
 
+8 | -15
 
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Ich mach mich mal unbeliebt: Sind Bauern wirklich einfach nur dumm? Die begreifen nicht das sich der Preis aus Angebot und Nachfrage bildet. Wenn ich zu viel Produziere und damit ein Überangebot herrscht dann fällt eben der Preis. Es tut mir zwar für die einzelnen kleinen Bauern leid, aber das ist eben Marktwirtschaft. Deshalb eiert auch der Staat immer rum mit den Hilfen, der wird ein Teufel tun und die Bauern in irgendeiner Art und Weise zu unterstützen.
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06.10.2009 14:24 Uhr von wordbux
 
+7 | -11
 
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Bauern: Denen gehts zu gut, man sollte sofort alle Subventionen einstellen.
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06.10.2009 14:27 Uhr von fuxxa
 
+7 | -11
 
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Naja: dann sollen sie halt etwas Anderes produzieren. Ein Unternehmen, das seine Produkte auf dem Markt nicht mehr verkaufen kann oder damit keine Margen erzielt, muss sich auch nach anderen Geschäftsfeldern umsehen oder es geht pleite. Warum soll das bei Milchbauern anders sein? Wenn Milch verknappt wird und die Nachfrage vorhanden ist, werden auch wieder andere Preise dafür bezahlt. Die Bauern, die wirtschaftlich Produzieren werden auch überleben und sind nicht von Subventionen und den damit verbundenen Verschwendungen von Steuergeldern abhängig...
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06.10.2009 14:36 Uhr von Cam0
 
+4 | -5
 
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Super Aktion! Finds gut dass die Bauern endlich mal drastischer werden!! Wir haben einen Milchbauer als freund...und der hat sich abermals schon drüber beschwert...

gute arbeit!!! bespritzt sie weiterhin mit milch :D
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06.10.2009 14:53 Uhr von anderschd
 
+2 | -5
 
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Die werden es nie lernen. Sollten sich mal im Pott umsehen, wie es da zuging, als die Kohle eingestellt wurde. Also reißt euch zusammen und hört auf zu jammern. Einfach die Hälfte aller Höfe schließen und es geht ab.
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06.10.2009 15:50 Uhr von uhlenkoeper
 
+3 | -3
 
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@hasi3009: Nein, Du machst Dich nicht unbeliebt.
Du hast nur nicht begriffen, dass es für die Landwirtschaft in der EU keine FREIE Marktwirtschaft gibt !

Solange Brüssel immer und immer wieder "lenkend" in den freien Markt eingreift, solange landwirtschaftliche Produkte als "Tauschgut" für industrielle deutsche Exportgüter z.B. in Verträgen mit Argentinien und Brasilien, China und Australien herhalten (am Bekanntesten war der sog. "VW-Vertrag" mit Brasilien: Zusagen für den Autobau gegen die Lockerung der Importbestimmungen von Zuckerrohr-Zucker), solange wird es keinen "freien Markt" und keine "freie Marktwirtschaft" geben können.

Landwirte müssen nicht nur die Mechanismen der Märkte beherrschen, sondern auch noch die millionenfachen (oftmals kurzfristig sich ändernden) Fallstricke der Brüsseler Bürokratie im Griff haben, um überleben zu können. Ich kenne kaum jemanden, der dazu so intensiv fähig sein muß, wie die Arbeitskräfte und Betriebsinhaber in der Primärproduktion (sprich: Agrar- und Gartenbausektor).

Allerdings sollten wir uns bei der ach so hehren "freien Marktwirtschaft" auch über eines im Klaren sein:
unsere hiesige Landwirtschaft wird weder bei Klein- noch bei Großagrarbetrieben auf Dauer mit dem "Weltmarkt" konkurrieren können. Ganz einfach deshalb, weil unser Sozialsystem und unsere Umweltauflagen im vergleich zu den Ländern, mit denen wir auf dem "Weltmarkt" konkurrieren müssen, -gottseidank- weitaus höher, damit aber auch kostentreibender sind.

Die Folge ist logisch:
entweder wird über den "freien Weltmarkt" auf Dauer unsere heimische Landwirtschaft (und alle nachgelagerten und zuarbeitenden Bereiche) vernichtet oder aber unser Lebens- und Umweltstandart muß sich auch dem "Weltmarkt" anpassen.

Ich weiß nicht, ob mir diese Alternativen wirklich schmecken.
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06.10.2009 16:07 Uhr von anderschd
 
+3 | -2
 
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Die EU soll schuld sein? Wohl kaum. Ohne die, gäbe es schon die Hälfte der Bauern nicht mehr. Und außerdem sagen die doch immer, der Billiganbieter, wie Aldi oder Lidl sei schuld. Ich hab noch nie einen Bauern mit EU Gelder werfen sehen nach den Vorsitzenden. Woran das wohl liegt?
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06.10.2009 19:58 Uhr von 0_o
 
+6 | -0
 
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wenigstens ein teil der bevölkerung: der auf die straße geht und nicht stillhaltend alles mit sich machen lässt
meinen respekt!

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