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Mehr Geld für Milchbauern gefordert

Bei der Sitzung der EU-Landwirtschaftsminister verdeutlichte die Bundesagrarministerin Ilse Aigner, dass den europäischen Bauern mehr Geld aus EU-Kassen zukommen muss. Seit 2005 erhalten europäische Bauern Entschädigungen in Milliardenhöhe.

Erst 2010 werde der eigens für die Bauern eingeführte Milchfonds greifen, sagt Aigner. Deshalb ist die zusätzliche Unterstützung notwendig, um die Zeit zu überbrücken.

Circa 1.000 Milchbauern protestierten in Brüssel während die Landwirtschaftsminister tagten. Diese forderten im Zuge der Verhandlungen sogar eine kleinere Produktionsmenge, was Entschädigungsgelder verringern sollte.


WebReporter: s8R
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Geld, Bauer, Entschädigung, Milch, Milchbauer, Landwirtschaftsminister
Quelle: netzticker.net.tc

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.10.2009 16:31 Uhr von s8R
 
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Ich bin mir sicher ich würde als Bauer anders darüber denken, trotzdem: Ich finde es eine Unverschämtheit auf Hilfe von der EU zu hoffen, wenn eben zu viel produziert wird. Solche Subventionen und Entschädigungen werfen den ganzen Markt durcheinander. Die überschüssige, von der EU aufgekaufte Milch wird anschließend vernichtet - eine Verbrennung von Geld!
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05.10.2009 16:45 Uhr von rubberduck09
 
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Wenn ich 10 cent pro Liter mehr zahle. Wie viel kommt bei den Bauern mehr an?

Genau: NIX.

Das stecken sich nämlich die Molkereibosse in die eigene Tasche. Solange dagegen nix gemacht wird, ist der Verbraucher idr. leider machtlos.
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05.10.2009 17:20 Uhr von Sucre
 
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irgendwie tun mir die bauern leid, die bekommen wirklich nix

und ich finde wenn wir mehr geld für milch ausgeben wird es uns nicht umbringen es ist jetzt schon zu billig, bei uns kriege ich 1 liter milch für 50-60 cent, hallo??

aber ich wette wenn die milch 10 bis 20 cent teurer gemacht werden heulen dann die deutschen konsumenten mal wieder, weil sie sich abgezogen fühlen xD

was für ein teufelskreis
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05.10.2009 17:29 Uhr von vmaxxer
 
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Nur subventionieren: Nur subventionieren nützt nicht viel.
Wenn schon subventioniert wird muss der Markt auch gleichzeitig geregelt werden. Damit eben nicht noch mehr subventioniert werden muss.
Das ganze hat sich zum Fass ohne Boden gesteigert.

Es werden immer mehr "Hochleistungskühe" gezüchtet um mehr Milch zu produzieren, das Ergebnis ist ein überangebot an Milch was wiederrum den Preis ruiniert.
An der Stelle müsste die EU auch die Menge regulieren.. Milchquoten zb...
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05.10.2009 17:32 Uhr von fallobst
 
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@ sucre: ja wieso machen wir nicht alles dann 10 bis 20 cent teurer? dann kriegen die leute am band, die regaleinräumer etc. mehr geld. ist doch ne super idee, was?

was ist mit den schweine- und hühner-bauern? für die sollten auch die mengen verkleinert und der preis erhöht werden. und und und.
wozu einen freien markt, der von angebot und nachfrage abhängt, wenn doch die politik das sicher besser für uns entscheiden kann...die wissen doch schließlich immer was das beste für uns ist. wozu sollten wir über unser kaufverhalten darauf einen einfluss haben, ne?


ich hab noch nie verstanden, warum für die milchbauern andere regeln gelten müssen als für andere güterproduzierer.
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05.10.2009 21:28 Uhr von kommentator3
 
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Angebot und Nachfrage: ganz einfach.

Solange das Angebot künstlich (mit Subventionen und Quoten) erhöht wird, bleibt der Preis im Keller.
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06.10.2009 11:52 Uhr von xj12
 
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@ kommentator3 + fallobst: sehe ich genauso! Ich frage mich warum man nicht ueberlebensfaehige Wirtschaftszweige kuenstlich am Leben halten muss? Und warum die Landwirtschaft hier eine besondere Stellung einnimmt. Fakt ist doch dass mit der technischen Entwicklung einfach viel mehr Produziert wird, die Nachfrage aber nicht in diesem Ausmas gestiegen ist.
So traurig dass vielleicht fuer viele Bauern ist - wenns nicht zum Ueberleben reicht muss man halt die Milchwirtschaft aufgeben.
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06.10.2009 16:11 Uhr von uhlenkoeper
 
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Mal zum Nachdenken : !.Stichwort: Freie Marktwirtschaft ...

... in der Landwirtschaft ? Selten so gelacht.
Eine "freie Marktwirtschaft" gibt es in der Landwirtschaft schon seit der Zeit nicht mehr, als der Gesetzgeber in den Markt eingriff und indirekt Obergrenzen für Lebensmittelpreise einführte, indem die Agrarwirtschaft "gelenkt" wurde.
Übrigens wird mit dem Wegfall der Subventionen mit Sicherheit auf langfristige Sicht keine Lebensmittelsicherheit, geschweige denn billige Lebensmittel einhergehen.
Sind Agrarbetriebe gezwungen, sich ausschließlich am Markt zu erzielenden Preis zu orientieren, wird es unweigerlich dazu kommen, dass Anbauflächen für Bioenergie mit denen für den Nahrungsmittelsektor konkurrieren. Nur kann man Bioenergierohstoffe -die höher bezahlt werden- leider nicht essen ...

2. Quoten:
die Milchquoten in Brüssel werden seit mehr als 20 Jahren strikt bei 10% über Bedarf gehalten. Davon profitieren vor allem die Großviehbestände, die nach Angaben der Molkereien eher und konsequenter ihre Kontingente überliefern als Kleinbetriebe.

3. "Einfach dicht machen" :
tja, hört sich so einfach an, gelle ? Nur meistens ist das ein kleines Problemchen, weil die meisten landwirtschaftlichen Betriebe aufgrund der kostenintensiven Maschinen und Gebäude hochverschuldet sind. Schulden, die weiterbedient werden müssen. Wovon, wenn ein Betriebsinhaber mit 50 Jahren seinen Betrieb aufgeben muß ?

4. Altenteiler :
ausschließlich in der Landwirtschaft gibt es die sog. Altenteiler. Das heißt: der Hofbetreiber ist für die ehemaligen Hofbetreiber (in der Regel die Eltern) bis zu deren Tod Unterhaltspflichtig. Nicht nur im Pflegefall, sondern generell. Auch diese Verpflichtung endet nicht mit der Hofaufgabe. Noch ein weitere Aspekt, der es -neben dem Umstand, dass viele bäuerlichen Familienbetriebe oft jahrhundertelang schon im Familienbesitz sind und man sich davon nicht mal eben so schnell trennt, wie von einem Laden, den man vor 10 Jahren mit viel Enthusiasmus eröffnet hat- vielen Betriebsinhabern so schwer macht, die Entscheidung zur Aufgabe zu treffen.

4. Milchpreise:
Die derzeitigen Milchpreise haben NICHTS mit einer freien Preisgestaltung zu tun. Sie werden nicht durch Angebot und Nachfrage ermittelt, sondern durch eine Schieflage besonderer Güte. Es stehen tausenden von Produzenten nur einigen Dutzend Molkereien und diesen nur etwa 5 große Lebensmittelkonzerne als Verhandlungspartner gegenüber. Da man aber eine Milchkuh schlicht und einfach "abstellen" kann, wird den Produzenten der Preis -völlig jenseits jeder sinnvollen und kostendeckenden Preiskalkulation- diktiert.

Übrigens:
derzeit sind die Preise, die Milchbauern hierzulande erhalten, sogar unter dem Weltmarktpreis ! Mal drüber nachdenken ?

Und noch ein Übrigens:
der Getreidepreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert. Auch die Energiekosten sind gesunken.
Trotzdem habe ich noch nichts davon mitbekommen, dass z.B. die Preise für Brot und Brötchen gesunken wären. Ihr ?
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06.10.2009 16:27 Uhr von xj12
 
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@uhlenkoeper: zu Punkt 3. da beisst sich aber die Milchkuh in den eigenen Schwanz. Viele Bauern beklagen sich dass sie jetzt schon keinen Gewinn oder sogar Verlust einfahren. Also werden die Schulden auch nicht weniger wenn der Betrieb kuenstlich am Leben erhalten wird.
zu Punkt 4. Hier hast du natuerlich Recht dass man sich von einem Familienbetrieb nicht so leicht trennen kann - allerdings trifft dass nicht nur Landwirte. Beispiel: Vater von nem Freund hat ne Schreinerei in 3ter Generaltion gefuehrt - 2 Soehne beide Schreiner - Schreinerei trotzdem dicht wegen nicht mehr rentabel.
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07.10.2009 13:16 Uhr von uhlenkoeper
 
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@xj12: Zu Punkt drei beißt sich gar nichts. Dort geht es, wie es in wohl fast jedem kleinen Familienbetrieb (egal welcher Produktionsrichtung) zugeht: man hofft bis zum unerbittlichen Ende, dass sich etwas ändert und man doch noch aus der Misere wieder rauskommt.

Frag mal bei den Amtsgerichten nach, die Zwangsversteigerungen und Insolvenzen betreuen. Die können Dir übereinstimmend bestätigen, dass die meisten Familienbetriebe schlicht zu spät die Hoffnung auf eine Wende aufgeben und sich dadurch immer weiter in die Schuldenfalle reiten.
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07.10.2009 13:23 Uhr von xj12
 
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@ uhlenkoeper: Da hast du schon recht - aber weitere Subvensionen helfen da auch nicht. Also schiebt man die leider zwangslaeufige Insolvenz nur weiter hinaus.

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