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Diskussionen um das Berliner Urteil zum Schulgebet gehen weiter

Das Berliner Verwaltungsgericht hatte am letzten Dienstag geurteilt, dass einem Schüler die Möglichkeit eingeräumt werden muss, an einer Schule beten zu können (SN berichtete). Nun beschäftigt dieses Urteil die Politik, Schulleitungen und Schüler in Nordrhein-Westfalen.

NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) fühlt sich durch dieses Urteil in ihrer Politik bestätigt. "Wir wollen den muslimischen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihren Glauben in den Schulalltag zu integrieren", so Sommer. Allerdings wird von Schülern dieses Recht für alle Religionen gefordert.

Die Forderung wird dagegen von einem Essener Schulleiter gefürchtet, da er davon ausgeht, dass man jeder Religion einen eigenen Raum anbieten müsse. Derweil geht der Rechtsstreit in Berlin in die nächste Instanz und wird bald vor dem Oberverwaltungsgericht verhandelt.


WebReporter: W.Marvel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Berlin, Urteil, Schule, Diskussion, Rechtsstreit, Gebet, Oberverwaltungsgericht
Quelle: www.derwesten.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.10.2009 14:19 Uhr von artefaktum
 
+24 | -2
 
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Bin ein grosser Freund der Trennung von Staat und Religion und dabei sollten wir es belassen.
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03.10.2009 14:41 Uhr von Klassenfeind
 
+10 | -4
 
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Das Grundgesetz: darf nicht unterhölt werden!!! Dieses "sagt" Kirche u und Staat muß getrennt bleiben!!!! Das Gericht hat einiges zerstört!!!
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03.10.2009 14:43 Uhr von LenoX.Parker
 
+10 | -3
 
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Immer diese Extrawürste hier. Man man man.
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03.10.2009 14:49 Uhr von EyeOfTheDark
 
+5 | -2
 
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Mahlzeit: Dann muss man ja bald jede Schule umbauen lassen, wenn die für jeden Schüler der Jude, Christ, Moslem oder Mormone ist, einen eigenen Gebetsraum brauchen.

Und wer zahlt das???

Beten kann man auch daheim, die Schule geht 6 Stunden, Mensch...
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03.10.2009 15:05 Uhr von bluecoat
 
+5 | -1
 
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...wenn es nicht anders geht ..dann räume anmieten und die miete + unterhalt auf die gläubigen umlegen in voller höhe ..oder er muss kostenfrei in stille aufm schulhof beten...
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03.10.2009 16:20 Uhr von kommentator3
 
+3 | -1
 
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niemand: hindert den eiffernden Schüler in seiner Freizeit in der Moschee seiner Wahl zu beten.
Damit ist der Religionsfreiheit genüge getan.
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03.10.2009 16:29 Uhr von bratarik
 
+4 | -3
 
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raum ist nicht pflicht: wenn man sich das urteil anschaut, dann sieht man, dass kein raum nötig ist.

der schüler hatte auch nicht für einen raum geklagt. sondern gegen das verbot der leiterin überhaupt auf dem schulgelände zu beten.

und wenn jemand auf dem schulgelände betet dann bedeutet dies nicht gleich, dass der staat nun religiös handelt sondern einem bürger sein recht auf religionsfreiheit ihm selbst überlässt.

wenn nun die schule von sich selbst einen raum stellt ist es seine sache. Und wenn die schule einen Raum bereitstellt ist es doch auch kein Problem wenn mehrere Religionen in einem Raum beten.

tschööö

http://www.berlin.de/...
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03.10.2009 16:54 Uhr von a.maier
 
+3 | -1
 
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wenn: einige Religionen so auf ihre Glaubensfreiheit bestehen dann sollte man sie auch an die Schulpflicht erinnern. Islamische Schülerinnen die nicht an Sport oder Klassenfahrten teilnehmen dürfen, sind nicht hinnehmbar. In Deutschland gelten die kirchlichen und staatlichen Feiertage als Schulfrei, nicht die Islamischen , buddistischen oder sonst welche. Minderheiten soll man respektieren aber diese müssen sich auch anpassen. Sonst haben wir irgendwann russisch, türkisch oder suaheli als Amtssprache.
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04.10.2009 00:49 Uhr von olli58
 
+1 | -0
 
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<in der Pause: können die Schüler doch so ziemlich machen was sie wollen,
also last ihn beten, tut doch keinem weh.
Andere Schüler kiffen, rauchen saufen oder ziehen mitschüler ab.
Hätte der Schulleiter ihm stillschweigend einen Raum zur Verfügung gestellt, häts Niemanden interessiert. So kostets dem Steuerzahler wieder Gerichtskosten und und und.
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04.10.2009 01:36 Uhr von shadow#
 
+2 | -0
 
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Man kann alles übertreiben "... Glauben in den Schulalltag zu integrieren."
Das ist Bullshit!
Wenn er beten möchte, dann soll er das machen. Idealerweise irgendwo wo er seine Ruhe hat und damit auch niemandem auf die Nerven geht.
Normaler wird das davon aber nicht - die Mehrheit betet nunmal nicht in der Schule.

"... dass man jeder Religion einen eigenen Raum anbieten müsse."
Diese Befürchtung ist an den Haaren herbeigezogen. Die Argumentationsführung des Gerichts geht nur soweit dass die Schule die Betwilligen nicht bei ihrem Treiben behindern darf. Wenn daraus Organisationsaufwand entsteht sieht es schon wieder anders aus. Wenn die Räumlichkeiten alle sind, muss der Rest eben in den Pausen im Wandschrank beten...
Schulen sind immernoch Bildungs-, keine Betanstalten.
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04.10.2009 02:02 Uhr von cheetah181
 
+2 | -0
 
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nicht so einfach: Ich bin auch für strikte Trennung von Staat und Kirche.

Aber wenn meine Religion sagt, dass ich während der Schulzeit (in ner Pause) beten muss, ist es dann nicht Einschränkung der Religionsfreiheit, wenn das verboten würde?

Hier besteht auf jeden Fall Klärungsbedarf...
Ich wäre ja dafür dass kein "offizieller" Raum angeboten wird, weil das aus meiner Sicht eine Vermischung von Staat und Kirche wäre. Verboten werden sollte das Beten in einem Raum oder sonstwo auf dem Schulgelände aber nicht, wenn es nicht den Unterricht stört. Und so kam es imo zu dieser Klage...
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04.10.2009 06:50 Uhr von misantrophe
 
+2 | -0
 
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Gebete können im Islam auch nachgeholt werden: wenn aus zwingenden Gründen (dafür halte ich den Unterricht) zu den vorgesehenen Zeiten nicht gebetet werden kann.Ansonsten verstösst dieser Staat seit seiner Existenz gegen das GG, was die Trennung von Staat und Kirche betrifft.

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