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Berlin: Nach 70 Jahren Abwesenheit - Nofretete-Büste wieder am alten Platz

Die weltbekannte, 3.500 Jahre alte Büste der Nofretete wurde während des Zweiten Weltkriegs zusammen mit sämtlichen Gegenständen des Ägyptischen Museums umgelagert, ab 1943 in einem Salzstock im Harz aufbewahrt und im Jahr 1956 wieder nach Berlin ins Alte Museum gebracht.

Nachdem das Neue Museum auf der Museumsinsel fertig war, wurde die Büste unter scharfen Sicherheitsmaßnahmen am vergangenen Sonntag in den gegenüberliegenden Neubau des Neuen Museum transportiert. Auch die anderen ägyptischen Exponate des Alten Museums wurden ins Neue Museum gebracht.

Das Gebäude hat der britische Star-Architekten David Chipperfield für rund 200 Millionen Euro renoviert. Ab 17. Oktober kann die Büste von der Öffentlichkeit wieder betrachtet werden. Nofretete wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ausgegraben, Ägypten pocht jedoch weiterhin auf Rückgabe.


WebReporter: jsbach
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Museum, Platz, Büste, Nofretete, Abwesenheit, Nofretete-Büste
Quelle: www.ln-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.10.2009 08:30 Uhr von jsbach
 
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Der für seine resolute Art bekannte Chef der ägyptischen Altertümerverwaltung zuständige Zahi Hawass, würde diese einmalige Sandstein-Büste zu gerne zurück haben.
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06.10.2009 08:51 Uhr von Cosmopolitana
 
+8 | -6
 
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@Autor: Und das ist auch sein gutes Recht, schliesslich ist Ägypten ihr Geburtsland und auf der ganzen Welt gibt es viel zu viele Artefakte, die aus ihrem "Kontext" herausgenommen wurden. Die Büste ist nun lange genug in Deutschland, finde ich, und Zahi Hawass ist zudem ein sehr engagierter Archäologe.
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06.10.2009 13:31 Uhr von omar
 
+1 | -0
 
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@Oberlehrer: ist Gustave Levebre Ägypter?
Wieso kann der dann sowas entscheiden?

Wenn ich Ägypter wäre, würde ich auch wollten, daß so ein wichtiges Kulturgut in Ägypten ausgestellt wird...

Wir können uns trotzdem freuen, daß die Büste derzeit in DE zu sehen ist.
Was ich gut fände wäre folgendes:
Die wichtigsten und bedeutensten Funde zurückgeben, aber dafür in regelmäßigen Abständen variierende Leihgaben bekommen. Dann kann man öfter mal die Museen umgestalten und neue Exponate zeigen. Das würde mehr Leute anlocken, weil es immer wieder neue Sachen zu sehen gibt, und jeder hat was davon.
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06.10.2009 13:52 Uhr von mr_shneeply
 
+1 | -1
 
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Nofretete-Büste wieder am alten Platz: Wie kann die Büste im Neubau an ihrem alten Platz stehen?
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06.10.2009 17:50 Uhr von chewy2k
 
+2 | -0
 
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Kann die Ägypter verstehen. Mich nervt es auch ziemlich dass die Russen unseren Schatz der Merowinger und andere Dinge geklaut haben.

Ich fordere die Rückgabe samt Königsberg... :P
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06.10.2009 23:12 Uhr von radiojohn
 
+1 | -0
 
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jsbach wieder mal: Warum muss er immer wieder mal Beweise seines Halbwissens abliefern?

In der "Meinung des Autors zum Thema" schrieb er:
"...diese einmalige Sandstein-Büste...".
Woher stammt denn dieses Wissen? In der Quelle steht auf jeden Fall nichts, was auf das Ursprungsmaterial der Büste hindeutet.
Aber Wiki kann auch hier helfen:
"Nofretete (in anderen Sprachen meist Nefertiti, ägyptisch Nfr.t-jy.tj, ursprüngliche Aussprache etwa Nafteta, für „die Schöne ist gekommen“) war die Hauptgemahlin des Pharao Echnaton (Amenhotep IV.) und lebte im 14. Jh. v. Chr. Bekannt wurde sie durch die Büste aus Kalkstein und Gips, die in Berlin zu sehen ist."
( http://de.wikipedia.org/... )

Der Kern der Büste besteht aus relativ weichem Kalkstein, welcher dann noch mit Gips ausmodelliert wurde.

r.j.

P.s. Noch was:
"Das Gebäude hat der britische Star-ArchitektEN David Chipperfield..."
Plural - Singular?

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